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Apple Music demnächst mit HiFi-Unterstützung? Hinweise verdichten sich

Apple Music überzeugt mit einem umfangreichen Katalog an Songs und einem branchenüblichen Tarifmodell, Audiophile kommen aber nicht unbedingt auf ihre Kosten: Während andere Plattformen mit einer Option für die verlustfreie Bereitstellung von Musik in CD-Qualität aufwarten, limitiert Apple die Bitrate für den hauseigenen Dienst auf 256 kBit/s. Das könnte sich aber bald ändern: Spotify stellt bereits Streaming auf HiFi-Niveau für Ende dieses Jahres in Aussicht und Apple scheint in Kürze nachziehen zu wollen.


Folgt demnächst eine HiFi-Option für Apple Music?
Einem Bericht von Hits Double Daily zufolge kündigt Apple eine entsprechende Hi-Fi-Option in den kommenden Wochen an. Einen genauen Termin nennt die Quelle nicht, allerdings falle die Bekanntgabe mit der Präsentation neuer AirPods zusammen. Die Meldung stützt sich auf die Angaben von Plattenlabels: Diese behaupten, dass Apple denselben Preis für den HiFi-Sound in Rechnung stelle wie für das aktuelle Abonnement für Einzelpersonen, welches aktuell bei 9,99 Euro liegt.

Hinweise in iOS 14.6
Ferner verweist MacRumors auf einen Code, welcher in der Musik-App der ersten Beta von iOS 14.6 gefunden wurde: Dieser enthalte Hinweise auf „lossless audio“, „high-quality stereo streaming“ sowie „HiFi“. Weiterer Code deutet auf mögliche Voraussetzungen hin: Das HiFi-Streaming scheint nicht mit allen Modellen der AirPods kompatibel zu sein. Formulierungen wie „Route Incompatible“ und „Route Unknown Compatibility“ deuten darauf hin, dass die hohe Sound-Qualität ähnlich wie 3D-Audio ausgewählten Modellen wie AirPods Pro und AirPods Max vorbehalten bleibt. Unklar bleibt, wie das Unternehmen mit den Kopfhörern anderer Hersteller umgeht. Wie es scheint, ist Apple Music wohl künftig in der Lage, die abgespielte Qualität dynamisch anzupassen: Denkbar ist, dass der Dienst unterschiedlich hohen Bandbreiten während des Streamings sowie konfigurierbaren Datenverbrauchslimits Rechnung trägt und die Wiedergabequalität entsprechend ändert.

Kommentare

*web*wusel*03.05.21 11:42
Mir ist noch nicht ganz klar, ob ich 10 Euro extra zahlen muss oder einfach fürs gleiche Geld mehr bekommen werde.
+2
antaron03.05.21 11:45
Prinzipiell zu begrüßen. Aber ich denke für die Hifi-Option sollte sich Apple Music unbedingt für weitere hochwertige Hifi-Geräte öffnen und Schnittstellen wie Tidal oder Qobuz anbieten. Apple Airplay reicht da meiner Meinung nach nicht aus.
+7
Embrace03.05.21 11:47
*web*wusel*
Mir ist noch nicht ganz klar, ob ich 10 Euro extra zahlen muss oder einfach fürs gleiche Geld mehr bekommen werde.

Ich denke mal zusätzlich. Lossless inklusive wäre natürlich der Hammer.
+1
Mecki
Mecki03.05.21 12:05
AAC mit 256 kbit/s liegt weit über HiFi-Niveau. Selbst ein MP3 Player für 8€ überfüllt die HiFi-Norm um ein vielfaches
+6
TheGeneralist
TheGeneralist03.05.21 12:33
Mecki
AAC mit 256 kbit/s liegt weit über HiFi-Niveau. Selbst ein MP3 Player für 8€ überfüllt die HiFi-Norm um ein vielfaches
Denke die veralteten DIN-Mindestanforderungen dazu sind für die meisten Nutzer relativ wenig interessant. Wenn derzeit von HiFi-Streaming gesprochen wird, ist in der Regel mindestens CD-Qualität oder mehr gemeint.

