Nikon D7500: Neue Spiegelreflexkamera im DX-Format (APS-C) vorgestellt

Die Katze lässt das Mausen nicht – könnte man sagen, wenn man die beiden Kamera-Platzhirsche Nikon und Canon beobachtet. Beide setzen nach wie vor stark auf die Eigenschaften von Kameras mit optischem Prismensucher und Klappspiegeltechnik (SLR) und behandeln ihre spiegellosen Systemkameras (CSC) ein wenig stiefmütterlich. Wirklich schlecht fahren beide mit dieser Strategie bis heute nicht, aber die Konkurrenz, die viel stärker auf CSCs setzt, ist inzwischen auf einem Niveau angekommen, dass man die Daseinsberechtigung der Klappspiegel-Technik ernsthaft in Frage stellen kann. Dennoch bringt Nikon mit der neuen D7500 im Sommer wieder eine SLR in den Handel, die jeden Trend hin zur CSC zu ignorieren scheint.


Die Nikon D7500 ist eine Kamera mit Bildsensor im APS-C-Format, was bei Nikon "DX" heißt. Es handelt sich dabei um denselben Sensor mit 20,9 MP Auflösung und ohne optischen Tiefpassfilter, der auch im aktuellen DX-Spitzenmodell D500 steckt. Neben dem Sensor wurde auch sonst im Inneren viel gegenüber dem Vorgänger D7200 verbessert, wie beispielsweise ein ca. 30% schnellerer Expeed 5 Bildprozessor, mehr Pufferspeicher, höhere ISO-Empfindlichkeit und optimierte Videofunktionen. Ach ja, auch der Sensor zur Belichtungsmessung mit 180k-Pixel RGB stammt aus der D500. Das 51-Punkt AF-System mit 15-Kreuzsensoren bleibt hingegen unverändert, wurde aber durch Software-Tuning optimiert.


Äußerlich hat sich nur wenig verändert außer ein paar ergonomische Optimierungen, wie ein etwas größerer Griff. Am auffälligsten ist noch das neue 3,2" Klappdisplay mit Touch-Funktion und die Tatsache, dass die D7500 nur noch einen statt 2 SD-Card-Slots hat.


Im Bereich Video gibt es jetzt die Möglichkeit 4K UHD direkt per HDMI auf externen Geräten aufzuzeichnen. Zudem gibt es einen USB 2.0 Anschluss, sowie Buchsen für Kopfhörer, Mikrofon und Fernsteuerung. WLAN und Bluetooth sind ebenfalls an Bord, NFC wurde hingegen wegrationalisiert. Braucht eh kein Mensch – meiner Meinung nach. Die neue Batterie namens EN-EL15a ist rückwärts- und vorwärtskompatibel, es können also auch die Energiespeicher des Vorgängers in der D7500 verwendet werden, und umgekehrt. Komischerweise hat der neue Akku mit 950 Aufnahmen weniger Kapazität, als der alte Akku, der es auf 1110 Auslösungen nach CIPA brachte.


Die Nikon D7500 wird voraussichtlich ab Juni in den Regalen stehen. Der Body allein soll dann 1.499 Euro kosten. Die Kamera wird aber auch im Bundle mit folgenden Objektiven angeboten:

AF-S DX NIKKOR 18-105 mm 1:3,5-5,6G ED VR = 1.799 Euro
AF-S DX NIKKOR 18-140 mm 1:3,5–5,6G ED VR = 1.849 Euro
AF-S DX NIKKOR 16-80 mm 1:2,8-4E ED VR = 2.499 Euro

Kommentare

barabas15.04.17 16:18
Die Nikon Fangemeinde wartet eigentlich schon seit dem letzten Jahr auf einen Nachfolger der D810, nun ein weiteres APS-C Modell dürfte hier wohl eher enttäuschend und fast schon überflüssig sein. Letzteres schon alleine deshalb weil die D500, das Flaggschiff der Serie, mittlerweile nur noch wenig teurer ist als der angepeilte Preis von ca. 1500 EUR (D500 mittlerweile schon teils deutlich unter 1900 EUR) der D7500.
+2
alephnull
alephnull15.04.17 16:36
Wirklich schlecht fahren beide mit dieser Strategie bis heute nicht, aber die Konkurrenz, die viel stärker auf CSCs setzt, ist inzwischen auf einem Niveau angekommen, dass man die Daseinsberechtigung der Klappspiegel-Technik ernsthaft in Frage stellen kann.

