Rundgang durch macOS Monterey

Apple präsentierte heute Abend die allererste Vorabversion der nächsten macOS-Generation. Im Herbst wird die finale Version von macOS 12 Monterey erscheinen – doch am heutigen Abend stellte Apple bereits die erste Entwicklervorabversion im Internet zum Download bereit. Sehen Sie hier Screenshots von allen Neuerungen sowie Anmerkungen zu den neuen Funktionen.


Installation
Die Installation unterscheidet sich in der ersten Vorabversion nicht von macOS Big Sur:


Safari


Shortcuts/Kurzbefehle
Die Short-Cut-App präsentiert sich die meiste Zeit mit einer leeren Galerie – doch manchmal erscheint sie doch:


Karten-App

Karten-App: Globus


Übersetzen: Text markieren und Übersetzen


Focus



Live Text


Gender-gerechte Sprache
Bisher genderte Apple nur auf den Produktwebseiten – aber nun auch im Betriebssystem:



iCloud+ Privacy Relay & verborgene E-Mail-Adresse
In den iCloud-Einstellungen tauchen beide iCloud+-Features bereits auf – doch die Aktivierung schlägt aktuell noch fehl:


FaceTime
FaceTime in iOS 15 und macOS Monterey ist leider noch sehr fehlerbehaftet – und das Einladen via Links funktioniert aktuell nicht verlässlich. Es ist zu erwarten, dass Apple aktuell noch Änderungen an den FaceTime-Servern durchführt, so dass FaceTime in den neuen Systemen verlässlich arbeitet. Doch zumindest die Umgebungsgeräusch-Unterdrückung arbeitet wie auf der Keynote angepriesen.

Notizen-App

AirPlay auf dem Mac
Den Mac als Ziel für AirPlay funktioniert bereits in macOS Monterey Beta 1 – der Mac taucht einfach auf einem iPhone oder iPad als Ziel auf, ähnlich eines Apple TVs.

Kommentare

Embrace07.06.21 23:33
Danke für die ersten Eindrücke.
Kann man das Gendern auch deaktivieren?
+45
Christoph_M
Christoph_M07.06.21 23:34
ähm kann ich das gegendere auch abschalten? Das ist ja furchtbar
+41
Mendel Kucharzeck
Mendel Kucharzeck07.06.21 23:34
Embrace
Kann man das Gendern auch deaktivieren?

Ich denke nicht, dass die Option bereitsteht.
+8
Embrace07.06.21 23:38
Dann heißt es Feedback geben und ansonsten auf Englisch stellen. Die Idee in allen Ehren, aber die Lesbarkeit geht erwiesenermaßen zurück und grammatikalisch haut es auch nicht hin. Finde es nicht in Ordnung, dass Apple nicht die Sprache verwendet, die von der großen Mehrheit gesprochen wird. Erst wenn die Mehrheit so sprechen würde und sich Sprache natürlich verändert, können die damit anfangen.

Und in diesem Zusammennhang vielen Dank, dass MTN das korrekte generische Maskulinum verwendet. Genus ≠ Sexus
+46
don.redhorse08.06.21 00:02
man kann sich auch anstellen. So etwas überließt man doch einfach. Wenn du nen Buch ließt bei dem ewig lange Namen verwendet werden, dann ließt du doch auch nicht jedes mal den gesamten Namen, sondern nur den ersten Teil und weisst dann um wen es geht. Ebenso ist das mit dem Gegendere. Ob das nun Sinn macht, oder nicht sei jetzt hier mal dahin gestellt. Aber nur weil es früher anders war kann man es nicht ändern? Ich finde die reine Höflichkeit verlangt es schon darauf Rücksicht zu nehmen, aber nun gut, dass soll hier jetzt nicht Thema sein.
-16
MLOS08.06.21 00:02
Ich bin von der ersten Beta auch sehr positiv überrascht! Braillezeilen laufen in Safari auf den ersten Blick deutlich besser und verlässlicher.
+5
Hanterdro08.06.21 00:10
Embrace
Dann heißt es Feedback geben und ansonsten auf Englisch stellen. Die Idee in allen Ehren, aber die Lesbarkeit geht erwiesenermaßen zurück und grammatikalisch haut es auch nicht hin. Finde es nicht in Ordnung, dass Apple nicht die Sprache verwendet, die von der großen Mehrheit gesprochen wird. Erst wenn die Mehrheit so sprechen würde und sich Sprache natürlich verändert, können die damit anfangen.