Ich freue mich jedenfalls riesig darauf. War schon mehrmals kurz davor deshalb zu Tidal oder Deezer zu wechseln, habe mich aber jedesmal wegen der größeren Auswahl bei Apple Music und dem sehr guten Family Sharing Preis letztlich doch dafür entschieden, trotz nur AAC 256. Wenn man auf ordentlichem Equipment hört, ist der Unterschied bei vielen Quellen doch schon ziemlich intensiv. Bei AirPods & Co. wird das vermutlich nicht wirklich relevant sein (zumindest nicht bei den In-Ears), bei Wiedergabe z.B. auf heimischem Stereo-Equipment dagegen sehr.

Hoffe sehr dass es dann nicht nur ein Feature für die Käufer neuer Hardware wird, sondern sich auch in bestehende Lösungen integriert (wie z.B. Sonos, B&W und andere Lösungen, die schon länger hochauflösende Streams über diverse Dienste ermöglichen)
+3
rudluc03.05.21 12:42
Was noch fehlt, sind entsprechende Lautsprecher von Apple, die den Qualitätsvorteil hörbar machen oder eine deutlich weitreichendere Öffnung des Systems für höherwertige Wiedergabegeräte von Femdherstellern.
Wenn da nix kommt, können sie sich die HiFi-Option auch sparen.
-1
jeti
jeti03.05.21 12:57
MTN
Die Meldung stützt sich auf die Angaben von Plattenlabels:
Diese behaupten, dass Apple denselben Preis für den HiFi-Sound
in Rechnung stelle wie für das aktuelle Abonnement für Einzelpersonen,
welches aktuell bei 9,99 Euro liegt.

Aus dieser Formulierung interpretiere ich das der Preis
für das Abo bleibt und kein HiFi-Aufpreis gezahlt werden muß
+4
Mecki
Mecki03.05.21 13:35
TheGeneralist
Wenn derzeit von HiFi-Streaming gesprochen wird,
dann ist damit HiFi gemeint. Wenn man was anderes meint, dann muss man das auch sagen. Bezeichnungen haben nicht beliebig austauschbare Bedeutungen. Wenn man CD Qualität meint, dann sagt man CD Qualität. Wenn man verlustfrei komprimiert meint, dann sagt man verlustfrei komprimiert, denn HiFi ist auch nicht automatisch verlustfrei komprimiert. Selbst mit Kompression kann man diverse Audiostandards erfüllen, denn dort geht um Frequenzgang, Frequenzlinarität, Rauschabstand, Kanaltrennung, Klirrfaktor, usw. Nirgendwo verlangen die meisten Standards Verlustfreiheit.

Schallplatten sind BTW auch nicht verlustfrei komprimiert, das scheinen nur selbst deren Fans oft nicht zu wissen. Auch nach der Entzerrung sieht das Signal nicht identisch mit dem vor der Verzerrung aus, nur sehr ähnlich, denn es gehen in diesem Verfahren Informationen verloren und es kommen Falschinformationen dazu, die gar nicht im Originalsignal vorhanden waren ); außerdem sinkt der Rauschabstand in den betroffenen Frequenzen. Hier treten also ähnliche Effekte auf, wie sie auch bei digitaler Komprimierung auftreten bzw. bewusst herbei geführt werden (Absenkung des Rauschabstandes z.B.)

Wenn man auf ordentlichem Equipment hört, ist der Unterschied bei vielen Quellen doch schon ziemlich intensiv.
Da liegt eher in Problem mit deinem Gehör vor. Der Unterschied sollte nahezu unhörbar sein, wenn dein Gehör normal funktioniert, egal wie gut das Equipment ist, denn mit dem Equipment hat das kam etwas zu tun, sondern mit Physik und Psychoakkoustik. Wenn natürlich dein Gehör in bestimmten Frequenzbereichen stark geschädigt ist (altersbedingt oder weil du früher zu oft in der Disco und auf Konzerten warst), dann funktioniert die Kompression für dich nicht mehr, weil sie darauf ausgelegt ist, die Musik am Ende so wiederzugeben, wie normale Menschen mit einem gesunden Gehör die Musik akustisch wahrnehmen und das aber nicht ist, wie du die Musik akustisch wahrnimmst. Bei dir "klingt" normale Musik sozusagen anders und diesen "anderen Klang" kann die Kompression nicht reproduzieren, denn dafür ist sie nicht ausgelegt worden.

