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Wi-Fi 7 erstmals live präsentiert: Neuer WLAN-Standard so schnell wie Thunderbolt 3

Funknetzwerke, besser bekannt unter den Bezeichnungen WLAN oder Wi-Fi, sind heutzutage allgegenwärtig. Waren sie zu Beginn der Entwicklung noch erheblich langsamer als ihre kabelgebundenen Pendants, haben sie mittlerweile erheblich aufgeholt und bieten Übertragungsgeschwindigkeiten, die vor etlichen Jahren noch Zukunftsmusik waren. Der aktuelle Standard Wi-Fi 6 (802.11ax) erlaubt einen maximalen Durchsatz von 9,6 Gigabit pro Sekunde, in der Praxis fallen die Raten aber naturgemäß geringer aus.


Erste Geräte mit Wi-Fi 7 könnten 2023 erscheinen
Seit einiger Zeit steht allerdings bereits Wi-Fi 7 in den Startlöchern, auch bekannt als 802.11be. Bislang gab es jedoch lediglich die von IEEE und Wi-Fi Alliance verabschiedete Spezifikation, praktisch eingesetzt wurde der kommende Standard ausschließlich in den Versuchslaboren der Hersteller entsprechender Geräte. Das hat sich jetzt geändert: Der taiwanische Chiphersteller MediaTek präsentierte ausgewählten Kunden und Industriepartnern die neue Technologie im Rahmen einer Live-Demonstration. Das gab das Unternehmen in einer Pressemitteilung bekannt. MediaTek rechnet damit, dass bereits 2023 die ersten Geräte verfügbar sein werden, welche WI-Fi 7 unterstützen. Dabei dürfte es sich zunächst um Router und Access Points handeln, entsprechend ausgestattete Smartphones und Tablets wie etwa iPhones und iPads dürften vermutlich noch etwas länger auf sich warten lassen.

Übertragungsraten von bis zu 40 Gigabit pro Sekunde
Wi-Fi 7 bietet der Spezifikation zufolge Übertragungsraten von maximal 40 Gigabit pro Sekunde, das entspricht der Geschwindigkeit des kabelgebundenen Thunderbolt 3. Die typische Bandbreite beträgt laut der Wi-Fi Alliance rund 30 Gigabit pro Sekunde. MediaTek erreichte bei der Live-Präsentation nach eigenen Angaben die 2,4-fache Geschwindigkeit von Wi-Fi 6, das wären folglich rund 24 Gigabit pro Sekunde. Der neue Funknetzstandard unterstützt die Frequenzbereiche 2,4, 5 und 6 Gigahertz, die hohen Datenraten werden durch die Nutzung von 320 Megahertz breiten Kanälen ermöglicht. Hinzu kommen weitere Techniken wie Multi-Link Operation (MLO) und Multi-User Resource Unit (MRU), welche ebenfalls zur Beschleunigung der Übertragung beitragen. Die Anzahl der erforderlichen Antennen ändert sich hingegen im Vergleich zu Wi-Fi 6 nicht. In welcher Generation der iPhones, iPads und Macs Apple erstmals Wi-Fi 7 unterstützen wird, ist nicht bekannt.

Kommentare

nane
nane25.01.22 09:45
Hach … ich sehe es schon vor mir. Internetzugang 1000 Gigabit und WLan 40 Gigabit. Endlich ist nicht mehr alles schnarchlangsam. #träum
Das Leben ist ein langer Traum, an dessen Ende kein Wecker klingelt.
+3
Sputnik123
Sputnik12325.01.22 10:07
du lebst dann aber nicht mehr in deutschland
cum hoc ergo propter hoc
+8
Bananenbieger25.01.22 10:09
Wichtig wäre ein Standard, der durch Wände und Fenster gut abgeschirmt wird. Damit könnte man ohne große Störungen durch andere APs funken und sehr hohe Datentransferraten erreichen.
Nachteil: Man braucht pro Raum einen AP.
Aber man hat idealerweise eh einen AP pro Raum.
-1
HiTech
HiTech25.01.22 10:14
Oh je den Funkgegner stehen harte Zeiten bevor...
+2
awk25.01.22 10:17
Bananenbieger
Wichtig wäre ein Standard, der durch Wände und Fenster gut abgeschirmt wird.

