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iOS 16: E-Mails zeitversetzt verschicken – so funktioniert das neue Feature

Apple erweitert die hauseigene Mail-App, welche seit jeher fester Bestandteil von iOS, iPadOS und macOS ist, in den kommenden Versionen der Betriebssysteme um einige praktische Funktionen. Neben der Möglichkeit, versehentlich verschickte E-Mails binnen kurzer Frist zurückzurufen, kann man sich an empfangene Nachrichten zu einem späteren Zeitpunkt erneut erinnern lassen. Die wichtigste Neuerung für zahlreiche Nutzer dürfte aber das Feature darstellen, E-Mails zeitversetzt zu senden.


Zeitversetzte Mails werden lokal zwischengespeichert
Kurz nach der Vorstellung von iOS 16, iPadOS 16 und macOS Ventura im Rahmen der World Wide Developers Conference (WWDC) kam bereits die Frage auf, wie Apple diese Funktion implementiert. Da das kalifornische Unternehmen wie stets unmittelbar nach der Präsentation die Entwickler-Betas zur Verfügung stellte, lässt sich diese nunmehr beantworten. Gelegentlich geäußerte Datenschutz-Bedenken, das kalifornische Unternehmen könne das Feature iCloud-basiert realisieren, zeitverzögert zu sendende Nachrichten also auf eigenen Servern zwischenspeichern, erweisen sich dabei als grundlos. Die Funktion arbeitet rein lokal, das geht aus dem entsprechenden Hilfetext hervor, welcher im Zuge der Einstellung von Datum und Uhrzeit auf iPhone, iPad und Mac eingeblendet wird. Das bedeutet allerdings naturgemäß: Zum gewählten Sendetermin muss das Gerät eingeschaltet und mit dem Internet verbunden sein, damit die E-Mail wie geplant verschickt werden kann.


Quelle: 9to5Mac

Vier Optionen für zeitversetztes Senden
Hat man eine E-Mail fertiggestellt, lässt sich der Sendezeitpunkt sehr einfach konfigurieren. Hierfür legt man einen Finger auf den bekannten Button mit dem nach oben weisenden Pfeil. Mail bietet dann vier Optionen an: Sofort senden, heute um 21 Uhr senden, morgen um 21 Uhr senden und später senden. Ob die beiden etwas seltsam anmutenden fixen Zeiten von Apple definiert wurden oder sich frei einstellen lassen, ist nicht bekannt. Wählt man die letzte Möglichkeit, öffnen sich nacheinander die Einstellungen für Datum und Uhrzeit. Dort legt man dann den gewünschten Zeitpunkt sowie die Zeitzone fest.


Quelle: 9to5Mac

Nach einem Fingertipp auf "Fertig" verschiebt Apples Mail-App die Nachricht in einen speziellen Ordner mit dem Namen „Später senden“. Während sie dort liegt, lassen sich sowohl die E-Mail selbst als auch der Zeitpunkt noch verändern. Selbstverständlich ist es darüber hinaus auch möglich, sie mit der bekannten Wischgeste von rechts nach links zu löschen.

Kommentare

globalls
globalls10.06.22 13:15
was seit Jahren Standard ist bei anderen Clients, zB Outlook, Spark…verwende es aber nicht
Muss ich denn alles selber machen?
+1
awk10.06.22 13:23
Der Artikel erweckt den Eindruck, dass Features wie zeitversetztes Senden und Erinnerungen an empfangene Nachricht eine phänomenale neue Sache wären.

