Neues Apple-Display unmittelbar voraus? Apple verbannt auch das LG UltraFine 5K aus dem Sortiment

Im April jährte sich Apples Ankündigung zum zweiten Mal, dass nicht nur ein komplett neukonzipierter Mac Pro, sondern auch der Wiedereinstieg in den Display-Markt geplant sei. Eigentlich hatte Apple diesen 2016 verlassen, als das zu jenem Zeitpunkt schon fünf Jahre alte Thunderbolt Display aus dem Sortiment verschwand. Der Schritt sorgte aber für Kritik, denn selbst wenn es unzählige Angebote hochauflösender Displays gibt, so wünschen sich dennoch viele Anwender ein Setup möglichst ganz aus Apples Hand. Apple bewarb stattdessen die UltraFine-Serie von LG in der 4K- und 5K-Variante. Diverse technische Probleme der LG-Produkte stellten Apple vor das Problem, Schelte zu erhalten, obwohl die Fehler gar nicht von Apple verursacht wurden. Dies mag der Moment gewesen sein, in dem Apple realisierte, es lieber wieder selbst zu machen.


Nun verschwindet auch das UltraFine 5K
Die Zeit der Kooperation mit LG als Display-Hersteller scheint nun wirklich geendet zu haben. Bereits im Januar hatte Apple damit begonnen, die Verfügbarkeit im Apple Store deutlich einzuschränken. Mehrfach ließ sich der Vermerk finden, das Produkt sei momentan nicht erhältlich. Im April stellte Apple dann den Verkauf des LG UltraFine 4K komplett ein – und seit dieser Woche ist auch der LG UltraFine 5K kein gelistetes Produkt mehr. Hier und da gibt es zwar noch manch Abverkauf, Apple plant aber keine Neubestückung mehr.

Der Zeitpunkt macht stutzig
In Hinblick auf die WWDC im Juni handelt es sich um einen auffälligen Zeitpunkt. In der Gerüchteküche wird damit gerechnet, dass es auf Apples Sommer-Großevent einen ersten Blick auf das neue Apple-Display gibt. Den bisherigen Berichten zufolge soll es sich um ein Panel mit bis zu 32" Diagonale handeln, die Auflösung liegt angeblich bei 6.240 x 2.880 Bildpunken. Apple würde damit 5K hinter sich lassen (sieht man vom iMac ab) und direkt den Schritt hin zu 6K-Auflösung gehen. Ob das Display aber schon im Sommer auf den Markt kommt, ist fraglich. Bislang gab es aus Zuliefererkreisen keine Hinweise auf die bevorstehende Massenproduktion.

Kommentare

thrawn09.05.19 09:12
Bin gespannt
+2
Steffen Stellen09.05.19 09:14
Für mich steht und fällt es mit den Anschlüssen. Ich möchte da ganz verschiedene Geräte dran anschliessen ohne Umstöpseln und mit so wenig Adaptern wie möglich.
+6
johnnytravels
johnnytravels09.05.19 09:20
Bin auch gespannt. Habe das 4k Display, hat einen Sensor für Umgebungslicht, der über die gesamte Dauer der ‚Unterstützung‘ durch Apple ohne Funktion blieb (obwohl er zeitweise explizit als Feature aufgeführt war).
Vielleicht bekommen sie's mit neuen Geräten ja hin...
Hilfreich?
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trw
trw09.05.19 09:34
Ich kanns eigentlich kaum erwarten .....
Warte schon seit Ewigkeiten auf auch optisch passenden Ersatz meiner 2 Thunderbolt-Displays ....
+2
twoparts
twoparts09.05.19 09:54
6.240 x 2.880 Bildpunken…hmm, das wär ein Seitenverhältnis von 16 : 7,38.
Ich arbeite seit vielen Jahren im Bildschirmformat 16 : 10, das wäre dann für mich durchaus eine gewisse Herausforderung. Ließe sich ein Display mit solch einer hohen Auflösung überhaupt mit einem MBP 2018 15 Zoll ansteuern, oder sollte man besser nur von einer Lösung für einen neu MP ausgehen?
0
CJuser09.05.19 09:56
... und ich bleibe weiterhin bei der Annahme, dass es sich um ein 31,5-31,6 Zoll 16:9 Display mit 6.144 x 3.456 handeln wird. Die Pixeldichte ist mit 224 ppi zwar etwas höher als bei den aktuellen iMacs, jedoch entspricht sie ungewähr der von den kleineren MacBooks.
Ich persönlich würde mir ja zusätzlich noch ein kleineres 4.5K Display wünschen:
23,6 Zoll (16:9) mit 4.608 x 2.592 (224 ppi) oder
24 Zoll (16:10) mit 4.608 x 2.880 (226 ppi)
+1
LoCal
LoCal09.05.19 09:58
Thunderbolt-Display mit (austauschbarer) eGPU … das wäre was.
Ich hab zwar keine Lösung, doch ich bewundere dein Problem
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ApfelHandy4
ApfelHandy409.05.19 10:01
Steffen Stellen
Für mich steht und fällt es mit den Anschlüssen. Ich möchte da ganz verschiedene Geräte dran anschliessen ohne Umstöpseln und mit so wenig Adaptern wie möglich.

Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum man sich das Leben mit Adaptern schwer macht. Ich habe mir diese beiden Kabel gekauft und kann damit jedes erdenkliche Szenario abdecken:
USB-C auf HDMI:
USB-C auf DisplayPort:
Für USB-C auf USB-C nutze ich ein Belkin Thunderbolt 3 Kabel (abwärtskompatibel zu sämtlichen USB-C-Varianten).

Ich würde mich an deiner Stelle von der Idee verabschieden, dass Apple da was anderes als Thunderbolt 3 (evtl. ja sogar Thunderbolt 4) einbaut. Warum auch? Das ist die Zukunft! Und auf lange Sicht auch gut so.
+2
Hot Mac
Hot Mac09.05.19 10:18
Ich bräuchte gar nicht so viele unterschiedliche Anschlüsse.
Ein paar Thunderbolt Ports für meine externen SSDs und schon wäre ich zufrieden.
+3
Stresstest09.05.19 10:43
Hot Mac
Ich bräuchte gar nicht so viele unterschiedliche Anschlüsse.
Ein paar Thunderbolt Ports für meine externen SSDs und schon wäre ich zufrieden.

Und dann kommt das Ding mit Thunderbolt 3 rein (was ja in Ordnung ist) und 4 Thunderbolt 3 raus, ich sehe es schon kommen

Dann darf man da einen Ethernetadapter dran packen, und einen auf normalen USB 3.0 und vielleicht sogar nochmal einen Audio-Ausgang - wobei ich davon ausgehe, dass die Lautsprecher wieder eingebaut sein werden, wie beim alten Apple Display auch

Auch wenn viele sagen: Ja brauche ich nicht, mir reicht der USB-C/Thunderbolt 3 Anschluss vollkommen aus:
Ich stelle immer wieder fest, dass man es halt doch immer mal wieder braucht. USB-Stick vom Kumpel mal schnell anschließen. Externe Festplatte, weil da Daten drauf liegen oder man was drauf kopieren muss. Dann doch mal Ethernet in der Firma, UNI, etc. SD-Karte für die Kamera ... also hat man schon mal einen Multiport-Adapter vorsorglich in der Tasche.
Wenn man dann mit Mac Service und Wartung zu tun hat, darf der TB 3 auf TB 2 auf jeden Fall nicht fehlen, inkl. passendem TB 2 Kabel.

Es leiert sich einfach zusammen.

Klar wäre es schön, wenn einfach alles auf TB3/USB-C umgestellt ist, aber so lange das noch nicht ist, habe ich IMMER Kabel und Adapter, die ich mit mir umher schleppen muss.

Und deswegen finde ich auch: So ein Display muss mehr bieten, als nur ein paar TB3/USB-C Anschlüsse, sondern mindestens mal Ethernet und 2-3 normale USB Anschlüsse.
+2
CamBridge09.05.19 11:20
Würde mich sehr wundern, wenn Apple das erste eigene Display seit 3 Jahren (das letzte Thunderbolt 3 Display wurde im Juni 2016 eingestellt) außerhalb eines Events vorstellt.

