Ein neuer Browser (nicht nur) für PowerPC-Macs: PowerFox in Beta erschienen


Die Weiternutzung alter Macs hat viele Reize: Hier laufen Software-Titel noch, deren Entwicklung längst eingestellt wurde. Design-Konzepte wie Aqua und Brushed Metal wecken nostalgische Gefühle, und Fans des Skeuomorphismus freuen sich, dass iCal noch wie ein Kalender aussieht. Nur der zunehmend essenzielle Internetzugang bleibt oftmals verwehrt. Ein Softwareprojekt namens
PowerFox will dieses Manko nun ausräumen.
Der Browser integriert aktuelle Verschlüsselungsmethoden wie TLS in Version 1.3, auch WebGL und eine moderne JavaScript-Version bringt PowerFox mit. Die derzeitige Beta setzt einen G4- oder G5-Prozessor voraus und erfordert Mac OS X 10.5 (Leopard). Für eine reibungslose Videowiedergabe im Netz sollte der Prozessor eine Taktrate von 1 GHz oder höher aufweisen.
PowerFox setzt einen PowerPC G4 sowie Mac OS X 10.5 voraus, läuft aber auch unter 10.6 (und Intel).
Beta-Version mit EinschränkungenDer Entwickler gibt an, dass aktuell JavaScript JIT (Just-In-Time) nicht unterstützt wird; auch bei bestimmten SVG-Grafiken treten Probleme auf. Daran will er aber zeitnah arbeiten. PowerFox selbst ist ein sehr junges Projekt, baut aber auf die Arbeit anderer Entwickler auf. Der Ursprung liegt nicht, wie der Name vermuten lässt, in Firefox; auch Chromium oder WebKit stellen nicht die Grundlage. Auch das mittlerweile eingeschlafene Projekt
TenFourFox teilt mit der Neuentwicklung nur einen Namensteil.
Basis: BasiliskStattdessen handelt es sich bei PowerFox um einen Fork von
Basilisk, welcher auf der Unified XUL Platform (UXP) aufbaut. Diese fand ihren Ursprung in Mozilla, hat sich allerdings vor vielen Jahren von Mozilla abgespalten, um einen langlebigen und stabilen Browser zu entwickeln. Dies macht viele moderne Features möglich, etwa Erweiterungen und
Sprachpakete, mit denen Anwender PowerFox lokalisieren können.
Auch für IntelNutzer älterer Intel-Macs können ebenfalls PowerFox nutzen, denn eine Intel-Version des Browsers (32 und 64 Bit) wird parallel entwickelt. Beide Varianten lassen sich kostenlos
herunterladen. Wem das Projekt gefällt, darf sich mittels einer Spende erkenntlich zeigen – oder sich auf
GitHub an der Weiterentwicklung beteiligen.