Apple erklärt, warum MacBooks trotz Stromversorgung manchmal nicht laden

Apple ist bereits seit geraumer Zeit daran gelegen, die Lebensdauer der Akkus zu erhöhen. So ermöglicht eine Option in iOS 13, die Aufladeroutinen der Anwender zu analysieren und die Stromversorgung bei einem Akkustand von 80 Prozent zu unterbrechen und gegebenenfalls zu einem späteren Zeitpunkt fortzusetzen. Das verhindert die rasche Alterung dieses empfindlichen Verschleißteils und ermöglicht fortlaufende Höchstleistung des Geräts. Ein kluges Akkumanagement ist für das reibungslose Funktionieren von iPhones, Macs und Co. essenziell – zumal Apple in der Vergangenheit die Leistung der iPhones ungefragt gedrosselt hatte, was bis heute ein juristisches Nachspiel für den US-Konzern bedeutet. Apple spendiert immer mehr Produkten ähnliche Mechanismen: So greift der Aufladestopp ab 80 Prozent zukünftig auch bei AirPods, wenn das iPhone iOS 14 aufweist. Nutzer von MacBooks erfreuen sich seit macOS 10.15.5 neuer Funktionen im Zusammenhang mit der Batteriezustandsverwaltung – ein Feature sorgt allerdings für Irritationen.


Wenn das MacBook nicht lädt – obwohl es sollte
Besitzer eines MacBooks mit mindestens macOS 10.15.5 sind bisweilen verwundert – das Notebook meldet in der Menüleiste, dass der Akku nicht auflädt, obwohl es ordnungsgemäß mit Strom versorgt wird. Apple selbst hielt sich in dieser Sache bedeckt und teilte lediglich Informationen zum neuen Akkumanagement auf den Support-Seiten. Diese brachten allerdings keine Klarheit für die Anwender. Nun greift der Konzern das Phänomen auf einer auf Englisch gehaltenen Support-Seite auf – und erklärt die Hintergründe dieses eigentümlich anmutenden Verhaltens.

macOS 10.15.5 schont den Akku
Apple erklärt, den Ladevorgang zeitweilig zu unterbrechen, um den Akku neu zu kalibrieren. Damit könne die Lebensdauer der Lithium-Ionen-Batterie verlängert werden. Ein entsprechender Hinweis in der Menüleiste sei völlig normal. Auch ein kurzzeitiger Abfall des Akkustands sei nicht weiter ungewöhnlich, so Apple. Das MacBook erkenne die Aufladeroutine des Benutzers und lade den Akku vollständig auf, wenn es mit einem baldigen Ende der Stromversorgung rechne. Davon unberührt könne die Meldung aber auch auf ein konventionelles Problem hinweisen: Eine Stromquelle, die nicht genug Energie liefert sowie falsche Netzteile und Kabeln seien ebenfalls denkbare Quellen dieses Problems.

Kommentare

MikeMuc04.08.20 15:00
Könnte, könnte Fahrradkette... Damit weiß man dann also immer noch nicht, was wirklich los ist (und Apple schieb es erstmal auf "externe Ursachen"
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Windwusel
Windwusel04.08.20 15:04
Hmm also mein MBP war bereits mehrmals unter 5% und wurde nicht geladen und ist sogar ausgegangen. Ich musste das Netzteil komplett vom Netz trennen, damit das Gerät wieder geladen wurde.

Das ist immer nur dann passiert, wenn ich das Gerät auf Akku fast leer gemacht habe, sonst nicht. Aber unabhängig von diesem Problem funktioniert das neue Lademanagement für mich gut.
Meine  Hardware: MacBook Pro mit Touch Bar (15-inch, 2018), iPhone X, AirPods, Apple TV 4K und HomePod
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marcel15104.08.20 15:07
Die Frage ist: Lässt sich das übersteuern? Wenn ich z.B. weiß das ich mein MacBook längere Zeit ohne Netzteil verwende würde ich es vorher auf 100% laden wollen.
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shooter364
shooter36404.08.20 15:35
marcel151

Klar, du kannst es in den Einstellungen mit Admin Rechten deaktivieren. „Energie sparen“ heißt der Menü Punkt.
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oblak04.08.20 15:41
Windwusel
Hmm also mein MBP war bereits mehrmals unter 5% und wurde nicht geladen und ist sogar ausgegangen. Ich musste das Netzteil komplett vom Netz trennen, damit das Gerät wieder geladen wurde.