Es zeigt mal wieder, dass es einen Unterschied gibt zwischen dem, was sich eine Handvoll Enthusiasten wünscht, und dem, was die Masse wirklich kauft. Und da offenbar in den USA als wichtig(st)er Kameramarkt die SLR immer noch ganz oben in den Verkaufstlisten stehen...

...wird eben knallhart das produziert, was Kasse macht und nix anderes. Willkommen im Kapitalismus!

Klar, hätten Canon und Nikon von Anfang an voll auf Spiegellos gesetzt, wäre sie wahrscheinlich ebenfalls noch die Platzhirsche. Aber dann hätten sie ihre riesen SLR-Objektivprogramme einstampfen dürfen und alles auf Anfang setzen müssen - eine Sorge, die Sony, Oly und Pana nicht hatten. Also auch hier hat bislang eigentlich "nur" die wirtschaftliche Vernunft gesiegt.

Dass das bei den beiden Quasi-Monoplisten inzwischen fast schon in Marktmanipulation ausartet (was das Kleinhalten der Spiegellosen im Gesamtmarkt betrifft), ist 'ne andere Geschichte.
+3
sonorman
sonorman15.04.17 16:53
Ich glaube, ein ganz wichtiger Faktor, warum Canon und Nikon nach wie vor gut mit SLRs fahren, ist ihr Pro-Support. Technisch gesehen wären CSCs wie die Olympus E-M1 Mark II oder auch einige Sonys heute durchaus geeignet, bei Großveranstaltungen wie Olympia etc. eingesetzt zu werden. Aber das passiert nicht, weil nur Canon und Nikon dafür die nötige Infrastruktur bieten. Also sieht man bei solchen Events in den Fotogräben nach wie vor nur die beiden Platzhirsche. Und das wiederum färbt auch auf den Verbrauchermarkt ab.

In diesem Interview mit Olympus wird das auch deutlich.
Wenn jemand an den Grundfesten des Canikon-Bollwerks rütteln kann, dann vielleicht zuerst Sony. Immerhin haben die angeblich gerade in den USA Nikon als Nummer 2 bei Vollformat abgelöst.
0
subjore15.04.17 17:10
Sie haben jetzt eine schlechtere d500 herausgebracht. Ich bin überrascht, dass sie auch noch den Autofokus der d500 übernommen haben.
Allerdings hätten sie auch noch den Mut haben sollen und sich überlegen können was man besser als an der d500 machen könnte. Sie hätten ihre Technik an ein paar stellen aktualisieren können. 2017 hat man andere Möglichkeiten als 2016.

Aber alles in allem eigentlich ganz gut. Am Anfang wahrscheinlich noch recht teuer, aber ich überlege es mir sie zu kaufen, sobald sie nur noch 1000 Euro kostet.
0
heldino15.04.17 17:15
Also ich warte nicht auf den Nachfolger meiner D800E, Spiegelreflex ist Vergangenheit. Sicher Sie macht wundervolle Bilder und die Gläser sind auch toll. Aber mein nächstes System ist eine Fujifilm.Sollen doch Nikon und Canon weiterhin auf SLR setzen und warten bis Sie dem Zug hinterherrennen....
+2
mayo8115.04.17 17:56
So richtig begeistern kann mich der Kameramarkt derzeit nicht. Wäre ich Neukunde, würde ich sogar bewusst zur Vorgängerversion tendieren, weil der Preisunterschied einfach viel zu groß und er durch die marginale Mehrleistung (für mich persönlich) nicht zu rechtfertigen ist.
+4
totohh15.04.17 18:02
heldino
Also ich warte nicht auf den Nachfolger meiner D800E, Spiegelreflex ist Vergangenheit. Sicher Sie macht wundervolle Bilder und die Gläser sind auch toll. Aber mein nächstes System ist eine Fujifilm.Sollen doch Nikon und Canon weiterhin auf SLR setzen und warten bis Sie dem Zug hinterherrennen....

