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Kurz: MacUpdater stellt Dienst ein +++ Apple hebt achtfachen „Crash Zoom“ des iPhone 17 Pro in neuer Werbung hervor

Wer viele Apps auf dem Mac installiert hat, kennt das Problem vielleicht: Nach dem Öffnen einer Anwendung, die vielleicht seit einiger Zeit nicht mehr benutzt wurde, ploppt zunächst ein Fenster auf. Dieses rät Anwendern zu einem Update. Dabei handelt es sich zwar grundsätzlich um einen sinnvollen Hinweis, im alltäglichen Workflow stellen derartige Mitteilungen hingegen oftmals ein Ärgernis dar. Um das Problem zu umgehen, bietet sich etwa der Mac App Store an. Dieser hält die heruntergeladene Software auf dem aktuellen Stand – zumindest in der Theorie. In der Praxis funktioniert das nicht immer, außerdem sind etliche Applikationen gar nicht im Store zu finden.

Um möglichst alle Apps zeitnah zu aktualisieren, bieten sich Tools wie MacUpdater an. Die Entwickler CoreCode kündigten jedoch bereits vor geraumer Zeit an, den Support für die App ab dem 1. Januar 2026 einzustellen. CoreCode hielt Wort: MacUpdater 3.5 ist die finale Version der Software und die Anzahl der Apps, die sich darüber aktualisieren lassen, ist von 7.000 auf 3.500 gesunken und wird weiter abnehmen. Die Entwickler geben zudem zu bedenken, dass es vermehrt zu „Fehlalarmen“ kommen wird. Der Server mit der Datenbank soll nach ungefähr einem Jahr abgeschaltet werden.

Die Entwickler erklären, dass sie sich gegen ein Abo-Modell gestemmt hätten, die App jedoch wirtschaftlich nie tragfähig gewesen sei. Ferner sei der Aufwand für die Wartung des Tools für ein so kleines Team unverhältnismäßig hoch. CoreCode verweist übrigens auf die Alternative Latest: Hierbei handelt es sich um eine ähnliche App, die jedoch nicht so viele Aktualisierungen von Anwendungen ausfindig macht.


Neue Werbung: Achtfacher „Crash Zoom“ mit dem iPhone 17 Pro
Apple veröffentlichte vor Kurzem drei kurze Werbespots, die zur Einhaltung von Neujahrsvorsätzen mahnen – am besten mit der Unterstützung der Apple Watch (siehe hier). Nun legt das Unternehmen einen neuen Clip vor, welcher auf eines der neuen Features des iPhone 17 Pro (Max) eingeht: Im Video Detectives 8x Zoom geht es um zwei Ermittler, die eine Lagerhalle aufsuchen und über den sogenannten „Crash Zoom“ sprechen. Dabei zoomt die Kamera schnell auf ein bestimmtes Objekt, etwa um die Spannung der Handlung zu erhöhen.


Apple bewirbt damit den achtfachen „Zoom in optischer Qualität“, über den die beiden Pro-Modelle verfügen. Das iPhone 16 Pro gibt sich mit einem maximal fünffachen optischen Zoom zufrieden.

Kommentare

chrissli02.01.26 14:38
1. warum ist das apple eigene video nur in 1080p
2. warum produzieren die so billig, das sieht wirklich nicht gut aus

also mit dem video tun sie sich keinen gefallen
-3
Metty
Metty02.01.26 15:38
chrissli
also mit dem video tun sie sich keinen gefallen
Wieso? Ich fand das Video witzig.
chrissli
1. warum ist das apple eigene video nur in 1080p
Na soooo brillant, dass man es unbedingt in 4K schauen muss ist es nicht. Andere Videos publiziert Apple in 4K, siehe hier.
A Critter Carol
https://www.youtube.com/watch?v=-avONMmQtlI
Das Video finde ich witzig genug, um es in 4K zu publizieren.
+3
Lavalampa02.01.26 16:12
Tut mir leid für das MacUpdater Team aber es ist so der richtige weg, denn Abo Software meide ich wie die Pest.
0
gishmo02.01.26 16:21
MacUpdater ist ein Beispiel dafür, dass der Betrieb eines Software-Produktes permanent laufende Kosten verursacht und mit Einmal-Käufen und lebenslangen Updates nicht funktionieren kann. Sehr bedauerlich. Dieser Dienst wäre mir einige Euros im Monat wert gewesen.
+2
Dunnikin
Dunnikin02.01.26 19:39
gishmo
MacUpdater ist ein Beispiel dafür, dass der Betrieb eines Software-Produktes permanent laufende Kosten verursacht und mit Einmal-Käufen und lebenslangen Updates nicht funktionieren kann. Sehr bedauerlich. Dieser Dienst wäre mir einige Euros im Monat wert gewesen.

Ich frage mich dann nur, wie das die letzten 50 Jahre Computergeschichte geklappt hat, bevor Apple die Entwickler zu Abos drängte (und daran kräftig mitverdiente).

Es war schon immer so, daß sich nicht jede Software rentierte. Es ging größtenteils dennoch ohne Abo-Irrsinn.
+5
Metty
Metty02.01.26 20:35
Dunnikin
Ich frage mich dann nur, wie das die letzten 50 Jahre Computergeschichte geklappt hat, ...

Ganz einfach, früher haben sich die Entwickler überlegt welche neuen Features so viel Sinn machen, dass die meisten Benutzer dafür bereit sind für das Update wieder zu zahlen. Durch den Abo-Zwang muss man nicht mehr überlegen. Da reicht es minimale Änderungen vorzunehmen. Weniger Arbeit bei fast garantiertem Geldfluss. (Meine Sicht darauf ist sicherlich recht eingeschränkt, aber bestimmt nicht ganz unrealistisch.)
+1
gishmo02.01.26 20:43
Ich frage mich dann nur, wie das die letzten 50 Jahre Computergeschichte geklappt hat, bevor Apple die Entwickler zu Abos drängte (und daran kräftig mitverdiente).

Es war schon immer so, daß sich nicht jede Software rentierte. Es ging größtenteils dennoch ohne Abo-Irrsinn.

Dir ist schon bewusst, dass da ein aktiver Server laufen muss, eine Datenbank, dass das ganze Maintained werden muss ... und das alles Geld kostet.

Wenn man das nicht möchte, muss man das Abo nicht nutzen.

+7
ela02.01.26 20:58
So ist es. Früher:
- waren Anwendungen nahezu ausschließlich lokal, liefen ohne Internet, ohne Sync etc
- Updates gab es seltener. Bugfixes und evtl. kleinere Anpassungen.
- Updates (hießen später Upgrades) kosteten dann wieder etwas. Alte Software lief natürlich noch, wurde aber nicht mehr gepflegt.

Heute gibt es kaum noch Apps die ohne Server-Komponente auskommen. Daten, Profile etc liegen in der Cloud. User erwarten, dass sie am Smartphone und am Desktop und/oder Tablet die App und ihre Daten in Sync haben.
Was technisch dafür erforderlich ist, sehen die meisten User nicht.
Früher hieß das Rechenzentrum und Unternehmen hatten so etwas in Nutzung für ihre zig-tausend-Euro Warenwirtschaft oder PPS Installationen.
Heute erwarten die User dasselbe und mehr - aber bitte maximal 2€ einmal Kauf
(Ja ok, richtig tolle Sachen, da zahlen manche auch 20€ aber die meisten meckern dann schon wieder „Wucher“ und „den Hals nicht voll bekommen“ - tja
+6
Dunnikin
Dunnikin02.01.26 21:28
ela
Heute gibt es kaum noch Apps die ohne Server-Komponente auskommen. Daten, Profile etc liegen in der Cloud. User erwarten, dass sie am Smartphone und am Desktop und/oder Tablet die App und ihre Daten in Sync haben.
Was technisch dafür erforderlich ist, sehen die meisten User nicht.

Daten und Profile sind lokal gespeichert besser aufgehoben und bei den meisten Apps ist eine App-eigene Serverkomponente absolut unnötig. Und nur dafür da, um möglichst viel über die (sowieso teures Abo zahlenden) User zu erfahren.

Für den Sync zwischen Apple-Geräten gibt es iCloud. Also braucht man da nicht zig Konten bei zig Anbietern.

Mein Erstkontakt zu Computern ist genau 50 Jahre her. Ich habe miterlebt, wie sich Software entwickelt hat. Und erkenne daher Fehlentwicklungen recht gut. Dazu rechne ich den Abo-Irrsinn und daß für jeden Mist ein Server genutzt wird.
+2
Nebula
Nebula03.01.26 00:18
Sehr schade, das mit MacUpdater. Ich hätte ohne zu überlegen ein Abo gezahlt. Latest übersieht leider zu viele Apps. Bei CleanMyMac ist es kaum besser aber bei PearCleaner scheint es langsam Fortschritte zu geben.
»Wir sind hier, um eine Delle im Universum zu hinterlassen.« – Steve Jobs
+1
don.redhorse03.01.26 00:43
ich benutze Homebrew für Updates. Schon recht lange installiert. Ursprünglich nur um eben Unix-Tools die nicht per Default mit dabei sind zu installieren und eben zu pflegen. Seit einigen Jahren kann man mit den Casks auch diverse andere Software damit installieren und verwalten. Gibt es keinen Cask, kann man sich auch einen lokalen selbst bauen. Dazu ein Automator Script mit dem ich die ganzen Updates ausführe. Läuft gut, man hat einen Paketmanager, die Community pflegt das ganze recht schnell und gut, ich will da echt nicht drauf verzichten.
MacUpdater habe ich auch mal benutzt, bzw. es gab ja mal ein anderen Dienst, schon zu System 8 Zeiten kommen gerade nicht drauf wie der hieß. Insgesamt hat das recht gut funktioniert, aber am Ende war es alles Handarbeit, jetzt ist es recht gut automatisiert.
+2
teorema67
teorema6703.01.26 09:18
Dunnikin
Mein Erstkontakt zu Computern ist genau 50 Jahre her.

