Push-Nachrichten von MacTechNews.de
Würden Sie gerne aktuelle Nachrichten aus der Apple-Welt direkt über Push-Nachrichten erhalten?

Wie Tim Blane zum GarageBand-Lehrer wurde

Apple hat mit GarageBand '09 eine Learn-To-Play-Funktion eingeführt, mit der Anwender das Spielen von Keyboard und Gitarre erlernen können. In den 18 kostenlosen Folgen werden Anwender dabei von Tim unterrichtet. Im richtigen Leben ist er allerdings kein Lehrer, wie nun Boston Globe berichtet, sondern ein normaler Musiker mit eigener MySpace-Seite. Ein Apple-Mitarbeiter war von seinen online veröffentlichten Videos so begeistert, dass er ihm eine E-Mail schrieb und zu einer Bewerbung für ein Apple-Projekt ermutigte. Unter tausenden von Bewerbern und mehreren Tests wurde er schließlich von Steve Jobs für das GarageBand-Projekt ausgewählt und begann im November 2008 mit der Aufnahme der Lektionen. Tim selbst zeigt sich in seinem Blog ganz begeistert davon, nun bei Millionen Anwendern die ersten musikalischen Schritte zu unterrichten. Bis dahin hatte er noch nie Musik unterrichtet.

Weiterführende Links:

Kommentare

bernddasbrot
bernddasbrot26.02.09 15:33
Wieder so ein Mythos, dass SJ unter tausenden Bewerbern eine Person persönlich auswählt ... Aber jeder wird ja wissen, dass unter den tausenden vielleicht ein dutzend bei SJ auf dem Schreibtisch landen bzw. eine Abteilung die Favoriten zusammen gestellt und empfohlen haben wird. Und SJ sagt ja, oder bevorzugt evtl. einen anderen Kandidaten.

Alles andere würde dazu führen, dass Apple nur all zwanzig Jahre in Produkt heraus bringen kann. Aber etwas Mythologie gehört bei Apple und den Anhängern ja immer dazu, obwohl sich das ja etwas ändern sollte, wie man jüngst vernahm. Der Karriere des netten Jungen wird es sicher nicht schaden.

Bisher fand ich die GB-Lessons übrigens ziemlich enttäuschend und eher ein Gimmick und Werbegag. Naja, irgend jemandem wird es wohl gefallen. Schaden wohl auch nicht. Nützen ...?
0
milk
milk26.02.09 15:34
Justin Sandercoe wäre mir lieber gewesen, dessen YouTube-Lektionen sind meiner Meinung nach unübertroffen!

http://justinguitar.com/
0
chrissli26.02.09 15:45
vorallem wäre es toll wenn sie die sachen nicht grauenvoll syncronisieren würden
0
milk
milk26.02.09 15:49
@chrissli

Die Synchronisation kann man ja glücklicherweise sehr einfach abstellen.
0
deus-ex
deus-ex26.02.09 15:56
@bernddasbrot

Die Lessons sind für Leute gedacht die ein
Instrument lernen WOLLEN und zum einstieg
Super geeignet. Mehr lernt man beim gitarrenunterricht
am Anfang auch nicht. Für alle die schon Gitarre spielen
können oder unterricht in Musiktheorie benötigen
ist das natürlich nicht geeignet und auch so nie vermittelt
worden.
Sie machen genau das als was sie beworben wurden. Als einstieg
für alle die so ein Instrument noch nie in der Hand hatten
und es lernen WOLLEN!
0
deus-ex
deus-ex26.02.09 15:58
Ps.
es ist nun nicht mal jeder dem englischen mächtig

0
xaMax26.02.09 16:02
ich war etwas enttäuscht von GarageBand09, da ich es anfangs so verstanden hatte, dass es einerseits Unterricht zum Erlernen geben würde, andererseits aber auch Unterricht für Leute, die das Isntrument bereits können und nur ein bestimmtes Lied erlernen wollen.

