Präsidentschaftskandidatin Warren will Apple, Amazon, Facebook und Google aufspalten

Elizabeth Warren möchte die großen Technologiekonzerne zerschlagen. Darunter gehört neben Amazon, Facebook und Google auch Apple. Die Präsidentschaftskandidatin will damit „das Machtgleichgewicht der Demokratie wieder herstellen“ und für mehr Wettbewerb sorgen. In einem Interview gab sie kürzlich Auskunft über den Fall Apple.


Ungesunde Machtbündelung
Warren erklärte vor ein paar Tagen in einem viel beachteten Artikel im Magazin „Medium“, die großen Technologiekonzerne besäßen „zu viel Macht über unsere Wirtschaft, unsere Gesellschaft und unsere Demokratie.” Sie hätten den Wettbewerb ausgehebelt und Innovationen erstickt. Fast die Hälfte des E-Commerce laufe über Amazon, 70 Prozent des Internetverkehrs über Webseiten von Facebook und Google. Durch Fusionen und andere Instrumente schützten sich die Konzerne gegen den Wettbewerb. Ihre Macht müsse durch die Politik gebrochen werden.

Plattformen von Diensten trennen
Warren fordert, die Netzwerke von den Konzernen abzuspalten, sowie Fusionen rückabzuwickeln. Große Plattformen will sie von teilnehmenden Wirtschaftselementen trennen und den Betreibern generell untersagen, auch die Werkzeuge für die Plattform zu besitzen. Als Beispiele nennt Warren Google Ads von der Suchmaschine Google, Amazon-Basics-Produkte vom gleichnamigen Marketplace. Die Maßnahme soll für alle Unternehmen gelten, die einen Umsatz von mehr als 25 Milliarden Dollar erwirtschaften und solch ein Netzwerk unterhalten. Entsprechenden Dienstprogramme möchte Warren zudem einen „fairen, angemessenen und diskriminierungsfreien” Umgang mit den Nutzern auferlegen. Die Plattform-Betreiber selbst sollen gemäß dem Konzept keine Daten mehr an Dritte weitergeben dürfen.

Kartellbehörden sollen Fusionen revidieren
Einige Fusionen der Tech-Giganten sind Warren ein Dorn im Auge. Daher möchte sie die Regulierungsbehörden beauftragen, gegen „wettbewerbswidrige” Zusammenschlüsse vorzugehen. Im Einzelnen nennt die Präsidentschaftskandidatin Amazons Kauf von Whole Foods und Zappos, Facebooks WhatsApp- und Instagram-Übernahmen und die Google-Akquisitionen von Waze, Nest und DoubleClick. Generell zeigt sich die Demokratin unzufrieden mit der Arbeit des Justizministeriums und der Federal Trade Commission (FTC). Kürzlich sagte sie zum Technologiesektor der USA: „Es sollte nicht nur sechs große Konzerne geben.“ Gemeint sind die Google-Mutter Alphabet, Amazon, Apple, Facebook, Microsoft und Netflix.

Apple neu auf der Agenda
Während Elizabeth Warren zunächst nur Amazon, Google und Facebook nannte, hat sie nun auch Apple in ihre Überlegungen eingebunden. Laut ihren Voraussetzungen (Umsatz von über 25 Milliarden Dollar, Plattformbetreiber) war jedoch schon klar, dass eine solche Regelung auch den Konzern aus Cupertino betreffen würde. Konkret sagte sie in dem Interview, Apple könne in ihrem Konzept nur den App Store betreiben oder Programme darin anbieten, aber nicht beides zugleich. Warren erklärt warum: Wer auf der eigenen Plattform eigene Produkte verkaufe, habe zwei komparative Vorteile. Erstens besitze der Anbieter alle Informationen über andere Verkäufer und alle Kunden – noch bevor er überhaupt ein Produkt anbiete. Zum Zweiten kann der Betreiber, da er die Plattform kontrolliert, seine eigene Ware vorteilhafter präsentieren als die der Konkurrenz.