Das kann man relativ leicht ausprobieren mit einem entsprechenden Tool: Man erstellt einen Filter, der einfach zufällig einige Frequenzen im Frequenzspektrum hörbar abschwächt. Jetzt nimmt man ein Musikstück, bei dem man zwischen CD und AAC keinen Unterschied hören kann. Dann wendet man den Filter einmal auf die CD und einmal auf die AAC Version an. Beide Versionen verändern sich dadurch natürlich im Klang. Aber sie verändern sich unterschiedlich und bei der gefilterten Version ist es jetzt auf einmal möglich den Unterschied zwischen CD und ACC zu erkennen. Wer also z.B. immer so hört wie mit diesem Filter, der hört auch die Kompression raus.
+7
holk10003.05.21 13:48
Es wird mehr als Zeit, dass Apple das anbietet! Ich höre auf meiner hochwertigen Anlage zuhause nur mit Qobuz. Für unterwegs und an den Home brauche ich aber auch noch Apple Music, der auch deutlich mehr Auswahl hat. Meine Hoffnung ist schon seit langem, dass Apple hier nachlegt.
0
yogimo03.05.21 14:01
Das erinnert mich lebhaft an die Zeit von vor ca. 10 oder 12 Jahren. Damals stellte Apple von 128 auf 256 Bit oder so um. (nicht sicher ob Bit oder was auch immer die richtige Einheit dazu ist)

Jedenfalsl bezahlte man damals pro Lied richtig Geld um "upzugraden". Glaube es waren 30 cent oder so.

So wird man weiter gemolken. Aber nun erstmal in den Shop und die AirPod Max bestellen, damit man das neue HiFi in entsprechender Qualität hören kann!
+2
holk10003.05.21 14:05
Da liegt eher in Problem mit deinem Gehör vor. Der Unterschied sollte nahezu unhörbar sein, wenn dein Gehör normal funktioniert, egal wie gut das Equipment ist, denn mit dem Equipment hat das kam etwas zu tun, sondern mit Physik und Psychoakkoustik. Wenn natürlich dein Gehör in bestimmten Frequenzbereichen stark geschädigt ist (altersbedingt oder weil du früher zu oft in der Disco und auf Konzerten warst), dann funktioniert die Kompression für dich nicht mehr, weil sie darauf ausgelegt ist, die Musik am Ende so wiederzugeben, wie normale Menschen mit einem gesunden Gehör die Musik akustisch wahrnehmen und das aber nicht ist, wie du die Musik akustisch wahrnimmst. Bei dir "klingt" normale Musik sozusagen anders und diesen "anderen Klang" kann die Kompression nicht reproduzieren, denn dafür ist sie nicht ausgelegt worden.