Und in diesem Zusammennhang vielen Dank, dass MTN das korrekte generische Maskulinum verwendet. Genus ≠ Sexus
Ich habe schon heise+ gekündigt weil sie gendern.
Je mehr Leute Apple Feedback schreiben um so eher bewegt sich was.
+2
jeffL08.06.21 00:38
Ich schreibe eher selten, aber das "Gendern" geht mir auch ziemlich auf den Senkel, da es die Lesbarkeit deutlich herabsetzt.
+34
Warp
Warp08.06.21 01:08
Bei dem Gendersprech fallen aber die Diversen komischerweise irgendwie unter dem Tisch. Dass da noch keine Beschwerden gekommen sind?
BTW, in dem "find my Mac" is noch ein Fehler drin....
+4
marm08.06.21 01:44
Gleich mal ein Feedback an Apple gesendet. Die Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland ist gegen Gendern - auch die Frauen. Die Mehrheit der Schriftsteller im PEN-Club ist dagegen - auch die Schriftstellerinnen. Der Rat der Deutschen Rechtschreibung ist dagegen (bislang). Gendern ist voller logischer Mängel und die Befürwörter drehen sich in einer Spirale, bei der sie die logischen Mängel des Genderns durch noch absurdere Regelungen verschlimmern.
Kein Problem echter Benachteiligung wird dadurch gelöst.
+46
hophop08.06.21 02:38
Das wär dann mal 'ne App für die ich ein paar Euro zahlen würde: Die mir MacOS entgendert
Kotzt mich echt an.
+4
AE-3508.06.21 03:53
Und eigentlich möchte ich von Apple auch nicht geduzt werden. Ist mir zu sehr Ikea, aber das "Du" bewirkt halt eine kürzere Sprache, was für ein Interface essentiell ist. Wenn jetzt das Gendern im Interface los geht, dann gute Nacht.
+7
lokisig08.06.21 05:03
Wohin kann man denn am Besten ein Feedback bzg. gendern senden? Ich hatte mich gegen Apple Music wegen des Genderns entschieden und nun das. Apple sollte lieber mal die Fehler im macOS zu beseitigen, die ich denen so alle 2 Wochen nach einem Absturz sende...
Ich hoffe, und meine es ernst, Microsoft würde mal Gas geben und Windows als wirkliche Alternative weiterentwickeln.
-7
LouFeltzer
LouFeltzer08.06.21 06:06
Warum da jetzt von einigen wieder so ein Fass wegen des Genderns aufgemacht wird kann ich nicht nachvollziehen. Es ist ja nun mal nicht so, dass das System einem unentwegt Meldungen zeigt, die lang und ausformuliert sind, ich also minütlich dazu angehalten bin, mir etwas durch zu lesen.
Persönlich bin ich für das Gendern, denn Sprache und Gesellschaften verändern sich nun mal, und daran ändern auch die Personen nichts, die immer von „die Mehrheit der Deutschen“ spricht. Dieser Mehrheit ist es nämlich Wurscht!
Aber dennoch wäre es gut, wenn man es für diejenigen, die es nicht möchten, in macOS abschalten kann.
Quod erat demonstrandum
+9
Embrace08.06.21 06:16
Die Mehrheit lehnt Gendern ab: https://m.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/grosse-mehrheit-laut-umfrage-gegen-gendersprache-17355174.html

Und wie schon gesagt, sollte sich Sprache und Gesellschaft natürlich verändern, dann wäre auch alles in Ordnung. Nur kommt das Gendern eher von ideologischer Seite. Niemand außerhalb der Medien spricht, geschweige denn schreibt so – freiwillig wohlgemerkt!
+15
miepelino08.06.21 06:19
Ich kenne jemanden mit Lese-/Rechtschreibschwäche und für sie ist das Gendern der Horror, da sie dann immer an den Wörtern steckenbleibt und ihr bisschen "Lese-flow" wieder dahin ist.
+22
Cyman08.06.21 06:29
don.redhorse
man kann sich auch anstellen. So etwas überließt man doch einfach. Wenn du nen Buch ließt bei dem ewig lange Namen verwendet werden, dann ließt du doch auch nicht jedes mal den gesamten Namen, sondern nur den ersten Teil und weisst dann um wen es geht. Ebenso ist das mit dem Gegendere. Ob das nun Sinn macht, oder nicht sei jetzt hier mal dahin gestellt. Aber nur weil es früher anders war kann man es nicht ändern? Ich finde die reine Höflichkeit verlangt es schon darauf Rücksicht zu nehmen, aber nun gut, dass soll hier jetzt nicht Thema sein.

Sowas überliest anscheinend nur, wer auch sonst keinen Wert auf Rechtschreibung und korrekte Anwendung von Interpunktion, Grammatik, Syntax und anderen sprachlichen Regeln legt.
+23
LouFeltzer
LouFeltzer08.06.21 06:30
Embrace

Schade, dass bei der „Umfrage“ nicht daraus hervorgeht, wie viele Menschen befragt wurden, wie der Altersschnitt war und ob das somit repräsentativ ist.
„Niemand außerhalb der Medien…“ ich kenne tatsächlich einige, die so sprechen/schreiben. Vielleicht nicht die Variante mit dem „*“ oder dem „Innen“ aber zum Beispiel „Studierende“ sagen statt „Studenten“ oder ähnliches. Das fällt ja auch schon unter den Bereich Gendern.
Quod erat demonstrandum
+4
LouFeltzer
LouFeltzer08.06.21 06:36
Cyman

Genau, einfach mal alle über einen Kamm scheren. Ist in Diskussionen immer sehr hilfreich.
Quod erat demonstrandum
+7
LouFeltzer
LouFeltzer08.06.21 06:38
miepelino