Eisenbahnen und Microsoft
Warren betont, dass die USA schon mehrfach überbordende Konzerne aufgespalten hat, um dem Wettbewerb wieder eine Chance zu geben. Sie nennt die Konzentration der Eisenbahnindustrie als Beispiel. Aufgrund dieses Monopols hatten die USA Ende des 19. Jahrhunderts das erste Kartellgesetz auf den Weg gebracht: Den Sherman Antitrust Act. Zuvor hatte Warren den Fall Microsoft genannt. In den 00er Jahren zwangen Kartellprozesse den Software-Giganten zu einem Vergleich. Warren behauptet, dieser habe erst den Weg für Konzerne wie Google und Facebook freigemacht. Sie erhofft sich eine Belebung des Internet-Marktes, wenn die großen Konzerne den Wettbewerb nicht mehr so einfach ersticken können.

Kommentare

pünktchen
pünktchen11.03.19 11:00
Fände ich gut, geht aber noch nicht weit genug.
0
eastmac11.03.19 11:02
Dann gründet Apple 4-5 neue Firmen, bringt die alle an die Börse und ist letztendlich mehr wert als jetzt.
-6
gnutellabrot11.03.19 11:09
Sehr guter Ansatz. Niemand will am Ende einen übermächtigen Konzern, der alles steuert und beherrscht.
+5
dsieb11.03.19 11:22
Ohje... Dort wird von Konzernaufspaltung gesprochen, hier von Wohnungsenteignung.
Ich bin mir sehr unsicher, ob das der richtige Weg ist.
+8
maliker11.03.19 11:23
Da gibt es sicherlich unterschiedliche Konzepte. Allerdings sprechen wir hier immer noch von den U.S.A., wo leider nicht die beste Idee, sondern der dickste Geldbeutel über die Wahl entscheidet .
0
pünktchen
pünktchen11.03.19 11:24
eastmac
Dann gründet Apple 4-5 neue Firmen, bringt die alle an die Börse und ist letztendlich mehr wert als jetzt.

Das ist ja völlig ok, es geht ja nicht darum dass Apple und die anderen Konzerne zu viel wert sind sondern um die Einschränkung von Wettbewerb und Innovation die sie mit ihrer Marktmacht herbeiführen.
+7
pünktchen
pünktchen11.03.19 11:28
dsieb
Ohje... Dort wird von Konzernaufspaltung gesprochen, hier von Wohnungsenteignung.
Ich bin mir sehr unsicher, ob das der richtige Weg ist.

Das eine hat mit dem anderen so ziemlich gar nichts zu tun und sollte daher unabhängig diskutiert werden. Einmal soll der Wettbewerb angeheizt werden, das andere mal geht es ganz im Gegenteil darum die Freiheit des Marktes einzuschränken weil man das sozialpolitisch für zwingend hält.

Natürlich handelt beides mal der Staat aber das tut er so oder so. Auch wenn er scheinbar nichts tut = nichts an seiner bisherigen Politik ändert.
+4
rene204
rene20411.03.19 11:31
Wenn man das "weiter spinnt", dann darf Apple entweder nur die Hardware anbieten, (auf der dann das ebenfalls von Apple angebotenen macOS NICHT laufen darf, hardwareseitige Sperre!),
oder eben nur das macOS, das dann auf jedweder PC-Hardware laufen können muss...
Ob das der richtige Weg ist? Ich bezweifle es stark.

Und was den Appstore und unterschiedliche Angebotsqualitäten für eigene oder Drittanbieter-Software betrifft, so lässt sich das doch alleine in der Beobachtung des Stores schon feststellen, ohne den Konzern aufsplitten zu müssen....
+4
Mecki
Mecki11.03.19 11:38
Und welche Programme verkauft Apple so großartig über den AppStore? Bzw. wie viel Mikroprozent von deren Umsatz macht deren Verkauf aus?

Auch bei Google, Facebook und Amazon bin ich kein Fan hier irgendwas ohne Sinn und Verstand zerschlagen zu wollen, auch wenn ich kein Fan dieser Unternehmen bin, aber wenn etwas nicht so funktioniert wie es soll, dann wird es das selten tun, wenn ich einfach mit einen Hammer drauf haue und es in Stücke zerschlage. Was ich bei Apple verändern würde wäre folgendes:

Apple kann gerne Hersteller oder Verkäufer sein, aber nicht länger beides. Apple muss seine Retail Stores komplett aufgeben (auflösen, verkaufen oder als Drittunternehmen ausgliedern) und Apple muss die Reparatur ihrer Geräte wieder komplett in Dritthand geben. Der Kunde bestimmt wo er kauft und wo er reparieren lässt. Folglich muss Apple auch jeden, der das will, wieder mit original Ersatzteilen beliefern (aktuell beliefert Apple hier niemanden in den meisten Ländern).

