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iMac G4: Entwickler macht Apples "Tischlampe" zum M1-Mac

Macs aus längst vergangenen Zeiten, aber auch iPods und andere Geräte aus Cupertino werden immer wieder einmal zu Objekten mehr oder weniger spannender Bastelprojekte. Ein YouTuber stattete etwa vor einiger Zeit einen alten Musikplayer aus Cupertino mit einer modernen M-2-SSD aus (siehe ). Aus einem defekten iMac mit Intel-CPU entstand vor einigen Monaten in Heimarbeit der erste All-in-One-Desktop mit Apples M1-Chip (siehe ). Noch weiter in die Historie des kalifornischen Unternehmens zurück reicht das jüngste Beispiel einer Modernisierung.


Alter iMac G4 wird zum modernen Computer
Der iOS-Entwickler Colby Sheets baute einen iMac G4 um. Er machte aus dem fast zwanzig Jahre alten Gerät einen aktuellen Computer, in dessen Inneren ein M1-Prozessor seinen Dienst verrichtet. Seither läuft auf dem wegen des markanten Designs oft als "Tischlampe" bezeichneten Rechner macOS Big Sur. Auf Twitter veröffentlichte der Bastler ein kurzes Beweisvideo. Dieses zeigt den aufgefrischten iMac G4 in Aktion. Sheets möchte das Bastelprojekt seinem Kommentar zufolge als Hommage an Steve Jobs verstanden wissen. Der vor zehn Jahren verstorbene Apple-Gründer habe viele Menschen inspiriert. Er glaube, so Sheets, dass Jobs das Ergebnis seiner Arbeit gefiele. Was vor zwei Jahrzehnten nicht möglich gewesen sei, werde jetzt Wirklichkeit.


iMac G4 wird zum M1-Mac (Bildmaterial in besserer Qualität steht leider nicht zur Verfügung).
Quelle: Colby Sheets/Twitter

Innenleben des Mac mini M1 wurde verpflanzt
Einzelheiten zum Umbau oder gar ein entsprechendes Video der Bastelarbeit veröffentlichte der iOS-Entwickler nicht. Bekannt ist lediglich, dass er das Mainboard eines Mac mini M1 in den iMac G4 verpflanzte. Ob Sheets dabei Umbauten an der Platine vornehmen musste, teilte er nicht mit. Auf Twitter ließ er sich lediglich die Aussage entlocken, dass bei der Metamorphose der "Tischlampe" zum modernen Mac einige weitere Komponenten zum Einsatz kamen. Nützlich waren laut dem Bastler die Videos eines YouTubers und Mac-Sammlers namens Pendleton115. Insbesondere bei der Verkabelung und bei der Fehlerbeseitigung hätten dessen Clips ihm gute Hilfestellungen geleistet.

iMac G4 erschien im Januar 2002
Apple brachte den iMac G4 im Januar 2002 auf den Markt. Der bis 2004 produzierte All-in-One-Rechner war Apples erster Desktop mit einem LC-Display. Der Bildschirm schwebte dank der Befestigung an einem beweglichen Arm über einer Halbkugel, welche die gesamte Elektronik beinhaltete. Ausgeliefert wurde die erste Generation der "Tischlampe", in deren Inneren ein mit 700 oder 800 Megahertz getakteter PowerPC G4 seinen Dienst verrichtete, mit Mac OS 9. Die Geräte erhielten später Updates auf Mac OS X.

Kommentare

milk
milk08.10.21 10:44
Ich bin bei solchen Aktionen immer zwiegespalten.
Einerseits ist es ein cooles Projekt, und eine Schreibtischlampe wird weiter verwendet (wenn einem die Displaygröße ausreicht). Aber andererseits wird dabei ein Stück Geschichte verbastelt, und irgendwann ärgern wir uns darüber, wenn es keine intakten Originale mehr gibt.
+4
antipod
antipod08.10.21 10:56
milk
Ich bin bei solchen Aktionen immer zwiegespalten.
Einerseits ist es ein cooles Projekt, und eine Schreibtischlampe wird weiter verwendet (wenn einem die Displaygröße ausreicht). Aber andererseits wird dabei ein Stück Geschichte verbastelt, und irgendwann ärgern wir uns darüber, wenn es keine intakten Originale mehr gibt.
Naja. Also der Anteil an "intakten Originalen", die einem derartigen Bastelprojekt zum "Opfer" fallen wird überschaubar sein. Viel eher werden grosse Mengen dieser Geräte ganz einfach entsorgt. Ausserdem ist nicht klar, ob G4-Rechner zuvor noch funktionstüchtig war. Mich würde eher noch wunder nehmen, ob der Bastler auch änderungen am Display vorgenommen hat.
+4
mk27ja95
mk27ja9508.10.21 11:10
Ich hatte diesen iMac und hab in geliebt, schade das es nur ein Model gab
+2
maculi
maculi08.10.21 11:15
mk27ja95
Wieso nur ein Modell? Ok, alle hatten einen G4 als Prozessor drin, aber laut Mactracker gab es über 2 1/2 Jahre 7 verschiedene Varianten, mit Monitoren in 15, 17 und 20 Zoll.

