Smartphone-Verkäufe: Apple fällt hinter Huawei zurück

Apple ist im letzten Quartal bei den weltweiten Smartphone-Verkäufen auf den dritten Platz abgerutscht. Das geht aus einer Analyse von Gartner hervor. Dem Marktforschungsunternehmen zufolge überholte der chinesische Telekommunikationsausrüster Huawei Apple in den Monaten April bis Juni. Ähnliches hatte IDC schon vor einigen Wochen berichtet. Unangefochtener Spitzenreiter bleibt Samsung.


Top 3: Samsung, Huawei, Apple
Gartner beziffert Samsungs Marktführerschaft mit 19,3 Prozent, was 3,3 Prozent weniger als im Vorjahr bedeutet. Der südkoreanische Konzern verkaufte im zweiten Quartal dieses Jahres laut den Daten 72,3 Millionen Smartphones. Dahinter folgt Huawei mit 13,3 Prozent (Vorjahr: 9,8 Prozent) und dem Absatz von 49,8 Millionen Einheiten.

Apple erreicht auf dem dritten Platz 11,9 Prozent, was im Jahresvergleich einem minimalen Rückgang von 0,2 Prozent entspricht. Zwischen April und Juni gingen 44,7 Millionen iPhones über die virtuellen und realen Ladentheken. Im offiziellen Quartalsbericht spricht Apple übrigens von 41,3 Millionen verkauften Geräten. Die Plätze 4 und 5 belegen Xiaomi (8,8 Prozent) und Oppo (7,6 Prozent). Damit befinden sich drei chinesische Unternehmen unter den fünf absatzstärksten Smartphone-Anbietern. Die Zahl aller verkauften Smartphones stieg im Vergleich zum Vorjahr um zwei Prozent auf 374,3 Millionen,

Gartner erklärt das gute Abschneiden von Huawei mit „innovativen Funktionen“ und einer breitaufgestellten Produktpalette, die sich an immer mehr Kundensegmente richte. Zudem habe die Nachfrage für das iPhone X deutlich schneller nachgelassen als bei Apple-Neuveröffentlichungen in früheren Jahren. Als weiterer Faktor für die leicht nachlassenden iPhone-Verkäufe im letzten Quartal gilt die näherrückende Präsentation der 2018er iPhones, weshalb Kunden mit dem Smartphone-Kauf noch warten.

Kommentare

Alexhibition29.08.18 14:49
Ich frage mich ob ein höherer Marktanteil bei iOS und vor allem bei MacOS nicht auf lange Sicht vorteilhafter wäre als Umsatz & Gewinn.

Irgendwann wird’s vielleicht noch weniger Software und Games für Apple Systeme geben, wenn die Preise höher werden.
+4
Metty29.08.18 14:57
Alexhibition
Ich frage mich ob ein höherer Marktanteil bei iOS und vor allem bei MacOS nicht auf lange Sicht vorteilhafter wäre als Umsatz & Gewinn.
Die Vergangenheit hat gezeigt "Nein, der Gewinn ist wichtiger." Das Ganze hat mehrere Gründe:
- Nur wer massiv Gewinn macht, kann auch in Forschung investieren. Alle anderen können nur noch kopieren und auf Industriespionage hoffen.
- Apple gehört prinzipiell erst einmal den Aktionären und nicht den Kunden. Wenn es keinen 'ausreichenden' Gewinn mehr gibt, dann ziehen die sich schnell zurück.
- Ein Zielpublikum, das bereit ist mehr für Hardware auszugeben, ist auch bereit mehr für Software zu zahlen. Also lohnt es sich Software für den Mac zu machen.
0
Legoman
Legoman29.08.18 15:58
Was genau sagt das jetzt aus?
Ich denke mir dabei immer "wie hoch ist wohl der Marktanteil von VW und wie hoch der von Ferrari"?
Das sagt nichts über die Qualität und schon gar nichts über den erwirtschafteten Gewinn aus.
-2
bmonno29.08.18 15:58
Die Vergangenheit hat gezeigt "Nein, der Gewinn ist wichtiger."
Kommt darauf an, wie weit man zurückschaut. Im Desktop-Bereich hatte Apple auch mal etwa 20% Marktanteil, ähnliche Margen, war Nummer 2 nach IBM und innovative Software kam zuerst für den Mac raus. Und was ist daraus geworden? Apple stand irgendwann kurz vor der Pleite.
Die Zeit der großen Innovationen im Smartphone-Bereich geht zu Ende, es gibt immer mehr Smartphones mit Natur-Android und entsprechend längeren Systemupdates... Und die wenigsten Anwender denken über Privatheit von Daten nach, aus meiner Sicht der letzte große Vorteil von iOS.
Da ist irgendwann Marktanteil nicht unwichtig.
+3
fliegerpaddy29.08.18 16:10
Und die wenigsten Anwender denken über Privatheit von Daten nach

Nicht mal das ist ein Argument für iOS. DSGVO-konform ist ... richtig, google, nicht jedoch die iCloud. Standortdaten etc. werden doch bei beiden Systemen gleichermaßen aufgezeichnet.
+2
Metty29.08.18 16:25
bmonno
Apple stand irgendwann kurz vor der Pleite.