👍👍👍

Bei mir sind es etwas weniger, seit 40 Jahren habe ich konstant Kontakt zum MacOS und dem damaligen P/OS von DEC, erst später OS/2 und Windows.

Seriöse Anbieter verlangen Geld für Dauerlizenzen und erheben in vernünftigen Abständen Gebühren für Upgrades, die der User nutzen kann oder nicht. Die Abo-Modelle dienen fast immer der Gewinnmaximierung und sind fürs Überleben der Anbieter nicht zwingend erforderlich. Bestes Beispiel ist Adobe.
Unwort des Jahres 2026: Sicherheitskräfte
+2
spheric
spheric03.01.26 12:31
Dunnikin
gishmo
MacUpdater ist ein Beispiel dafür, dass der Betrieb eines Software-Produktes permanent laufende Kosten verursacht und mit Einmal-Käufen und lebenslangen Updates nicht funktionieren kann. Sehr bedauerlich. Dieser Dienst wäre mir einige Euros im Monat wert gewesen.

Ich frage mich dann nur, wie das die letzten 50 Jahre Computergeschichte geklappt hat, bevor Apple die Entwickler zu Abos drängte (und daran kräftig mitverdiente).

Es war schon immer so, daß sich nicht jede Software rentierte. Es ging größtenteils dennoch ohne Abo-Irrsinn.
1. Gibt es etliche, etliche Shareware-Programme, die einfach irgendwann nicht mehr unterstützt wurden, sobald die Entwickler nicht mehr studiert haben und einen Lebensunterhalt verdienen mussten.
2. Musste man üblicherweise schon immer für Updates zahlen.

Ich kann nicht einschätzen, inwieweit die jährlichen Systemupdates den Entwicklungsaufwand erhöhen, aber vermutlich schon. Insofern hat es mit Sicherheit auch zur Notwendigkeit von durchgehender Finanzierung beigetragen…
Früher war auch schon früher alles besser!
0
don.redhorse03.01.26 12:55
Es spricht ja nichts gegen kostenpflichtige Upgrades. Ich will nicht wissen wieviel mich MacGiro über die Jahre gekostet hat, sind jetzt schon fast zwei Jahrzehnte. Ok, die ersten beiden Versionen gebraucht gekauft, bzw. von jemanden übernommen, der gewechselt ist, aber spätestens 2009 habe ich eine Vollversion gekauft und seit dem alle Updates. Papyrus, zwar nicht jede Version, aber auch seit Atari ST Zeiten alle paar Versionen wiedermal ein Upgrade gekauft (derzeit läuft die Entwicklung aber nicht in eine für mich interessante Richtung, deswegen bin ich da jetzt wohl raus). Was noch, PDF Expert auch schon recht lange benutzt und auch ein Upgrade gekauft. Jetzt ist es ein Abomodel geworden, bin auf PDF Gear gewechselt und gucke mir gerade Stirling PDF an. Ich müsste echt mal durchgucken was alles schon gekauft wurde, klar GraphicConverter. Auch schon seit zwei Jahrzehnten im Einsatz, oder so. Ok, meist die Vollversionen aus irgendwelchen Sammlungen und wenn es die mal so irgendwo bei gab. Aber diverse Versionen gekauft. Ansonsten wird es dünn. Abomodelle lohnen sich für mich privat meist nicht. Eine Software nutzt man wirklich immer, andere nur ab und an, vielleicht ein Jahr gar nicht. Aber jeden Monat Abogebühren. Da suche ich dann nach Alternativen. Klar Adobe hat halt nur professionelle Kunden, privat brauche ich das nicht. Aber auch im Gewerbe muss die Software ihr Geld verdienen. In der Firma setzen wir E-Plan ein, mittlerweile eine Uraltversion, die schon lange Zeit keinen Support mehr hat, einfach weil das Abomodell für unsere Nutzung zu teuer ist. Wenn wir Pläne zeichnen, dann sind es immer nur welche von recht kleinen Schränken und eben nicht duzende im Jahr. Da bekommt man die Kosten nicht umgelegt. Eine Kaufversion, die man 5 Jahre nutzen kann, bevor mal wieder eine neue Lizenz gekauft wird, ist rechenbar, aber kein Abo für einige Tausend Euro im Jahr, wenn man eben nicht genau weiß wie oft es wirklich benutzt wird. Also von uns werden die keine Einnahmen mehr generieren können.


Für meinen Privatverbrauch gibt es zum Glück mittlerweile recht viel gute OpenSource. Da kann man ab und an mal eine Spende da lassen, wenn man mal wieder eine große „Excel“ (LO calc) erstellt hat und gut. Da ist mein Gewissen rein und man kann die Software gut nutzen, dafür schmeiße ich dem Laden M$ keine Kohle in den Rachen.
+2
Nebula
Nebula03.01.26 12:58
teorema67
Seriöse Anbieter verlangen Geld für Dauerlizenzen und erheben in vernünftigen Abständen Gebühren für Upgrades, die der User nutzen kann oder nicht. Die Abo-Modelle dienen fast immer der Gewinnmaximierung und sind fürs Überleben der Anbieter nicht zwingend erforderlich. Bestes Beispiel ist Adobe.
Adobe macht sicher viel Asche mit den Abos. Aber ohne Abo würde es die Software wohl nicht mehr in der Form geben. Schließlich arbeiten dort über 30.000 Menschen, die Gehalt beziehen. Das muss irgendwie bezahlt werden. Deshalb waren die einstigen Kaufversionen auch so extrem teuer. Wenn die Leute dann aber zufrieden sind und keine Updates mehr kaufen (oder Raubkopien nutzen), kann sich der Laden einfach nicht mehr halten. Ob 30.000 Leute nötig sind, steht auf einem anderen Blatt.
»Wir sind hier, um eine Delle im Universum zu hinterlassen.« – Steve Jobs
+1
gishmo03.01.26 15:00
Dunnikin
Mein Erstkontakt zu Computern ist genau 50 Jahre her. Ich habe miterlebt, wie sich Software entwickelt hat. Und erkenne daher Fehlentwicklungen recht gut. Dazu rechne ich den Abo-Irrsinn und daß für jeden Mist ein Server genutzt wird.

Dazu möchte ich mich nicht äussern oder eine Bewertung zu der Software-Entwicklung abgeben. Welche weiteren Fehlentwicklungen erkennst Du?

Ich weiss z.B.:, dass in vielen Fällen Software-User 50 % des Kaufpreises jährlich für Maintenance zahlten und noch zahlen und das bereits in Zeiten vor der Jahrtausendwende.

Und der CRA der EU macht Einmalkäufe und bezahlte Upgrades eigentlich wirtschaftlich unmöglich.

Ich den
0
Fontelster
Fontelster03.01.26 15:31
Nebula
Adobe macht sicher viel Asche mit den Abos. Aber ohne Abo würde es die Software wohl nicht mehr in der Form geben.
Wie haben die denn vorher drei Jahrzehnte überlebt?

Wenn eine Firma nach der Abo-Umstellung bei »gleicher Leistung«* ihren Umsatz und Gewinn vervielfacht, dann kann man doch offensichtlich davon ausgehen, dass die Nutzer schlicht gemolken werden. Oder wie kommt dieser Gewinn-Anstieg zustande? War Adobe früher nicht profitabel und kann nur Dank Abo überleben? Wohl kaum.

*) was die »gleiche Leistung« angeht: was man so liest, spricht eher für weniger Leistung (schlechtere Qualität), als eine gleiche.

Adobes Umsatz und Gewinne (seit 2005) kann man sich hier ansehen:

Nebula
Schließlich arbeiten dort über 30.000 Menschen, die Gehalt beziehen.
Der rasante Anstieg an Mitarbeitern (2005: 5.734; 2023: 29.945), dürfte weniger auf bessere Softwarequalität zurückgehen, als einfach darauf, dass Adobe inzwischen zig Programme für jeden erdenklichen kreativen Bereich anbietet. Für mehr Programme, braucht man natürlich auch mehr Menschen. Es scheinen aber die wenigsten in der Qualitätssicherung zu arbeiten.
Der Adobe Reader ist mit Abstand die BESCHISSENSTE Software auf meinem Rechner, die mit Abstand am häufigsten Abstürzt – auch ganz frei von irgendwelchen Tätigkeiten meinerseits. Es reicht oft schon, von einem anderen Programm in ein PDF zu klicken.