Das habe ich schon hinter mir
Nach dem Desaster mit der D800E (AF-Fehler) und kein vernünftiger Support bzw. Kulanz seitens Nikon, hatte ich sogar noch ein Kauf der D810 vollzogen
Dann aber den Wechsel zu Fuji-X vollzogen und bin total happy mit dem System.
War schon zu Analogzeiten mit einer Nikon unterwegs, aber Mangel an Qualität und die Preisentwicklung in letzter Zeit haben mich in das X-System getrieben.
Schade Nikon, sehe die Zukunft nicht allzu rosig. (Aber das ist nur meine persönliche Meinung.)
+5
Gammarus_Pulex
Gammarus_Pulex15.04.17 18:06
Zumal die D7500 keinen zweiten Speicherkarten-Slot mehr hat, keinen Batteriegriff nutzen kann... und noch so ein paar Details...

Sie wirkt wie ein Lockmittel für die D500...
+5
Perlensucher
Perlensucher15.04.17 18:27
Spiegelreflexkamera ist noch lange nicht Geschichte! Digitale Sucher haben inzwischen sehr viel Boden gut gemacht, sind aber in bestimmten Situationen Grenzwerrtig und daher nur eine schlechte Alternative zum optischen Sucher. Dort, wo es darauf ankommt in einem Bruchteil einer Sekunde den richtigen Zeitpunkt zu erwischen (Hochzeit, Portrait...) ist und bleibt der optische Sucher überlegen. Dieses Latenzproblem wird so schnell nicht behoben.
Zweites Problem ist die Unfähigkeit der digitalen Suchersysteme bei starker Dunkelheit. Steigende Latenz und Rauschen im Sucherbild... unbrauchbar.
Drittes Problem ist der mangelnde Dynamikumfang der Sucherbilder. Bei entsprechenden Motiven kommt man schnell an die Grenzen.
Permanenter Energieverbrauch ist dagegen schon eine Kleinigkeit.

Wenn man den Sucher nur als Werkzeug zum bestimmen des richtigen Bildausschnitts nutzt, dann ist deren Qualität inzwischen mehr als zufriedenstellend. Und klar, der digitale Sucher ist der nächste evolutionäre Schritt... aber nicht für jeden Fotografen!

Für meine Zwecke ist die Kombi aus optischem Pentaprismasucher und klappbaren digitalem Display perfekt. Diese Kombi vereint die Vorteile beider Systeme.
+1
Jordon
Jordon15.04.17 19:04
Perlensucher
Spiegelreflexkamera ist noch lange nicht Geschichte! Digitale Sucher haben inzwischen sehr viel Boden gut gemacht, sind aber in bestimmten Situationen Grenzwerrtig und daher nur eine schlechte Alternative zum optischen Sucher. Dort, wo es darauf ankommt in einem Bruchteil einer Sekunde den richtigen Zeitpunkt zu erwischen (Hochzeit, Portrait...) ist und bleibt der optische Sucher überlegen. Dieses Latenzproblem wird so schnell nicht behoben.
Da bist du scheinbar nicht am letzten Stand: dieses "Latenzproblem" wurde schon lange behoben, du hast bei den neuen Kameras keine Verzögerung im Sucher mehr!
Zweites Problem ist die Unfähigkeit der digitalen Suchersysteme bei starker Dunkelheit. Steigende Latenz und Rauschen im Sucherbild... unbrauchbar.
Rauschen ja, Verzögerung nein.
Drittes Problem ist der mangelnde Dynamikumfang der Sucherbilder. Bei entsprechenden Motiven kommt man schnell an die Grenzen.
Permanenter Energieverbrauch ist dagegen schon eine Kleinigkeit.
Das ist wohl technisch bedingt wahr, aber man muss bedenken das man so und so nicht die Dynamik dann am Bild hat die man im Sucher sieht! Weder bei einer DSLR noch bei einer Kamera mit Digitalen Sucher. Um die Dynamik die zu ereichen ist zu bestimmen, ist wahrscheinlich sogar der digitale Sucher von Vorteil.