Es ist ein uralter Hut und sehr traurig, dass es diese Funktionen erst jetzt gibt. Ein Grund warum ich das von Hardcore Apple Fans geschmähte Outlook benutze.
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MikeMuc10.06.22 13:44
Jetzt habt euch mal nicht so, Apple kocht hier (leider) ebenso nur mit Wasser wie viele andere Emailclients. Die Teile müssen an sein und Internet haben... Aus Sicht des Datenschutzes und der Datensparsamkeit ist das zwar löblich, aber solange das nicht bei allen Mailservern serverseitig implementiert ist (und bitte überall identisch nach ggf einer neuen RFC) ist es dann doch nur halber Kram.
Richtig innovativ wäre es halt, wenn Apple hier irgendwie eine Möglichkeit gefunden hätte, das "besser" zu implementieren
+1
tranquillity
tranquillity10.06.22 13:50
Schön wäre es ja mal, wenn Mail in iOS und macOS gegenseitig Dinge wie intelligente Ordner abgleichen würden oder z.B. auch die SPAM-Verwaltung teilen würden. Gibt es dergleichen in iOS16?
+5
Florian Lehmann10.06.22 13:53
Bitte nicht mit Outlook im Office vergleichen!
Die bisherigen Funktionen auch in MS Outlook haben einen laufenden Rechner benötigt.
In der Arbeit wird das zeitversetzte Versenden der Mails auf dem Server vorgehalten. Oder irrte ich mich da?
+3
Hot Mac
Hot Mac10.06.22 13:55
Natürlich bieten Drittanbieter dieses Feature schon eine Zeit lang an, aber es ist doch ’ne super Sache, dass Apple das nun auch für die hauseigene mail.app zur Verfügung stellt.

Für mich persönlich sehe ich da keinen Nutzen.
Ich muss keine E-Mails zeitversetzt versenden und bringe den Empfängerinnen und Empfängern meiner Nachrichten den Respekt entgegen, dass ich meine Worte vor dem Versand mehrfach Korrektur lese.

Ich wollte noch niemals eine E-Mail zurückholen ...
+5
dan@mac
dan@mac10.06.22 17:11
Mich würde viel mehr interessieren wie die Funktion mit dem Löschen der Mail nach dem Versenden funktioniert, das kann ich mir noch nicht richtig erklären.
0
esc
esc10.06.22 19:15
Ich habe eine Zeit Spark und Airmail ausprobiert, die beide das Zeitversetzte senden anbieten.
Nur sind diese Apps bei grossen Datenbanken so lahm, das ich wieder mit Apple Mal arbeite.
Daher ist es für mich ein Segen das diese Funktion jetzt erweitert werden.
Besser spät als nie.
+1
tranquillity
tranquillity10.06.22 20:13
dan@mac
Mich würde viel mehr interessieren wie die Funktion mit dem Löschen der Mail nach dem Versenden funktioniert, das kann ich mir noch nicht richtig erklären.

Ganz einfach: Die Email wird eben nicht sofort verschickt, sondern verbleibt für einige Minuten im Postausgang. Erst dann wird sie los gesendet. Also nicht direkt nach Druck auf „Senden“ den Rechner runter fahren
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tranquillity
tranquillity10.06.22 20:15
Ich finde das zeitversetzte Senden schon sehr praktisch. Ich komme nämlich oft erst abends dazu, dienstliche Dinge zu bearbeiten. Aber ich finde es nicht sehr nett, wenn ich dann um 22:10 Uhr Mails verschicke, die dann um diese Uhrzeit auch noch beim Empfänger ankommen. Außerdem muss ja keiner wissen, dass ich so spät noch arbeite Ich würde dann die Sendezeit auf 8 Uhr des folgenden Tages stellen.
+5
Weia
Weia11.06.22 05:14
MikeMuc
Jetzt habt euch mal nicht so, Apple kocht hier (leider) ebenso nur mit Wasser wie viele andere Emailclients.
awk
Der Artikel erweckt den Eindruck, dass Features wie zeitversetztes Senden und Erinnerungen an empfangene Nachricht eine phänomenale neue Sache wären.
Wo behauptet der Artikel denn bitte, dass das was besonders Tolles sei? Es ist neu in Mail und wird hier beschrieben, das ist alles. Dass das eine sinnvolle Information ist, zeigt ein anderer Thread hier, in dem die These aufgestellt wurde, das wäre eine Funktion des Mailservers.