Dass nun nur die Lern-Stunden umsonst dabei waren und es im deutschen Store auch gerade einmal 4 Lieder (für 5 Euro das Stück) gibt, die man kaufen kann, ist relativ enttäuschend!
0
martinmacco26.02.09 16:09
So kann man sowieso kein Instrument erlernen. Am Bildschirm mit selbsternannten "Lehrern", die vom fachkundigen Computerspezialist ausgewählt wurden. So was Doofes.
0
acquario26.02.09 16:18
@deus-ex
Man gewöhnt sich an allem, auch am Dativ
0
TheDamage26.02.09 16:47
Was es nicht alles gibt...
0
PaulMuadDib26.02.09 16:55
martinmacco

Dann erkläre mal, was Du anders machen würdest. Ich finde dieses Einsteiger-Sessions besser als die ganzen Bücher, die es da so gibt. Wenn man Interesse hat und auch ein gewisses Talent, kann man danach immer noch einen richtigen Kurs besuchen.

Jeder sollte bedenken, zu welchem Preis die ganze Suite verkauft wird.
0
martinmacco26.02.09 17:20
PaulMuadDib
Wenn man ein Instrument ordentlich lernen will, braucht man einen Lehrer aus Fleisch und Blut - den kann kein Buch und schon gar kein Filmchen ersetzen.
Und gerade im Anfängerbereich sollte der Lehrer sehr gut ausgebildet sein - denn da kann man viel kaputt machen.
0
PaulMuadDib26.02.09 17:40
martinmacco

Was soll man da kaputt machen? Um für mich selbst herauszufinden, ob Gitarre etwas für mich ist, reicht das locker. Wenn ich nicht in der Lage bin, die ganzen einfach Griffe im richtigen Takt zu schlagen, dann wird das nie was. Talentfreiheit lässt sich durch den besten Lehrer nicht ersetzen.
0
Tekl26.02.09 18:05
Man kann Instrumente auch ohne Lehrer lernen. Man braucht nur Ehrgeiz, Neugier und natürlich etwas Talent.
0
martinmacco26.02.09 18:28
tekl
ja klar.
0
Furzophone26.02.09 19:34
martinmacco

Wenn man dich so hört, dürfte es überhaupt keine Autodidakten geben. Bist du Musiklehrer und hast Angst um deine Einkünfte oder warum bist du so verbiestert?
0
Thomas26.02.09 19:47
@martinmacco
hm, und was machen wir jetzt mit all den genialen Musikern, die in ihrem Leben nie Unterricht hatten? Gerade die ganzen Blues und Jazzmusiker? hmmmmm …

aber Du hast natürlich recht, die Leute sind eh zu doof um sich selbst was beizubringen, da braucht man dann schon jemanden, der jede Woche die Hausaufgaben abfragt
0
diddom
diddom26.02.09 21:40
Das mit den Jazzmusikern ist aber auch ein grosser Mythos, der sich sehr hartnäckig gehalten hat.
Die überwiegende Mehrzahl der legendären und stilprägenden Jazzmusiker waren sehr gut ausgebildet und teilweise auch an renommierten Hochschulen studierte Musiker.
Es gibt Autodidakten, die es auch ohne Unterricht auf ein gutes bis sehr gutes, einige wenige sogar auf ein herausragendes Level gebracht haben. Die Quote im Verhältnis zu den Autodidakten, die nur glauben, sie seinen verdammt gut, ist aber recht ungünstig...
0
Tirabo26.02.09 22:39
Ich stimme diddom und martinmacco uneingeschränkt zu. Bin als Konzertpianist tätig und unterrichte schon seit 18 Jahren das Fach Klavier.

Die Geschichten von Musikern, die alles autodidakt erlernt haben, sind Mythen und gelogen. Kein Mensch auf dieser Welt kann ein Instrument ohne Lehrer vernünftig und gut beherrschen. Schlecht und verkrampft aber schon. Allein die technischen Anforderungen beim schnellen Klavierspiel sind so immens hoch, dass man das von alleine gar nicht erlernen kann. Es gibt so viele tausend Bewegungen, Optimierungen und Ökonomie-Fallen beim Spielen, die man selbst nie erlernen und auch noch überprüfen und korrigieren kann....

Nur mal so gesagt.