Aber kein Zweifel, der analoge Sucher bietet auch Vorteile, nur die werden immer weniger.
+3
Black Mac
Black Mac15.04.17 19:05
heldino
Aber mein nächstes System ist eine Fujifilm.Sollen doch Nikon und Canon weiterhin auf SLR setzen und warten bis Sie dem Zug hinterherrennen....

Killer-Kameras, bin seit der X-Pro1 dabei. Aktuell renne ich mit einer X-T2 und einer X100F durch die Gegend und könnte zufriedener nicht sein. Genial in der Bedienung, fantastische Bildqualität. Für mich zählt aber nicht nur, was die Kameras können – sondern auch, dass sich Fujifilm den Arsch aufreisst, um sie besser zu machen. Die Firmware-Updates sind ja unterdessen fast schon legendär.
P.S.: Apple kann keine Dienste.
+4
mazun
mazun15.04.17 20:39
Interessant, dass die Kamera hier bei Mactechnews vorgestellt wird. Aber passt schon irgendwie, denn die D7500 verhält sich leider im Vergleich zur D7200 wie das neue iPad zum iPad Air2...
+1
fadenschein15.04.17 22:11
Mag mir mal jemand erklären, was der Vorteil von digitalen Suchern vs. optischen Suchern ist?
0
wolfgag
wolfgag15.04.17 22:28
Vorteil: Man sieht das Bild - zumindest theoretisch - so wie es tatsächlich aufgenommen wird, die Serienbild Geschwindigkeit kann höher liegen als bei einer mechanischen Spiegelreflex Kamera, es gibt kein Auslösegeräusch und es gibt praktische Funktionen wie zB Focus peeking oder Zebra overlays.

Nachteil: Latenzen, Rauschen & schlechtes Bild bei Aufnahmen im Dunkeln, Stromverbrauch, je nach Modell auch schlechte Auflösung (bei den Topmodellen ist das aber kein Thema mehr).
fadenschein
Mag mir mal jemand erklären, was der Vorteil von digitalen Suchern vs. optischen Suchern ist?
+3
sonorman
sonorman15.04.17 22:35
fadenschein
Mag mir mal jemand erklären, was der Vorteil von digitalen Suchern vs. optischen Suchern ist?
Zum Beispiel:

  • Anzeige der Szene mit tatsächlicher Belichtung und Weißbalance
  • Aufhellen der Szene bei wenig Umgebungslicht
  • Einblendung komplexer Infos wie Histogramm
  • Ausschnittvergrößerung bei manuellem Zoom
  • Anzeige anderer Fokussierhilfen wie Focus Peeking
  • Live Anzeige bei Langzeitbelichtung
  • Anzeige der Aufnahmen im Sucher (wenn das Display bei Sonnenlicht nicht gut zu sehen ist)
  • Kürzerer Blackout weil kein Spiegel davor klappt

Und einiges mehr.
+3
SpaceBoy
SpaceBoy15.04.17 23:24
Hat jemand schon negative Erfahrungen mit 'ausblauenden' OLED Suchern gemacht?

Paar OLED SmartPhone Displays, die ich in der Hand hatte (vor allem mit paar Jahren auf dem Buckel), hatten einen ordentlichen Farbstich... wäre halt im Sucher (wird man sicherlich nicht genauso häufig verwenden wie das Handy) mega ärgerlich bzw. vielleicht lässt sich der Sucher relativ einfach tauschen...
0
nacho
nacho15.04.17 23:31
Black Mac
heldino
Aber mein nächstes System ist eine Fujifilm.Sollen doch Nikon und Canon weiterhin auf SLR setzen und warten bis Sie dem Zug hinterherrennen....

Killer-Kameras, bin seit der X-Pro1 dabei. Aktuell renne ich mit einer X-T2 und einer X100F durch die Gegend und könnte zufriedener nicht sein. Genial in der Bedienung, fantastische Bildqualität. Für mich zählt aber nicht nur, was die Kameras können – sondern auch, dass sich Fujifilm den Arsch aufreisst, um sie besser zu machen. Die Firmware-Updates sind ja unterdessen fast schon legendär.