Das kann ich nachvollziehen. Zumindest wenn mit „*“, „_“ oder dem „Innen“ gegendert wird, denn wenn man Studierende sagt, gendern man ja auch schon. Aber darum sollte man es im OS selbst konfigurieren können.
Quod erat demonstrandum
+1
Embrace08.06.21 06:38
Das mit dem Partizip stört mich auch. Dadurch verliert die deutsche Sprache an Vielfalt. Denn es gibt einen großen Unterschied zwischen einem Studierenden und einem Studenten. Studierender ist man nur, wenn man gerade, im Moment studiert. Wenn man bspw. kocht, ist man Student – und ein Kochender

Da die Umfrage von Infratest Dimap war, gehe ich davon aus, dass sie repräsentativ ist. Und ja, ich kenne tatsächlich jemanden, der privat auch die Pause beim * spricht (und natürlich auch schreibt) – und das sogar ziemlich konsequent. Ich würde aber meine Hand ins Feuer legen, dass 99+ % normal kommunizieren.
+11
LouFeltzer
LouFeltzer08.06.21 06:47
Embrace

Aber ebenso gibt es einen großen Unterschied zwischen Student und Studentin. 😉
Ich mag es sehr, dass man in der deutschen Sprache präzise ausdrücken kann, was man sagen möchte, doch sollten dabei nicht ca. 50% der Gesellschaft unerwähnt bleiben, nur weil Männer damals das generische Maskulinum geschaffen haben.
Ob allerdings die Art und Weisen wie das Gendern sprachlich umgesetzt wird mit Stern oder Unterstrich oder eben dem „Innen“ auch die beste Möglichkeit ist, kann ich auch nicht beurteilen.

Mich hätten zu der Umfrage aber schon die Rahmenbedingungen interessiert, denn das macht eine Umfrage/Studie erst aussagekräftig.
Quod erat demonstrandum
+10
locoFlo08.06.21 06:53
Am spannendsten an der Frage finde ich die Beißreflexe, die dadurch bei manchen ausgelöst werden. Wenn es, wie von vielen unterstellt, eine Woke-Modeerscheinung ist, dann geht es auch wieder weg.
Aber manchmal muss man liebgewonnene Gewohnheiten "gewaltsam" aufbrechen um die Perspektive zu wechseln. Ich denke schon, dass die deutsche Sprache bisher diskriminierend männlich war. Aber nur meine Meinung.
Nobody dies as a virgin, life fucks us all. KC
+3
Embrace08.06.21 06:54
Am besten direkt bei Infratest nachfragen. Die können dazu sicherlich die qualifizierteste Aussage treffen.

Du musst mir allerdings erklären wie du darauf kommst, dass Männer das generische Maskulinum erschaffen haben. Du implizierst dabei ja auch in meinen Augen, dass das über Frauen hinweg mit Hintergedanken entschieden wurde. So funktioniert Sprache aber nicht.

Frag bei der Gelegenheit auch deine Mutter, ob sie sich die ganzen Jahre bei Bürger etc. ausgeschlossen gefühlt hat.
+10
Richard Fish
Richard Fish08.06.21 06:59
Und in diesem Zusammennhang vielen Dank, dass MTN das korrekte generische Maskulinum verwendet.

hmmmm ... ich dachte, die Mac-Community wäre ein bißchen weiter ...
When All Else Fails, Discontinue the use of All Else
-1
Schens
Schens08.06.21 07:02
Ich glaube beobachten zu können, dass die Minderheit das Schweigen der Mehrheit als Zustimmung missinterpretiert.

Das ist auch kein Beissreflex. Es geht darum, einen Irrglauben nicht zu fördern, dass gegenderte Sprache zu weniger Gewalt etc. führen soll. Oder Gerechtigkeit - wie auch immer definiert.

Es geht darum, dass eine Minderheit so sehr nervt, dass die Mehrheit geneigt ist, das durchgehen zu lassen. In der Hoffnung, dass dann Ruhe ist.

Als Vater weiß ich, wozu das führt….
+24
LouFeltzer
LouFeltzer08.06.21 07:04
Embrace

Ja, das impliziere ich. Männer haben in Staaten und Kirche über Jahrhunderte Gesetze und Sprache geformt die unwissentlich oder vorsätzlich Frauen diskriminiert oder benachteiligt haben.
Quod erat demonstrandum
+5
LouFeltzer
LouFeltzer08.06.21 07:07
Schens

Interessant ist, dass aus meiner Perspektive die Menschen, die das Gendern ablehnen, eher die Minderheit sind. So ist das wohl immer eine Frage des Standpunktes. 😉
Quod erat demonstrandum
+1
doescher
doescher08.06.21 07:36
„Wenn man es schafft, das sie sich die falschen Fragen stellen, muss man sich um die Antworten keine Sorgen machen.“
+3
don.redhorse08.06.21 07:41
Vor allem, darum dann so nen Wind zu machen, als gäbe es kein Morgen…
-2
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