Das kann man relativ leicht ausprobieren mit einem entsprechenden Tool: Man erstellt einen Filter, der einfach zufällig einige Frequenzen im Frequenzspektrum hörbar abschwächt. Jetzt nimmt man ein Musikstück, bei dem man zwischen CD und AAC keinen Unterschied hören kann. Dann wendet man den Filter einmal auf die CD und einmal auf die AAC Version an. Beide Versionen verändern sich dadurch natürlich im Klang. Aber sie verändern sich unterschiedlich und bei der gefilterten Version ist es jetzt auf einmal möglich den Unterschied zwischen CD und ACC zu erkennen. Wer also z.B. immer so hört wie mit diesem Filter, der hört auch die Kompression raus.
Es ist immer wieder erfrischend, wenn mir jemand mit theoretischen Ausführungen Weiß machen will, dass es den Unterschied, den ich tatsächlich deutlich höre, gar nicht gibt. Bisher hieß es immer „Psychakkustik!“, also nur eingebildet, weil man besseren Klang erwartet. Die Theorie mit dem schlechten Gehör ist für mich neu, aber macht es nicht besser. Dass Ausmaß an Unterschieden bei einem klassischen Konzert zwischen mp3 oder AAC und verlustfreiem Streaming von Qobuz hinsichtlich Rauminformationen, Klangreichtum etwa bei einem Cello, beim Ausklingen der Instrumente, an Entspannung beim Hören ist auf meiner sehr hochwertigen Anlage reproduzierbar so groß und in jeder Lautstärke hörbar, dass alle diese Theorien für mich ad absurdum laufen. Mein Vorschlag an die Theoretiker: Behaltet Ihr Eure Ansichten. Ich behalte den Klanggenuss unkomprimierter Aufnahmen.
+8
mat6303.05.21 14:23
holk100
Stimme voll und ganz zu. Wer nichts hört, soll natürlich kein Geld rauswerfen. Für alle anderen: Ordentliches highend macht Spaß. Von den gespeicherten Rillen oder Bits angefangen, hin zu den Wiedergabegeräten zu den Lautsprechern und (absolutes Vodoo) Kabel – meine: dünne Reinsilberkabel.
Es gibt Selters, Fabers Dröhnung, Sekt in Tankgärung und Sekt handgerüttelt und flaschengegärt und es gibt Champagner – mögen auch nicht alle. Alles sprudelt und mit Ausnahme von Selters dröhnt auch alles, aber man schmeckt gewisse Unterschiede.
+1
te-c03.05.21 14:33
yogimo
Jedenfalsl bezahlte man damals pro Lied richtig Geld um "upzugraden". Glaube es waren 30 cent oder so.

So wird man weiter gemolken.
Bei 30 cent pro Musikstück von melken zu sprechen ist absolut abartig!!!
Musik ist viel zu billig geworden und die Künstler verdienen so gut wie gar nichts mehr. Gleichzeitig beschweren sich die Fans, wieso das Konzert-Ticket dann 100,00 Euro aufwärts kostet.

Irgendwohin müssen die doch noch Geld verdienen. Eine heutige Bühnenshow und der ganze Sicherheitsaufwand ist so kostspielig geworden.

Ich finde es ist Zeit dem auch Respekt für deren Arbeit zu zollen.
+3
TheGeneralist
TheGeneralist03.05.21 14:43
holk100
(...)Mein Vorschlag an die Theoretiker: Behaltet Ihr Eure Ansichten. Ich behalte den Klanggenuss unkomprimierter Aufnahmen.
Bravo, besser hätte ich es nicht formulieren können!
Meine Anlage fällt sicherlich nicht in die Kategorie "sehr hochwertig", ist aber zumindest nicht vom Elektronik(massen)markt, sondern wurde beim HiFi Fachhändler nach einer sehr guten Beratung mit intensivem Probehören zusammengestellt.
Wenn mir jetzt jemand erzählen will, dass die massiven Unterschiede in Räumlichkeit, Dimensionalität und Detailreichtum, die zwischen AAC 256 und CD zwar nicht unmittelbar erschütternd sein mögen, aber spätestens bei Studio-Formaten für die allermeisten Menschen auch auf einem solchen Setup unüberhörbar werden dürften, nur an meinem vorgeschädigten Gehör liegen, dann kann ihm vielleicht noch ein gewisses Maß an Kreativität in der Argumentation zubilligen, ernst nehmen kann ich ihn dann aber nicht mehr.
Muss er mich umgekehrt natürlich auch nicht: Den Vergleich des Vorredners mit den Sektqualitäten finde ich dazu sehr treffend - nicht jeder schmeckt den Unterschied(!) und nicht jeder ist bereit, für den geschmacklichen Unterschied, den ein hochwertiger Winzersekt oder guter Champagner (nicht: Discount-"Champagner") ausmacht, den Aufpreis zu zahlen.
Das mindert aber nicht im Geringsten das Vergnügen, welches dem bewusst wahrnehmenden Genießer gewiss ist, wenn er eine gute Flasche entkorkt.