Nebula
Das muss irgendwie bezahlt werden.
Wie gesagt: das wurde es auch vor dem Abo-Zwang.

Nebula
Wenn die Leute dann aber zufrieden sind und keine Updates mehr kaufen.
Das ist das schöne am Abo: die Leute müssen zahlen, ob es nun wirklich neue Funktionen gibt oder nicht. Früher musste Adobe mit brauchbaren Neuerungen die Leute vom Update-Kauf überzeugen. Heute müssen sie schlicht jeden Monat/jedes Jahr das Geld überweisen. Notfalls für seit zig Versionen bestehende Fehler.

Was meinen Bereich (Grafik) angeht, hab ich bei InDesign seit Jahren keine (oder kaum) wirklich produktivitäts-steigernde neuen Funktionen mehr gesehen. Es ist seit Jahren fast nur noch »netter Kleinkram« der da kommt, aber mehr auch nicht.
+1
teorema67
teorema6703.01.26 16:12
Nebula
Adobe macht sicher viel Asche mit den Abos. Aber ohne Abo würde es die Software wohl nicht mehr in der Form geben. Schließlich arbeiten dort über 30.000 Menschen, die Gehalt beziehen. Das muss irgendwie bezahlt werden. Deshalb waren die einstigen Kaufversionen auch so extrem teuer ...

Ich weiß noch, was PageMaker 1992 gekostet hat 🙂‍↕️ Aber zum einen war das (inflationsbereinigt) weniger, als heute 5 Jahre InDesign im Abo kosten, und zum anderen war die Kaufversion nach Ablauf von 5 Jahren nicht funktionslos.

Und ja, es gibt Software, die nach Abo-Ende weiter funktioniert (es gibt halt keine Updates mehr), die Adobes gehören aber nicht dazu.
Unwort des Jahres 2026: Sicherheitskräfte
+2
Nebula
Nebula03.01.26 22:07
Fontelster
Wie haben die denn vorher drei Jahrzehnte überlebt?
Der Softwaremarkt war in der Zeit noch anders. Zudem war alles weniger komplex und sie mussten weniger Mitarbeiter bezahlen.
Wenn eine Firma nach der Abo-Umstellung bei »gleicher Leistung«* ihren Umsatz und Gewinn vervielfacht, dann kann man doch offensichtlich davon ausgehen, dass die Nutzer schlicht gemolken werden.
Mit dem Abo gab es auch neue Features, von gleicher Leistung kann nicht die Rede sein. Und es wurden für das Abo auch weitere Features angekündigt. Die Versprechen wurden anfangs nicht alle gehalten, aber es gab stetige Weiterentwicklung.
Oder wie kommt dieser Gewinn-Anstieg zustande?
Dass das Abo allein zum Melken der User gemacht wird, ist mir eine zu eindimensionale Sichtweise. Als hätte es bei Adobe seit dem keinen Fortschritt mehr gegeben.
War Adobe früher nicht profitabel und kann nur Dank Abo überleben? Wohl kaum.
Es zeichnete sich eine Konsolidierung ab. Der Markt war begrenzt, viele Funktionen ausgereift und die Konkurrenz schlief auch nicht. Ein Weiterso hätte es bestimmt nicht lange funktioniert, zumal ein Großteil der User überhaupt nichts gezahlt hat. Ich habe Mediengestalter gelernt und damals hatte jeder in meiner Klasse privat die Adobe Suite zu Hause – als Raubkopie. Selbst Lehrer haben zugegeben, das zu nutzen, weil sie sonst nicht stets auf dem aktuellen Stand waren. Viele meiner Schulkollegen berichteten, dass in den Betrieben ebenfalls Raubkopien im Einsatz waren und allenfalls ein paar Alibilizenzen erworben wurden. Dank Internet und Tauschportalen musste man auch keine Leute mehr kennen, um an die neusten Versionen zu kommen. Man darf auch nicht vergessen, dass das Abo zugleich auch eine Art Kopierschutz darstellt.
*) was die »gleiche Leistung« angeht: was man so liest, spricht eher für weniger Leistung (schlechtere Qualität), als eine gleiche.
Ja, da Qualität schwand. Photoshop war einst mit das stabilste Programm überhaupt. Doch die Qualität ließ schon zur Creative-Suite-Zeiten arg nach. Und letztlich waren die Programme trotz Bugs insgesamt gute Werkzeuge. Andere Programme wie Corel waren auch eine Ausgeburt der Bughölle.
Adobes Umsatz und Gewinne (seit 2005) kann man sich hier ansehen:
Ja schön, was soll das jetzt belegen? Dass das ein gesundes Unternehmen ist, das Geld verdient? Apple ist da doch noch viel krasser bei den Margen.
Der rasante Anstieg an Mitarbeitern (2005: 5.734; 2023: 29.945), dürfte weniger auf bessere Softwarequalität zurückgehen
Wer hatte das behauptet?
, als einfach darauf, dass Adobe inzwischen zig Programme für jeden erdenklichen kreativen Bereich anbietet. Für mehr Programme, braucht man natürlich auch mehr Menschen. Es scheinen aber die wenigsten in der Qualitätssicherung zu arbeiten.
Ja und? Was hat das mit dem Thema zu tun? Je komplexer und breiter ein Unternehmen aufgestellt ist, desto mehr Qualitätsprobleme gibt es. Sieht man bei Microsoft, Apple, SAP …
Der Adobe Reader ist mit Abstand die BESCHISSENSTE Software auf meinem Rechner, die mit Abstand am häufigsten Abstürzt – auch ganz frei von irgendwelchen Tätigkeiten meinerseits. Es reicht oft schon, von einem anderen Programm in ein PDF zu klicken.
Adobe krankt vor allem am alten und offenbar schwer wertbaren Code. Die Programme wirken Stellenweise wie aus der Steinzeit. Den Reader fasse ich auch nur an, wenn ich muss. Aber das alles hat nichts mit dem Thema zu tun.
Wie gesagt: das wurde es auch vor dem Abo-Zwang.
Nö, wie du selbst sagst, gab es weniger Produkte und weniger Mitarbeiter. Ist also nicht direkt vergleichbar.
Das ist das schöne am Abo: die Leute müssen zahlen, ob es nun wirklich neue Funktionen gibt oder nicht. Früher musste Adobe mit brauchbaren Neuerungen die Leute vom Update-Kauf überzeugen.
Sie müssen auch weiterhin mit Features davon überzeugen, beim Abo zu bleiben und nicht zur Konkurrenz zur wechseln. Es gibt ja viele Alternativen.
Heute müssen sie schlicht jeden Monat/jedes Jahr das Geld überweisen. Notfalls für seit zig Versionen bestehende Fehler.
Es gab auch vor der Abo-Zeit viele Fehler, die über Jahre nicht gefixt wurden. Ich hatte damals sogar eine Bug-Liste gepflegt (und vieles auch gemeldet). Die Excel-Tabelle war sehr lang und mit den Updates kamen meist mehr neue Fehler hinzu als ich abhaken konnte.
Was meinen Bereich (Grafik) angeht, hab ich bei InDesign seit Jahren keine (oder kaum) wirklich produktivitäts-steigernde neuen Funktionen mehr gesehen. Es ist seit Jahren fast nur noch »netter Kleinkram« der da kommt, aber mehr auch nicht.
Ja, das Problem ist halt, dass die Software alles erdenkliche bereits erfüllt. Bei Adobe fühlt es sich oft eher an, als würden Sie für das Geld nur noch versuchen, den Laden zusammenzuhalten. Das fällt gerade unter macOS auf, wo Adobe Jahre braucht, um alte API-Zugriff durch neue zu ersetzen. Adobe ist mit ein Grund, warum Apple gewisse Funktionen jahrelang mitschleppen muss. Aber all das hat nichts mit dem Abo zu tun, ansonsten hätte es derartige Problem vorher nicht gegeben. Hat es aber zu Hauf. Man denke nur an die Katastrophe, als eine Änderung in OS X dazu führte, dass Photoshop Dateien beim Speichern auf Netzlaufwerken zerstörte. Adobes peinliche Ausrede damals: Wir habe nie empfohlen, direkt auf Netzwerkvolumes zu arbeiten. Sie hatten aber eine lange als deprecated markierte Schnittstelle genutzt und nicht ausgetauscht, wie von Apple schon Jahre zuvor empfohlen.

Ich möchte hier keinesfalls Adobe an sich verteidigen, sondern stehe hier nur für eine differenziertere Sicht auf Abomodelle. Ich bin mittlerweile von Adobe weg. Dass man im Prinzip den Zugriff auf seine Dateien verliert, wenn man nicht zahlt, finde ich auch schlecht gelöst. Andere Programme gehen in Read-Only-Modus. Aber nur, weil Adobe kein gutes Vorbild ist, heißt das nicht, dass Abos per se schlecht sind und allein dem Melken der User dienen.