Abgesehen davon scheint mir das die sinnloseste Funktion ever. Warum sollte man einen Inhalt künstlich verzögern, wenn er fertig ist? Die fehlende Zeitverzögerung ist doch gerade das Gute an Email im Vergleich zu Briefpost.
tranquillity
dan@mac
Mich würde viel mehr interessieren wie die Funktion mit dem Löschen der Mail nach dem Versenden funktioniert, das kann ich mir noch nicht richtig erklären.
Ganz einfach: Die Email wird eben nicht sofort verschickt, sondern verbleibt für einige Minuten im Postausgang. Erst dann wird sie los gesendet. Also nicht direkt nach Druck auf „Senden“ den Rechner runter fahren
Diesen Unsinn kann man hoffentlich abstellen. Ich will, dass meine Emails in Sekundenschnelle beim Empfänger sind. Fehler, die ich bis dahin nicht gefunden und korrigiert habe, finde ich dann auch nicht mehr.
Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)
+1
tangoloco11.06.22 07:36
esc
Ich habe eine Zeit Spark und Airmail ausprobiert, die beide das Zeitversetzte senden anbieten.
Nur sind diese Apps bei grossen Datenbanken so lahm, das ich wieder mit Apple Mal arbeite.
Daher ist es für mich ein Segen das diese Funktion jetzt erweitert werden.
Besser spät als nie.

Mailmate.
Ich weis nicht ob 42000 mails viel sind, Finden geht jedenfalls fast in Echtzeit, mit nem Rechner aus 2017.
Uns ja, zeitversetzt Senden ist für mich manchmal sinnvoll.
... sehr veraltete mentale Schaltkreise lassen Menschen überall geheimnisvolle Kräfte vermuten
+1
maculi
maculi11.06.22 09:21
Weia
Abgesehen davon scheint mir das die sinnloseste Funktion ever.
Das mag für dich so sein, andere sehen das offensichtlich anders. Es ist aber auf jeden Fall zu begrüßen, das es mehr Möglichkeiten gibt als bisher. Dann hat jeder die Freiheit, diese zu nutzen oder eben auch nicht.

Mir persönlich wäre zwar eine serverseitige Lösung lieber, allerdings ist auch klar, das sowas nicht von Apple alleine kommen kann sondern von den dafür zuständigen Gremien realisiert werden muss.
+2
Weia
Weia11.06.22 16:14
maculi
Es ist aber auf jeden Fall zu begrüßen, das es mehr Möglichkeiten gibt als bisher.
Da hast Du natürlich recht, zumal die jetzige Implementation keinerlei Nachteile für andere mit sich bringt.
Mir persönlich wäre zwar eine serverseitige Lösung lieber, allerdings ist auch klar, das sowas nicht von Apple alleine kommen kann sondern von den dafür zuständigen Gremien realisiert werden muss.
Dazu müsste das SMTP-Protokoll aufgebohrt werden; ich glaube eher nicht, dass das geschehen wird.
Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)
+2
sirtailor12.06.22 21:59
Das zeitversetzte Senden hab ich letztens erst gebraucht. Musste gmail dafür nehmen. Diese Funktion ist bei mir willkommen.
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Weia
Weia12.06.22 22:21
tranquillity
Aber ich finde es nicht sehr nett, wenn ich dann um 22:10 Uhr Mails verschicke, die dann um diese Uhrzeit auch noch beim Empfänger ankommen. Außerdem muss ja keiner wissen, dass ich so spät noch arbeite Ich würde dann die Sendezeit auf 8 Uhr des folgenden Tages stellen.
Das allerdings wüsste jeder, wenn die Funktion serverseitig implementiert würde, was einige hier ja wollen.

SMTP (das für den Mailversand zuständige Protokoll) protokolliert nämlich jeden einzelnen Schritt, wie Ihr Euch leicht vergegenwärtigen könnt, wenn Ihr Euch den kompletten Mail-Header in Mail anzeigen lasst (mit H). Da stünde dann sinngemäß: Eingegangen auf dem Mailserver des Senders um 22:10 Uhr, Eingegangen auf dem Mailserver des Empfängers um 8:00 Uhr.

Wüsste also jeder, der will. Und es würde ganz sicher keine Erweiterung von SMTP zugelassen, die falsche Angaben macht. Den von Dir angestrebten Effekt erreichst Du folglich ausschließlich mit Zeitverzögerung direkt auf dem Mac.
Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)
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bit.trash
bit.trash13.06.22 15:45
und jetzt bitte setzen sich Microsoft, Mozilla und Apple zusammen und einigen sich auf einen Autodiscover-Standard und implementieren den auch sau<ber, nech Apple!

Admins weltweit werden es danken. Allein dadurch werden Milliarden unnötige Stunden verbraten.
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