AirPods direkt am iPhone laden: Apple beschreibt innovative Cases und Folios

iPhones beherrschen bislang das sogenannte Reverse Charging nicht, AirPods oder Apple Watch lassen sich also nicht direkt und womöglich drahtlos mit einem Smartphone aus Cupertino aufladen. Zwar deutete ein FCC-Antrag vor einigen Monaten an, dass dieses Feature im iPhone 12 vorhanden sein könnte, derzeit verfügen die Geräte allerdings noch nicht über entsprechende Fähigkeiten. Augenscheinlich denkt man in Apples Entwicklungsabteilung jedoch über Möglichkeiten nach, das iPhone-Zubehör auf eine ähnliche Art und Weise mit Energie zu versorgen und so das Nützliche mit dem Angenehmen zu verbinden.


Hüllen und Etuis werden zum Ladegerät
Ein Apple jetzt zugesprochenes Patent zeigt, wohin die Reise in dieser Hinsicht gehen könnte: Das Unternehmen beschreibt darin diverse Hüllen und Etuis, welche neben der Schutzfunktion für das iPhone gleichzeitig als Aufbewahrung und Ladegerät etwa für AirPods dienen können. Die Schutzschrift mit dem prosaischen Titel "Cases and folios for carrying and charging accessories" wurde jetzt vom US Patent & Trademark Office (USPTO) veröffentlicht, nachdem sie bereits im Dezember 2017 eingereicht worden war.


Quelle: Apple

Gestaltungsmöglichkeiten sind vielfältig
Wie in zahlreichen seiner Patentanträge beschreibt der iPhone-Konzern auch in dieser Schutzschrift eine Vielzahl von technischen und gestalterischen Varianten, um ein möglichst breites Anwendungsspektrum rechtlich abzudecken. Als potenzielle Aufbewahrungsmöglichkeiten etwa für AirPods kommen Apple zufolge unter anderem Cases, Folios, Wallets und Armbänder in Frage, aber auch Gürteltaschen (Holster) oder Clips. Kombinationen sind dem Patentantrag zufolge ebenfalls vorgesehen. Darüber hinaus beschreibt Apple mehrere Möglichkeiten, das Zubehör aufzubewahren: AirPods ließen sich zum Beispiel am oberen Rand eines Covers einstecken, könnten aber auch im Deckel eines Folios ihren Platz finden.

Eingebauter Akku oder Versorgung durch das iPhone
Bei der Energieversorgung des Zubehörs hält sich Apple ebenfalls alle Möglichkeiten offen. Eine Schutzhülle könnte also – wie die bekannten Smart Battery Cases – einen eigenen Akku enthalten, welcher dann sowohl dem iPhone als auch den AirPods zur Verfügung steht. Apple sieht aber darüber hinaus auch das Aufladen des Zubehörs durch den Smartphone-Akku vor. Cases oder Folios ließen sich zudem mit einem Display ausstatten, das etwa Auskunft über den aktuellen Ladestand gibt. Ob Apple bereits Hüllen und Etuis mit den im Patentantrag beschriebenen Designs und Techniken entwickelt, ist nicht bekannt. Das Unternehmen reicht regelmäßig eine Vielzahl von Schutzschriften ein, ohne dass diese unmittelbar zu neuen Produkten führen.

Kommentare

Shaak Ti13.01.21 13:37
Würde das dann auch über MagSafe funktionieren oder bräuchte es den vom iPad bekannten Smart Connector?
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