Apple forscht und entwickelt: 360-Grad-Radar für den HomePod, Apple Glass mit Mikrofon-Array

Apples HomePod ist ebenso wie viele Smartspeaker anderer Hersteller in der Lage, zumindest die grobe Richtung zu ermitteln, aus der er angesprochen wird. In der Entwicklungsabteilung des iPhone-Konzern denkt man aber offenbar intensiv über zusätzliche Techniken nach, mit denen der Lautsprecher aus Cupertino beispielsweise Personen und Objekte erkennen und lokalisieren soll. Außerdem befassen sich die Mitarbeiter mit der Möglichkeit, die exakte Position von Klängen zu bestimmen.


Neuartiges Radarsystem für künftigen HomePod
Die Themen Gesundheit und Fitness genießen bei Apple einen hohen Stellenwert. iPhone und Apple Watch verfügen in diesem Zusammenhang über eine Vielzahl von Funktionen. Kommende Generationen des HomePod könnten jedoch ebenfalls mit entsprechenden Features ausgestattet sein. Das geht aus einem jetzt veröffentlichten Patentantrag hervor. Darin beschreibt Apple ein spezielles Radarsystem, welches sich beispielsweise in einen smarten Lautsprecher einbauen lässt. Der Rundum-Scanner erfasst volle 360 Grad und ist in der Lage, Personen und Objekte im Raum zu erkennen sowie deren Position, Größe und Form zu ermitteln. Darüber hinaus soll er Bewegungen verfolgen.


Quelle: Apple

Durch den Einsatz von zwei oben und unten angeordneten Radarsystemen wäre zudem eine dreidimensionale Erfassung möglich. Diese erleichtert Apple zufolge die Identifizierung von Personen und damit die Zuordnung etwa zu Benutzerprofilen, welche auf dem HomePod hinterlegt sind. Auch weitere Analysen sind der Schutzschrift zufolge denkbar: So könnte das Radarsystem dazu dienen, bestimmte Vitalfunktionen zu erkennen und unter Umständen sogar den aktuellen Gesundheitszustand einer Person einzuschätzen.

Mikrofon-Array zur Positionsbestimmung von Klängen
Ebenfalls mit der Bestimmung von Positionen, allerdings in diesem Fall auf rein klanglicher Ebene, befasst sich Apple in einem weiteren Patentantrag. Darin geht es um ein AR- oder VR-Headset, welches mit einer Vielzahl von Mikrofonen ausgestattet ist. Die hochempfindlichen Schallsensoren sollen in der Lage sein, äußerst leise Klänge zu orten, die vom menschlichen Ohr nicht mehr wahrgenommen werden. Das System könnte etwa dazu dienen, den Träger eines derartigen Geräts auf bestimmte Töne oder Signale hinzuweisen, bevor er diese selbst hören kann. Denkbar ist auch, dass Headset oder AR-Brille den Nutzer auf Wunsch zu einer bestimmten Klangquelle navigieren.


Quelle: Apple

Ob Apple bereits Geräte mit Techniken entwickelt, die in den genannten Schutzschriften erläutert werden, ist nicht bekannt. Das kalifornische Unternehmen reicht regelmäßig Patentanträge ein, ohne dass diese unmittelbar zu neuen Produkten führen.

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