Apple darf Hardware verkaufen und zeitgleich Dienstleistungen für ihre Hardware anbieten, letzteres dann aber nur über offene Schnittstellen, die jeden Konkurrenten genauso zu Verfügung stehen müssen. Apple müsste z.B. iCloud auf eine komplett offene API umstellen und andere Anbieter müssen zu iCloud komplett kompatible Dienste anbieten können, so dass der Kunde frei wählen kann, wo er seine Cloud haben möchte, ohne dass ihm dadurch Nachteile entstehen. Dito Apple Music Integration im System, hier müssen auch andere Anbieter ihren Streamingdienst genauso gut in das System integrieren können, so dass der Kunde am Ende immer die gleiche UI und die gleichen Features hat, egal wer sein Streaminganbietr ist.

Apple muss seine Hardware soweit öffnen, dass jeder z.B. den NFC Chip nutzen kann, wie er will. Das nur Apple mit Apple Pay einen Bezahldienst anbieten kann auf iPhones geht eigentlich gar nicht. Jeder muss für iPhones seinen eigenen Bezahldienst anbieten können und dürfen, wenn er das will. Ich verstehe Apple's Sicherheitsargumente, aber das ist wie wenn morgen ein Unternehmen bestimmt, wann ich Auto fahren darf und wann es zu gefährlich für mich ist. Ich finde es ja gut, dass ein Unternehmen sich um mich sorgt, aber letztlich muss es meine Entscheidung sein, wie viel Risiko ich bereit bin zu tragen.

Und daher müsste Apple bei mir auch alternative App Stores erlauben. Es steht jedem Nutzer frei diese nicht zu nutzen und nach wie vor nur Apps bei Apple zu beziehen, so wie ich es z.B. machen würde, außer es ist unvermeidlich (wenn ich unbedingt eine App möchte und Apple die aber nicht in ihren Store lässt), aber die Wahl woher und vom wem der Kunde seine Apps bezieht muss beim Kunden liegen. Apple darf die Kontrolle über die Certs Chain behalten, aber sie müssten dann Drittanbietern ein Store CA Cert ausstellen, signiert mit ihrem CA Cert, und mit dem könnten dann Storebetreiber Apps signieren, die dann so auf Enkundengeräten laufen können.

Natürlich würde das alles so auch für Google und Android Anbieter zutreffen, wo es heute noch nicht so ist.
-3
Mecki
Mecki11.03.19 11:44
rene204
Wenn man das "weiter spinnt", dann darf Apple entweder nur die Hardware anbieten, oder eben nur das macOS, das dann auf jedweder PC-Hardware laufen können muss...
Warum dass? Muss der Anbieter deines Kühlschranks dir auch erlauben, dort jedes System deiner Wahl drauf zu spielen? Oder der Anbieter deines Autos das On-Board System der Konkurrenz aufzuspielen? Also den Punkt sehe ich gar nicht. Heute ist die Grenze zwischen Software und Hardware absolut fließend und wenn du ein Gerät kaufst, dann beinhaltet das heute auch fast immer Software, egal was das für ein Gerät ist. Hier zu sagen dass die Hard- und die Software eine integrale Einheit sind, halte ich für absolut legitim. Das einzige was ich hier machen würde ist Anbieter dazu zu verpflichten für einen bestimmten Zeitraum Sicherheitsupdate liefern zu müssen, wenn sie so argumentieren. Wenn sie sagen die Hardware ist eine offenen Plattform und ihre Software ist nur "ein Angebot", aber der Kunde darf drauf spielen, was er will, dann würde ich sie aus der Verpflichtung befreien.
+4
Windwusel
Windwusel11.03.19 11:53
gnutellabrot
Sehr guter Ansatz. Niemand will am Ende einen übermächtigen Konzern, der alles steuert und beherrscht.
Ich denke da immer an die Umbrella Corporation aus dem Resident Evil Universum. Die stellen wirklich alles her und kontrollieren alles!
Meine  Hardware: MacBook Pro mit Touch Bar (15-inch, 2018), iPhone X, AirPods und Apple TV 4
+1
ilig
ilig11.03.19 12:16
pünktchen
…die Einschränkung von Wettbewerb und Innovation die sie mit ihrer Marktmacht herbeiführen.
Mit welcher Marktmacht schränkt Apple Wettbewerb und Innovation ein?