Was ist eigentlich mit der Welt passiert, dass gefühlt immer mehr Menschen nicht mehr anders können, als in Schwarz/Schlecht oder Gut/Weiß zu denken – gerne auch garniert mit Zynismus? Ist das ein Symptom einer Massendepression?
teorema67
Ich weiß noch, was PageMaker 1992 gekostet hat 🙂‍↕️ Aber zum einen war das (inflationsbereinigt) weniger, als heute 5 Jahre InDesign im Abo kosten, und zum anderen war die Kaufversion nach Ablauf von 5 Jahren nicht funktionslos.
Das war aber auch eine Wette auf die Zeit. Adobe hat nie versprochen, dass deren Programme ohne Upgrade mehrere Systemupdates überleben. Wenn es nur zwei Jahre gehalten hätte, wäre deine Rechnung nicht aufgegangen. Die heutigen Entwicklungszyklen sind auch nicht mit damals vergleichbar. Zudem hinkt dein inflationsbereinigerter Vergleich, weil PageMaker eben weniger komplex war und von deutlich weniger Leuten entwickelt wurde.
»Wir sind hier, um eine Delle im Universum zu hinterlassen.« – Steve Jobs
0
Fontelster
Fontelster04.01.26 00:56
Nebula
Fontelster
Wie haben die denn vorher drei Jahrzehnte überlebt?
Der Softwaremarkt war in der Zeit noch anders. Zudem war alles weniger komplex und sie mussten weniger Mitarbeiter bezahlen.
Das mag für den Softwaremarkt von vor vierzig Jahren sicher zutreffen, etwas weniger sicher auch für den von vor 30 oder 20 Jahren. Adobe hat die Abos allerdings 2013 eingeführt und ich glaube nicht, dass damals die Komplexität schlagartig zugenommen hat.

Nebula
Mit dem Abo gab es auch neue Features, von gleicher Leistung kann nicht die Rede sein.
Dieses Argument ist keins. Neue Features gab es schon immer, warum hätte man früher sonst überhaupt für Updates Geld bezahlen sollen? Bzw. was wäre sonst der Grund für eine neue Version?

Nebula
Dass das Abo allein zum Melken der User gemacht wird, ist mir eine zu eindimensionale Sichtweise.
Ich lass mich gerne vom Gegenteil überzeugen. Nur glaube ich schlicht nicht, dass sie es zum Wohle der User eingeführt haben. Es war und ist schlicht die Möglichkeit, regelmäßiger (und damit mehr) Geld zu verdienen.

Manche argumentieren damit, dass es jetzt sogar günstiger ist. Das ist eine interessante Gleichung: die User zahlen weniger und Adobe verdient gleichzeitig mehr.

Nebula
Als hätte es bei Adobe seit dem keinen Fortschritt mehr gegeben.
Das hat niemand behauptet. Nur gab es Fortschritt eben genauso vor dem Abo-Zwang. Und was mich betrifft, waren die neue Feautres damals seltener, aber besser. Quasi ähnlich wie bei Apple mit seinen jährlichen Updates. Zumindest »gefühlt« gab es in den letzten Jahren keine wirklich großartigen neuen Funktionen mehr bei macOS. Zumindest das Ist natürlich subjektiv.

Nebula
Der Markt war begrenzt, viele Funktionen ausgereift
Der Markt ist jetzt unbegrenzt? Was soll das überhaupt heißen, »der Markt war begrenzt«?
Ausgereifte Funktionen sprechen doch letztlich genau gegen Abos. Das heißt ja sonst »Zahlen für Stillstand«

Nebula
und die Konkurrenz schlief auch nicht.
Dass es Konkurrenten gibt, ist ein Argument pro Abo? ich lese immer nur davon, dass die Leute durch den Abo-Zwang von Adobe weggetrieben werden (also zur Konkurrenz). Das Gegenteil wäre mir neu.

Nebula
zumal ein Großteil der User überhaupt nichts gezahlt hat.
Auch das ist kein neues Phänomen. Der Unterschied ist, dass man früher schwieriger an gecrackte Versionen rankam. Heute kann man sich die relativ einfach runterladen.

Nebula
Man darf auch nicht vergessen, dass das Abo zugleich auch eine Art Kopierschutz darstellt.
Kopierschutz? Und warum sind die Foren dann voll mit dem gecrackten Kram?
Das einzige, was mit illegalen Versionen nicht geht, sind die neuen KI-Funktionen, die auf Adobe-Servern berechnet werden. Das ist aber eine reichlich neue Sache, die erst Jahre nach der Abo-Umstellung eingeführt wurde.

Nebula
Ja, da Qualität schwand. Photoshop war einst mit das stabilste Programm überhaupt. Doch die Qualität ließ schon zur Creative-Suite-Zeiten arg nach.
Das letzte mag stimmen, da müsste man mal eine Statistik über Bugs haben.

Nebula
Andere Programme wie Corel waren auch eine Ausgeburt der Bughölle.
Das stimmt vermutlich, für Corel allerdings ohne jeden Zweifel. Was die z.B. aus Toast Titanium gemacht haben, ist eine einzige Katastrophe. Nur wird das bisher nicht als Abo verkauft. Man kauft den Schrott einmal und kann sich dann jahrelang damit rumärgern, ohne weiter dafür zahlen zu müssen.

Nebula
fontelster
Adobes Umsatz und Gewinne (seit 2005) kann man sich hier ansehen:
Ja schön, was soll das jetzt belegen? Dass das ein gesundes Unternehmen ist, das Geld verdient?
Nein, dass es unverhältnismäßig mehr Geld verdient im Vergleich zu dem, was es aktuell leistet.

Nebula
Apple ist da doch noch viel krasser bei den Margen.
Das stimmt zwar, ist aber whataboutism.

Nebula
fontelster
Der rasante Anstieg an Mitarbeitern (2005: 5.734; 2023: 29.945), dürfte weniger auf bessere Softwarequalität zurückgehen
Wer hatte das behauptet?
Niemand, du hast die Anzahl der Mitarbeiter als pro-Abo-Argument ins Spiel gebracht. Und das ist ein schwaches Argument, wenn bei gleichzeitig bedeutend mehr Mitarbeitern, die Qualität gleichzeitig schlechter ist.

Nebula
fontelster
, als einfach darauf, dass Adobe inzwischen zig Programme für jeden erdenklichen kreativen Bereich anbietet. Für mehr Programme, braucht man natürlich auch mehr Menschen. Es scheinen aber die wenigsten in der Qualitätssicherung zu arbeiten.
Ja und? Was hat das mit dem Thema zu tun?
Siehe oben: du hast die Mitarbeiterzahl angeführt und ich habe versucht zu erklären, dass sie nichts mit dem Geschäftsmodel Abo zu tun hat, vor allem nicht haben muss. Sondern einfach das Ergebnis von viele, viele verschiedene Programme ist.

Nebula
fontelster
Wie gesagt: das wurde es auch vor dem Abo-Zwang.
Nö, wie du selbst sagst, gab es weniger Produkte und weniger Mitarbeiter. Ist also nicht direkt vergleichbar.
Es ging mir um die Software-Qualiät, die – wie du selber sagst – alles andere als gut ist.
Wenn eine Firma für ein Programm 1000 Leute braucht und für dreißig Programme 30.000 Leute (mal sehr vereinfacht dargestellt) dann, lässt sich damit nicht so ohne weiteres eine schlechtere Softwarequalität erklären.

Nebula
fontelster
Das ist das schöne am Abo: die Leute müssen zahlen, ob es nun wirklich neue Funktionen gibt oder nicht. Früher musste Adobe mit brauchbaren Neuerungen die Leute vom Update-Kauf überzeugen.
Sie müssen auch weiterhin mit Features davon überzeugen, beim Abo zu bleiben und nicht zur Konkurrenz zur wechseln. Es gibt ja viele Alternativen.
Wie erwähnt: ich beziehe mich ausdrücklich auf Grafiksoftware. Und da gibt es durchaus wenige brauchbare Alternativen.
Für InDesign faktisch nur QuarkXPress. Schon Publisher kommt als Alternative für mich bisher nicht in Frage. Vielleicht in zig Jahren, aber bisher:
Bei Illustrator dürfte es noch schlechter aussehen. Seit die FreeHand zerstört haben (warum wohl?), gibt es kaum ernstzunehmende Alternativen. Corel? Hört man so gar nichts mehr von, war aber früher eher verhasst und ich kannte nie jemanden, der damit wirklich professionell gearbeit hat.
Ob Affinity Photo als echte Alternative für Photoshop in Frage kommt, kann ich bisher nicht beurteilen. Beim ersten Probieren kam ich damit überhaupt nicht zurecht.

Nebula
Es gab auch vor der Abo-Zeit viele Fehler, die über Jahre nicht gefixt wurden.
Das auch ist der springende Punkt. Ist das deiner Meinung nach ein Argument pro Abo, also den Leuten für sowas auch noch regelmäßig das Geld aus der Tasche zu ziehen?

Nebula
Ja, das Problem ist halt, dass die Software alles erdenkliche bereits erfüllt.
Wie gesagt: wenn ihnen nix neues mehr einfällt, dann bedeutet das Abo-Model »für Stillstand zahlen«

Nebula
Ich bin mittlerweile von Adobe weg.
OK, und da würde mich eine ehrliche Antwort interessieren: vielleicht auch genau wegen des Abo-Models?

