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Samsung läutet neue Runde im Megapixel-War ein – 108 MP Smartphone-Sensor vorgestellt

Kameras gehören zu den meistgenutzten Smartphone-Funktionen und sind nach wie vor eines der wichtigsten Argumente, um neue Modell an den Mann und die Frau zu bringen. Eine möglichst hohe Auflösung des Bildsensors galt Jahrelang als höchstes Ziel bei Neuentwicklungen. Zuerst bei dedizierten Fotokameras, später dann auch bei Smartphones.

Eine Zeitlang war der Wettbewerb um möglichst viele Megapixel auch wirklich sinnvoll, denn anfangs war die Auflösung insbesondere bei Smartphones noch so gering, dass die Fotos klein und pixelig waren. Doch inzwischen haben die Sensoren von Smartphones mit Auflösungen zwischen rund 12 und 16 Megapixeln einen Punkt erreicht, an dem mehr Megapixel wenig Sinn ergeben. Insbesondere, da die meisten Fotos ohnehin nur in sozialen Medien gepostet und auf Bildschirmen betrachtet, und nicht zu riesigen Kunstdrucken verarbeitet werden.

Dass Samsung jetzt einen neuen Smartphone-Bildsensor mit unglaublichen 108 Megapixeln vorgestellt hat, erscheint widersinnig. Grundsätzlich gilt: je mehr Pixel auf der selben Fläche untergebracht werden, desto kleiner werden die einzelnen lichtempfindlichen Zellen, was zu geringerer Lichtaufnahme (sprich: geringerer Signalstärke) führt, was wiederum mehr Rauschen zur Folge hat. Allerdings hat die Sensortechnik in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht, sodass auch mit ultra-winzigen Photozellen bei gutem Licht ordentliche Fotos gemacht werden können.


Um auch bei schwächerem Licht noch gute, rauschfreie Aufnahmen machen zu können, gibt es schon seit längerem den Trick, mehrere Pixel zu einem größeren Pixel zusammenzuschalten. Die lichtempfindliche Fläche steigt dadurch, was zu besserer Signalstärke respektive weniger Rauschen führt. Naturgemäß sinkt die Auflösung dann aber.

Der neu vorgestellte Samsung ISOCELL Bright HMX Sensor beherrscht diese Funktion ebenfalls. Außerdem ist er mit 1/1,33 Zoll flächenmäßig etwa doppelt so groß, wie andere gängige Smartphonesensoren, was die Lichtempfindlichkeit ebenfalls steigert. Werden mehrere Pixel zusammengeschaltet, bleiben dem Anwender mit diesem Sensor noch immer für Smartphones sehr beträchtliche 27 Megapixel Auflösung. Mehr als das Doppelte eines aktuellen iPhone XS.


Ein weitere Technik soll dabei helfen, möglichst rauschfreie Bilder in allen Lichtsituationen zu erzeugen: Smart-ISO. Diese sorgt für unterschiedliche Lichtverstärkung, je nachdem, wie viel Licht auf die verschiedenen Bereiche des Sensors fällt. Anders ausgedrückt: Da, wo viel Licht auf den Sensor fällt, wird wenig Signalverstärung eingesetzt (niedrige ISO), und umgekehrt in Bereichen mit wenig Licht entsprechend mehr Verstärkung (höhere ISO). Für Video ist der Chip natürlich auch geeignet und soll 6K Movie (6016 x 3384) bei 30 fps ermöglichen.

Der ISOCELL Bright HMX soll noch in diesem Monat in Produktion gehen. In welchen Produkten er zuerst zu finden ist, steht allerdings noch nicht genau fest. Da der Sensor in Kooperation mit dem chinesischen Hersteller Xiaomi entstand, könnte der Chip durchaus zuerst in einem Smartphone der Chinesen auftauchen.

Kommentare

te-c14.08.19 10:32
Wieviel GB Speicher soll dann so ein Handy haben, damit die ganzen Daten da auch drauf passen? Ganz zu schweigen von der Wärmeentwicklung gerade bei der Videoaufnahme in 6K.
Alles Perlen für die Säue.
+1
alephnull
alephnull14.08.19 10:52
Sehe das auch als kompletten Schwachsinn. Vor allem dann die Verschickung der Monsterdateien im deutsch 1G-Funkloch-Schweizer-Käse.
+2
Legoman
Legoman14.08.19 10:54
MTN
Naturgemäß sind die Auflösung dann aber.

Kennt ihr auch so Leute, die Sätze anfangen und dann einfach nicht
+11
bmonno14.08.19 10:57
Einfach nur „sinkt“ ? Blöde Autokorrektur.
Legoman
MTN
Naturgemäß sind die Auflösung dann aber.

Kennt ihr auch so Leute, die Sätze anfangen und dann einfach nicht
+4
Legoman
Legoman14.08.19 10:58
bmonno
Einfach nur „sinkt“ ?

