iPhone 7 und 8 in Deutschland wieder erhältlich – dank Qualcomm-Chips

iPhone 7 und 8 stehen wieder regulär in den Läden. Nach dem gerichtlichen Verkaufsverbot hatte sich schon abgezeichnet, dass Apple modifizierte Modelle in Umlauf bringt. Nun hat der Hersteller entsprechende Varianten wieder in die Läden geliefert – allerdings ausgestattet mit Qualcomm-Chips.


Qorvo-Chips nur in Intel-Modems
Ursprünglich war der Streit über eine Stromspartechnik entbrannt, mit der angeblich der Hersteller Qorvo Qualcomm-Patente verletzt. Qorvo-Komponenten finden sich etwa in LTE-Chips des Herstellers Intel, der diese wiederum an Apple zum Einbau in die besagten iPhone-Reihen verkauft hat. Qorvo betont, man verletze mit der eigenen Lösung keine Qualcomm-Patente, möchte sich jedoch auch nicht in die Karten schauen lassen. Der Chip-Produzent befürchtet, dass Konkurrent Qualcomm dann von wichtigen Geschäftsgeheimnissen erfährt. Demnach hat das Münchner Landgericht sein Urteil gefällt, ohne den Verstoß ordentlich prüfen zu können. Apple hat bereits Widerspruch eingelegt, doch bis zum Verfahren bleibt das Verkaufsverbot bestehen. Dieses hat Apple nun mit der Verwendung der modifizierten Modelle ausgehebelt.

iPhone 7 und iPhone 7 Plus sind in vier Farben (schwarz, silber, gold, roségold) und zwei Kapazitären wieder erhältlich.

iPhone 8 und iPhone 8 Plus sind in drei Farben (silber, space grau, gold) und zwei Kapazitäten (64 GB, 256 GB) wieder erhältlich.

Kommentare

MacTaipan14.02.19 12:25
Bin ich der einzige, der es absurd findet, dass ein Verkaufsverbot aufgrund nicht belegter Ansprüche bis zur Klärung bestehen bleibt?
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smuehli
smuehli14.02.19 12:33
Ich finde es erstaunlich wie schnell Apple mal eben das Design und die Produktion ändert!
+3
Lefteous
Lefteous14.02.19 12:56
Ich habe ehrlich nicht kapiert, was jetzt der Unterschied zu vorher ist. Vorher waren doch auch Qualcomm-Chips drin oder nicht?
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Deichkind14.02.19 13:00
Varianten des iPhone 7 und iPhone 8 mit dem Modem-Chip von Qualcomm gab es ja schon, nur wurden die bisher nicht in Europa verkauft. Qualcomms Chips werden für den Betrieb in CDMA-Netzen benötigt, die hierzulande unüblich sind.
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R-Waves
R-Waves14.02.19 13:02
MacTaipan
Bin ich der einzige, der es absurd findet, dass ein Verkaufsverbot aufgrund nicht belegter Ansprüche bis zur Klärung bestehen bleibt?

Daher musste Qualcomm auch erst 1,34 Milliarden Euro als Sicherheit hinterlegen, ansonsten wäre das Verbot nicht in Kraft getreten.
+1
Lefteous
Lefteous14.02.19 13:06
Deichkind
Varianten des iPhone 7 und iPhone 8 mit dem Modem-Chip von Qualcomm gab es ja schon, nur wurden die bisher nicht in Europa verkauft. Qualcomms Chips werden für den Betrieb in CDMA-Netzen benötigt, die hierzulande unüblich sind.
Stimmt, so war das. Ich habe hier gerade diesen Artikel gefunden . Die Frage ist jetzt, ob Apple jetzt auch wieder "kastriert" hat.
-1
MikeMuc14.02.19 13:14
So die „alten Teile“ aktuell noch produziert wurden mußte ja nur die Produktion entsprechend hochgeschraubt werden. Unter der Voraussetzung das die auch einfach für den hiesigen Markt ohne technische Änderungen verwendbar sind.
Vielleicht hat es sogar einfach gereicht, lediglich ein paar Container dieser „speziellen“ iPhones nach DE umzuleiten
+1
MacTaipan14.02.19 15:01
R-Waves
MacTaipan
Bin ich der einzige, der es absurd findet, dass ein Verkaufsverbot aufgrund nicht belegter Ansprüche bis zur Klärung bestehen bleibt?

Daher musste Qualcomm auch erst 1,34 Milliarden Euro als Sicherheit hinterlegen, ansonsten wäre das Verbot nicht in Kraft getreten.
Ok, danke für die Info! Das heißt, wenn sich Apple als unschuldig erweist, bekommen sie davon Ersatzleistungen?
+2
Sebbo4Mac19.02.19 13:24
MacTaipan
Ok, danke für die Info! Das heißt, wenn sich Apple als unschuldig erweist, bekommen sie davon Ersatzleistungen?

Genau, die Sicherheitsleistung dient als mögliche Schadensersatzsumme für potentielle Gewinnausfälle und entstandene Belastungen in der Zwischenzeit, sollte Apple in einer weiteren Instanz doch noch Recht erhalten.
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