Aber es ist ok, was deus-ex sagt. Zum ausprobieren, ob man überhaupt eine Gitarre halten kann, ohne sie kaputt zu machen reichen die Lessons aus... Alles weitere kostet Arbeit, zumindest ein wenig Disziplin und einen Lehrer...

Gruß

T
0
Thomas26.02.09 23:06
na ja, wenn man Musik alleine auf Technik reduziert
0
diddom
diddom26.02.09 23:24
das klassische Argument, was dann immer kommt...
Als würde bei gutem Unterricht nur Technik vermittelt...
0
Tirabo26.02.09 23:40
@ Thomas

Musik IST Technik!
jede Bewegung am Instrument dient nur der Musik und Ihres Klanges und der dahinter stehenden Aussage. Nur sie hilft Dir auch die musikalische Aussage hinzubekommen.
Wie willst Du eine musikalische Vorstellung am Instrument haben bzw. umsetzen, wenn Du überhaupt nicht weisst, wie man das technisch umsetzt? Wie willst Du eine musikalische Vorstellungskraft entwickeln, wenn Du gar nicht weisst was klanglich am Instrument alles möglich ist? Es ist eine Mär, daß man Technik und Musik separat lernt. Das gibt es nicht. Das spielen und beherrschen des Instrumentes macht die Musik. Dazugehörige musikalisches wissen, Vorstellungskraft, Stilsicherheit perfektionieren dann den Meister.

Mann mann...
0
maclex
maclex27.02.09 04:50
musik ist GESCHMACKSSACHE!

wenn leute ihr instrument beherschen,oke.
aber wenn das gedudel dann einfach seelenlos ist, hilft die beste technik nichts.

auch kenne ich leute die ins konservatorium gehen dürfen,noten lesen könen,aber eben ohne noten hilflos aufgeschmissen sind.

die kriegen weder ein eigenes lied noch ne erfolgreiche band auf die beine.

meine meinung

dudelt weiter,und ich höre wegg.
LampenImac,PMG5,iBook,MBP2007,MBP 2010,iPod2003,nano2007, iphone3,4,6+, 2APE, ipad2,ipadmini, AppleTV2,MagicMouse,AluTastatur
0
Thomas27.02.09 10:03
Kunst ist nicht Sport und Technik nur ein Mittel zum Zweck. Man erlangt die Technik, die man braucht um sich ausdrücken zu können. Wenn ich ein virtuose auf dem Klavier sein will, muss ich technisch gut sein und sollte mir die Grundlagen zeigen lassen um schneller voran zu kommen. Wenn ich am Lagerfeuer ein paar Lieder mit Freunden singen und auf der Klampfe begleiten will, muss ich keine tolle Technik drauf haben um Spass zu haben.

Es scheint wohl eher ein Verlust von Selbständigkeit zu sein und die westliche Krankheit immer nur zu denken, man muss erst viel Geld in Unterricht und teure Instrumente stecken zu müssen um Überhaupt was erreichen zu können. Aber zum Glück kann man mit Geld nicht alles kaufen und weder das teure Instrument noch der teure Lehrer machen einen Musiker aus einem Menschen.
0
Tirabo27.02.09 11:37
ja, lies mal was ich gewchrieben habe...

gehe nicht immer von Dir auf andere aus...

"Wenn ich am Lagerfeuer ein paar Lieder mit Freunden singen und auf der Klampfe begleiten will, muss ich keine tolle Technik drauf haben um Spass zu haben."

Nein musst Du nicht, hat auch niemand gefordert. . Es ging nur darum, wer vernünftig ein Instrument spielen will, kommt um den Unterricht nicht herum, was ist daran so schwer anzunehmen?

wenn für Dich vernünftig "ein paar Lieder am Strand mit ner Klampfe" bedeutet, ist es das noch lange nicht, was andere Menschen als vernünftig betrachten.