"Naturgemäß sind die Auflösung dann aber sinkt."


Ach, ich weiß nicht.

Aaah. Okay. Jetzt hat es geklickt.
+4
bmonno14.08.19 11:08
Einmal falsch abbiegen ... Für die anderen Leser:
„Natürlich sinkt die Auflösung dann aber.“
Legoman
bmonno
Einfach nur „sinkt“ ?

"Naturgemäß sind die Auflösung dann aber sinkt."


Ach, ich weiß nicht.

Aaah. Okay. Jetzt hat es geklickt.
-1
sonorman
sonorman14.08.19 11:12
bmonno
Einmal falsch abbiegen ... Für die anderen Leser:
„Natürlich sinkt die Auflösung dann aber.“
Legoman
bmonno
Einfach nur „sinkt“ ?

"Naturgemäß sind die Auflösung dann aber sinkt."


Ach, ich weiß nicht.

Aaah. Okay. Jetzt hat es geklickt.
"sinkt" natürlich.
Ist korrigiert.
0
Bodo_von_Greif14.08.19 11:23
Bei meinem Kopter: Kann 4k verwende aber nur 720
Alles Andere produziert völlig überzogene Datenmengen

Cheers,

Bodo
[x] nail here for new monitor
0
tranquillity
tranquillity14.08.19 11:23
→ sonorman Dann gleich hier weitermachen:
MTN
Anders ausgedrück: Da, wo viel licht auf den Sensor …
0
tranquillity
tranquillity14.08.19 11:26
te-c
Wieviel GB Speicher soll dann so ein Handy haben, damit die ganzen Daten da auch drauf passen?

Es soll ja Handys geben, die Speicherkarten nutzen können.

*duck*
+5
AJVienna14.08.19 11:33
Könnte man hervorragend für einem Digitalzoom nutzen. Output müsste dann Softwaregesteuert je nach Lichtverhältnissen und Zoom Faktor dann 6-12 Megapixel betragen. 3-4x zoom wäre dann bei guten Lichtverhältnissen kein Problem.
+2
vasquesbc
vasquesbc14.08.19 11:40
Viele Pixel sind ja schön und gut. Aber auf DER Fläche? Warum?
Hier: hat das ganze Hand und Fuß. Große Pixel, viele Pixel, viel Licht pro Pixel… Klar - davon kann man dann 150-300 Smartphones kaufen - aber irgendwo muss man sich entscheiden: Optische Perfektion oder einfach nur möglichst viele Bildpunkte...
Allwissend bin ich nicht; doch viel ist mir bewußt.
+1
Absalom14.08.19 11:41
Interessante Entwicklung.
Trotzdem wird da nur Datenmüll produziert.

Vllt macht aber die Software hier noch den Unterschied.
-2
uni.solo14.08.19 11:41
tranquillity
te-c
Wieviel GB Speicher soll dann so ein Handy haben, damit die ganzen Daten da auch drauf passen?

Es soll ja Handys geben, die Speicherkarten nutzen können.

*duck*

und für 4K-Videos auch die Geschwindigkeitsklasse U3 beherrschen...
+1
Bitsurfer14.08.19 12:03
Wieviel Auflösung hat eigentlich die Optik bei Smartphones?
Eben!
0
MacDino14.08.19 12:04
te-c
Alles Perlen für die Säue.

Nichts für ungut, aber die korrekte Redewendung lautet: „Perlen vor die Säue werfen“.

Im Übrigen... wie hoch ist bei dem Sensor eigentlich der Qualitätsverlust durch den „Lichtverlust“ der durch die Zwischenräume der Pixelstruktur bedingt ist?

Edit: Ah, zwei Dumme ein Gedanke... Die optische Auflösung des Systems ist natürlich ebenso qualitätsbestimmend...
0
iMonoMan
iMonoMan14.08.19 12:09
Jetzt muss nur noch ein Hersteller für ein Objektiv gefunden werden, welches >100MP auflöst, zu einem Handy passt und bezahlbar ist. Ich wette, dass bestenfalls zwei der drei Punkte erfüllt werden können ...
0
Sitox
Sitox14.08.19 12:17
vasquesbc
Viele Pixel sind ja schön und gut. Aber auf DER Fläche? Warum?
Ich denke irgendeinen Grund wird es geben. Es ist ja nicht so, dass die Kameras der Samsung/Xiaomi/Huawei Smartphones von Jahr zu Jahr schlechter werden.
0
alephnull
alephnull14.08.19 13:02
Sitox
vasquesbc
Viele Pixel sind ja schön und gut. Aber auf DER Fläche? Warum?
Ich denke irgendeinen Grund wird es geben. Es ist ja nicht so, dass die Kameras der Samsung/Xiaomi/Huawei Smartphones von Jahr zu Jahr schlechter werden.