Bei diesen Diagrammen kann keine Marktmacht von Apple erkennen.
+4
Der echte Zerwi11.03.19 12:27
Es gibt aber nur einen Hersteller, auf dessen Rechnern MacOS läuft. Apple. Wir wissen doch alle selbst gut genug, was es heißt, von einem Anbieter abzuhängen. Man ist auf der Plattform und kann nicht einfach zu einem anderen Hersteller gehen ohne erhebliche Nachteile/Aufwand hinsichtlich seiner Daten (iCloud etc.), Kosten für Programme etc. in Kauf zu nehmen. Man denke an die Diskussion über Apples Hardwareerneuerungszyklen. Aus dem Ökosystem Apples bricht man nicht einfach mal so schnell aus, da es mehr Konsequenzen hat als einfach mal schnell einen Rechner eines anderen Anbieters zu kaufen, wie es in der Windows-Welt der Fall ist.

Ich könnte mir schon vorstellen, dass hier ein Hebel zum Ansetzen existiert. Das selbe gilt natürlich auch für die iPhones.

Der Vergleich zu Kühlschränken oder Autos hinkt, denn hier investiere ich nicht in weitere Programme und begebe mich in eine Abhängigkeit. Ein neues Auto oder ein neuer Kühlschrank ist schnell gekauft, unabhängig davon, was da für eine Software drinsteckt. Die steht hier nicht im Vordergrund.

Man stelle sich vor, Microsoft würde Windows nicht mehr lizenzieren, sondern nur noch auf eigenen Rechnern verkaufen. Das würde einen Aufschrei geben.
+8
MacTaipan11.03.19 12:31
Gab es bei den genannten Firmen in letzter Zeit nennenswerte Fusionen?
-1
pünktchen
pünktchen11.03.19 12:32
ilig
Mit welcher Marktmacht schränkt Apple Wettbewerb und Innovation ein?

Mit ihrer 100% Beherrschung des Marktes für iOS und macOS Hardware sowie ihrer Kontrolle des Zugangs zu iOS & macOS Appstore, iTunes, Synchronisierung ihrer unterschiedlichen Plattformen etc. pp..
+2
pünktchen
pünktchen11.03.19 12:46
Mecki
der Anbieter deines Kühlschranks dir auch erlauben, dort jedes System deiner Wahl drauf zu spielen?

Das ist ja keine offene Softwareplattform auf der ich lauter andere Anwendung installiere.
+1
Cliff the DAU
Cliff the DAU11.03.19 13:06
Aufspaltung von Konzernen gabs in den Staaten schon mehr. Denkt an die Öl-Gesellschaften, die waren früher auch ein Konzern
„Es gibt keine Nationalstaaten mehr. Es gibt nur noch die Menschheit und ihre Kolonien im Weltraum.“
+3
Wurzenberger
Wurzenberger11.03.19 13:13
Das wars dann wohl mit der Präsidentschaftskandidatur.
+1
ilig
ilig11.03.19 13:19
pünktchen
Mit ihrer 100% Beherrschung des Marktes für iOS und macOS…
Das ist ja eine interessante Interpretation von Marktmacht. Bisher nahm ich immer an, dass sich Marktmacht über den Marktanteil definiert.

Beherrscht also z.B. Porsche 100% seines Marktes – obwohl der weltweite Marktanteil nur 0,3% beträgt? Oder verstehe ich Dich falsch?
+2
sierkb11.03.19 13:20
Cliff the DAU
Aufspaltung von Konzernen gabs in den Staaten schon mehr. Denkt an die Öl-Gesellschaften, die waren früher auch ein Konzern

Jepp.
The Verge, 09.03.2019
[…]

There shouldn’t be only six companies.

That’s right, there should not be only six companies.

At $25 billion [in annual revenue to trigger a breakup], you’re not anticipating that the local supermarket is going to stop having to do house brands.

Exactly. And no one’s looking for that. You’re getting into the nuance, that actually this is a two level regulation. The one that’s caught all the headlines is that for everybody above $25 billion, you got to break off the platform for many of the ancillary or affiliated businesses.
“When you’ve just got a bright-line rule, you don’t need the regulators.”

But between 90 million and 25 billion [in annual global revenue], the answer is to say if you run a platform, you have an obligation of neutrality, so you can’t engage in discriminatory pricing. Obviously, it’s like the net neutrality rule: you can’t speed up some folks and slow down other folks, which is another way of pricing. So there’s an obligation of neutrality.