Das gibt es im 60 GHz Bereich, WHDI. Das wird z.B. für drahtlose HDMI Verbindungen genutzt. In dem Bereich könnte man natürlich auch WLAN übertragen. Mit der von dir beschrieben Konsequenz.

Das wird bei WLAN so schnell nicht realisierbar sein.
0
jmh
jmh25.01.22 10:45
ich mag es nicht, wenn ploetzlich die wlan-verbindung abrei
wir schreiben alles klein, denn wir sparen damit zeit.
+10
Deichkind25.01.22 10:57
Wi-Fi 7 gibt es nur in Verbindung mit Wi-Fi 6E. Solange also Apple letzteres nicht unterstützt ...
Und WLAN bei 60 GHz gibt es seit 2013 durch IEEE 802.11ad. Es gab auch einige Home-Router, die dafür einen Access-Point hatten. Sinn macht das Ganze aber ja wohl nur mit einem verkabelten Backbone.
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Remigius25.01.22 10:58
Wenn ich diese Überschriften der Hersteller lese, könnte ich einfach nur brechen!! Das ist alles theoretischer Bullshit der in Ballungsgebieten überhaupt nicht mehr funktionieren kann: 16 Antennen!! Ich lach mich schlapp, ist ja total üblich (auf beiden Seiten). Dann: Kanalbündelung, um diese Werte zu erreichen: Großartig! Klappt also auf irgendeiner einsamen Alm, denn Nachbarn darf es dann nicht mehr geben. WiFi 6 hat zwar durch OFDMA hier "etwas" Verbesserung reingebracht (aber auch nur, wenn NUR WiFi 6 verwendet wird und alle anderen, älteren Normen komplett deaktiviert werden und optimalerweise auch in der Umgebung nicht funken - ebenfalls total realistisch). Die unbedarften Kunden werden hier wirklich komplett vera*****! WiFi 6 schafft schon nicht annähernd seine Leistung zu entfalten und wenn doch, dann nur durch die Hilfe von 6E (6 GHz). Deutschland lässt hier aber nicht alle Frequenzen/Kanäle zu, sodass ebenfalls wieder viel zu wenig Kanäle zur Verfügung stehen. Man liest fast tagtäglich von KI. Wo meiner Ansicht nach KI WIRKLICH Sinn machen würde, wäre in JEDEM WLAN-Router und/oder Access Point (dort jedoch konfigurierbar/abschaltbar): Sendeleistung, Kanalauswahl, Senderichtung - DAS würde helfen den WLAN-Smog zu reduzieren und das WLAN für den gedachten Bereich optimal auszulegen. Was machen die ganzen Hersteller-Deppen bis heute?? Volle Sendeleistung ab Werk und automatische Kanalauswahl nur bei erstem Startvorgang. Toll!! Wir könnten in D alleine bei 2,4GHz 4 Kanäle nutzen und das im Grunde seit 2003! Doch was tun alle Hersteller?? Folgen bis heute der US-Kanalauswahl, welche dann nur 3 Kanäle zulässt.
+2
Deichkind25.01.22 11:04
Ein standardkonformes Gerät kann im 2,4-GHz-Band auch in Europa nur die Kanäle 1, 6 und 11 anbieten. Im 2,4-GHz-Band ist nämlich ein Raster von 25 MHz vorgeschrieben. In der Ur-Version des 802.11 betrug die Rasterweite sogar 30 MHz. Damit war also 1, 7 und 13 das notwendige Kanalraster.
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Remigius25.01.22 11:16
Hallo Deichkind, das ist leider nicht korrekt. 802.11b hat eine Kanalbreite von 22MHz, dieser Standard kann in jedem Fall nur 1, 6 und 11. Mit Einzug von 802.11g (2003) wurde die Kanalbreite auf 20MHz reduziert. Da in den USA nur die Kanäle 1-11 zugelassen sind, dürfen auch die dadurch nur 1, 6 und 11 verwenden. Da wir in Deutschland/Europa jedoch 13 Kanäle zur Verfügung haben, könnten wir 1, 5, 9 und 13 verwenden und hätten damit einen Kanal mehr. Wurde aber total ignoriert.