Davon abgesehen, war und ist die Schneekönigin einer der schönsten Rechner überhaupt, die jemals gebaut wurden. Zudem war der schwebende Monitor, der in Höhe und Neigung verstellbar war und auch gedreht werden konnte auch noch ergonomisch.
+11
MacSquint
MacSquint08.10.21 11:24
Und der Cube wäre heute perfekt mit einem m1 Chip realisierbar!
Er war seiner Zeit einfach zu sehr voraus.
Jetzt könnte man den Cube zu einem gewaltigen Arbeitsrechner machen mit mehreren SSDs drin und einem lautlosen & kühlen Mac.
Das hätte Steve sicherlich gefallen 🙏
+12
s_ko
s_ko08.10.21 11:48
MacSquint

Würde auch mir gefallen.
+2
moosegcr
moosegcr08.10.21 12:21
Ist eigentlich eine richtige Marktlücke - Upgrade-Kits für Vintage-Macs
+8
Djiwondee08.10.21 14:18
Mein iMac G4 werkelt noch von Zeit zu Zeit als JukeBox. Habe ihm sogar neulich noch eine neue Stütz-Batterie spendiert, damit System-Uhr/PRAM nicht Amnesie bekommen...
+3
LittleBOFH08.10.21 15:00
maculi
mk27ja95
Wieso nur ein Modell? Ok, alle hatten einen G4 als Prozessor drin, aber laut Mactracker gab es über 2 1/2 Jahre 7 verschiedene Varianten, mit Monitoren in 15, 17 und 20 Zoll.

Davon abgesehen, war und ist die Schneekönigin einer der schönsten Rechner überhaupt, die jemals gebaut wurden. Zudem war der schwebende Monitor, der in Höhe und Neigung verstellbar war und auch gedreht werden konnte auch noch ergonomisch.

Dem kann ich nur zustimmen. Das gab schon den ein oder anderen neidischen Blick und verwunderte Fragen wie „Wo ist denn der Rechner?“ 🙂
+1
Mecki
Mecki08.10.21 15:04
Einzelheiten zum Umbau oder gar ein entsprechendes Video der Bastelarbeit veröffentlichte der iOS-Entwickler nicht. Bekannt ist lediglich, dass er das Mainboard eines Mac mini M1 in den iMac G4 verpflanzte.
Entweder das oder er lässt auf dem Gerät einfach einen VNC Client im Vollbildmodus laufen um das Bild eines echten M1 zu zeigen. Seltsam, das da noch keiner drauf gekommen ist.

Ansonsten weiß ich nicht, warum alle so wild auf so ein Gerät sind. Jedes 200€ TFT Display hat eine bessere Auflösung, bessere Helligkeits- und Kontrastwerte, kann mehr Farben darstellen, ist wenige Blickwikelabhängig und hat einen schnelleren Bildaufbau; größer in den Abmessungen dürfte es oben drein sein.
0
Nebula
Nebula08.10.21 15:26
Das Display kann man ja dann auch noch tauschen. Ich finde die Aktion allein schon deswegen gut, weil sie den ersten und letzten ergonomischen iMac zeigt.

Ich kenne kaum jemanden, der seinen modernen iMac nicht auf Büchern oder einem Ständer stehen hat, damit das Gerät die Mindestanforderung an Ergonomie erfüllt. Besonders lustig ist auch bei einigen Modellen die iSight, die einen nur dann ganz ablichtet, wenn man den iMac eben aufbockt oder unnatürlich stark neigt.
»Wir werden alle sterben« – Albert Einstein
0
Bitsurfer08.10.21 16:19
Ich hab mal ins innere des Macmini geschaut. Der ist ja im Prinzip leer. Das Netzteil ist grösser als das Mainboard. Da wo bis anhin die HD war ist nichts.
Also passt der Mini völlig problemlos in den Lampenmac.
+1
Peter Parker
Peter Parker08.10.21 16:22
Gekauft
With great power there must also come — great responsibility! Stan Lee
0
MacPiet08.10.21 16:34
Nebula
Ich kenne kaum jemanden, der seinen modernen iMac nicht auf Büchern oder einem Ständer stehen hat, damit das Gerät die Mindestanforderung an Ergonomie erfüllt. Besonders lustig ist auch bei einigen Modellen die iSight, die einen nur dann ganz ablichtet, wenn man den iMac eben aufbockt oder unnatürlich stark neigt.

Ergonomisch ist es nicht den Bildschirm so hoch zu stellen. Das kommt noch aus einer Zeit mit relativ kleinen Monitoren. Der Blick sollte ehr leicht nach unten gehen und nicht nach oben.
+3
antipod
antipod08.10.21 17:43
MacPiet
Nebula
Ich kenne kaum jemanden, der seinen modernen iMac nicht auf Büchern oder einem Ständer stehen hat, damit das Gerät die Mindestanforderung an Ergonomie erfüllt. Besonders lustig ist auch bei einigen Modellen die iSight, die einen nur dann ganz ablichtet, wenn man den iMac eben aufbockt oder unnatürlich stark neigt.

Ergonomisch ist es nicht den Bildschirm so hoch zu stellen. Das kommt noch aus einer Zeit mit relativ kleinen Monitoren. Der Blick sollte ehr leicht nach unten gehen und nicht nach oben.

Korrekt. Laut den gängigen Richtlinien für Ergonomie am Arbeitsplatz sollte die Oberkannte des Monitors ungefähr auf Augenhöhe sein. Trotzdem würde ich die iMacs und Displays von Apple in keiner Weise als ergonomisch bezeichnen. Mir fällt immer sehr negativ auf, wie stark die Displays spiegeln.
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scheibe brot
scheibe brot09.10.21 07:35
würde ich mir nachbauen, wenn ich so ein 20er bei mir rumstehen hätte und monitor müsste man auch wechseln…
sieht doch klasse aus und spannend zugleich:-)
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Nebula
Nebula11.10.21 00:32
Ich kenne keinen iMac, wo die Oberkante auf Augenhöhe ist, sondern eben viel tiefer sitzt. Darum ging es mir. Natürlich ist das individuell. Ich bin nicht mal besonders groß. Den 27er muss ich ca. 6 cm aufbocken.
»Wir werden alle sterben« – Albert Einstein
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