Außer es wäre so langweilig, dass es selbst Tim Cook nicht weiß, was er als das beste am "best display ever made" präsentieren soll .

Nach dem Online Shop verschwinden die Teile aus den Stores vor Ort, dann aus verbleibenden Drittanbieter-Kanälen, wo man jetzt schon in vielen Fällen nur noch Restbestände, Vorführ- und B-Ware kaufen kann und passend zur WWDC in knapp 4 Wochen ist dann das hauseigene Produkt da.

Ich bin jedenfalls neugierig und kann zumindest für den Ersatz eines älteren Displays noch abwarten ob Apple was attraktives anbietet oder ich ein Drittanbieter-Produkt wähle.
0
koehler09.05.19 11:48
Das Ding wird aber preislich nicht mit den alten schicken Thunderbolt Displays oder dem LG UltraFine mithalten können mit den Specs, oder???
Es wird eher was für die oberen 2-3% der Apple User. Sehr schade!
-1
Bitsurfer09.05.19 11:49
Steffen Stellen
Für mich steht und fällt es mit den Anschlüssen. Ich möchte da ganz verschiedene Geräte dran anschliessen ohne Umstöpseln und mit so wenig Adaptern wie möglich.
An Thunderbolt 3 kannst Du anschliessen was du willst.
Adapter brauch man nur wenn man die falschen Kabel hat.

Thunderbolt 3 ist genial, schade hat das USB Konsortium das mit USB-C 3.x völlig verbockt!!
Aber mit USB 4 biegen sie das wohl gerade. Hoffentlich.
+1
SpaceBoy
SpaceBoy09.05.19 12:51
Ernsthaft ein 6k Display? Welche Hardware soll das nativ unterstützen? Alle aktuellen MacBooks, MacBook Pros 13, Mac Minis, alle iMacs ohne Vegas fallen raus... Apple sollte mal wieder Hardware für den normalen Anwender entwerfen und nicht ausschließlich für die Pro-Pro-Pro-User...
0
Clermond09.05.19 13:10
LoCal
Thunderbolt-Display mit (austauschbarer) eGPU … das wäre was.

Austauschbar wäre was. Vor allem wäre es was neues von Apple.
+2
Weia
Weia09.05.19 13:12
Steffen Stellen
Für mich steht und fällt es mit den Anschlüssen.
Das Wichtigste an einem Display ist für Dich etwas, was mit einem Display gar nichts zu tun hat?
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LoCal
LoCal09.05.19 13:22
Weia
Steffen Stellen
Für mich steht und fällt es mit den Anschlüssen.
Das Wichtigste an einem Display ist für Dich etwas, was mit einem Display gar nichts zu tun hat?

So wie Apple gerade die MacBooks baut kann ich das verstehen. Der letzte Monitor war auch schon mehr ein Display mit eingebauten Dock … und dort wo mein Monitor steht, will ich eigentlich nicht noch 3 Adapter auf dem Tisch haben müssen.
Ich hab zwar keine Lösung, doch ich bewundere dein Problem
+1
Weia
Weia09.05.19 13:28
LoCal
Weia
Das Wichtigste an einem Display ist für Dich etwas, was mit einem Display gar nichts zu tun hat?
So wie Apple gerade die MacBooks baut kann ich das verstehen.
Mag als Goodie ja nett sein. Dennoch würde ich mir ein Display nach Auflösung und Bildqualität aussuchen.
+1
koehler09.05.19 13:32
Denkt ihr das Display kann man sich leisten?
Oder nur für die absoluten mega Profis?

Und zwei 31" Displays ist auch auf dem Schreibtisch schwierig, oder?
Wäre aus meiner Sicht wichtig noch ein kleineres für Paletten etc. zu haben?
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LoCal
LoCal09.05.19 13:34
Weia
LoCal
Weia
Das Wichtigste an einem Display ist für Dich etwas, was mit einem Display gar nichts zu tun hat?
So wie Apple gerade die MacBooks baut kann ich das verstehen.
Mag als Goodie ja nett sein. Dennoch würde ich mir ein Display nach Auflösung und Bildqualität aussuchen.

