Apple plant „revolutionäres Sensor-Design“ für selbstfahrende Autos

Apples Arbeit an selbstfahrenden Autos gibt seit Jahren Anlass für Spekulationen darüber, was genau das Unternehmen im Automotive-Sektor plant. Nachdem das „Project Titan“ zwischenzeitlich immer mal wieder für tot erklärt wurde, scheint in letzter Zeit wieder mehr und mehr Bewegung in die Entwicklung zu kommen. Jüngste Mitarbeiter-Wechsel zu Apple – etwa von Tesla-Ingenieuren – und Patente geben vermehrt Hinweise auf Apples wiedererstarktes Engagement in der Automobil-Abteilung. Zudem soll das Unternehmen kürzlich mit mehreren Firmen über die Lieferung neuartiger Lidar-Sensoren verhandelt haben, die für selbstfahrende Fahrzeuge essenziell sind. Auch Apple selbst tüftele an einer hauseigenen Lidar-Lösung, so der Bericht.


„Revolutionäre“ Abstands- und Geschwindigkeitsmessung
Die Lidar-Technologie ermöglicht es selbstfahrenden Autos, Laser-gestützte Abstands- und Geschwindigkeitsmessungen durchzuführen. Apple hat Reuters zufolge bislang mit vier potenziellen Zulieferern der Sensoren gesprochen. Um welche Firmen es sich handelt, geht aus dem Bericht nicht hervor. Das Unternehmen möchte demzufolge nicht auf schon bestehende Systeme setzen, sondern innovative Lidar-Sensoren verwenden, die kleiner und günstiger zu produzieren sind als die schon jetzt verfügbaren Varianten. Auch die Reichweite soll vergrößert werden. Apple-typisch ist laut der Reuters-Quellen von einem „revolutionären Design“ die Rede. Apple sei alles andere als zufrieden mit dem, was der Markt aktuell hergebe.

Das Unternehmen nutzt bereits seit längerem Lidar-gestützte Systeme auf den eigenen, selbstfahrenden Test-Fahrzeugen, die in den USA unterwegs sind. Doch die vorhandenen Lösungen können über 100.000 US-Dollar pro Einheit kosten. Außerdem sind die benötigten mechanischen Bauteile vergleichsweise klobig und zu fehleranfällig, um sie bei massenproduzierten Vehikeln einzusetzen. Die von Apple anvisierten Innovationen würden wesentlich preisgünstigere und kompaktere Lösungen erlauben, die sich von Konstruktion her mit Chips in Smartphones und anderen Gadgets vergleichen lassen.

Weiter Fragezeichen hinter Apples Masterplan für „Project Titan“
Auch die neuen Informationen geben keine handfesten Hinweise dazu, was Apple im Bereich der selbstfahrenden Fahrzeuge genau vorhat. Während die ersten Berichte zum Projekt von einem komplett von Apple konzipierten Vehikel sprachen, hieß es zwischenzeitlich, das Unternehmen setze doch vornehmlich auf Software-Lösungen für Drittanbieter-Partner aus der Automobilbranche. Die jüngsten Entwicklungen weisen dagegen wieder mehr auf ein „richtiges“ Apple-Auto hin, das Hardware- und Software-Innovationen des Unternehmens in sich vereint. Am wahrscheinlichsten ist ein automatischer Fahrdienst, über den Nutzer Apple-Fahrzeuge etwa für Taxifahrten ordern können.

Kommentare

alephnull
alephnull17.04.19 19:22
Hatte zuerst gelesen: „...Senioren-Design“
+1
sahomuzi17.04.19 19:54
Und ich dachte bei dieser Auto-Grafik zuerst an eine neue Maus
+2
MacTaipan17.04.19 22:20
Ungeachtet der Story wäre ich dafür, diese albernen Bilder sein zu lassen. Apple wird mit Sicherheit kein Auto bauen, aus dem man die Straße nicht sieht und das keine Kurven fahren kann.
+3
Cliff the DAU
Cliff the DAU18.04.19 10:09
MacTaipan
Ungeachtet der Story wäre ich dafür, diese albernen Bilder sein zu lassen. Apple wird mit Sicherheit kein Auto bauen, aus dem man die Straße nicht sieht und das keine Kurven fahren kann.

In der Zukunft gibts keine Kurven mehr😄
„Es gibt keine Nationalstaaten mehr. Es gibt nur noch die Menschheit und ihre Kolonien im Weltraum.“
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