The advantage to breaking them up at the top [tier] rather than just simply saying, “gosh, girl, why didn’t you just go for obligation of neutrality all the way through?” is that it actually makes regulation far easier. When you’ve just got a bright-line rule, you don’t need the regulators. At that point, the market will discipline itself. If Amazon the platform has no economic interest in any of the formerly-known-as-Amazon businesses, you’re done. It takes care of itself.

You don’t think Jeff Bezos is going to manage himself to $24.99 billion a year in revenue?

If he did, he would have a neutrality obligation and he’d have regulators crawling all over him. He might decide he’d rather be at $25 billion and split it all up.

You know, everybody should keep in mind that when they split Standard Oil into all the components like Standard of Ohio and Standard of New Jersey and Standard of California and so on, they actually ended up turning a bigger profit for everybody who’s been shareholders and executives because the broken apart [companies] let people get in and trade more. And there was more competition. They weren’t getting the monopoly profits —that’s the downside — but some of them got a whole lot more competitive. And that’s a good thing. If those spin-off Amazon businesses are really damn good, have at it, baby.

That’s what this is all about. What I object to is when they’re getting their profits because they’re sucking out specialty secret information that nobody else gets, or they’re getting prime placement in terms of when they show up on a search.

So you’re articulating a bright-line rule. A lot of conversations I’ve had with antitrust people like the Tim Wus and Lina Khans of the world, they’re saying we need to change the standard. We need to go from the consumer welfare antitrust standard to a European-style competition standard. Are you advocating that we change the antitrust standard?

I just think it’s a lot harder to enforce that against a giant that has huge political power.

So you’re in favor of leaving the consumer welfare standard alone?

Look, would I love to have [that changed] as well? Sure. I have no problem with that.

My problem is in the other direction: there are times when hard, bright-line rules are the easiest to enforce, and therefore you’re sure you’ll get the result you want.

Let me give you an example of that: I’ve been arguing for a long time now for reinstatement of [the] Glass-Steagall [Act]. And my argument is basically, don’t tell me that the Fed and the Office of the Comptroller of the Currency can crawl through Citibank and JPMorgan Chase and figure out whether or not they’re taking on too much risk and whether they’ve integrated and cross-subsidized businesses. Just break off the boring banking part — the checking accounts, the savings accounts, what you and I would call commercial banking — from investment banking, where you go take a high flyer on this stock or that new business.

When you break those two apart, you actually need fewer regulators and less intrusion on the business.
“It’s not only economic power that we need to worry about from the Amazons of the world — we have to worry about their political power as well.”

You also get more assurance it really happened. We live in an America where it’s not only economic power that we need to worry about from the Amazons and Facebooks and Googles and Apples of the world — we have to worry about their political power as well. There’s a reason that the Department of Justice and the Federal Trade Commission are not more aggressive. There was a time, long ago, when they were more aggressive, a golden age of antitrust enforcement.

These big companies exert enormous influence in the economy and in Washington, DC. We break them apart, that backs up the influence a little bit, and it makes absolutely sure that they’re not engaged in these unfair practices that stomp out every little business that’s trying to get a start, every startup that’s trying to get in there.
Q: The Verge (09.03.2019): Elizabeth Warren wants to break up Apple, too
“Either they run the platform or they play in the store.”
-1
pünktchen
pünktchen11.03.19 13:48
ilig
pünktchen
Mit ihrer 100% Beherrschung des Marktes für iOS und macOS…
Das ist ja eine interessante Interpretation von Marktmacht. Bisher nahm ich immer an, dass sich Marktmacht über den Marktanteil definiert.

Beherrscht also z.B. Porsche 100% seines Marktes – obwohl der weltweite Marktanteil nur 0,3% beträgt? Oder verstehe ich Dich falsch?