Nebula
Aber nur, weil Adobe kein gutes Vorbild ist, heißt das nicht, dass Abos per se schlecht sind und allein dem Melken der User dienen.
Nö, ich hab mich ausdrücklich und alleine auf Adobe bezogen.

Nebula
Was ist eigentlich mit der Welt passiert, dass gefühlt immer mehr Menschen nicht mehr anders können, als in Schwarz/Schlecht oder Gut/Weiß zu denken – gerne auch garniert mit Zynismus? Ist das ein Symptom einer Massendepression?
Das ist eine sehr gute und berechtigte Frage und ich fühle mich auch ein bissl »ertappt«
Was das angeht: Ja, zumindest teilweise. Trump hat das Schwarzweiß-Denken kultiviert, wie kaum jemand vor ihm. Und Gründe für eine Massendepression gibt es aktuell mehr als genug. Ukraine, Gaza, Venezuela …

Aber zurück zum Thema: es geht mir nicht um ein grundsätzliches Schwarz oder Weiß, ich kritisiere nur, dass sich der Kapitalismus und die kapitalistischen Denkweisen (was sonst ist das Abo-Model als schlichte »Gewinn-Maximierung«?) so dermaßen unreflektiert und ungebremst auf der Welt ausweiten und von gefühlt immer mehr Menschen als alternativlos gesehen werden.

Nebula
teorema67
Ich weiß noch, was PageMaker 1992 gekostet hat 🙂‍↕️ Aber zum einen war das (inflationsbereinigt) weniger, als heute 5 Jahre InDesign im Abo kosten, und zum anderen war die Kaufversion nach Ablauf von 5 Jahren nicht funktionslos.
Das war aber auch eine Wette auf die Zeit. Adobe hat nie versprochen, dass deren Programme ohne Upgrade mehrere Systemupdates überleben.
Das hat auch niemand verlangt oder erwartet. Man hatte allerdings die Möglichkeit, Softwareupdates einfach auszulassen und mit der Software weiterzuarbeiten so lange es ging.
Und notfalls einen alten Rechner mit dieser Software weiterzubenutzen. So lange man wollte.

Ich hab mich vor einer Weile beruflich mit Verlagen beschäftigt und mir unzählige »Leseproben« angesehen, die meisten davon als runterladbare PDFs. Man glaubt nicht, wieviele (aktuelle!!!!) PDFs mit InDesign CS6 erstellt werden, wie im Info-Fenster klar zu sehen ist. Die letzte Version welche nicht als Abo verkauft wurde.
+2
Spacely04.01.26 01:12
Schreibt doch ein Buch
+4
teorema67
teorema6704.01.26 09:21
Spacely
Schreibt doch ein Buch

Dazu braucht man aber InDesign 🫠 😃
Unwort des Jahres 2026: Sicherheitskräfte
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Fleschmac04.01.26 10:40
teorema67
Spacely
Schreibt doch ein Buch

Dazu braucht man aber InDesign 🫠 😃
Das geht auch mit quark xpress 3.3
+2
Nebula
Nebula05.01.26 00:40
Fontelster
Das mag für den Softwaremarkt von vor vierzig Jahren sicher zutreffen, etwas weniger sicher auch für den von vor 30 oder 20 Jahren. Adobe hat die Abos allerdings 2013 eingeführt und ich glaube nicht, dass damals die Komplexität schlagartig zugenommen hat.
Nein, nicht schlagartig. Aber sicher tauchten erste Probleme auf und man konnte diese in die Zukunft antizipieren.
Neue Features gab es schon immer, warum hätte man früher sonst überhaupt für Updates Geld bezahlen sollen? Bzw. was wäre sonst der Grund für eine neue Version?
Dein Argument war, dass es bei der Abo-Umstellung kaum neue Features gab. Was so eben nicht stimmt.
Ich lass mich gerne vom Gegenteil überzeugen. Nur glaube ich schlicht nicht, dass sie es zum Wohle der User eingeführt haben.
Wie gesagt Schwarz-/Weiß-Denken. Beides ist richtig, Natürlich will eine Unternehmen primär Geld verdienen, um bestehen zu können. Das dient aber auch dem Wohle des Users, damit seine Werkzeuge Bestand haben. Welche Motivation nun überwiegt ist bei Unternehmen schwer zu beantworten. Vielen Entwicklern dürfte vor allem das Wohl der User wichtig sein, doch sie müssen sich dennoch den oberen Etagen unterordnen, die eben auch (oder vorwiegend) auf Zahlen schauen.
Es war und ist schlicht die Möglichkeit, regelmäßiger (und damit mehr) Geld zu verdienen.
Genau, das ist aber nicht ja per se schlecht. Ob es damals bereits die Notwendigkeit gab, kann keiner hier beurteilen, doch heute würde Adobe nicht zurückrudern können, ohne das Unternehmen umzukrempeln. Systeme habe ja auch immer die Tendenz zur Selbsterhaltung.
Manche argumentieren damit, dass es jetzt sogar günstiger ist. Das ist eine interessante Gleichung: die User zahlen weniger und Adobe verdient gleichzeitig mehr.
Ja, wer früher jedes Update gekauft hat, der profitiert vom Abo. Adobe profitiert davon, dass mehr Leute zahlen, weil etwa die Einsteigsschwelle niedriger ist, und viele wohl nicht mehr zur gecrackten Version greifen. Zudem kommen Kunden hinzu, die Adobe zuvor gar nicht bedienen konnte: Gelegenheit-User, die die Software vielleicht nur einmal im Jahr benötigen.
Das hat niemand behauptet. Nur gab es Fortschritt eben genauso vor dem Abo-Zwang. Und was mich betrifft, waren die neue Feautres damals seltener, aber besser. Quasi ähnlich wie bei Apple mit seinen jährlichen Updates. Zumindest »gefühlt« gab es in den letzten Jahren keine wirklich großartigen neuen Funktionen mehr bei macOS. Zumindest das Ist natürlich subjektiv.
Ja, definitiv subjektiv, wenn man sich mal die Releasenotes anschaut. Es passiert jedes Jahr recht viel. Vieles nur unter der Haube. Was du vermisst, sind bahnbrechende Neuerungen. Das ist bei einer hohen Messlatte natürlich schwierig. Für einige waren es etwa Inpainting und andere Gen-AI-Sachen in Photoshop.
Der Markt ist jetzt unbegrenzt? Was soll das überhaupt heißen, »der Markt war begrenzt«?
Es gab eben nicht so viele Grafiker, Agenturen und sowieso weniger Computer-User. Vor YouTube musste man teuere Bücher kaufen, um wirklich gut mit Photoshop & Co. umgehen zu können. Konzepte wie rahmenbasierte Layouts sind heute auch in Billigsoftware Standard und lernt man nicht erst beim Kontakt mit Quark oder InDesign kennen. Wer demals InDesign gekauft hat, hatte wirklich Bedarf oder war beruflich darauf angewiesen. Heute nutzen viel mehr Leute Adobe-Zeug, obwohl sie die Software nicht unbedingt benötigen. Hinzu kommt, dass heute viel für den Bildschirm produziert wird und man weniger mit Drucktechnik, CMYK und so konfrontiert ist.
Ausgereifte Funktionen sprechen doch letztlich genau gegen Abos. Das heißt ja sonst »Zahlen für Stillstand«
Ausgereift heißt ja nicht, dass es kein Verbesserungspotenzial mehr gibt. Zudem sind stets Anpassungen an neuen Betriebssysteme nötig. Aus Sicherheitsgründen sollte man die heute auch nicht mehr so lange aussitzen, vor allem seit klar ist, dass Apple nur die aktuelle Version komplett patcht.
Dass es Konkurrenten gibt, ist ein Argument pro Abo?
Indirekt. Mehr Konkurrenz heißt, weniger Leute, die bereit sind, das nächste 3000-€-Update zu kaufen, wenn man ähnliches für deutlich weniger bekommt.
ich lese immer nur davon, dass die Leute durch den Abo-Zwang von Adobe weggetrieben werden (also zur Konkurrenz). Das Gegenteil wäre mir neu.
Wo liest du davon? Schreihälse in Foren zählen nicht. Demnach müsste es weiterhin das iPhone mini geben.
Auch das ist kein neues Phänomen. Der Unterschied ist, dass man früher schwieriger an gecrackte Versionen rankam. Heute kann man sich die relativ einfach runterladen.
Eben, und mit Abo und Cloud-Funktionen kann man dem entgegenwirken. Die Cracker hat es nicht abgeschreckt, aber sicher viele User. Einige Fehler im Crack und der Systemkonfiguration und es besteht Gefahr, dass man auffliegt.
Kopierschutz? Und warum sind die Foren dann voll mit dem gecrackten Kram?

