Apple arbeitet angeblich an kleineren und leichteren Netzteilen

Apples Geräte vereinen viel High-Tech auf engem Raum – eine Aussage, die auf nahezu alle Macs, iPhones sowie iPads zutrifft. Auch beim Zubehör weiß Cupertinos Ingenieurskunst zu überzeugen: So sind die AirPods (Pro) mit allerlei Funktionen und Sensoren ausgestattet, die allesamt in einem bemerkenswert kleinen Gehäuse Platz finden. Vor ein paar Apple-Produkten scheint diese Entwicklung aber Halt gemacht zu haben: Die Netzteile erweisen sich nach wie vor als einigermaßen klobig – und sind in ihrer Handlichkeit und Portabilität den Pendants von Drittanbietern oft deutlich unterlegen. Geht es nach einem neuen Bericht, könnte Apple aber bald wieder aufholen.


Apple könnte auf GaN umschwenken
Die Ansprüche der Nutzer an moderne Netzteile lassen sich recht klar umreißen: Das Zubehör soll ein Gerät mit ausreichend Ladeleistung versorgen und idealerweise Fast Charging unterstützen. Besonders mobile Anwender achten zudem auf ein geringes Gewicht und die Abmessungen des Zubehörs: Bei diesen Kriterien schneiden andere Hersteller oftmals ungleich besser ab als Apple. Das liegt nicht zuletzt an der Galliumnitrid-Technologie (GaN): Diese ermöglicht eine kompaktere Bauweise von Netzteilen, da einzelne Komponenten weniger Platz beanspruchen. Laut DigiTimes werden Apples USB-C-Power-Charger zukünftig ebenfalls auf diese Technologie setzen – noch dieses Jahr soll das irische Unternehmen Navitas Semiconductor entsprechende Aufträge von Cupertino erhalten.

Schnelles Laden dank „GaNFast“
Das Unternehmen TSMC, mit dem Apple bereits weitreichende Geschäftsbeziehungen unterhält, liefere dem Berichts zufolge die GaN-Chips an Navitas. Die Iren zeichnen für „GaNFast“ verantwortlich – eine Schnellladetechnik auf besagter Galliumnitrid-Basis, die bei Herstellern wie Aukey, Dell, Lenovo und Xiaomi bereits Anwendung findet. Bereits letztes Jahr gab es Gerüchte über diesen Schritt (siehe ). Unklar ist, ob die ersten GaN-Netzteile von Cupertino bereits dieses Jahr auf den Markt kommen. Ferner dürfte diese Entscheidung auf den Lieferumfang der iPhones keinen Einfluss nehmen: Auch wenn künftige Power Charger weitaus kleiner und leichter sind, wird Apple diese Netzteile den Telefonen wohl nicht beilegen.

Kommentare

subjore05.01.21 13:15
Für Mac Netzteile dürfte das sogar noch spannender sein. Die sind ja ansonsten deutlich größer.
0
MacRS05.01.21 13:27
... am Ende sind die Teile so klein, dass sie in eine iPhone-Verpackung reinpassen *duckundweg*
+4
andreas_g
andreas_g05.01.21 13:34
MacRS
... am Ende sind die Teile so klein, dass sie in eine iPhone-Verpackung reinpassen *duckundweg*
Oder so klein, dass das Netzteil in das iPhone integriert werden kann > zukünftiges iPhone mit mini-Netzstecker-Anschluss
0
@mac
@mac05.01.21 13:35
Netzteil integriert in das Endgerät wäre doch die beste Lösung. Anschließend ist nur ein Stromkabel mit USB-C Ende notwendig.

Das sehe ich immer gern bei Bildschirmen. Vor kurzen wurde hier im Forum nach guten Monitoren gefragt für die Macs und wir setzen hier auf DELL, keine extra Kabel und Netzstecker:
DELL 25" https://amzn.to/2X95Tiu
DELL 24" mit RJ45 im Monitor https://amzn.to/35eaEeS
Wo ich bin, herrscht Chaos. Leider kann ich nicht überall sein.
0
andreas_g
andreas_g05.01.21 13:39
@mac
Netzteil integriert in das Endgerät wäre doch die beste Lösung. Anschließend ist nur ein Stromkabel mit USB-C Ende notwendig.
Das könnte aber etwas heikel werden mit 220 V bei den nahe zusammenliegenden Kontakten in so einem USB-C-Stecker. Da fliegen dann die Funken.
+2
Tommy198005.01.21 13:43
andreas_g
@mac
Netzteil integriert in das Endgerät wäre doch die beste Lösung. Anschließend ist nur ein Stromkabel mit USB-C Ende notwendig.
Das könnte aber etwas heikel werden mit 220 V bei den nahe zusammenliegenden Kontakten in so einem USB-C-Stecker. Da fliegen dann die Funken.