In diesem Sinne, mögen alle - mit und ohne Korken auf den Ohren - Spaß am Musik-Streaming haben!
Ich drücke die Daumen für - und freue mich auf - Apple Music in höherer Qualität!
+1
yogimo03.05.21 14:44
te-c
yogimo
Jedenfalsl bezahlte man damals pro Lied richtig Geld um "upzugraden". Glaube es waren 30 cent oder so.

So wird man weiter gemolken.
Bei 30 cent pro Musikstück von melken zu sprechen ist absolut abartig!!!

Moment - man hat schon bereits 1 Euro für das Stück gezahlt, dann noch einmal 30 cent für den Upgrade. Der Künstler hat also schon sein Geld bekommen. Ich bin nicht sicher ob Apple ihm / ihr von den 30 cent etwas abgegeben hat.

Bei der heuten Flatrate von 10 Euro, bekommt der Künstler sicehrlich weniger als einen Euro pro Stück.
0
te-c03.05.21 14:50
yogimo
Moment - man hat schon bereits 1 Euro für das Stück gezahlt, dann noch einmal 30 cent für den Upgrade.

Keine Ahnung wie alt Du bist, aber in Zeiten wo die Musik noch nicht online zu kaufen war und man CDs oder Platten gekauft hat, da hat man weitaus mehr gezahlt.
Ja da kamen noch Kosten für Cases und Logistik drauf, aber für das hochladen auf die Server und den Verbleib auf diesen zahlt man als Künstler heute auch.

Die Menschen sind heute alle ganz schön verwöhnt mit ihrem ganzen Billig-Denken.
+3
ThorsProvoni
ThorsProvoni03.05.21 15:04
Ich glaub ja eher nicht, dass man wirklich einen Unterschied zwischen AAC 256 und CD-Qualität hören kann. Aber hey, wenn es einen Markt gibt, warum nicht.

Viel spannender finde ich eine Dolby Atmos Unterstützung. Hatte mir mal einen Monat Tidal gegönnt, Kraftwerk oder Yello in Dolby Atmos macht wirklich Spaß. Die Dolby Atmos Unterstützung von Apple in ATV+ ist vorbildlich, könnte was dran sein.
+1
s_ko
s_ko03.05.21 15:11
Ich freu mich auf eine neue Airport Express mit AirPlay HiRes

Die alte Express macht aber auch noch einen sehr guten Job an der Anlage.
+2
Zerojojo03.05.21 15:12
Ich würde behaupten, dass in der Regel das Potential für Hifi Klang nicht bei der Bitrate, sondern beim Mastering liegen gelassen wird. Die meiste Musik wird so abgemischt, dass sie auf einem Küchen- oder Autoradio möglichst gut rüber kommt. Die "Fehler" einer solchen Abmischung hört man dann auf einer guten Anlage recht deutlich (übertriebene Loudness, zu viel Bass, zu schrille Höhen, überkomprimierte Samples), aber daran wird allein eine höhere Bitrate nichts ändern. Man müsste das Mastering bereits auf Hifi Anlagen abstimmen, aber ich denke dazu hat die Musikindustrie keine Lust, weil der Kundenkreis zu klein und der Aufwand zu groß ist.
+5
Borimir
Borimir03.05.21 16:03
Zerojojo
Ich würde behaupten, dass in der Regel das Potential für Hifi Klang nicht bei der Bitrate, sondern beim Mastering liegen gelassen wird. Die meiste Musik wird so abgemischt, dass sie auf einem Küchen- oder Autoradio möglichst gut rüber kommt. Die "Fehler" einer solchen Abmischung hört man dann auf einer guten Anlage recht deutlich (übertriebene Loudness, zu viel Bass, zu schrille Höhen, überkomprimierte Samples), aber daran wird allein eine höhere Bitrate nichts ändern. Man müsste das Mastering bereits auf Hifi Anlagen abstimmen, aber ich denke dazu hat die Musikindustrie keine Lust, weil der Kundenkreis zu klein und der Aufwand zu groß ist.