Okay, das kann ich nicht beurteilen, die Zeiten, dass ich mich in solchen Foren aufhalte, sind lange vorbei. Hier habe ich davon jedenfalls noch nichts gelesen. Ich kenne jedenfalls nur wenige Leute, die überhaupt noch Cracks nutzen. Oder ich erfahre es nicht mehr. Viele sind ja auch älter geworden und haben realisiert, dass Menschen für eine Leistung entlohnt werden wollen.
Das einzige, was mit illegalen Versionen nicht geht, sind die neuen KI-Funktionen, die auf Adobe-Servern berechnet werden. Das ist aber eine reichlich neue Sache, die erst Jahre nach der Abo-Umstellung eingeführt wurde.
Das stimmt. Aber das Abo wurde direkt mit der Cloud gedacht. Es war abzusehen, dass sowas immer mehr kommt. Letztlich sind aber für viele heutzutage gerade die KI-Funktionen interessant. So sind die Cracks dann nicht wirklich wertvoll für sie.
Nein, dass es unverhältnismäßig mehr Geld verdient im Vergleich zu dem, was es aktuell leistet.
Das kann ich nicht mehr beurteilen. Ich denke, wer den Funktionsumfang gut ausschöpfen kann, wird den Wert sicher erkennen. Seit CS6 hat sich doch extrem viel getan.

Nebula
Apple ist da doch noch viel krasser bei den Margen.
Das stimmt zwar, ist aber whataboutism.
Stimmt, ertappt. 😁
Niemand, du hast die Anzahl der Mitarbeiter als pro-Abo-Argument ins Spiel gebracht. Und das ist ein schwaches Argument, wenn bei gleichzeitig bedeutend mehr Mitarbeitern, die Qualität gleichzeitig schlechter ist.
Sofern der Konzern mehr Mitarbeiter anstellen will, muss er dafür das Geld in der Tasche haben. Wenn das mit dem alten Modell nicht zu leisten ist, bleibt nur eine Form von Abo. Es war aber nicht als Pro-Argument gedacht, sondern eher als mögliche und nachvollziehbare Erklärung. Ich kenne auch kleine Entwickler, die auf Abo umstellen mussten, um weitermachen und etwas wachsen zu können. Bei MacUpdater sieht man ja, was passiert, wenn das alte Modell nicht funktioniert.
Siehe oben: du hast die Mitarbeiterzahl angeführt und ich habe versucht zu erklären, dass sie nichts mit dem Geschäftsmodel Abo zu tun hat, vor allem nicht haben muss. Sondern einfach das Ergebnis von viele, viele verschiedene Programme ist.
Die vielen Programme entstanden ja nicht aus heiterem Himmel. Erst stellt man mehr Leute ein, die dann möglicherweise jahrelang etwas entwickeln. das noch kein Geld ab wirft. Dennoch müssen sie bezahlt werden. Sicher hängt die Mitarbeiterzahl nicht zwingend mit einem Abomodell zusammen. Da aber Personalkosten mit die höchsten Kostenstellen in einem Unternehmen sind, hängt das sehr wohl auch zusammen. Deshalb war auch klar, das Serif/Affinity nicht ewig so hätte weitermachen können.
Es ging mir um die Software-Qualiät, die – wie du selber sagst – alles andere als gut ist.
Wenn eine Firma für ein Programm 1000 Leute braucht und für dreißig Programme 30.000 Leute (mal sehr vereinfacht dargestellt) dann, lässt sich damit nicht so ohne weiteres eine schlechtere Softwarequalität erklären.
Das ist sicher nicht so einfach und es gibt vermutlich auch gute Gegenbeispiele, aber letztlich ist bekannt, dass alle Unternehmen ab einer gewissen Größe und Komplexität mit diesen Problemen zu kämpfen haben. Das lässt sich quasi seit Beginn der Industrialisierung nachvollziehen. Deswegen gibt es auch Unternehmen, die sich bewusst eine Wachstumsgrenze gesetzt haben. Leider fällt mir gerade der bekanntere Laden nicht ein, der bewusst nicht über 100 Mitarbeiter haben möchte. Lieber stampfen sie ein Produkt ein, als für ein neues weitere Leute einzustellen. Bei 1000 Leuten für ein Produkt kennen sich die Entwickler nicht mal mehr untereinander. Die soziale Komponente ist nicht zu unterschätzen. Das sieht man auch bei Open Source.
Wie erwähnt: ich beziehe mich ausdrücklich auf Grafiksoftware. Und da gibt es durchaus wenige brauchbare Alternativen.
Für InDesign faktisch nur QuarkXPress. Schon Publisher kommt als Alternative für mich bisher nicht in Frage. Vielleicht in zig Jahren, aber bisher: :'(
Ich finde, Affinity ist meiner Ansicht nach schon recht nah dran. iCalamus und VivaDesigner dürften in einigen Punkten sogar InDesign übertreffen (war zumindest früher mal so). Letztlich hängt das natürlich vom individuellen Bedarf ab. Echte Profis dürften es ohne InDesign schwer haben, aber dann sollte der Verdienst auch entsprechend sein, dass man sich das Programm gerne leistet. In anderen Branchen zahlt man ja auch regelmäßig für Wartung, Verschleiß etc.
Bei Illustrator dürfte es noch schlechter aussehen. Seit die FreeHand zerstört haben (warum wohl?), gibt es kaum ernstzunehmende Alternativen. Corel? Hört man so gar nichts mehr von, war aber früher eher verhasst und ich kannte nie jemanden, der damit wirklich professionell gearbeit hat.
Ich habe FreeHand auch geleibt und fand Illustrator extrem umständlich. Bis ich dann gewisse Dateigrößen nur noch mit Illustrator bearbeiten konnte und keine Wahl hatte. Da habe ich Illustrator dann für lieben gelernt. Für meinen heutigen Privatgebrauch reicht Affinity (Designer) aber voll aus und ich kenne einige, die zwar weiter InDesign nutzen, aber statt Illustrator nun Affinity.
Ob Affinity Photo als echte Alternative für Photoshop in Frage kommt, kann ich bisher nicht beurteilen. Beim ersten Probieren kam ich damit überhaupt nicht zurecht.
Ist Gewöhnungssache. Ich komme auch besser mit Pixelmator Pro zurecht, aber meine Anforderungen sind auch seit dem Jobwechsel deutlich geringer. Heute benötige ich Features wie die coolen dynamischen Template, die Photoshop meines Wissens nicht so komfortabel beherrscht.
Das auch ist der springende Punkt. Ist das deiner Meinung nach ein Argument pro Abo, also den Leuten für sowas auch noch regelmäßig das Geld aus der Tasche zu ziehen?
Nein, das ist kein Pro-Abo-Argument. Offenbar waren die Bugs für dich dann auch kein Pro-Einmalkauf-Argument. So hatte ich das verstanden. Es ist ja nicht so, dass keine Bugs gefixt werden, für vieler aber wohl genau die falschen. Mit dem Abo bekommst du ja immerhin Bugfixes. Bei einer fünf Jahre alten Version bekommst du nix mehr. Klar, dass dir der Mehrwert nicht ersichtlich ist, wenn die für dich relevanten Bugs eben nicht gefixt werden. Aber das ist auch eine sehr subjektive Sicht.
Wie gesagt: wenn ihnen nix neues mehr einfällt, dann bedeutet das Abo-Model »für Stillstand zahlen«
Es gibt ja keinen Stillstand. Software „verschleißt“, wenn man das drunterliegende OS aktualisiert. Nur für das Mithalten ist der Preis sicher zu hoch, aber neue Features gibt es ja regelmäßig. Sie jucken dich eben kaum, weil du sie nicht nutzt oder dich nicht mehr einarbeiten willst. Würde Adobe jetzt aber einzelne Features abrechnen, wäre das Geschrei ebenso groß.
OK, und da würde mich eine ehrliche Antwort interessieren: vielleicht auch genau wegen des Abo-Models?
1. Ich arbeite nicht mehr in der (teils ausbeuterischen) Grafikbranche.
2. Ich mache auch privat nicht mehr so viel Designzeug und so gut wie keine Webentwicklung mehr.
3. Ja, für meine wenige Nutzung ist mir das Dauer-Abo zu teuer, zumal ich mit Affinity (die 2er-Suite hatte ich mir gekauft), Pixelmator, Acorn, PDF Expert, Retrobatch und weiteren Tools meinen Bedarf weitgehend decken kann. Dennoch gönne ich mir immer mal einen Monat, um die Entwicklung ein bisschen zu verfolgen und spare mir auch eine Arbeiten explizit auf, die ich dann in Photoshop oder Illustrator erledige.
4. Vieles, was ich einst mit InDesign gemacht habe (weil ich es konnte und hatte), deckt bei mir sogar mittlerweile Markdown mit CSS ab.
Nö, ich hab mich ausdrücklich und alleine auf Adobe bezogen.
Okay, dann habe ich das falsch verstanden, weil Adobe oft eben pauschal als Argument gegen Abos genutzt wird.
Aber zurück zum Thema: es geht mir nicht um ein grundsätzliches Schwarz oder Weiß, ich kritisiere nur, dass sich der Kapitalismus und die kapitalistischen Denkweisen (was sonst ist das Abo-Model als schlichte »Gewinn-Maximierung«?) so dermaßen unreflektiert und ungebremst auf der Welt ausweiten und von gefühlt immer mehr Menschen als alternativlos gesehen werden.
Adobe bietet aber eben auch Software für eine kapitalistische Branche. Das ist die Kernzielgruppe. Sicher wird das Abo-Modell zur Gewinn-Maximierung genutzt, aber eben nicht immer. Der App Store ist zwar geflutet mit solchen Apps, die oft sogar Müll sind (iPhone-Cleaner bspw.), aber es gibt auch viele Programme die es ohne Abo in der Qualität nicht geben würde: Nova, Ulysses, Kaleidoscope etc. Das sind aber alles eher Nischen-Tools, die generell keine großen Userzahlen erreichen werden.