Es kommt immer drauf an über welchen Teilmarkt man spricht, bei Porsche zB über Autos, Sportautos oder Ersatzteile für den Porsche 911. Ich sprach von Hardware für iOS und macOS, was du netterweise unterschlagen und meine Aussage damit in eine völlig andere umgedichtet hast. Es wäre nett wenn du versuchen würdest halbwegs seriös zu diskutieren.
-4
ilig
ilig11.03.19 14:01
pünktchen
Bitte entschuldige, dass ich bisher annahm, dass sich Marktmacht über den Marktanteil am Gesamtmarkt und nicht über Teilmärkte definiert. Bitte entschuldige außerdem, dass ich Dich gefragt habe ob ich Dich falsch verstehe. Ich tue es auch nie wieder.
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phatejack
phatejack11.03.19 14:26
Die überheblichen, vermeintlich gebildeten amerikanischen Demokraten bereiten sich auf 2020 vor... und machen es Trump so einfach wie möglich. Noch so schwachsinnige Ideen werden aufgegriffen und in den Raum geplärrt (Stichwort AOC, Ilhan Omar)

Freie Marktwirtschaft produziert nun mal klare Gewinner. Die kann man auch alle verklagen wenn sie grob fahrlässig mit ihrer Anzugskraft agieren - und dann immer noch zerschlagen. Siehe Microsoft.

Was Frau Warren da vorschlägt basiert auf reinem Idealismus, der Gleichschaltung des Marktes und noch mehr Regierungsmacht.
Sie setzt auch eine gewisse Unmündigkeit des Bürgers voraus - der muss mit Gewalt vor den bösen Kräften Apple's, Google's und Facebook's bewahrt werden. Schon klar - die Bürger werden ja geradezu täglich gezwungen die Produkte zu nutzen.

Jedem freien Bürger sollten sich bei Warren's Aussagen die Nackenhaare sträuben.
-2
pünktchen
pünktchen11.03.19 14:42
ilig
pünktchen
Bitte entschuldige, dass ich bisher annahm, dass sich Marktmacht über den Marktanteil am Gesamtmarkt und nicht über Teilmärkte definiert. Bitte entschuldige außerdem, dass ich Dich gefragt habe ob ich Dich falsch verstehe. Ich tue es auch nie wieder.

Steck dir deinen Sarkasmus sonst wohin ilig. Wenn du zu doof bist zu kapieren worum es geht musst du nicht mich dafür verantwortlich machen.
-1
pünktchen
pünktchen11.03.19 14:49
phatejack
Freie Marktwirtschaft produziert nun mal klare Gewinner. Die kann man auch alle verklagen wenn sie grob fahrlässig mit ihrer Anzugskraft agieren - und dann immer noch zerschlagen. Siehe Microsoft.

Ich bin mir jetzt nicht sicher was du mit "grob fahrlässig mit ihrer Anzugskraft agieren" ausdrücken willst. Wenn du allerdings das Zerschlagen von Monopolen nicht grundsätzlich ausschliesst, was ist dann genau dein Problem mit dem Vorschlag Warrens? Wo ist da zB die "Gleichschaltung des Marktes"?
0
ilig
ilig11.03.19 15:13
pünktchen
Wenn du allerdings das Zerschlagen von Monopolen nicht grundsätzlich ausschliesst
Bist Du zu doof um zu kapieren was ein Monopol ist? Um es mal in Deinem Tonfall zu formulieren.
0
ilig
ilig11.03.19 15:32
pünktchen
Dass sich Marktmacht über den Marktanteil am Gesamtmarkt und nicht über Teilmärkte definiert, das wird z.B. hier sehr schön beschrieben.
Oder ist Dir diese Quelle zu unseriös? Kannst mir ja seriösere nennen.
0
macsmac
macsmac11.03.19 15:48
pünktchen

Eine Firma die ein Produkt entwickelt und anbietet und dann noch dritte partizipieren lässt dafür zu bestrafen ist schon schelmisch im Kapitalismus.
Niemand muss Apple Produkte kaufen. Zudem gibt es Konkurrenz. Ich verstehe das Ansinnen nicht. Alles reine Polemik, denn von marktbeherrschender Stellung ist man noch weit entfernt.
-1
macsmac
macsmac11.03.19 15:50
phatejack

Auf den Punkt
0
adiga11.03.19 15:52
ilig
pünktchen
Mit ihrer 100% Beherrschung des Marktes für iOS und macOS…
Das ist ja eine interessante Interpretation von Marktmacht. Bisher nahm ich immer an, dass sich Marktmacht über den Marktanteil definiert.

Beherrscht also z.B. Porsche 100% seines Marktes – obwohl der weltweite Marktanteil nur 0,3% beträgt? Oder verstehe ich Dich falsch?

Der weltweite Anteil von Porsche liegt weit darüber, ist schliesslich ein der drei grössten Autohersteller aufgrund des Mehrheitsanteils an VW.
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