"Es scheint wohl eher ein Verlust von Selbständigkeit zu sein und die westliche Krankheit immer nur zu denken, man muss erst viel Geld in Unterricht und teure Instrumente stecken zu müssen um Überhaupt was erreichen zu können. Aber zum Glück kann man mit Geld nicht alles kaufen und weder das teure Instrument noch der teure Lehrer machen einen Musiker aus einem Menschen."

nein, man muss auch Talent, mut und ja Geld dafür haben, es sei denn man ist so begabt, daß man auf eine Förderung spekuliert. Wer ein Instrument erlernen will und es gut spielen will, wird sich mit all diesen Faktoren irgendwann selbst auseinandersetzen: der Anspruch steigt. Das Wissen um Instrumente und Unterricht mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis (ist ja relativ) wird grösser werden.
Mit dem was Du hier schreibst, widersprichst Du Dir aber selbst Milliarden von Menschen, die etwas Lernen wollen: man wird immer besser, selbstbewusster und anspruchsvoller.
Du kannst ja gerne weiter am Strand anspruchslos mit ner Klampfe weiterspielen wenn es Dir reicht. Jeder darf machen was er will. Andere Menschen wollen aber einfach mehr. jedem das Seine.

Aber jetzt jede Bildung und Alles laut zu verteufeln, nur weil es Geld kostet ist so dermassen destruktiv und kontraproduktiv, das ist schon eine sehr dumme Haltung. Wirst Du Deinen zukünftigen Kindern auch so entgegentreten, wenn sie ein Instrument lernen wollen?
0
Thomas27.02.09 11:56
also mal davon abgesehen, dass ich seit 15 Jahren Gitarre spiele und dieses Instrument technisch beherrsche (und auch ein paar andere), habe ich mich auf das ursprüngliche Thema bezogen. Und da hieß es "mit diesem GB Unterricht kann man nix anfangen, man braucht schon einen Lehrer". Meine Meinung war "nein, wenn ich am Lagerfeuer bisschen Klampfen will, kann ich sehr wohl mit diesem GB Unterricht was anfangen". Es geht hier um MUSIKMACHEN und nicht um die Frage wer die bessere Technik drauf hat. Ich finde es sogar sehr destruktiv immer gleich mit dem vollen Programm anzukommen. Viele Menschen wollen einfach nur bisschen auf dem Piano klimmpern und ihre Lieblings Poplieder spielen, lernen es aber nie, weil sie im Unterricht gleich mit klassischen Partituren erschlagen werden, die sie nicht einmal lesen können. Es ist eine Frage der ZIELSETZUNG und an diese muss die Art zu lernen angepasst werden.

Ausserdem braucht man keine herausragende Technik um gute Musik zu machen. Rein technisch gesehen, ist jeder 2. Youtube Schredder besser als B.B.King, trotzdem kommen diese Leute nicht mal annähernd an die Ausdruckskraft eines B.B.Kings ran. Hat Jimi Hendrix Unterricht gehabt? Soweit ich weiß nicht. Einige dieser Topgitarristen haben sogar eine schlechte Technik, manche spielen unsauber, ineffizient, etc. na und? Interessiert es jemanden? Sie besitzen die Fähigkeit sich auf ihrem Instrument auszudrücken und etwas zu vermitteln. Allein darauf kommt es an.
0
Tirabo27.02.09 12:33

Wenn Du dich mich Jimmy vergleichst, steht Dir ja nichts mehr im Wege. Wer hat denn hier eigentlich den "hohen Anspruch"? du zitierst Menschen, die es zu Weltrum gebracht haben. Etwa weil sie so schlecht waren oder weil sie autodidakt waren? bestimmt nicht. Deine Vorbilder sind riesengrosse seltene Ausnahmen auf dieser Welt. anspruchsvoller gehts nimmer.

Nochmal, hier gab es zwei unterschiedliche Ebenenen die nicht beleuchtet wurden. Auch hier erkennt man sofort die unterschiedlichen Ansprüche eines jeden. Die einen wollen sich nicht mit klampfen am strand zufrieden geben, die anderen sagten der Unterricht in GB reiche aus am Anfang. ich kam später hinzu um entstandene Strömungen wie "Ach es geht auch ohne Unterricht" zu widersprechen. Klar man darf Alles, nur darf man sich nie wundern oder deswegen gleich Bildung verteufeln. Das sollte mit einem gesundem Menschenverstand schon möglich sein.