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Deichkind25.01.22 11:48
Um im 2,4-GHz-Band ein Kanalraster von 20 MHz realisieren zu können, muss man die Anwendung des DSSS PHY verbieten, also 802.11b und all die Datenraten, die den DSSS PHY benutzen. Ein Home-Router, der seinen Beacon mit 1 MBit/s sendet, benutzt dafür den DSSS PHY. Und angeblich kommen auch heutzutage noch IoT-Geräte auf den Markt, die nur 802.11b unterstützen.
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Remigius25.01.22 11:57
Absolut korrekt!! Mit "Um im 2,4-GHz-Band ein Kanalraster von 20 MHz realisieren zu können, müsste man die Anwendung des DSSS PHY verbieten, also 802.11b und all die Datenraten, die den DSSS PHY benutzen." hast Du den Nagel zu 100% auf den Kopf getroffen!! Das ist auch der Grund, warum man TUNLICHST, wenn es der WLAN-Router oder Access Point zulässt, 802.11b IMMER vorllständig deaktivieren sollte!! Der b-Standard ist der EINZIGE (noch aktive) Standard, welcher DSSS nutzt, ALLE anderen nutzen OFDM (bzw. OFDMA). Das ist auch fürs Roaming sehr negativ (von der Kanalbreite mal abgesehen), da der AP permanent zwischen diesen beiden Protokollen (Sprachen) wechseln muss. 802.11b hat in den 2020er Jahren nichts mehr zu suchen (meine persönliche und absolute Überzeugung). Ich bezweifele jedoch offen gesagt, dass es tatsächlich noch neue Produkte gibt, die nur 802.11b beherrschen, schon allein aus Stromspargründen macht das keinen Sinn. Beacons mit 1MBit werden auch von 802.11g unterstützt, obwohl dieser Standard eine Minimal-Datenrate von 6MBit hat. Um jedoch zu 802.11b abwärtskompatibel zu bleiben, hat man sich wohl damals entschlossen, die 1MBit Beacons auch bei 802.11g zuzulassen. Ist aber offenbar eher "Grauzone". Wenn ich WLANs einrichte, dann schalte ich ALLES, was mit 802.11b zu tun hat, vollständig ab, dazu gehören auch die Datenraten (1, 2, 5.5, 11) und Beacons bei 1MBit. Und ganz ehrlich: Wer in seiner Installation auf 1MBit Beacons angewiesen ist obwohl alle Clients mindestens 802.11g können, der sollte eher einen weiteren AP installieren
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Deichkind25.01.22 12:24
Jeder Home-Router, den ich hier in der Gegend mit dem Wi-Fi Explorer auf dem MacBook Air erfassen kann, unterstützt Datenraten ab 1 MBit/s und all die anderen Datenraten, die mit dem HR/DSSS PHY eingeführt worden sind. Und es würde wenig nützen, nur im eigenen Netz die niedrigen Datenraten zu deaktivieren (wenn die Home-Router es zuließen). Die Nachbarn müssen es ebenso tun. Laut IEEE 802.11 ist für den Primärkanal im 2,4 GHz-Band ein Frequenzraster von mindestens 25 MHz anzusetzen und damit Basta! Nur die Mittenfrequenz des Sekundärkanals des HT PHY schließt sich im Abstand von 20 MHz an die Mittenfrequenz des Primärkanals an.
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awk25.01.22 13:07
Remigius
802.11b hat in den 2020er Jahren nichts mehr zu suchen (meine persönliche und absolute Überzeugung). Ich bezweifele jedoch offen gesagt, dass es tatsächlich noch neue Produkte gibt, die nur 802.11b beherrschen, schon allein aus Stromspargründen macht das keinen Sinn.

