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Professionelle Rendering-App Redshift erscheint für macOS: Erst Intel-Version, dann M1-Variante

Maxon hat den Start der hauseigenen Rendering-Software Redshift für macOS angekündigt. Das Unternehmen optimierte die leistungshungrige Software sowohl für M1- als auch Intel-Macs. Um Nutzern eine gute Performance zu garantieren, wurde Redshift zudem umfassend für Apples Grafik-API "Metal" angepasst. Maxon zufolge berichten Tester der neuen Mac-Software von "verrückt-guten Ergebnissen", wenn sie die Anwendung auf ihrem 2019er Mac Pro verwenden.


Redshift für macOS und Metal optimiert
Bei Redshift handelt es sich um einen GPU-beschleunigten Renderer für aufwendige Animationen und visuelle Effekte. Maxon zufolge ist es der weltweit erste Biased-Renderer, der vollständig GPU-beschleunigt ist. Laut Maxon-CEO David McGavran zählte der Mac-Port von Redshift zu den höchsten Prioritäten der Software, nachdem Maxon Redshift im Jahr 2019 übernahm. Seitdem arbeitete das Unternehmen an einer speziell an die Vorzüge von macOS angepassten Version des Renderers, die alle Stärken der Mac-Plattform ausreizt.

In der dazugehörigen Pressemitteilung zitiert Maxon James Rodgers, der in seiner Tätigkeit für Lunar Animation die neue macOS-Version bereits ausprobierte. Rodgers berichtet von "verrückt-guten" Resultaten. Während ein typischer Frame eines mit aufwendigen Effekten versehenen Strategie-Spiels auf vorherigen Systemen rund 26 Minuten zum Rendering benötigte, gelang dem 2019er Mac Pro der gleiche Task in nur 58 Sekunden. Rodgers zeigt sich beeindruckt vom Geschwindigkeitspotenzial, das in Redshift für macOS (inklusive Metal-Optimierung) steckt – zumal der Mac Pro noch mit Intel-Chips arbeitet und weitere Leistungssteigerungen bei ARM-Macs mit M1-Chips möglich sind. Leider gibt es keine Details zum Computersystem, das zum Vergleich herangezogen wurde.

Intel-Version diese Woche, M1-Variante wahrscheinlich nächste Woche
Redshift für macOS erscheint in zwei Schüben. Zunächst kommt im Laufe dieser Woche die Intel-Version der Anwendung auf den Markt. Die Variante für M1-Macs folgt, sobald macOS 11.3 erscheint. Da das macOS-Update schon nächste Woche verfügbar sein könnte, dürfte die Zeitspanne zwischen veröffentlichter Intel- und M1-Version von Redshift daher nicht allzu lange sein. Wer jetzt schon Redshift für macOS schon jetzt testen möchte, kann die verfügbare Beta herunterladen.

Kommentare

Dicone
Dicone14.04.21 12:29
Endlich
+1
Sotto14.04.21 12:33
Maxon???? Geile Zeit damals auf dem Amiga.. Fastray, Kickpascal, MaxonC++ und Cinema4D.. das waren noch Zeiten 💪💪💪
+6
becreart
becreart14.04.21 12:57
sehr gut. somit hoffentlich auch bald in allen Nemetschek Programmen verfügbar, die Cinema4D bereits integriert haben
+3
Gedankenschweif14.04.21 13:17
Im Artikel steht "der vollständig GPU-beschleunigt ist" und das der Test auf einem "2019er Mac Pro" durchgeführt wurde.
Wie entscheidend ist denn hier überhaupt der Prozessor des Systems?
Denn GPU-beschleunigt meint doch, dass die Leistung von den vorhandenen GPUs abhängt und einen Mac Pro kann man ja mit "Zwei Radeon Pro Vega II Duo mit jeweils 2 x 32 GB HBM2 Grafikspeicher" zu einem GPU-Beast aufrüsten.
Da es jedoch keine Informationen über die Ausstattung des "2019er Mac Pro" gibt, ist die Aussage "von "verrückt-guten" Resultaten" gar nicht einzuordnen.
+2
verstaerker
verstaerker14.04.21 13:30
Gedankenschweif
"verrückt-guten" Resultaten" gar nicht einzuordnen.

in Zeiten von Nvidia RTX 3090 ist das sowieso alles lahm.. leider
-2
wolfgag
wolfgag14.04.21 13:40
Während ein typischer Frame eines mit aufwendigen Effekten versehenen Strategie-Spiels auf vorherigen Systemen rund 26 Minuten zum Rendering benötigte, gelang dem 2019er Mac Pro der gleiche Task in nur 58 Sekunden.