Ich habe einige Studenten geduldsam aufgepeppelt, die sich durch falsche Technik Ihre Finger und Arme kaputt gemacht haben (Stichwort Sehnenscheidenentzündung und Fokale Dystonie). Effizienz heisst auch gesund zu spielen. Zur Gitarre möchte ich mich nicht äussern, das ist nicht mein Fach.
Am Klavier kann ich sagen, daß ich keinen kenne, der uneffizient spielen und dabei dennoch musikalisch gut, schnell und gesund sind. Diejenigen denen es vielleicht schon in die Wiege gelegt wurde, haben ein Talent, intuitiv die richtigen Bewegungen zur musikalischen Vorstellung zu machen. Andere müssen sie lernen.

Es ist so und es wird es auch immer bleiben. Aber ich würde nie kritisieren oder belächeln, wenn irgendwo mal ein Mensch am Klavier spielt, weil er Spass daran hat. Das verbiete ich mir als Botschafter des Spasses am Musizieren.
Aber wenn er zum Lehrer geht, weil er das Gefühl hat er kommt selbst nicht mehr weiter, ist er an der richtigen Adresse. Natürlich nur , wenn der Lehrer genau so leidenschaftlich ist. Davon gibt es aber leider auch nicht so viele. Das ist aber ein anderes Thema.

0
Pixelmeister27.02.09 13:11
Ich denke, ich wäre so ein Kandidat für die GB Lessons. Ich habe keine Ahnung davon, wie man ein Instrument spielt (außer Blockflöte) und kann auch keine Noten lesen. Ich hätte aber schon Lust, einen eigenen Song in GB zusammenzubasteln – einfach, weil es theoretisch geht. Jetzt müsste ich nur noch wissen , wie man 3 Akkorde hintereinander spielt (damit wäre ich dann schon weiter als Dieter Bohlen), damit ich mir das mit ein paar Beats zusammenmixen kann.

Ich würde niemals zu einem Lehrer gehen und den mit meinen "Fähigkeiten" nerven und mit diesen Lessons bekommt niemand mit, wie ich mir einen abbreche. Ist doch OK. Es geht doch nicht darum, dass Apple jetzt ganz viele Konzertpianisten produzieren will. Ich weiß, dass das, was ich mir nach so ein paar Lessons zusammenklimpern könnte, höchstens dafür reicht, ein paar nahe Freunde zu "beeindrucken" aber das ist doch OK.

Die ganzen YouTube-Filmer und FlickR-Fotografen gehen doch auch nicht davon aus, dass ihre Werke für den nächsten Golden Globe oder einen anderen Preis nominiert werden.

Wenn ich mir wegen der GB Lessons jetzt überlege, ein billiges USB-Keyboard anzuschaffen und darauf ein wenig spiele, gibt es einen Menschen mehr, der Musik zu seinem Hobby gemacht hat. Ich kann daran nichts schlechtes finden.

Man muss nur wissen, auf welcher Stufe der Könnerschaft man steht. Ich bin Designer und ärgere mich auch jeden Tag über Hobby-Design-Elaborate in allen möglichen Medien. Da gehört diese genauso wenig hin, wie mein zukünftiger Song ins Radio.
0
Tirabo27.02.09 13:52
Hallo pixelmeister, das finde ich aber schade, daß du "niemals einen Lehrer mit Deinen Fähigkeiten nerven würdest..."

Genau das ist doch deren Aufgabe, Dich zu unterstützen, fördern und Dir Mut zu zusprechen.

Aber das ist ok.
Nein, Apple will niemanden produzieren. Also, um Musiktheorie zu lernen ist es sicher schon mal sehr gut und auch bestimmt hilfreich. Die Theorie am Klavier oder Gitarre oder andere Instrumente umzusetzen hilft es bestimmt auch noch bis zu einem bestimmten Grade.


