ARKit ermöglicht 3D-Menü im Restaurant, virtuelle Haustiere & Walking Dead im Wohnzimmer

Immer ausgereifter werden die Anwendungen zur Erweiterten Realität von ARKit im kommenden iOS 11. Darunter finden sich auch ersten Ankündigungen für den Herbst, sodass Nutzer zum Marktstart mit vielen AR-Apps im App Store ihre Neugierde befriedigen können. Bedacht werden sollte hierbei die Systemanforderungen von ARKit. Mindestvoraussetzung ist ein A9-Prozessor, wie er in iPhone 6s bzw. iPhone SE und iPad Pro 2015 sowie aktuellem iPad zum Einsatz kommt.


3D-Menü für Restaurants
Welches Potenzial ARKit für Einzelhandel und Gastronomie bietet, zeigt das Video zu einem fotorealistischen 3D-Menü für Restaurants. Die Speisen werden hierbei entweder von einem Kellner über ein iPad direkt am Platz präsentiert oder aber an einem iPad-Kiosk an der Theke. In jedem Fall ist das ganze so überzeugend gestaltet, dass es den Appetit von Groß und Klein anregt.


Walking Dead in den eigen vier Wänden
Eine Ankündigung für den Herbst lässt sich dem folgenden Trailer für das iOS-Spiel namens "ARZombie" entnehmen. Wie bereits anhand des Titels klar ist, spielen hierbei die Zombies in der Erweiterten Realität und damit im Wohnzimmer des Nutzers. Über eine virtuelle Tür, die es zu verbarrikadieren gilt, gelangen die Zombies in das Haus und wollen nur das Beste - dein Gehirn.


Virtuelles Haustier
Schon seit Jahren erfreuen sich Spiele rund um virtuelle Haustiere einer regen Nachfrage. Eltern können so Kindern bei der Pflege eines Haustiers auf die Probe stellen, ohne das ein Tier leiden muss. In der Erweiterten Realität eröffnet dieses Konzept noch mehr Möglichkeit und erlaubt auch das Spazieren gehen mit dem virtuellen Vierbeiner. Die "RoVR" genannte Simulation eines Hundes befindet sich übrigens aktuell als Kickstarter-Projekt in der Finanzierungsrunde.


3D-Modellierung freihand
Zum Abschluss noch ein kurzer Blick auf eine ernsthaftere Anwendungsmöglichkeit, die vor allem für 3D-Künstler und in Kombination mit 3D-Druckern interessante Möglichkeiten eröffnet. Die Modellierung in der Erweiterten Realität bietet verschiedene Absätze, um mit Formen und Farben dreidimensionale Skulpturen zu schaffen. Ein mögliches Bedienungskonzept ist hierfür in folgendem Video zu sehen:

Kommentare

gegy
gegy29.08.17 10:50
Irgendwie läuft das letzte Video über 2 Minuten ohne Bild und Ton.
Aber sonst sind schon sehr beeindruckende Dinge wieder dabei.
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iGod29.08.17 11:09
Ist ARKit eigentlich eine feste App auf iOS11 oder ist das eine App, die sich nur Entwickler laden können um damit eigene Apps entwickeln zu können?
+1
ddoerflinger29.08.17 11:20
iGod
Ist ARKit eigentlich eine feste App auf iOS11 oder ist das eine App, die sich nur Entwickler laden können um damit eigene Apps entwickeln zu können?
ARKit ist eine Bibliothekssammlung/Schnittstellensammlung, die es erlaubt, hinreichend einfach solche Apps zu schreiben. So wie z.B. Metal erlaubt, 3D-Grafiken zu erstellen.
+2
Pixelmeister29.08.17 11:22
iGod
Ist ARKit eigentlich eine feste App auf iOS11 oder ist das eine App, die sich nur Entwickler laden können um damit eigene Apps entwickeln zu können?
Der Namens-Bestandteil "Kit" sagt es eigentlich schon: Es ist ein API, dass Programmierer verwenden können und keine eigenständige App.
+1
firstofnine29.08.17 11:27
Die Anwälte reiben sich schon die Hände, wenn das Essen auf dem Teller nicht so aussieht, wie das Essen auf dem iPad. Wobei: Bei MacD ist das ja gang und gäbe. Schon mal einen Hamburger in der Tüte mit dem Produkt-Bild verglichen? Bäh.
Wann man nichts ändert, dann ändert sich nichts!
-3
Blofeld
Blofeld29.08.17 11:30
Auf ARKit / AR freue ich mich mehr als über das iPhone 8. Noch sind wir in der Furzkissenapp-Zeit, aber das wird bald ziemlich gut.
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Raziel129.08.17 11:39
firstofnine
Die Anwälte reiben sich schon die Hände, wenn das Essen auf dem Teller nicht so aussieht, wie das Essen auf dem iPad. Wobei: Bei MacD ist das ja gang und gäbe. Schon mal einen Hamburger in der Tüte mit dem Produkt-Bild verglichen? Bäh.