Habe auch die X-T2 und bin absolut begeistert davon, vom Body bis zu den Objektiven ist alles 1A und das zu vernünftigen Preisen.
+2
heldino16.04.17 00:44
@ totohh, Black Mac, nacho

Danke für die Rückmeldung. Dann werde ich mal die D800E losschlagen...
0
fadenschein16.04.17 08:19
Beim Fotografieren geht es doch vor allem um's Sehen.

Außer in bestimmen Anwendungsfällen, in denen Geschwindigkeit und Lautstärke als Kriterien dominieren, kann ein digitaler Sucher trotz aller 'Feature'-Vorteile bei heutiger Displaytechnik (noch) nicht an einen optischen Sucher heranreichen.
0
Black Mac
Black Mac16.04.17 08:52
sonorman
fadenschein
Mag mir mal jemand erklären, was der Vorteil von digitalen Suchern vs. optischen Suchern ist?
Zum Beispiel:

  • Anzeige der Szene mit tatsächlicher Belichtung und Weißbalance
  • Aufhellen der Szene bei wenig Umgebungslicht
  • Einblendung komplexer Infos wie Histogramm
  • Ausschnittvergrößerung bei manuellem Zoom
  • Anzeige anderer Fokussierhilfen wie Focus Peeking
  • Live Anzeige bei Langzeitbelichtung
  • Anzeige der Aufnahmen im Sucher (wenn das Display bei Sonnenlicht nicht gut zu sehen ist)
  • Kürzerer Blackout weil kein Spiegel davor klappt

Und einiges mehr.

Ausserdem:
  • Anzeige des Bildes unmittelbar nach der Aufnahme zur Kontrolle
  • Anzeige der Effekte bereits vor der Aufnahmen (z.B. Schwarzweiss)
  • Schnellere Serienaufnahme, weil kein Spiegel vorhanden ist
  • Live-Ansicht bei Videoaufnahmen

Die Fujifilm X100F kann optisch und digital. Aber den optischen Sucher verwende ich nur, wenn ich bei extrem hellem Umgebungslicht als Brillenträger nicht mehr viel vom digitalen Sucher sehe. Das ist vielleicht auch der einzige Vorteil, den analoge Sucher noch haben.

Einen optischen Sucher heute noch als “grundsätzlich überlegen” zu bezeichnen ist bestenfalls verklärte Nostalgie – aber nicht die Wahrheit.
P.S.: Apple kann keine Dienste.
+1
fadenschein16.04.17 09:14
Eure Begeisterung für digitale Sucher macht mich neugierig.
Bei welchem Modell ist der digitale Sucher besonders vorbildlich gelöst?
0
Wurzenberger
Wurzenberger16.04.17 10:54
fadenschein
Eure Begeisterung für digitale Sucher macht mich neugierig.
Bei welchem Modell ist der digitale Sucher besonders vorbildlich gelöst?

Leica SL.
+2
Black Mac
Black Mac16.04.17 11:04
fadenschein
Eure Begeisterung für digitale Sucher macht mich neugierig.
Bei welchem Modell ist der digitale Sucher besonders vorbildlich gelöst?

Bei den mehrfach erwähnten Fujifilm-Kameras X-Pro2 und X100F hast du beides: optisch und digital. Besser geht es eigentlich nicht. Aber die neuen Sony-Kameras sind ebenfalls auf Zack, vor allem was die Bildrate angeht. Das betrifft auch die kleineren Modelle wie die RX100 IV und V.

Ich würde mich soweit aus dem Fenster lehnen, zu behaupten, dass es schlechte digitale Sucher bei neuen Kameras nicht mehr gibt. Aber wenn es ein wichtiges Kriterium gibt, dann eben diese Bildrate – je schneller, desto besser und desto natürlicher der Eindruck.
P.S.: Apple kann keine Dienste.
0
GHS
GHS16.04.17 11:29
Wurzenberger
fadenschein
Eure Begeisterung für digitale Sucher macht mich neugierig.
Bei welchem Modell ist der digitale Sucher besonders vorbildlich gelöst?