Das ist mir auch schon mehrmals passiert bei meinem MBP15 2018. Allerdings unter Mojave. Akku lief von 100 auf 0 leer, obwohl am LG Thunderbolt-Display angeschlossen. Habe jetzt meistens das original Apple-Netzteil zusätzlich angeschlossen - ist natürlich nicht so elegant.
+1
Schomo04.08.20 16:19
Das habe ich mit meinem MBP 2018 unter Mojave auch erlebt. Bei dem Stand von 90% lädt das Macbook nicht. Ich dachte am Anfang auch an einen Defekt.
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X-Jo04.08.20 17:09
MikeMuc
[…] (und Apple schieb es erstmal auf "externe Ursachen"
MacTechNews
[…] Apple erklärt, den Ladevorgang zeitweilig zu unterbrechen, um den Akku neu zu kalibrieren. […]

Ist der Akku nicht intern?
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rafi04.08.20 17:16
X-Jo
Ist der Akku nicht intern?
Doch. Aber es ist ein Lithium Akku.
Da wird die noch vorhandene "Strommenge" immer berechnet, weil sie nicht ausgelesen werden kann.
Die Voltzahl bleibt lange konstant und sinkt dann plötzlich ab.
Um zu wissen wann dieser Punkt erreicht ist, weil ab da das Gerät nicht mehr betrieben werden kann, braucht es die Kalibrierung.

Es ist nötig und gut was sie machen, von Apple einfach mal wieder nicht benutzerfreundlich, transparent und berechenbar oder gar steuerbar gelöst, wie schon mit der Drosselung.

Was wenn das mitten in einer Präsentation passiert oder bei einer wichtigen Arbeit... Nicht nett.
-1
X-Jo04.08.20 18:48
rafi
X-Jo
Ist der Akku nicht intern?
Doch. Aber es ist ein Lithium Akku.
[…]
Sorry, das war eine rhetorische Frage auf:
MikeMuc
[…] (und Apple schieb es erstmal auf "externe Ursachen
+1
Deppomat04.08.20 23:20
Hm. Bei mir passiert das oft, allerdings mit der Angabe „Batterie wird nicht geladen“. Sehr nervig, und die Behebung ist mal so, mal so: Mal Stromkabel aus dem Mac, mal Netzteil aus der Dose, mal Neustart, mal Power Manager Reset, ...

Verwandt und ebenso blöd: wenn ich den Clamshell Mode beende, schaltet er nicht auf den internen Monitor um. Schwarzer Bildschirm, nur die Touchbar leuchtet. Muss dann den externen Monitor wieder anschließen, um ihn runterfahren zu können.

Insgesamt: der USB-C-all-in-one-Kram funktioniert auch nach Jahren noch zu schlecht.
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SignoreRossi
SignoreRossi05.08.20 14:12
oblak
Windwusel
Hmm also mein MBP war bereits mehrmals unter 5% und wurde nicht geladen und ist sogar ausgegangen. Ich musste das Netzteil komplett vom Netz trennen, damit das Gerät wieder geladen wurde.

Das ist mir auch schon mehrmals passiert bei meinem MBP15 2018. Allerdings unter Mojave. Akku lief von 100 auf 0 leer, obwohl am LG Thunderbolt-Display angeschlossen. Habe jetzt meistens das original Apple-Netzteil zusätzlich angeschlossen - ist natürlich nicht so elegant.
Nicht alle LG Displays geben genug Spannung ab, um ein Book aufladen zu können.
Obacht du Schelm, nun ist's genug mit der Firlefanzerei!
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