...aber auch nicht besser.
-2
Dante Anita14.08.19 13:34
Und da wundert man sich dann, warum der Speicher in kürzester Zeit voll ist, wenn Tanten und Omas wieder massenweise Fotos von ihrem Essen und den Blumen im Garten schicken 🤯
-1
alephnull
alephnull14.08.19 15:06
Dante Anita
Und da wundert man sich dann, warum der Speicher in kürzester Zeit voll ist, wenn Tanten und Omas wieder massenweise Fotos von ihrem Essen und den Blumen im Garten schicken 🤯

Wenigsten kann man dann das Haar in Suppe super herausvergrößern.
+1
gorgont
gorgont14.08.19 15:47
AJVienna
Könnte man hervorragend für einem Digitalzoom nutzen. Output müsste dann Softwaregesteuert je nach Lichtverhältnissen und Zoom Faktor dann 6-12 Megapixel betragen. 3-4x zoom wäre dann bei guten Lichtverhältnissen kein Problem.

Und genau das wird der Grund sein, man sieht es bereits bei Sony und Leica Vollformat Kameras mit Festbrennweite und 40+ Megapixel.
touch eyeballs to screen for cheap laser surgery
+1
Sitox
Sitox14.08.19 16:15
gorgont
AJVienna
Könnte man hervorragend für einem Digitalzoom nutzen. Output müsste dann Softwaregesteuert je nach Lichtverhältnissen und Zoom Faktor dann 6-12 Megapixel betragen. 3-4x zoom wäre dann bei guten Lichtverhältnissen kein Problem.
Und genau das wird der Grund sein, man sieht es bereits bei Sony und Leica Vollformat Kameras mit Festbrennweite und 40+ Megapixel.
Einzig, die winzigen Linsen werden das nicht auflösen.
+2
piik
piik14.08.19 17:05
Sitox
Einzig, die winzigen Linsen werden das nicht auflösen.
Partieller Irrtum. Es ist ein 1/1,3"-Chip.
Würde allerdings Apple sowas in die iPhones verbauen,
gäbe es aufgrund der großen Linsen hinten einen 1" hohen Knubbel,
der quasi als Schrägstellhilfe für die Betrachtung mit 30° euphemisiert würde
-1
Peter Eckel14.08.19 20:43
iMonoMan
Jetzt muss nur noch ein Hersteller für ein Objektiv gefunden werden, welches >100MP auflöst, zu einem Handy passt und bezahlbar ist.
... und nicht permanent leicht verschmiert ist. Spätestens da hört die Sensorauflösung auf, einen Sinn zu haben.

Eine Streulichtblende könnte auch nützlich sein
Ceterum censeo librum facierum esse delendum.
+2
CJuser15.08.19 08:15
Das 108 MP in einem Smartphone völlig übertrieben sind, sollte allen klar sein. Jedoch finde ich vor allem erfreulich, dass die Sensorfläche endlich wächst! 48-64 MP hätten aber wohl selbst mit diesem Verfahren gereicht Schließlich muss die Hardware trotzdem die ganzen Pixel verarbeiten. Sollte ein solcher Sensor mal im iPhone landen, bietet Apple hoffentlich die Möglichkeit, die Auflösung zu reduzieren um Speicher zu sparen.
0
Peter Eckel15.08.19 08:28
Die gewachsene Sensorfläche ist auch nur begrenzt nützlich.

Bedingt durch die beengten Platzverhältnisse kann die Brennweite der Objektive nicht beliebig groß werden. Bei nahezu gleichbleibender Brennweite verbunden mit geringer Schnittweite (Abstand der objektivausgangsseitigen Linse vom Sensor) bekomme ich aber zunächst mal nur einen größeren Bildwinkel und stärkere Abbildungsprobleme (z.B. Vignettierung) durch schrägen Lichteinfall auf den Sensor zum Rand hin. Letztere lassen sich in Grenzen rechnerisch korrigieren, da machen die Kameras in den Telefonen auch einen ganz guten Job.

Wenn ich nicht gerade Landschafts- oder Architekturaufnahmen machen will, nützt mir der große Bildwinkel aber nicht so viel - da muß dann "Digitalzoom" (vulgo Ausschnittvergrößerung) ran, und damit verschenke ich dann wieder einen Großteil meiner neu gewonnenen Sensorfläche.

Der Fortschritt bei den Handykameras ist durchaus beeindruckend, aber die Physik läßt sich leider nicht überlisten.
Ceterum censeo librum facierum esse delendum.
0
FreddieP15.08.19 10:27
Totaler Schwachsinn und Ressourcenverschwendung. Und was die Qualität betrifft: bei welcher Blende gibt es dann Lichtbeugung auf Pixelebene? 0.7?
0

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