Dein Einwand ist nicht ganz falsch, aber die Ausgangssituation ist heute doch eine ganz andere:

- Apple hatte damals keinen finanziellen Puffer für Fehlschläge. Das ist heute ganz anders.
- Apple hatte ein paar strategisch ungünstige Entscheidungen getroffen, z.B. lizenzierte Mac Clones, hoffnungslos veraltetes Betriebssystem (präemptives Multitasking oder geschützter Arbeitsspeicher fehlten), die Weiterentwicklung des Betriebssystems führte in Sackgassen siehe Taligent oder Copland, usw.
- Die PowerPC Architektur kam langfristig einfach nicht gegen die Entwicklung der Intel Prozessoren an. Als "Quick Hack" gab es sogar PC Karten, um Windows auf dem Mac laufen zu lassen.
- Fehlmanagement über alle Ebenen hinweg. Absolute Visionslosigkeit.

Die Liste ließe sich bestimmt noch erweitern.
Apple hat heute ausreichend Zeit und finanziellen Puffer, um auf eventuelle Fehlschläge zu reagieren. Es besteht also gar kein Bedarf dafür Preise zu senken, um Marktanteile zu "kaufen".
+2
MikeMuc29.08.18 17:03
Billiger geht immer. Also warum jetzt wo man noch teuer verkaufen kann? Da würde ja (aus der Sicht von Apple) bares verschenkt. Erst wenn gar nichts mehr geht, dann wird Apple vielleicht also in der anderen Richtung an der Preisschraube drehen. Dann wird es Peng machen und alle anderen Smartphonehersteller die vorher nicht kräftig zugelangt haben und Speck angesetzt haben werden implodieren
0
Kovu
Kovu29.08.18 17:38
fliegerpaddy
Und die wenigsten Anwender denken über Privatheit von Daten nach

Nicht mal das ist ein Argument für iOS. DSGVO-konform ist ... richtig, google, nicht jedoch die iCloud. Standortdaten etc. werden doch bei beiden Systemen gleichermaßen aufgezeichnet.

Was du für einen Mist daherredest ist einfach unfassbar.
-2
fliegerpaddy29.08.18 18:53
Was bitte ist daran falsch? Die iCloud ist nicht DSGVO-konform, google (in der kostenpflichtigen Version) hingegen schon. Lässt sich alles nachlesen. Unfassbar ist allenfalls, dass es so ist und Apple damit die dienstliche Nutzung von iOS in Europa deutlich erschwert. Klar geht es, aber nicht mit Adressbuch-und Kalender-Sync über die iCloud – da muss ein Exchange-, google- oder Nextcloud-Account ran. Ich denke schon, dass das für manche Kunden ein Argument pro oder contra iOS sein kann.
+2
Waldi
Waldi29.08.18 19:17
fliegerpaddy

Es geht doch darum, wem ich mehr vertraue. Einem gezwungenem Faserschmeichler, oder einem Apple.
( Kriterien kann jeder selbst setzen. )
vanna laus amoris, pax drux bisgoris
+1
fliegerpaddy29.08.18 19:29
Alles klar, das stimmt natürlich.
Waldi
fliegerpaddyEs geht doch darum, wem ich mehr vertraue. Einem gezwungenem Faserschmeichler, oder einem Apple.
( Kriterien kann jeder selbst setzen. )
+1
joSchmiedel29.08.18 19:46
Metty
Alexhibition
Ich frage mich ob ein höherer Marktanteil bei iOS und vor allem bei MacOS nicht auf lange Sicht vorteilhafter wäre als Umsatz & Gewinn.
Die Vergangenheit hat gezeigt "Nein, der Gewinn ist wichtiger." ...
In früheren Jahren haben die extrem hohen Preise dann aber doch so viele Kunden abgeschreckt, daß Apple nur durch die massive Unterstützung durch Microsoft weiter überleben konnte, das kann leicht wieder passieren. Also ganz am Markt vorbei sollten Sie Ihre Geräte nicht bauen, siehe eingebrochene Umsatzzahlen bei den Macs...
+3
Michael McDonald29.08.18 21:10
Alexhibition
Ich frage mich ob ein höherer Marktanteil bei iOS und vor allem bei MacOS nicht auf lange Sicht vorteilhafter wäre als Umsatz & Gewinn.

Irgendwann wird’s vielleicht noch weniger Software und Games für Apple Systeme geben, wenn die Preise höher werden.