Man sollte zur Erklärung vielleicht noch anfügen, daß hier verschiedene Render Engines miteinander verglichen werden (Software vs GPU) und nicht etwa die neue Redshift Version um so viel schneller ist als die alte.
zumal der Mac Pro noch mit Intel-Chips arbeitet und weitere Leistungssteigerungen bei ARM-Macs mit M1-Chips möglich sind

Redshift ist ein GPU Renderer, ich denke nicht daß da der M1 Chip einen großen Unterschied macht.
0
wolfgag
wolfgag14.04.21 13:48
verstaerker
in Zeiten von Nvidia RTX 3090 ist das sowieso alles lahm.. leider

Habe kürzlich mal an einer Kiste mit 4 von denen gearbeitet (allerdings mit Octane) - das war dann wirklich “verrückt gut.” Aber wie ich oben schon schrub: hier wird der C4D CPU Renderer (vermutlich Physical = arschlangsam) mit einem GPU Renderer verglichen - da würde auch eine einzige, halbwegs moderne AMD GraKa schon eine verrückt gute Figur machen.
Wenn man einmal mit einem GPU Renderer gearbeitet hat, will man schlicht und ergreifend nie mehr zurück. Es sei denn man hat eine Renderfarm mit 1000 Nodes im Keller stehen...
+1
druid14.04.21 13:51
Gegen eine 3090 werden auch mehr M1-Grafikkerne eine Zeit lang nicht anstinken können – gegen mehrere erst recht nicht. Allerdings ist die Frage wie stark Apple da skalieren kann und will ... und wie lange sie dazu brauchen. Die bisherige Entwicklung lässt jedenfalls Hoffnung aufkeimen. Von wegen Alltagstauglichkeit: Angeblich kann man mit einem M1-Macbook Pro schon ganz gut arbeiten – laut den Betatestern. Rennt nicht, aber für Preview-Gedöns wohl schon ganz fein.
0
ssb
ssb14.04.21 14:06
wolfgag
snip...
Redshift ist ein GPU Renderer, ich denke nicht daß da der M1 Chip einen großen Unterschied macht.
Das hängt davon ab, wie leistungsfähig die M1 GPU-Kerne sind. Der große Vorteil kann sein, dass die GPU viel "enger" an die CPU angebunden ist und damit Latenzen bei der Datenübertragung deutlich reduziert werden können. Wie weit die in Gewicht fallen und dann auch potenziell schwächere GPU-Cores im Vergleich zu Top-GraKa kompensieren können, wird sich zeigen.
Da AppleSilicon Macs bis jetzt keine dedizierte GPU nutzen können, kann man dazu jetzt noch keine Aussage machen. Würde der M1 da richtig gut abschneiden im Vergleich zu High-End Karten, dann wären dedizierte GraKa möglicherweise obsolet, weil sie nichts bringen würden.
+4
moosegcr
moosegcr14.04.21 14:27
Redshift hat mich jetzt verwirrt in der Überschrift - das war ein Astronomieprogramm.
0
verstaerker
verstaerker14.04.21 15:59
wolfgag
verstaerker
in Zeiten von Nvidia RTX 3090 ist das sowieso alles lahm.. leider

Habe kürzlich mal an einer Kiste mit 4 von denen gearbeitet (allerdings mit Octane) - das war dann wirklich “verrückt gut.” Aber wie ich oben schon schrub: hier wird der C4D CPU Renderer (vermutlich Physical = arschlangsam) mit einem GPU Renderer verglichen - da würde auch eine einzige, halbwegs moderne AMD GraKa schon eine verrückt gute Figur machen.
Wenn man einmal mit einem GPU Renderer gearbeitet hat, will man schlicht und ergreifend nie mehr zurück. Es sei denn man hat eine Renderfarm mit 1000 Nodes im Keller stehen...
ich bin ja eher auf Renderman 24 gespannt. Das kombiniert CPU und GPU. Das wird heiß!
Aber auf m Mac wird das wohl nicht kommen .. setzt in Film und VFX eh kaum noch jemand ein.
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wolfgag
wolfgag14.04.21 16:00
ssb
Das hängt davon ab, wie leistungsfähig die M1 GPU-Kerne sind. ...kann sein...werden können. ...kompensieren können, wird sich zeigen.
...können, kann man dazu jetzt noch keine Aussage machen. Würde ... dann wären ...möglicherweise ...weil sie nichts bringen würden.
Sorry das war jetzt ein bisschen böse aber Fakt ist: momentan helfen beim GPU rendern nur möglichst viele, möglichst schnelle, dezidierte GraKas.
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teletower
teletower14.04.21 16:51
verstaerker
...Aber auf m Mac wird das wohl nicht kommen .. setzt in Film und VFX eh kaum noch jemand ein.
Das würde ich anders ausdrücken, laut "RenderMan 24 is due in beta for registered users of the commercial edition in December 2020, with a full release in “Q1 2021” for Windows 10, CentOS/RHEL 7.x Linux and macOS 10.14+."
ist zumindest die Beta auf macOS. Ich gehe auch davon aus, dass RM24 auf dem Apple Mx SoC nativ läuft.
+1
Megaseppl14.04.21 22:43
verstaerker
ich bin ja eher auf Renderman 24 gespannt. Das kombiniert CPU und GPU. Das wird heiß!
Ich rendere derzeit recht viel unter Blender mit optiX, der Raytracing-Beschleunigung für RTX-GPUs. Theoretisch kann ich sogar CPU und GPU zusammen rendern lassen - es macht aber schlicht keinen Sinn, trotz meiner immerhin 24 Threads. Der Zugewinn ist marginal, zudem ich bei den Rendereinstellungen einen Kompromiss konfigurieren müsste (Tile-Size vor allem), damit die CPU nicht den ganzen Vorgang blockiert.
+2

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