Ist auch unsinnig, warum sollte ich die Ladetechnik ständig im Gerät mit mir rumschleppen, wenn ich sie die meiste Zeit nicht brauche. Ist ja wie mit Hybridautos, auch so ein unsinniges Konzept.
+6
DTP
DTP05.01.21 14:45
Tommy1980
Ist auch unsinnig, warum sollte ich die Ladetechnik ständig im Gerät mit mir rumschleppen, wenn ich sie die meiste Zeit nicht brauche. Ist ja wie mit Hybridautos, auch so ein unsinniges Konzept.
Warum soll das unsinnig sein? Mein Hybrid lädt sich beim Verzögern und Bremsen auf, also ideal.

Und Ladetechnik ist ja schon heute in modernen iPhones enthalten (nennt sich "Qi").
0
MacRS05.01.21 14:50
DTP
Tommy1980
Ist auch unsinnig, warum sollte ich die Ladetechnik ständig im Gerät mit mir rumschleppen, wenn ich sie die meiste Zeit nicht brauche. Ist ja wie mit Hybridautos, auch so ein unsinniges Konzept.
Warum soll das unsinnig sein? Mein Hybrid lädt sich beim Verzögern und Bremsen auf, also ideal.
Das ist schon ein Punkt. Würdest es dann z.B. dem Aufladen dienen das gute Stück mit Wucht auf den Boden zu knallen?
Und Ladetechnik ist ja schon heute in modernen iPhones enthalten (nennt sich "Qi").
Darüber kann man ja bekanntlich trefflich streiten. An der Stelle hätte man auch größere Akkus verbauen können.
+3
DTP
DTP05.01.21 14:59
MacRS
DTP
Tommy1980
Ist auch unsinnig, warum sollte ich die Ladetechnik ständig im Gerät mit mir rumschleppen, wenn ich sie die meiste Zeit nicht brauche. Ist ja wie mit Hybridautos, auch so ein unsinniges Konzept.
Warum soll das unsinnig sein? Mein Hybrid lädt sich beim Verzögern und Bremsen auf, also ideal.
Das ist schon ein Punkt. Würdest es dann z.B. dem Aufladen dienen das gute Stück mit Wucht auf den Boden zu knallen?

Die meisten Autos bewegen sich horizontal nicht vertikal.

Abgesehen davon ist dein Beitrag weder lustig noch hilfreich. Versuch doch nochmal, vernünftig und verständlich zu argumentieren.
MacRS
DTP
Und Ladetechnik ist ja schon heute in modernen iPhones enthalten (nennt sich "Qi").
Darüber kann man ja bekanntlich trefflich streiten. An der Stelle hätte man auch größere Akkus verbauen können.
Darüber braucht mal nicht streiten:
Selbst der größte Akku ist irgendwann leer. Ein ladefähiger Akku, der keine externen Teile benötigt, hingegen braucht im Notfall nur die entsprechende Infrastruktur (die auf Flughäfen zB reichlich vorhanden sind).
-2
nova.b05.01.21 15:35
Ich bin letztes Jahr schon umgeschwenkt.
Aukey mit 2x USB-C 65 Watt, 113 Gramm und 5 x 5 x 3 cm gegen
Apple Netzteil MBP, 87 Watt, 309 Gramm und 8 x 8 x 2,8 cm.
Unterwegs ein Segen und völlig ausreichend.

+2
KingBradley
KingBradley05.01.21 15:45
@nova.b

Wie ist eigentlich die Wärmeentwicklung der beiden im Vergleich?
Thermometer zur Hand?
0
antipod05.01.21 15:50

Hama hat da schon was im Angebot. Finde ich super.
0
nova.b05.01.21 16:04
Temperaturen:
Das Aukey wird unter Last wärmer als das Apple, hab leider keine geeignete Messeinrichtung.
Aber wärmer bedeutet, immer noch angenehm anzufassen.
Und das von Apple wird schon auch warm, da verteilt sich das aber besser.
+2
nova.b05.01.21 16:13
antipod
Das Hama wird auch als Baseus bei ebay für den halben Preis gehandelt.
Ich halte die Form für ungünstig - zu lang. Scheint auch etwas mehr Volumen als das von Aukey zu haben.
Preis war deutlich weniger, nämlich 38€.
0
Cyman05.01.21 16:35
GaN-Netzteile sind fantastisch! Ultrakompakt bei sagenhafter Leistung. Ich freu mich schon auf das 200W-Teil, was ich geordert habe - immer noch kleiner als das Apple-Netzteil für das MBP.
0
MacRS05.01.21 16:41
DTP
Und Ladetechnik ist ja schon heute in modernen iPhones enthalten (nennt sich "Qi").
macRS
Darüber kann man ja bekanntlich trefflich streiten. An der Stelle hätte man auch größere Akkus verbauen können.
DTP
Darüber braucht mal nicht streiten:
Selbst der größte Akku ist irgendwann leer. Ein ladefähiger Akku, der keine externen Teile benötigt, hingegen braucht im Notfall nur die entsprechende Infrastruktur (die auf Flughäfen zB reichlich vorhanden sind).
Ich denke schon, ich sehe da einige ernsthafte Argumente dagegen:
1) Laden auf Ladematten macht die ergonomische Bedienung praktisch unmöglich. Das neue MagSafe löst dieses Problem elegant, ist aber auch irgendwo ein "externes Teil".
2) Ladezeit ist länger.
3) Wichtigster Punkt: Massiv erhöhter Stromverbrauch.