So sieht es aus.
Wer nur auf Gewinnmarge zielt, sinkt irgendwann in die Bedeutungslosigkeit.
Wenn iOS ein Nischenprodukt wird, wird es weniger Entwickler für Apps geben, weniger Zubehör angeboten, rechnet sich Apples Ökosystem nicht mehr.
Bei den Macs sieht man derzeit, dass sie den Bogen überspannt haben.
Die Verkäufe bei Macs sinken. Nach der letzten Preiserhöhung wird sich der Trend verstärken.
Am Ende landen sie wieder da, wo sie mal 95 angekommen waren.
Zu teure Produkte, die im Markt keine Relevanz mehr hatten.
Damals mußte man Angst haben, dass sich die großen Softwareschmieden vom Mac abwenden und nur noch Windows im Auge haben.
Es ist kein Zufall, dass der Umschwung für den Mac mit einem „günstigeren“ Mac kam, den wir heute noch unter dem Namen iMac kennen. Und bei den G3/G4 Desktops sanken auch die Preise im Vergleich zu vorher.
Hätte Apple die absolute Hochpreispolitik der frühen 90iger beibehalten
, wären sie heute Geschichte...
+4
BigLebowski
BigLebowski29.08.18 21:22
Apple sollte weniger an Gewinn und Aktienkurs denken,
sonder auch an mehr Marktanteil.

Die Konkurrenz schläft nicht und Google wird
beim Nachfolger wohl nicht die gleichen Fragmentierungsfehler eines Android wiederholen!

"Fuchsia ist kein Linux"


Das wissen wir jetzt schon über den Android-Nachfolger Fuchsia

"...Aktuell läuft dieses Projekt unter dem Namen Fuchsia. 100 Menschen sollen im Moment daran arbeiten. Es sei geschaffen wurden, um die Grenzen von Android zu überwinden und ist deshalb von Grund auf neu entstanden. „Es wurde entwickelt, um Sprachinteraktionen und häufige Sicherheitsupdates besser abzudecken und auf einer Reihe von Geräten, vom Laptop bis hin zu winzigen, mit dem Internet verbundenen Sensoren, einheitlich auszusehen“, schreibt „Bloomberg“."

Microsoft wird bestimmt auch an irgendwas arbeiten,
ich hoffe die schaffen was gutes!
Es fehlt ein dritter guter Player.

Google Android : VW
Microsoft: Opel
Apple: Mercedes
+3
tranquillity
tranquillity29.08.18 23:49
Michael McDonald
Alexhibition
Ich frage mich ob ein höherer Marktanteil bei iOS und vor allem bei MacOS nicht auf lange Sicht vorteilhafter wäre als Umsatz & Gewinn.

Irgendwann wird’s vielleicht noch weniger Software und Games für Apple Systeme geben, wenn die Preise höher werden.
So sieht es aus.
Wer nur auf Gewinnmarge zielt, sinkt irgendwann in die Bedeutungslosigkeit.
Wenn iOS ein Nischenprodukt wird, wird es weniger Entwickler für Apps geben, weniger Zubehör angeboten, rechnet sich Apples Ökosystem nicht mehr.
Bei den Macs sieht man derzeit, dass sie den Bogen überspannt haben.
Die Verkäufe bei Macs sinken. Nach der letzten Preiserhöhung wird sich der Trend verstärken.
Am Ende landen sie wieder da, wo sie mal 95 angekommen waren.
Zu teure Produkte, die im Markt keine Relevanz mehr hatten.
Damals mußte man Angst haben, dass sich die großen Softwareschmieden vom Mac abwenden und nur noch Windows im Auge haben.
Es ist kein Zufall, dass der Umschwung für den Mac mit einem „günstigeren“ Mac kam, den wir heute noch unter dem Namen iMac kennen. Und bei den G3/G4 Desktops sanken auch die Preise im Vergleich zu vorher.
Hätte Apple die absolute Hochpreispolitik der frühen 90iger beibehalten
, wären sie heute Geschichte...

Und verstärkt wird das ganze noch, wenn Apple wirklich bald auf ARM-Chips setzt. Das erschwert u.U. die Softwareentwicklung noch einmal deutlich. Wenn dann der Marktanteil zu gering ist, wird es sich für viele Schmieden nicht mehr lohnen.
0
ratti30.08.18 07:59
Die Zukunft liegt nicht darin, eine Hard- mit einer Software zu verkaufen, sondern ein komplettes Ökosystem zu haben, in dem die Kunden Daten liefern und dafür Service bekommen: Bewegungsdaten, Bewertungen usw.

Wer dann wenig Nutzer hat, der hat auch wenig Daten, und wer wenig Daten hat, ist unattraktiv. Man kann Kartenmaterial und Öffnungszeiten zukaufen, nicht aber Bewertungen und aktuelle Fotos.

Apple sollte das spätestens aus dem Maps-Desaster gelernt haben. Es reicht nicht, Straßen und Restaurants zu listen — die Leute wollen wissen, ob da das Essen taugt, günstig ist und ob es in einer Stunde vermutlich voll sein wird.
+2
Michael McDonald30.08.18 13:26
ratti

Apple ist bei Maps so unendlich weit hinter Google Maps hinterher was die Zusatzinformationen angeht und da tut sich auch nicht wirklich was.
Apple Maps taugt als Navi, aber es bietet eben nicht dieses mehr an Information, was man bei Google bekommt.
Ich wundere mich zunehmend und frage mich was Apple eigentlich mit den Milliarden Gewinnen macht. In neue GUIs und optischen Schnick Schnack investieren?
-1

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