IoT Geräte nutzen gerne alte Standards. Ich hatte bei mir b und g abgeschaltet und gerätselt, warum meine Waage den Router nicht findet. Also wieder aktiviert.
Die anfallenden Datenmengen sind unerheblich, diese alten Standards tun es noch. Die Komponenten sind einfach und entsprechend preisgünstig.
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becreart
becreart25.01.22 13:13
nane
Hach … ich sehe es schon vor mir. Internetzugang 1000 Gigabit und WLan 40 Gigabit. Endlich ist nicht mehr alles schnarchlangsam. #träum

1 Terrabit?
Dauert wohl noch etwas, sind ja erst bei 25 Gigabit…
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Remigius25.01.22 13:27
Hallo Deichkind! "Und es würde wenig nützen, nur im eigenen Netz die niedrigen Datenraten zu deaktivieren (wenn die Home-Router es zuließen). Die Nachbarn müssen es ebenso tun." - Erneut: Absolut korrekt!! Ich sagte ja, dass es eine Seuche der Hersteller ist, dies seit fast 20 Jahren zu ignorieren. Und selbstverständlich macht es keinen Sinn bei sich selbst das 4-Kanal-Schema zu verwenden, wenn alle anderen Sender da draußen das 3-Kanal-Schema verwenden. Es würde uns allen nur dann was nutzen, wenn ALLE 802.11b deaktivieren und auf das 4-Kanal-Schema wechseln. Dadurch, dass dies aber leider nicht der Fall ist, haben wir seit zig Jahren einen wertvollen Kanal weniger. Mehr habe ich in diesem Post u.a. von Anfang an nicht gesagt. Nichtsdestotrotz macht es, auch mit einem 3-Kanal-Schema Sinn 802.11b immer zu deaktivieren (es sei denn, man hat tatsächlich noch Geräte die WIRKLICH nur 802.11b können).

"Laut IEEE 802.11 ist für den Primärkanal im 2,4 GHz-Band ein Frequenzraster von mindestens 25 MHz anzusetzen und damit Basta!" - wow! Was für eine erwachsene Diskussionskultur. Hätte ich jetzt von Dir nicht erwartet. Du möchtest wohl unbedingt Recht behalten. Mir soll's recht sein, aber dann hältst Du Dich wohl für Schlauer als die großen Enterprise WLAN-Controller Hersteller wie HP, Cisco, Extreme, Aruba. Die lassen das nämlich alle zu. Du darfst aber gerne noch einen Draufsetzen und dieses Posting von mir mit einem Daumen-Runter versehen (ich werd's überleben )
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Remigius25.01.22 13:29
Hallo awk! "IoT Geräte nutzen gerne alte Standards. Ich hatte bei mir b und g abgeschaltet und gerätselt, warum meine Waage den Router nicht findet. Also wieder aktiviert." - Das glaube ich, dass die sich dann nicht mehr verbunden hat. Sofern es Dein WLAN-Router zulässt, hätte nur 802.11b abgeschaltet werden sollen, aber auf keinen Fall 802.11g, denn DIESER Standard wird von solchen IoT-Geräten tatsächlich überwiegend genutzt. Wenn Du also beides abgeschaltet hast, dann funktioniert es tatsächlich nicht mehr.
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Deichkind25.01.22 13:56
Remigius
Die Gerätehersteller müssen sich nicht an den Standard halten. Geräte, die im 2,4 GHz-Band den VHT-Modus anbieten, tun das ja definitiv nicht. IEEE 802.11 hat keine gesetzgeberische Kraft. Nur die von FCC und ETSI gesetzten Grenzen sind für sie relevant, und für das Zertifikat der Wi-Fi Alliance müssen sie gegebenenfalls deren Bedingungen einhalten.
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ela26.01.22 20:43
Also um einigermaßen Empfang im Wohnzimmer zu haben, musste ich ein Mesh aufstellen… mesh-Router und Satellit per Funk verbunden weil Kabel verlegen ausscheidet.

nun habe ich im Wohnzimmer bei "866 MBit/s" (lt. Verbindungsübersicht) an guten Tagen einen Datentransfer vom NAS zum MacBook von 20-30 MByte/s (häufig aber auch darunter abhängig davon ob eine große Datei oder eben kleinere)

Wenn ein neuer Funkstandard mir realistische 60-90 MByte/s ermöglichen würde am Mesh-Satelliten wäre das wunderbar (mehr als 100 MByte/s kann mein Netzwerk eh nicht) … Allerdings dürfte der aktuelle Mac da nicht mitspielen… MBA M1 kann Wifi6, oder?

Aktuell habe ich noch Wifi 5(? so heißt es wohl? also "ac") … ob das mit Wifi6 schon deutlich besser ginge am MBA M1?
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