Tja, da hilft es dann nur das über die Auswahl der Musik zu regeln. Das von dir (völlig korrekt) beschriebene Phänomen tritt ja meist bei Pop/Rock/Metal Musik mit allen erdenklich Unterkategorien auf. Es gibt viel Musik die sehr schön produziert und gemastert wurde. Ist dann aber meist Klassik, Blues, Jazz usw. Sehr schöne Alben kann man auf einschlägigen Webseiten erwerben die alte Orignalbänder nutzen um einen sauberen Mix/Master zu erstellen. Grade wenn man auf 70er/80er Rock steht geht da Einiges....
0
yogimo03.05.21 16:20
te-c

Die Menschen sind heute alle ganz schön verwöhnt mit ihrem ganzen Billig-Denken.

Problem fing an, als man nicht mehr die ganze Platte / CD kaufen brauchte, sondern einzelne Lieder laden / kaufen konnte. So hatten sich im Prinzip die Preise um 90 % verringert, bei 10 Liedern pro LP. Ich kann mich damals noch an die Diskussion erinnern.
Mir geht es nur darum, dass die Künstler anständig entlohnt werden und nicht alles bei Apple bleibt. Habe ich Beweise, dass alles bei Apple bleibt, natürlich nicht, aber es würde mich nicht wundern, wenn es denn so wäre.
-1
ww
ww03.05.21 17:32
Ich kann sagen, dass ich eine sehr hochwertige Anlage habe. Diese habe ich weil ich einfach Freude an schönen Dinge habe. Leider habe ich, wie 99.99% der Weltbevölkerung, keine "goldenen Ohren". Sprich: ob verlustfrei oder nicht, ich höre keine Unterschied, bzw. ich kann es nicht reproduzierbar auseinander halten. Manchmal höre ich bei AAC 256, manchmal bei Lossless mehr Details. Und absolut nicht reproduzierbar.

Ich war vor gefühlt 100 Jahren (als MP3 aufkam) bei meinem Musikhändler an einer Veranstaltung, bei welcher wir im Blindtest MP3 von CD vergleichen konnten. Was soll ich sagen, von ca 20 Personen konnte genau 1 (einer) reproduzierbar CD von MP2 unterscheiden. Es war ein Tonmeister mit einem, wie er selber sagte, kaputten Gehör! Was die Theorie von Meck1 bestätigt.

Aber jeder soll machen was er möchte, mache ich ja mit meiner "zu guten" Anlage ja auch.
0
Borimir
Borimir03.05.21 17:49
ww
Was soll ich sagen, von ca 20 Personen konnte genau 1 (einer) reproduzierbar CD von MP2 unterscheiden. Es war ein Tonmeister mit einem, wie er selber sagte, kaputten Gehör! Was die Theorie von Meck1 bestätigt.

Und das ist genau der Punkt. Es wird immer von Auflösung, Frequenzen usw. gesprochen. Dabei geht es um Erfahrung. Wie Autofahren "muss" hören gelernt werden. Während meines Studiums gab es eine Dauerübung Namens "Golden Ears". Dort mussten wir z.B. Phasenunterschiede aus Rauschen(!) heraus hören. Obwohl mein Gehör mit über 50 (25 Jahre davon Live Musiker) deutlich mehr Schaden genommen hat als das meiner Frau kann ich Musik viel differenzierter hören als sie. Trauriger weise kennt ein Großteil der Musik-Hörenden heutzutage nur noch mp3/aac datenreduzierte Musik die zudem noch mies gemixt und tot gemastert wurde. Kennt ihr die Versuche mit Erdbeer-Jogurt? Kinder waren bei diesem Versuch nicht in der Lage das Glas mit dem (echten) Erdbeerjogurt zu identifizieren. Als "echt" wurde der Erdbeerjogurt mit den meisten künstlichen Aromen gewertet. Wir müssen einfach wieder hören lernen....eine sauber aufgenommene Musik in Ruhe zu hören/genießen macht einfach Spaß!
+5
Robby55503.05.21 17:58
Interessant wäre es wenn Apple Music gerade mit HiFi Qualität sich auch gegenüber DJ-Software und Hardware öffnen würde (zum Beispiel für dj Pro, Denon, Serato ...). Nachdem Spotify sich aus diesem Bereich letztes Jahr zurückgezogen und damit viele DJs verärgert hat, könnte Apple hier richtig stark punkten.