Viele Menschen tragen aber leider einen traurigen Widerspruch in sich:

Viele wollen Musik machen, kommen aber dann ohne weitere Hilfe nicht so richtig weiter, weils ja auch schwierig sein kann und verlieren deswegen gleich die Lust. Schade so was. Wer weiss, was es vielleicht hätte bringen können, ein wenig standhafter weiter zu machen? Gleichzeitig trauen sie sich dann auch nicht, einen Lehrer aufzusuchen.
Dazu kommt oft fehlende Zeit/wichtigere Priorisierungen. An sich ja kein Problem.
Ich finde es nur schade, daß so was wie Musik und das eigene Ich am Anfang schon so Zweifelhaft und lieblos betrachtet wird, um dann doch wieder nur im Konsumieren zu landen...

Das sage ich natürlich aus der Sicht des leidenschaftlichen Musikers, natürlich mit dem Wissen, daß es sehr wohl auch Menschen geben kann, die an Musik gar nicht näher interessiert sind.
0
diddom
diddom27.02.09 20:12
@Tirabo:
vergiss es einfach. Diese Diskussionen führen zu nix.
Im Gegensatz zu dem was Thomas schreibt, erlebe ich hier in Deutschland das seltsame Phänomen, das nur hier so sehr auf dem Autodidaktenmythos rumgeritten wird und man sich in D sogar oft fast schon dafür entschuldigen muss, wenn man mal Musik studiert hat.
Im europäischen Ausland oder in den USA kriegst du enormen Respekt für eine musikalische fundierte Ausbildung.
Dieses ständige herbei zerren der wenigen berühmten Autodidaktenstars blendet einfach komplett aus, das die legendären Musiker ganz oft Ausnahmetalente sind/waren. Wie du schon richtig gesagt hast, ist es ganz schön vermessen, sich selbst dann gleich mal auf die gleiche Stufe zu stellen, was Autodidakten dann gerne machen.
Das die so gut waren/sind hat überhaupt nichts mit Autodidaktentum oder den Beweis, das es ohne Unterricht geht, zu tun, sondern schlicht und einfach mit der Tatsache, das nicht alle Menschen gleich talentiert sind. Unterricht kann auch keine Wunder vollbringen genauso wie ein untalentierter 0815 Typ auch autodidaktisch nicht der grosse Zampano werden wird.
Seltsamerweise gibt es aber eine gewisse Spezies, die glaubt, das Unterricht böse sei und autodidaktisches Lernen viel besser.
Die Argumentation zielt dann auch immer automatisch in Richtung Noten lesen und Noten abspielen, wie hier geschehen, weil es einfacher ist eine solche Behauptung einfach auf einen Aspekt zu verengen, um die in sich nicht haltbare These zu stützen. Zeigt aber nur, das sie, weil sie nie einen guten unterricht besucht haben, gar nicht wissen, was in einem guten unterricht vermittelt wird. Nur Noten abspielen und Noten lesen sicherlich nicht...
Die wahre These lautet:
wer sehr viel Talent hat, kann u.U. auch autodidaktisch grossartiges leisten.
Unterricht würde aber keinesfalls schaden.
Wer normal talentiert ist oder vielleicht sogar weniger talentiert, der ist sehr gut damit beraten, einen erfahrenen Lehrer zu konsultieren, denn er wird sehr schnell an Grenzen stossen, die u.U. sogar negative körperliche Folgen haben können.
Da ist das Autodidaktentum auf keinen Fall die beste aller Lösungen zum erlernen eines Instrumentes.
Die Garageband Lessons sind ein netter Einstieg in die Welt des Musizierens, mehr aber auch nicht.
Jeder, der nicht nur vorgekaute Lessons reproduzieren können will, der wird irgendwann einen anderen Weg einschlagen müssen.
Davon bin ich überzeugt.
Deshalb ist das auch gerne angeführte Scheinargument, die Instrumentallehrer fühlten sich durch solche Angebote bedroht, total lächerlich.
Garageband Lessons treiben auf lange Sicht Leute eher in den "echten" Unterricht.
Das kann man tagtäglich erleben, weil online lessons keine neue Erfindung von apple sind und schon einige Jahre im Netz existieren, von den ganzen Lehrbüchern mit CD und DVD ganz zu schweigen.
Das arbeitet den Lehrern nur zu...
0
Weitere News-Kommentare anzeigen

Kommentieren

Sie müssen sich einloggen, um die News kommentieren zu können.