Ich bin bspw. größer Fan von Ulysses, weil ich heutzutage viel mit Texten zu tun habe. Die Software wird seit Jahren mit Bedacht von einem kleinen Team gepflegt – hauptberuflich. Das könnten sie ohne Abo nicht. Sie könnten dann nur noch Geld verdienen, indem Sie immer wieder neue Versionen veröffentlichen, die sich deutlich mit neuen Funktion vom Vorgänger absetzen. Aber sie wollen eben nicht ein Funktionsmonster entwickeln, sondern konzentrieren sich auf Produktpflege, Workflow-Verbesserungen und gute Integration in neue OS-Features. So habe ich seit Jahren eine recht stabile Produktionsumgebung, die nicht immer weiter komplizierter und eventuell durch immens steigende Komplexität fehleranfälliger wurde. Ich zahle das Abo, damit das lange so bleibt und das kleine Team eben Familien ernähren kann.

Deshalb zahle ich auch die regelmäßigen Nicht-Abo-Updates etwa für BBEdit. Da brauche ich nur einen Bruchteil der neuen Funktionen und sie wären mir das Update eigentlich nicht wert. Ich will aber, dass der Editor lange lebt, weil er mir so viel Zeit spart. Ich spende auch für CotEditor, obwohl ich den eher seltener nutze. Ich empfehle ihn aber oft, weil er echt gut für einfache Anwendungsfälle ist.

Das hat auch niemand verlangt oder erwartet. Man hatte allerdings die Möglichkeit, Softwareupdates einfach auszulassen und mit der Software weiterzuarbeiten so lange es ging.
Und notfalls einen alten Rechner mit dieser Software weiterzubenutzen. So lange man wollte.
Das stimmt natürlich, die Option fällt flach. Zumindest in Bezug auf Adobe geht es hier aber auch um Profi-Software. Wenn Unternehmen noch mit Mojave oder älter arbeiten, handeln sie grob fahrlässig, sofern auf dem Rechner auch Kundendaten verarbeitet werden oder das Internet genutzt wird.
Ich hab mich vor einer Weile beruflich mit Verlagen beschäftigt und mir unzählige »Leseproben« angesehen, die meisten davon als runterladbare PDFs. Man glaubt nicht, wieviele (aktuelle!!!!) PDFs mit InDesign CS6 erstellt werden, wie im Info-Fenster klar zu sehen ist. Die letzte Version welche nicht als Abo verkauft wurde.
Interessante Beobachtung. Für Verlage dürften die Lizenzkosten doch Peanuts sein. Vermutlich spielen da auch noch alte Workflows mit rein.
»Wir sind hier, um eine Delle im Universum zu hinterlassen.« – Steve Jobs
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Fontelster
Fontelster06.01.26 14:21
Noch ein paar kurze Antworten, ich denke, die Argumente wurden ausführlich ausgetauscht.

Nebula
Dein Argument war, dass es bei der Abo-Umstellung kaum neue Features gab. Was so eben nicht stimmt.
Da müsste man erstmal zwischen Quantität und Qualität der Features unterscheiden.
Ansonsten ist mein Argument, dass durch das Abo-Model die Notwendigkeit von neuen Features auf ein Minimum gesunken ist, weil sie Leute so oder so zahlen müssen.

Nebula
Natürlich will ein Unternehmen primär Geld verdienen, um bestehen zu können.
Dein Hauptargument (so versteh ich das) für das Abo-Model ist, dass – wodurch auch immer (mehr Angestellte, komplexere Software, Konkurrenz) – die Kosten gestiegen sind. Das kann natürlich sein und ist zulässig.
Dann würde man doch zweifellos die Einnahmen so erhöhen, um diese Effekte aufzufangen. Der Gewinn müsste am Ende also ungefähr ähnlich sein wie vorher, mal von Inflation und ähnlichen Faktoren abgesehen.
Nun ist der Gewinn aber deutlich nach oben gegangen, von »höhere Kosten ausgleichen« kann also eher keine Rede sein.
Siehe weiter unten.

Nebula
[…] doch heute würde Adobe nicht zurückrudern können, ohne das Unternehmen umzukrempeln.
Dieses Argument versteh ich überhaupt nicht. Was heißt, »das Unternehmen umzukrempeln«?
Vom Verkauf zum Abo zu wechseln war als »umkrempeln« ohne Problem möglich, zum Urzustand zurückzukehren, ist aber nicht so einfach machbar?

Sie müssten im Grunde nur ihre Server (bzw. die Programme) so einstellen, dass die Lizenz-Abfragen entweder nur bei der Installation stattfinden, oder sonst eben nicht von Zahlungen abhängig sind. Ich glaube nicht, dass entsprechende Änderungen den Laden »umkrempeln« würden.
Dass sie sich inzwischen an die größeren Einnahmen gewöhnt haben, versteh ich ja, aber das kann wohl kaum ein Argument sein. Bzw. wäre das einzige.

Ansonsten spräche auch nichts gegen beide Modelle: wer kaufen will, kauft einmal (teurer), wer mieten will, mietet langfristig (günstiger).

Nebula
Zudem kommen Kunden hinzu, die Adobe zuvor gar nicht bedienen konnte: Gelegenheit-User, die die Software vielleicht nur einmal im Jahr benötigen.
Versteh ich auch nicht. Wer die Software nur einmal im Jahr benötigt, zahlt doch trotzdem für das ganze Jahr:
Adobe.de
Die Mindestlaufzeit beträgt 12 Monate.
Dass man nach Ablauf des ersten Jahres jederzeit zum z.B. »nächsten ersten« kündigen kann, finde ich nicht.

Wer seine Software dermaßen selten braucht, dürfte vor allem nicht von neuen Feautres abhängig sein und langfristig mit dem einmal-Kauf günstiger fahren. Kompatibilitäten mal außen vor gelassen.

Nebula
Es gab eben nicht so viele Grafiker, Agenturen und sowieso weniger Computer-User.
Das ist ebenfalls kein Argument für das Abo. Wenn es heute so viel mehr Grafiker & Co gibt, dann würde Adobe schon dadurch auch beim früheren einmal-Kauf mehr verdienen. Wenn man einfach unterstellt, dass Adobe früher schon profitabel war, dann wären sie es mit den mehr Grafikern also weiterhin und noch verstärkt. Auch ohne Abo.

Nebula
Ausgereift heißt ja nicht, dass es kein Verbesserungspotenzial mehr gibt.
Doch, nach meinem Verständnis heißt es das. Wenn etwas Verbesserungspotential hat, ist es eben noch nicht ausgereift.

Nebula
Zudem sind stets Anpassungen an neuen Betriebssysteme nötig.
Seine Software an die jeweilige Hardware und macOS anzupassen, bzw. überhaupt lauffähig zu halten, kann man kaum als Feature bezeichnen, für das die User zahlen sollen.
Es ist vor allem in Adobes Interesse, lauffähige Software anzubieten, damit die jemand kauft. Das ist einfach die Grundvoraussetzung überhaupt Kunden zu haben.

Nebula
fontelster
ich lese immer nur davon, dass die Leute durch den Abo-Zwang von Adobe weggetrieben werden (also zur Konkurrenz). Das Gegenteil wäre mir neu.
Wo liest du davon? Schreihälse in Foren zählen nicht.
Spricht es nicht für die von dir kritisierte SchwarzWeiß-Sicht, wenn du zulässige Meinungsäußerungen pauschal als »Schreihälse« bezeichnest?

Nebula
Einige Fehler im Crack und der Systemkonfiguration und es besteht Gefahr, dass man auffliegt.
Die Gefahr, aufzufliegen halte ich für gering. Mit LittleSnitch & Co. kann man den AdobeKram vermutlich komplett von der Umwelt abschneiden.
Die größere Gefahr ist sicher, sich mit den gecrackten Versionen Viren, Trojaner und ähnliches einzufangen.

Nebula
Es war abzusehen, dass sowas immer mehr kommt. Letztlich sind aber für viele heutzutage gerade die KI-Funktionen interessant. So sind die Cracks dann nicht wirklich wertvoll für sie.
Ist das selbe wie bei Affinity/Serif: wer den KI-Kram nicht braucht, nutzt es kostenlos. Bei Serif legal, bei Adobe illegal.

Nebula
Seit CS6 hat sich doch extrem viel getan.
Das hat es. Aber auch schon davor. Die Entwicklung ist schlicht nicht vom Abo-Model abhängig.