Alternativen gibt es zwar, der Katalog von SoundCloud ist unübertroffen aber leider ist die Audioqualität manchmal etwas bescheiden. Andere Dienste wie Beatport, Beatsource sind oft zu speziell auf EDM ausgelegt, bei Tidal ist wiederum das HiFi-Abo mit ca. 20 € recht teuer und bietet keinen offline Modus.
+1
Michael Lang aus Rieder03.05.21 19:03
Wie man die Qualität dynamisch anpassen klann erschließt sich mir nicht.
Wenn das HiFi-Format lossless ist, wie kann man dann dynamisch zwischen verlustfrei komprimiert (ALAC) und verlustbehaftet komprimiert (AAC) umschalten können?
0
clandestin03.05.21 19:13
Ich bin auch glücklicher Besitzer einer High-End Anlage, aber den Unterschied zwischen CD und Apple-Music habe ich nie gehört. Vielleicht sind meine Ohren zu normal, zu kaputt, oder eben zuwenig geschult. Ich weiss es nicht.
Aber eines ist für mich ganz sicher. Es gibt Aufnahmen, egal ob Rock oder Klassik, die tönen einfach unglaublich besser als andere. Und das zeigt mir, das das grösste Potenzial nicht in der Bit-Rate liegt, sondern in der Aufnahme respektive der Abmischung.
+2
martzell03.05.21 20:32
Amazon, Tidal und Qobuz bieten das schon sehr lange.

Ich finde Musik sollte unbedingt verlustfrei ausgeliefert werden, weil die doppelte verlustbehaftete Kompression wenn man sie zu Bluetoothlautsprechern sendet klingt absolut furchtbar. Außerdem ist Internet und WLAN und sogar Mobilfunk längst schnell genug für verlustfreie Musik.
+1
pogo3
pogo304.05.21 01:54
Und ich sage euch:

a. am Morgen hört ihr anders als am Abend
b. am Montag hört ihr anders als am Freitag
c. am Samstag hört ihr anders als am Sonntag
d. beim Essen hört ihr anders als nach dem Essen
e. auf Party hört ihr anders als nach der Party
f. Jung hört ihr anders als Alt
g. Frauen hören anders als Männer
h. bei Regen hört ihr anders als bei Sonne
i. bei Stille anders als bei Lärm
j. nach dem Rock-Konzert oder der Disko hört man nichts mehr
k. ausgeschlafen anders als müde, angetrunken anders als nüchtern
l. aufgeregt anders als entspannt
m. bewusst anders als nebenbei

U.s.w.u.s.f..

Und zum Schluß hört ihr alle das, was ihr hören wollt. Hören ist eine absolut subjektive Empfindung, und von unendlichen Einflüssen abhängig. Würden wir uns alle zusammen im Hörraum befinden, Augen verbunden, Licht abgedunkelt, würde jeder anders Hören. Wir würden gar die Lautstärke unterschiedlich empfinden, und könnten nicht mal verbindlich erklären warum es dem Einen zu Laut, dem Anderen eher zu Leise, und dem Dritten wiederum gerade angenehm erschien. Selbst die Zeit die wir im Hörraum verbringen entscheidet ob wir noch wirklich ganz, ganz genau zuhören, hinhören oder nicht. Weil "ganz genau hinhören" auch eine ganz massive Fokussierung des Geistes braucht, und das Gehirn nicht unbedingt ewig fokussiert bleiben will. Das kostet Kraft und Energie, und die will das Gehirn nicht unbedingt nur fürs Hören aufwenden. Wir kennen es alle: selbst das beste und schönste Konzert kann nur bedingt absolut fokussiert gehört werden, weil das anstrengend ist. Hat schon mal wer einen Hörtest gemacht? Selbst bei Studioumfeld und absoluter Ruhe kann man u.U. nicht ganz genau reproduzieren ob man den Ton nun schon hört, oder nicht. Und umso länger der Test dauert, umso schwieriger wird die Wahrnehmung. Als kleinen, weiteren Effekt der Täuschung möchte ich dann noch die "Gewohnheit" anführen, die selektive Verzerrung. Es ist wie im Sport: nimmt man den neuen, vom Weltmeister himself angeworbenen Tennisschläger (lässt sich für jede Sportart anwenden), spielt es sich augenblicklich um Klassen besser. Für ca. 30 Minuten, dann fühlt sich alles schon wieder sehr nach dem alten Schläger an, und die Bälle landen trotzdem im Aus.

