Podcasts+: Apples neuer Premium-Service startet am 15. Juni

Eine der ersten Neuerungen, die Apple im Rahmen des „Spring Loaded“-Events im vergangenen April präsentierte, war „Podcasts+“. Die Idee kennen Nutzer allerdings bereits von anderen Podcatchern: Wer Podcasts erstellt, kann künftig einige Funktionen exklusiv für zahlende Abonnenten zur Verfügung stellen. So lassen sich beispielsweise Inhalte frei von Werbung wiedergeben, außerdem kann der Zugang zu Folgen für Premium-Kunden früher eingeräumt werden. Nun steht endlich der genaue Termin für den Start des Services fest.


Podcasts+: Die Kosten für Betreiber und Abonnenten
Produzenten von Podcasts erhielten gestern eine E-Mail von Apple, die über den neuen Service Podcasts+ aufklärt. Ab 15. Juni lassen sich exklusive Inhalte für zahlende Abonnenten aufbereiten. Allerdings bittet Apple auch die Betreiber der Podcasts zur Kasse: Wer von dem neuen Dienst Gebrauch machen möchte, muss eine entsprechende Mitgliedschaft erwerben, die 19,99 Euro pro Jahr kostet. Eine Umsatzbeteiligung fällt ebenfalls an: 30 Prozent der Einnahmen im ersten Jahr gehen an Apple, ab dem zweiten Jahr halbiert sich dieser Prozentsatz. Die Preise für die Abonnements legt der Produzent fest: Üblicherweise wird ein monatlicher Obolus für die Hörer fällig, allerdings kann der Betreiber auch eine jährlich erfolgende Abrechnung wählen.

Apple verweist auf Richtlinien und Tipps
Apple nennt in der E-Mail noch einige Tipps: Das Artwork soll simpel ausfallen und über einen hohen Wiedererkennungswert verfügen. Außerdem rät das Unternehmen den Produzenten zu einer klaren Kommunikation über die exklusiven Inhalte der Podcasts. Ferner sollten Betreiber daran denken, nicht zu wenige Folgen für Premium-Abonnenten anzubieten. Apple verlinkt in der Mail zudem auf weitere Empfehlungen und Richtlinien.

Diese E-Mail erhielten gestern jene, die einen Podcast über Apples Plattform anbieten

Start musste verschoben werden
Eigentlich hätte Podcasts+ bereits im Mai an den Start gehen sollen. Apple hatte jedoch mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen: So konnten sich einige Betreiber nicht beim Podcast-Connect-Portal anmelden, außerdem wurden neue Episoden erst mit Verspätung angezeigt. Mittlerweile behob Apple diese technischen Probleme.

Kommentare

chill
chill10.06.21 14:26
Es werden sich etliche Podcast Anbieter mit minderwertigem Inhalt auf den Zug springen und Abos verlangen. Dadurch schleicht sich der Podcast langsam dem Tode entgegen.
"¿ssıəɥɔs ɹəp llos sɐʍ" :ʇƃɐs əsıəʍ ɹəp 'ßıəʍ sɐʍ ɹə sɐp ßıəʍ əƃnlʞ ɹəp
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RyanTedder
RyanTedder10.06.21 14:32
Der Markt wird in letzter Zeit ja leider mit Podcasts überflutet. Diese sind zwar technisch gesehen schon hochwertig, aber Inhaltlich belanglos. Da bin ich mal gespannt ob sich daran etwas ändert.
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Raziel110.06.21 16:27
chill

Hätte das jetzt genau anders herum gesehen. Podcasts werden aktuell nicht entlohnt. Vermarktung etc geht nur schwer. Dadurch endet der Podcast meistens als nettes Hobby nebenbei. Die Thematik für die Mühen auch was zu verlangen, wurde unter den Podcastern schon öfters diskutiert. Viele haben dicht gemacht weil es den Aufwand nicht wert war. Habe die letzten Jahre schon echt viele guter Podcasts gehen sehen weil es sich niemals gelohnt hat.

Genau da setzt der Vorstoß an. Die schlechten die was verlangen hört ja keiner. Aber die Guten haben dann auch endlich was davon. Das podcasts bisher immer trotz teils ordentlicher Arbeit dahinter als gratisware betrachtet wurden war immer schon schade. Bei Apps ist es ja auch nicht anders.
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chill
chill11.06.21 08:17
Raziel1
chillHätte das jetzt genau anders herum gesehen. Podcasts werden aktuell nicht entlohnt. Vermarktung etc geht nur schwer. Dadurch endet der Podcast meistens als nettes Hobby nebenbei. Die Thematik für die Mühen auch was zu verlangen, wurde unter den Podcastern schon öfters diskutiert. Viele haben dicht gemacht weil es den Aufwand nicht wert war. Habe die letzten Jahre schon echt viele guter Podcasts gehen sehen weil es sich niemals gelohnt hat.

Genau da setzt der Vorstoß an. Die schlechten die was verlangen hört ja keiner. Aber die Guten haben dann auch endlich was davon. Das podcasts bisher immer trotz teils ordentlicher Arbeit dahinter als gratisware betrachtet wurden war immer schon schade. Bei Apps ist es ja auch nicht anders.

Stimmt wohl, man kann mit Podcasts nicht so einfach Geld verdienen wie zb bei Youtube ... Bewegtbildwerbung lässt sich eben einfacher bewerben als Audiowerbung. Die Leute denken ja auch, das bei nen Podcast: "Geld? Wofür? was machen die denn, ausser sich von nen Mikrofon setzen?"

Wenn ein Podcast mehr als 2€/Monat kostet, sind die Zuhörer weg. Einfach mal abwarten.

Leute Woche bei Ralf Ruthe ... da gab es ein Interview mit dem Karl Lauterbach. Der Podcast dauerte 57 Minuten, am Anfang 13 Minuten Geplänkel das nicht ansatzweise zum Thema gehört. Da bin ich weg. Auch wenn das kostenlos ist. Und für sowas evtl noch bezahlen? Äh ....
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