Ab bei Bildqualität und Auflösung gehe ich bei Apple eigentlich davon aus, dass ich nicht enttäuscht werde
Ich hatte noch nie einen schlechten Monitor bzw. Display von Apple
Ich hab zwar keine Lösung, doch ich bewundere dein Problem
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Hot Mac
Hot Mac09.05.19 13:36
koehler
Denkt ihr das Display kann man sich leisten?
Poste mal Deinen letzten Kontoauszug, dann könnten wir die Frage in etwa beantworten.
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grhrd09.05.19 14:06
Wenn das LG 5K schon 1500€ kostet, dann möchte ich garnicht wissen, wieviel ein Display mit  drauf kosten wird. Somit uninteressant. Ich bin super happy mit meinem 32" Z32 von HP!
+1
koehler09.05.19 14:39
Ich hoffe zumindest auf verschiedene Modelle....
Damals mit 20", 23" und 30" war schon geil! So konnte man nach Budget und Anwendungsfall wählen.
+2
CJuser09.05.19 14:51
koehler
Ich hoffe zumindest auf verschiedene Modelle....
Damals mit 20", 23" und 30" war schon geil! So konnte man nach Budget und Anwendungsfall wählen.
Das 6K Display wird wahrscheinlich richtig teuer werden. Ich rechne alleine wegen der neuen Hintergrundbeleuchtung jetzt schon mit gut 3.000 Euro. Wünschenswert wäre es also auf jeden Fall, wenn wieder mehrere externe Monitore(größen) im Angebot wären.
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Weia
Weia09.05.19 14:54
LoCal
Ab bei Bildqualität und Auflösung gehe ich bei Apple eigentlich davon aus, dass ich nicht enttäuscht werde
Ich hatte noch nie einen schlechten Monitor bzw. Display von Apple
Dann bist Du sehr genügsam. Bislang gab es keine (externen) 10-Bit-Displays von Apple, das fände ich seit geraumer Zeit „enttäuschend”.

Und ob Du einen 30"-Monitor enttäuschend findest, da zu groß, oder einen 20"-Monitor enttäuschend findest, da zu klein – das kann Apple gar nicht wissen.

Ob das Dingens nun einen eingebauten Hub hat oder nicht und falls ja, mit welchen Anschlüssen, ist demgegenüber doch reichlich egal. Ich persönlich verstehe sowieso nicht, wie man den in einem Display eingebauten Hub nutzen kann – wer will denn aus seinem Display hinten lauter Kabel heraushängen haben?
+1
CJuser09.05.19 20:58
Selbst das 30 Zoll Modell hat damals $ 3.299 gekostet und der einzige Mac im Line-Up, der zur Einführung die ausreichende Leistung hatte, war der PowerMac. Hinsichtlich der Diskussion hier, war damals aber wohl der Vorteil, dass nicht vorher schon alles mögliche durchgesickert war
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Weia
Weia09.05.19 21:42
CJuser
Selbst das 30 Zoll Modell hat damals $ 3.299 gekostet und der einzige Mac im Line-Up, der zur Einführung die ausreichende Leistung hatte, war der PowerMac.
… und den musste man noch mit einer neuen Grafikkarte für 600$ aufrüsten.

Das erste Cinema-Display überhaupt, der 22-Zöller von Anfang 2000, kostete übrigens 10.000 DM ($ weiß ich nicht mehr). Mit aus heutiger Sicht lächerlichen 1600 × 1024 Pixeln. Aber ich war damals hin und weg (ich hatte einen mit einem Cube dazu ).

Gemessen daran gehen Display-Preise heute im statistischen Rauschen unter.

Apropos damals: Wenn ich wieder mal so eine Keynote sehe, dann wird mir doch schmerzlich bewusst, was Apple heute fehlt. :'(
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