Was man aus einer Anlage wirklich hört, ist zum Schluß wirklich relativ. Selbst eine 100.000 Euro HIFI Anlage muss und wird nicht verbindlich für jeden gleich gut klingen.

In der Gewichtung würde ich anlegen wollen: Boxen mind. 70% (die Box macht den Ton), Raum 15%, Luft 10%, Zuspieler/Abspieler/Datei-Format der Rest. Und in der Geamtgewichtung: Anlage 20%, körperliche Verfassung/Gelegenheit/Umfeld s.o. mind. 80%.

Also kurz: die Diskussion ist nett aber irgendwie nicht besonders sinnvoll. Würde ich meinen.
Wann hört es endlich auf zu dauern.
+1
ela04.05.21 08:15
Wichtiger wäre mal, dass die Aufnahmen nicht am (oder über) dem technisch möglichen gemixt oder gemastert werden (Stichwort: Loudness War) - Es gibt da Aufnahmen (auf CD gekauft) die deutlich verzerren, weil sie zu laut gemastert wurden (ein Album von Cindy Lauper fällt mir da ein und eines von Silbermond … schon lange her)

Selbst Jazz-Alben (Gregory Porter) werden so "heiß" gemastert, dass ein leises Anhören auf vielen Anlagen gar nicht mehr möglich ist (weil aktive Boxen sich nicht leiser regeln lassen oder weil der analoge Regler nach 20 Jahren einfach mal nicht mehr präzise auf den ersten 0,5 bis 1mm ist )


Ob diese Master dann in 16bit/44,1kHz oder in 24bit/96kHz ausgeliefert wird oder ob es als AAC 256 oder ähnlich kommt, ist mir dann auch egal

Ansonsten sage ich (nach eigenen A/B-Test):
Wer _BEI SELBEM MASTER_ einen Unterschied zwischen einem üblichen AAC 256 oder gar 300+ und CD hört … der oder die soll doch gerne die Möglichkeit bekommen, für mehr Geld auch mehr Bits laden zu können.

ICH muss niemandem "beweisen", dass es keine Unterschiede gibt bei dem, was am Ende aus dem Lautsprecher kommt und ICH muss auch nicht vom Gegenteil überzeugt werden

Wichtig ist doch nur, was jede*r einzelne für sich selbst wahrnimmt. Und wenn es einem das Geld wert ist, dann soll es eben dafür ausgegeben werden. Wer meint, solch goldene Ohren zu haben und für die Anlage und die Boxen entsprechend viel investiert zu haben (inkl. entsprechendem Raum) um ganz bestimmte Aufnahmen zu zelebrieren - DANN IST DAS GUT!
Wir leben ohnehin in einer viel zu schnellen Welt. Wenn sich dann jemand bewusst dafür entscheidet, etwas Zeit mit guter Musik zu verbringen - Dann feiere ich das!

Solange MEIN Musik-Abo dafür nicht teurer wird
+3
ww
ww04.05.21 10:23
Ich habe von ca 40 Jahren mit Kurt Scheuch (Piega) zusammen meine damaligen Boxen gebaut.

Er hat mir sehr gut das Verständnis gegeben, was man hört, nicht hört und denkt zu hören.

Und ich kann nur unterstreichen was Pogo3 geschrieben hat. Den Klang den ich heute schön finde, kann mich morgen schon wieder etwas nerven. Ist schon sehr Tagesform abhängig.
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