Leica SL.

Leica Q ebenfalls
Seht die Welt aus anderen Augen.
+2
GHS
GHS16.04.17 11:39
Black Mac
fadenschein
Eure Begeisterung für digitale Sucher macht mich neugierig.
Bei welchem Modell ist der digitale Sucher besonders vorbildlich gelöst?

Bei den mehrfach erwähnten Fujifilm-Kameras X-Pro2 und X100F hast du beides: optisch und digital. Besser geht es eigentlich nicht. Aber die neuen Sony-Kameras sind ebenfalls auf Zack, vor allem was die Bildrate angeht. Das betrifft auch die kleineren Modelle wie die RX100 IV und V.

Ich würde mich soweit aus dem Fenster lehnen, zu behaupten, dass es schlechte digitale Sucher bei neuen Kameras nicht mehr gibt. Aber wenn es ein wichtiges Kriterium gibt, dann eben diese Bildrate – je schneller, desto besser und desto natürlicher der Eindruck.

👍
Seht die Welt aus anderen Augen.
+1
MIke7416.04.17 13:19
Black Mac
heldino
Aber mein nächstes System ist eine Fujifilm.Sollen doch Nikon und Canon weiterhin auf SLR setzen und warten bis Sie dem Zug hinterherrennen....

Killer-Kameras, bin seit der X-Pro1 dabei. Aktuell renne ich mit einer X-T2 und einer X100F durch die Gegend und könnte zufriedener nicht sein. Genial in der Bedienung, fantastische Bildqualität. Für mich zählt aber nicht nur, was die Kameras können – sondern auch, dass sich Fujifilm den Arsch aufreisst, um sie besser zu machen. Die Firmware-Updates sind ja unterdessen fast schon legendär.
Interessiere mich auch für die x100F stimmt es das hier ein Schärfeverlust an den Rändern festzustellen ist?
0
Black Mac
Black Mac16.04.17 13:33
MIke74
Interessiere mich auch für die x100F stimmt es das hier ein Schärfeverlust an den Rändern festzustellen ist?

Bei Offenblende ƒ2.0 ist die Unschärfe an den Rändern je nach Motiv tatsächlich sichtbar, wenn man bewusst danach Ausschau hält. Wird aber schnell sehr viel besser. Mich stört es nicht, da ich ja bei Offenblende die Unschärfe suche und das Hauptmotiv nur selten am Rand klebt. Aber das musst du natürlich mit dir selbst ausmachen.
P.S.: Apple kann keine Dienste.
+1
MIke7416.04.17 13:42
Black Mac
MIke74
Interessiere mich auch für die x100F stimmt es das hier ein Schärfeverlust an den Rändern festzustellen ist?

Bei Offenblende ƒ2.0 ist die Unschärfe an den Rändern je nach Motiv tatsächlich sichtbar, wenn man bewusst danach Ausschau hält. Wird aber schnell sehr viel besser. Mich stört es nicht, da ich ja bei Offenblende die Unschärfe suche und das Hauptmotiv nur selten am Rand klebt. Aber das musst du natürlich mit dir selbst ausmachen.

Ok danke für dein Feedback, werde mir das Teil nochmals im Fachhandel anschauen!
0
hope13
hope1316.04.17 15:04
Jordon
Perlensucher
Spiegelreflexkamera ist noch lange nicht Geschichte! Digitale Sucher haben inzwischen sehr viel Boden gut gemacht, sind aber in bestimmten Situationen Grenzwerrtig und daher nur eine schlechte Alternative zum optischen Sucher. Dort, wo es darauf ankommt in einem Bruchteil einer Sekunde den richtigen Zeitpunkt zu erwischen (Hochzeit, Portrait...) ist und bleibt der optische Sucher überlegen. Dieses Latenzproblem wird so schnell nicht behoben.
1....Da bist du scheinbar nicht am letzten Stand: dieses "Latenzproblem" wurde schon lange behoben, du hast bei den neuen Kameras keine Verzögerung im Sucher mehr!
Zweites Problem ist die Unfähigkeit der digitalen Suchersysteme bei starker Dunkelheit. Steigende Latenz und Rauschen im Sucherbild... unbrauchbar.
2...Rauschen ja, Verzögerung nein.
3...
Drittes Problem ist der mangelnde Dynamikumfang der Sucherbilder. Bei entsprechenden Motiven kommt man schnell an die Grenzen.
Permanenter Energieverbrauch ist dagegen schon eine Kleinigkeit.
Das ist wohl technisch bedingt wahr, aber man muss bedenken das man so und so nicht die Dynamik dann am Bild hat die man im Sucher sieht! Weder bei einer DSLR noch bei einer Kamera mit Digitalen Sucher. Um die Dynamik die zu ereichen ist zu bestimmen, ist wahrscheinlich sogar der digitale Sucher von Vorteil.