Nebula
Sofern der Konzern mehr Mitarbeiter anstellen will, muss er dafür das Geld in der Tasche haben. […] Es war aber nicht als Pro-Argument gedacht, sondern eher als mögliche und nachvollziehbare Erklärung.
[…]
Sicher hängt die Mitarbeiterzahl nicht zwingend mit einem Abomodell zusammen. Da aber Personalkosten mit die höchsten Kostenstellen in einem Unternehmen sind, hängt das sehr wohl auch zusammen.
Grade mal ausgerechnet:
Die Anzahl der Mitarbeiter ist von 2005 bis 2012* um 174% gestiegen.
Der Gewinn von 2005 bis 2012 um 138%.

Die Anzahl der Mitarbeiter ist von 2012 bis 2023 um 300% gestiegen.
Der Gewinn von 2012 bis 2023 um 650%.

Natürlich gab es dazwischen jeweils bessere und schlechtere Jahre.
2005 ist das erste in der Tabelle, 2012 das vor der Abo-Umstellung und 2023 das letzte aufgeführte. Die Entwicklung ist im Großen und Ganzen erkennbar.

Ich glaube, es ist offensichtlich, dass Mitarbeiteranzahl und Gewinn in keinem direkten oder sonsteinem Verhältnis zueinander stehen. Und für mich keine »nachvollziehbare Erklärung« für das Abo-Modell.

*) die Tabelle bei Wiki zeigt keine Mitarbeiteranzahl für 2012, ich bin einfach von 10.000 ausgegangen. 2008 waren es 8660, 2013 11.874

Nebula
Ich finde, Affinity ist meiner Ansicht nach schon recht nah dran.
Das sind sicher tolle Programme, die vermutlich sogar mehr liefern als InDesign, wenn man das ins Verhältnis zum (früheren!!) Preis setzt.
Nur ist »recht nah dran« für mich bisher nicht ausreichend, um damit professionell zu arbeiten.

Nebula
In anderen Branchen zahlt man ja auch regelmäßig für Wartung, Verschleiß etc.
Ja, aber man kann die Sachen bei nicht-Wartung trotzdem benutzen, wenn auch auf eigenes Risiko. Zahlste bei Adobe nicht, sind deine Dateien nur noch sinnlose Nullen und Einsen.

Nebula
Ich habe FreeHand auch geleibt und fand Illustrator extrem umständlich. Bis ich dann gewisse Dateigrößen nur noch mit Illustrator bearbeiten konnte und keine Wahl hatte. Da habe ich Illustrator dann für lieben gelernt.
Ach FreeHand … :'( Ich weiß nicht, was du für Probleme mit Dateigrößen hattest, aber die Entwicklung wäre bei FreeHand auch nicht stehengeblieben. Ein Bekannter von mir hat Illustrator schon in den 90ern als »nur für Masochisten geeignet« bezeichnet.

Nebula
Sie jucken dich eben kaum, weil du sie nicht nutzt oder dich nicht mehr einarbeiten willst.
Nö, ich bin für alles dankbar, was mir die Arbeit erleichtert und die Produktivität steigert. Da seh ich nur eben (für mich) sehr wenig in den letzten Jahren.

Nebula
Würde Adobe jetzt aber einzelne Features abrechnen, wäre das Geschrei ebenso groß.
Wieso, tun sie doch schon. Wie war das mit den Pantone-Farben, die man jetzt dazukaufen muss?

Das lag vermutlich auch an Pantone, aber bei den 650% mehr Gewinn, wäre eine Einigung zum Wohle der User sicher möglich gewesen

Nebula
3. Ja, für meine wenige Nutzung ist mir das Dauer-Abo zu teuer,
Bist du dann nicht einer von den von dir erwähnten selten-Nutzern mit niedrigerer Einstiegshürde?

Nebula
Okay, dann habe ich das falsch verstanden, weil Adobe oft eben pauschal als Argument gegen Abos genutzt wird.
Weil sie das (vermutlich) als erste Firma dieser Größenordnung (quasi Monopolist) eingeführt haben.
-1
Nebula
Nebula07.01.26 09:24
Nur kurz:

Bei Adobe gibt es das Jahresabo, das monatlich abgerechnet wird und ein echtes Monatsabo.
Wenn etwas Verbesserungspotential hat, ist es eben noch nicht ausgereift.
So einfach geht das bei Software nicht. V1 biete 5 Funktionen mit denen man gut arbeiten kann. V2 perfektioniert die 5 Funktionen und liefert noch 3 neue hinzu, die man nicht unbedingt braucht. Die Software ist also für ihren Zweck ausgereift. Dennoch bleibt Potenzial für neue Funktionen oder eben auch die Verbesserung von nicht wirklich notwendigen Funktionen. Bei Illustrator etwa sind die Pfadwerkzeuge seit Jahrzehnten ausgereift.
Spricht es nicht für die von dir kritisierte SchwarzWeiß-Sicht, wenn du zulässige Meinungsäußerungen pauschal als »Schreihälse« bezeichnest?
Du hast keine Meinung geäußert, sondern davon gesprochen, dass du ausschließlich davon liest, das Leute wegen des Abos Adobe den Rücken kehren. Du hast dich also auf andere bezogen. Mein Ausschluss von „Schreihälse in Foren“ diente dazu, validere/seriösere Quellen zu bekommen, etwa Artikel von Journalisten.
Ich weiß nicht, was du für Probleme mit Dateigrößen hattest
Die Datei war nicht wirklich groß (Dateigröße), hatte aber eine riesige Arbeitsfläche (Messestand) und Millionen von Ankerpunkten. Sie wurde ursprünglich in Freehand begonnen, das irgendwann nicht mehr damit zurecht kam. Vor Illustrator wurden auch andere Programme getestet, etwa Canvas, Corel, Xara, Expression und irgendwas von Autodesk. Alle kackten beim Import der möglichen Formate ab, nur Illustrator nicht. Tricks, wie Reduktion der Arbeitsfläche auf 10% oder Konvertierung via Ghostscript halfen hier nicht.

Was konkret fehlt dir bei Affinity?
»Wir sind hier, um eine Delle im Universum zu hinterlassen.« – Steve Jobs
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Fontelster
Fontelster07.01.26 13:36
Nebula
fontelster
Wenn etwas Verbesserungspotential hat, ist es eben noch nicht ausgereift.
So einfach geht das bei Software nicht.
OK, ein klassisches Missverständnis. Ich bin davon ausgegangen, du meinst ausgereifte Features, nicht die Software allgemein.

Nebula
Du hast keine Meinung geäußert, sondern davon gesprochen, dass du ausschließlich davon liest, das Leute wegen des Abos Adobe den Rücken kehren. Du hast dich also auf andere bezogen. Mein Ausschluss von „Schreihälse in Foren“ diente dazu, validere/seriösere Quellen zu bekommen, etwa Artikel von Journalisten.
Ich habe einfach eine häufig gelesene Meinungsäußerung anderer wiedergegeben. Ich denke, das ist zulässig, zumal ich diese Äußerungen nicht als »allgemeingültig« bezeichnet habe. Und dazu bedarf es keiner »seriöserer« Quellen. Bei einer spontanen Google-Suche sind mir tatsächlich keine Journalistischen Artikel dazu untergekommen, ich hab aber auch nicht wirklich gesucht.

Nebula
Was konkret fehlt dir bei Affinity?
Erstmal das positive: der optische Randausgleich ist bei Publisher (wie auch bei Quark) besser geregelt als bei InDesign. Die haben wirklich die mit Abstand dümmste Variante gewählt.

Was mir fehlt – spontan: GREP-Stile. Für mich das beste, was InDesign überhaupt hervorgebracht hat, kaum etwas spart mir mehr Zeit.

Silbentrennung: ohne es genau zu wissen, gehe ich davon aus, dass Publisher nicht die wirklich sehr gute Duden-Silbentrennung von InDesign hat. Oder sonst eine entsprechend gute (nicht getestet).

Scripte: Hab ich auch nicht überprüft (fehlt mir grade die Zeit für), aber ich
glaube nicht, dass die vielen, vielen sehr praktischen Java-Scripte von InDesign bei Publisher funktionieren werden. Gibt es da überhaupt die Möglichkeit von Script-Programmen? Und wenn ja, wird die Anzahl an passenden Scripten bisher vermutlich mehr als überschaubar sein.

Ansonsten unzählige Kleinigkeiten, Textvariablen, bedingter Text usw. usf.
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Nebula
Nebula07.01.26 16:19
Okay, das sind natürlich starke Argumente für InDesign. Scripting gibt es bei Affinity leider bislang nicht. GREP-Stile auch nicht. Ob da noch was kommt, wird sich zeigen. Vermutlich setzen sie dann eher auf MCP und KI.

Die Frage ist halt, ob die Scripte und Grep-Stile immer nötig sind bei Affinity oder ob bestimmte Fälle nicht bereits abgedeckt sind. Zu meiner Zeit wurden Skripte noch dazu verwendet, fehlende Features wie Variablen nachzurüsten. Die hat Affinity Publisher jedenfalls.
»Wir sind hier, um eine Delle im Universum zu hinterlassen.« – Steve Jobs
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