Das hat sich durch die Umstellung der Franchise durch die nur noch frisch zubereitet wird mittlerweile gebessert. Die neuen "My Burger" (Custom Burger die ich über Touch Display selbst zusammenstelle mit Zutaten wie zb.: Guacamole + Tacos etc) sehen sogar wie auf den Bildern aus und schmecken auch gut. Können was Geschmack und Qualität angeht es sogar mit manchen richtigen Burgerläden aufnehmen. #offtopic
+1
iQMac29.08.17 12:30
Ich finde AR super.

Den Sinn dieser Speisekartensache sehe ich nicht: worin liegt der Unterschied, ob ich eine fotorealistische 3D Ansicht (also ein FOTO) in einer Speisekarte (gerne auch auf dem iPad) sehe oder ob die Speise sich auf meinem Teller dreht?
+1
LoCal
LoCal29.08.17 13:03
Raziel1
[Die neuen "My Burger" (Custom Burger die ich über Touch Display selbst zusammenstelle mit Zutaten wie zb.: Guacamole + Tacos etc) sehen sogar wie auf den Bildern aus und schmecken auch gut. Können was Geschmack und Qualität angeht es sogar mit manchen richtigen Burgerläden aufnehmen. #offtopic

Der war gut … myBurger ist genauso Schrott wie McD und BK.
Ich hab zwar keine Lösung, doch ich bewundere dein Problem
0
maczock29.08.17 15:44
Ich finde das alles sehr faszinierend, superschick und spannend – aber leider auch furchtbar umständlich. Besonders die Speisekarte hat rein gar nichts zu bieten, außer einem albernen Wow-Effekt, sobald dessen Wirkung vorbei ist, nervt so eine Karte nur noch.

Außer für einige aufwendige Spezialanwendungen sehe ich da keinen wesentlichen Vorteil und somit auch keine Möglichkeit einer langfristigen Durchsetzung für die breite Masse. Irgendwelche Trainingsprogramme z. B., die bei der Wartung von Maschinen nützlich wären. Oder vor Ort Gebäude vor dem Bau zu präsentieren.

Von Spielen mal abgesehen sehe ich im Privatgebrauch wenig nutzen der nicht durch Mehraufwand und Umständlichkeit ad absurdum geführt wird – aber bei Spielen ist das als Thema dann irgenwann auch schnell wieder durch.

Am Ende ist das Ganze doch sowieso nur ein furchtbar kleines Fenster in die Welt. Sicher wäre es schön in Pompeji zu stehen und die Stadt wieder aufleben sehen zu können. Aber dafür wäre eine Brille dann wieder beeindruckender als so eine winzige Schießscharte, mit der man dann eigentlich doch nichts sieht.

In der Gesamtbetrachtung wird das nur wenig erfolgreicher als Videotelefonie oder Google Glasses. Benutzt irgendjemand ernsthaft Facetime? Außer in ganz wenigen Situationen? Von Schweinkram mal abgesehen. Sicher, irgendeine unbestimmte verschwindend geringe Minderheit. Und auch für Facetime kann man sich x-tausend sinnvolle Anwendungsmöglichkeiten ausdenken.
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dan@mac
dan@mac30.08.17 01:19
maczock
Ich finde das alles sehr faszinierend, superschick und spannend – aber leider auch furchtbar umständlich. Besonders die Speisekarte hat rein gar nichts zu bieten, außer einem albernen Wow-Effekt, sobald dessen Wirkung vorbei ist, nervt so eine Karte nur noch.

Warum nervt sie? Weil sie auf dem iPad ist? Gibt es doch jetzt schon in zahlreichen Restaurants. Jedenfalls im Ausland, war lange nicht mehr in Deutschland. Das Auge isst doch bekanntlich mit. Ich sehe da schon einen großen Mehrwert und nicht nur ein Wow-Effeckt.

maczock
Benutzt irgendjemand ernsthaft Facetime? Außer in ganz wenigen Situationen? Von Schweinkram mal abgesehen. Sicher, irgendeine unbestimmte verschwindend geringe Minderheit. Und auch für Facetime kann man sich x-tausend sinnvolle Anwendungsmöglichkeiten ausdenken.

Ich, ständig. Vor allem mit Freunden und Verwandten natürlich. Und nicht für Schwenkarm. Und viele die ich kenne auch. Natürlich nicht so viel wie einfach mal ne Nachricht schicken, aber auch nicht weniger als telefonieren. Kann sein, dass du das weniger machst, aber dennoch ist es es doch keine sinnlose Technologie. Bei Google Glasses ist das was anderes. Google benutzt sowas eher als Mittel der Eigenwerbung. Ob das nun in einem sinnvollen Projekt endet oder nicht...
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