Aber kein Zweifel, der analoge Sucher bietet auch Vorteile, nur die werden immer weniger.
1... Das kann ich nicht Bestätigen was du da Schreibst, ich Arbeite Nebenberuflich als Fotograf in Bereich Sport und LifeStyle und da benutze ich eine Sony a7 ii wie eine Canon 7D ii, Sony kann nicht mal ansatzweise die Geschwindigkeit beim Fokussieren mithalten wie bei der Canon 7D oder meiner älteren 70D und dabei ist die Canon auch deutlich Treffsicherer beim Fokussieren.

2... Leider auch stimmt das nicht, der Digitalsucher hat egal welche Kamera und Typ immer noch Verzögerungen, es wurde zwar deutliche Schritt nach vor gemacht aber im Professionalen Umgebung wo nicht gerade ein Shooting hat wo man Motiv stellen kann, ist die Ausschussquote noch viel zu hoch, meine liegt normal unter 3%, das habe ich mit der Sony noch nie Geschafft.

3... Da widerspreche ich euch beide, das ist der große Vorteil einer DSLM das zwischen Motiv Real und was im Sucher wie Display auch auf den PC/MAC so aussieht und jeder Fotograf der was auf sich hält schießt in RAW und da sieht die Welt eh ganz anders aus in der Postproduktion.

Kamera mit Spiegel wird es weiterhin geben für die Zukunft da DSLM noch Meilenweit weg sind...Darüber können wir in 10 Jahren wieder sprechen wobei auch im DSLR Bereich Weiterentwicklungen gibt neue Massstäbe setzt, dafür nenne ich als Beispiel Canon 1Dx ii, die wohl beste Kamera auf dem Markt.
+2
Jordon
Jordon16.04.17 15:39
1... Das kann ich nicht Bestätigen was du da Schreibst, ich Arbeite Nebenberuflich als Fotograf in Bereich Sport und LifeStyle und da benutze ich eine Sony a7 ii wie eine Canon 7D ii, Sony kann nicht mal ansatzweise die Geschwindigkeit beim Fokussieren mithalten wie bei der Canon 7D oder meiner älteren 70D und dabei ist die Canon auch deutlich Treffsicherer beim Fokussieren.
Ja, der Autofokus ist schneller, aber das hat nichts mit dem Digitalen Sucher zu tun.
2... Leider auch stimmt das nicht, der Digitalsucher hat egal welche Kamera und Typ immer noch Verzögerungen, es wurde zwar deutliche Schritt nach vor gemacht aber im Professionalen Umgebung wo nicht gerade ein Shooting hat wo man Motiv stellen kann, ist die Ausschussquote noch viel zu hoch, meine liegt normal unter 3%, das habe ich mit der Sony noch nie Geschafft.
Ausschussquote wegen Sucherverzögerung?!
Nein, sorry das kann ich nicht nachvollziehen, ich fotografiere auch mit beiden Systemen, aber dass mir eine Aufnahme nicht gelungen ist weil der Digitale Sucher "zu langsam" bzw eine Verzögerung hatte ist mir noch nie passiert. Selbst bei bewegten Objekten nicht. Es gibt einfach bei den meisten neuen Kameras mit digitalem Sucher keine wahrnehmbare Verzögerung im Sucher mehr!
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