Eine gewisse Akkulaufzeit braucht man schon. Weniger laden, bedeutet mehr Unabhängigkeit.
+2
subjore05.01.21 17:01
MacRS
DTP
Und Ladetechnik ist ja schon heute in modernen iPhones enthalten (nennt sich "Qi").
macRS
Darüber kann man ja bekanntlich trefflich streiten. An der Stelle hätte man auch größere Akkus verbauen können.
DTP
Darüber braucht mal nicht streiten:
Selbst der größte Akku ist irgendwann leer. Ein ladefähiger Akku, der keine externen Teile benötigt, hingegen braucht im Notfall nur die entsprechende Infrastruktur (die auf Flughäfen zB reichlich vorhanden sind).
Ich denke schon, ich sehe da einige ernsthafte Argumente dagegen:
1) Laden auf Ladematten macht die ergonomische Bedienung praktisch unmöglich. Das neue MagSafe löst dieses Problem elegant, ist aber auch irgendwo ein "externes Teil".
2) Ladezeit ist länger.
3) Wichtigster Punkt: Massiv erhöhter Stromverbrauch.

Eine gewisse Akkulaufzeit braucht man schon. Weniger laden, bedeutet mehr Unabhängigkeit.

Der Stromverbrauch ist nicht massiv erhöht. Das sind nur 10 oder 20% mehr. Du zahlst also 1,2 Euro statt 1 Euro im Jahr für den Strom. Das ist bei Smartphones ein recht vernachlässigbarer Punkt.
-4
nova.b05.01.21 17:28
subjore
Es geht um den Skaleneffekt.
4 Milliarden Smartphones x 7,5 KW/a bei täglicher Aufladung zuzüglich
20 % mehr fürs Induktionsladen ... Da kommt ordentlich was zusammen.
0
uni.solo05.01.21 18:23
subjore
Der Stromverbrauch ist nicht massiv erhöht. Das sind nur 10 oder 20% mehr. Du zahlst also 1,2 Euro statt 1 Euro im Jahr für den Strom. Das ist bei Smartphones ein recht vernachlässigbarer Punkt.

Ich meine mich zu Erinnern, dass der Wirkungsgrad beim Laden mit Qi nur 60% beträgt...
+1
R-bert05.01.21 18:28
Abseits von Effizienz und Größe ist bei Netzteilen auch wichtig, so wenig wie möglich Funkstörungen zu verursachen. Dahingehend "schlechte" Netzteile, z.B. bei LED-Lichterketten etc. stören leider unsichtbar, bis man sich wundert, warum die Fernbedienung das Garagentor nicht mehr öffnet oder der DAB-Empfang mit der Zimmerantenne nicht mehr funktioniert.
0
DTP
DTP05.01.21 20:52
MacRS
Ich denke schon, ich sehe da einige ernsthafte Argumente dagegen:
1) Laden auf Ladematten macht die ergonomische Bedienung praktisch unmöglich. Das neue MagSafe löst dieses Problem elegant, ist aber auch irgendwo ein "externes Teil".
2) Ladezeit ist länger.
3) Wichtigster Punkt: Massiv erhöhter Stromverbrauch.


Darum schrieb ich ja "im Notfall". Laden mit Kabel geht so viel schneller und hat weniger Verluste (=weniger Energiebedarf). Im Notfall, also wenn kein Apple-Stecker in der Nähe ist, schnell mal auf eine Qi-Matte/-Platte gelegt. Vorteil von Standards und eben der eingebauten Ladetechnik.
0
McErik05.01.21 22:36
Für die Reise:
Ein gemeinsames Ladegerät für das neue MacBook Air, ein iPad Pro und den Ladeständer fürs iPhone.
Schön flach, den zu ladenden Geräten angemessen. Vom zuverlässigen Spezialisten Anker:
+2

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