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Monterey Beta 8 erwähnt mysteriösen "High Power Mode" für Macs – Mehr Performance durch mehr Lüfterlärm?

Als macOS 10.15 Catalina noch recht frisch auf dem Markt war, fielen dort interessante Hinweise auf einen "Pro Mode" auf. Den beigefügten Zeichenketten zufolge schien es sich um eine Funktion zu handeln, um dem Mac mehr Leistung zu entlocken. Beispielsweise besagte ein String, dass man Apps so möglicherweise beschleunigen könne, die Akkulaufzeit hingegen sinke. Außerdem hieß es, die Lüfterdrehzahl sei in besagtem Modus höher als im Normalbetrieb. Allerdings tat sich bezüglich jener mysteriösen Erweiterung nichts, Apple fasste die Komponente in späteren Updates nicht mehr an. Anscheinend hatte Apple damit experimentiert, durch noch stärkere Wärmeabfuhr längeren Betrieb unter Volllast zu erlauben. Wer sich ohnehin schon am lautstarken Lüftergeräusch des MacBook Pro störte, hätte dann allerdings wohl erst recht Grund zur Beschwerde gehabt.


Monterey Beta 8: Der ominöse High Power Mode
Die gerade erst erschienene achte Betaversion von macOS Monterey bringt aber wieder Bewegung in die Sache. Diesmal ist aber nicht von einem "Pro Mode", sondern von einem "High Power Mode" die Rede. Dabei handelt es sich wohl um einen expliziten Gegenentwurf zum "Low Power Mode", welcher im Alltag dazu beitragen soll, die Akkulaufzeit zu verlängern. Dieser greift vor allem dann, wenn das Notebook nicht an der externen Stromversorgung hängt. Besagter Hochleistungsmodus könnte hingegen dafür sorgen, dass Prozessor und Grafikchip generell mit der maximalen Performance arbeiten.

Lauter, aber schneller?
Außerdem könnte Apple die Dauerleistung erhöhen, indem beispielsweise generell mehr Wärme abgeführt wird. Auf den bisherigen M1-Macs ist das "Thermal Throttling" zwar ein wesentlich geringeres Problem als im Falle von Intel-Chips, dennoch kann es auch bei Apples Prozessoren zu reduzierter Rechenleistung kommen. Wenn Apple in einigen Wochen die ersten M1X-basierten Geräte auf den Markt bringt, angeblich bringen diese die doppelte Anzahl an Performance-Kernen mit, ist ohnehin von deutlich höherem Kühlbedarf auszugehen. Unbekannt bleibt, ob im (wohl deutlich lauteren) High Power Mode zudem höhere Taktraten möglich wären, wenngleich dadurch natürlich die Akkulaufzeit spürbar abnähme. Klarheit dürfte es bis November geben, wenn Apple die neuen Geräte offiziell angekündigt hat und Monterey auf den Markt kommt.

Kommentare

firecow29.09.21 10:39
Der M1-Mini hätte sicher auch noch potential.. hat zwar ein Lüfter aber der macht ja nid grad viel
+5
RoyJones29.09.21 10:45
Dieser Artikel zeigt mal wieder, dass wahrscheinlich ein "x86 CPU Kenner" diesen geschrieben hat. Die Schlussfolgerungen halte ich alle für nachvollziehbar und schlussfolgern richtig wenn wir in der PC Welt wären.
Wer die Architektur eines M1 kennt weiß dass es verschiedene Arten der "LeistungsKerne" gibt. Meine Vermutung ist, dass Apple die effizienten Kerne in Zukunft "dominanter Arbeiten" lässt und die "Leistungskerne" für den neuen "Leistungsmodus" nutzt, der dafür geschaffen wurde um die CPU /GPU besser und effizienter zu nutzen. Und das muss somit nicht bedeuten, dass mehr Abwärme entsteht und somit die Lüfter mehr zu tun haben.
-16
elBohu
elBohu29.09.21 10:48
Aber dass Lauter=Schneller bedeutet, weiß man doch: Menschen die beim Laufen schreien, sind schneller, z.b., wenn ein Löwe hinter Ihnen her ist...

Überdenkt doch mal die Überschriften. "Mehr Performance durch mehr Lüfterlärm" hat schon fast Bildzeitungsniveau
wyrd bið ful aræd
-10
Frank Drebin
Frank Drebin29.09.21 10:56
Das erinnert mich an die Zeiten des Turbo Boost Mode, welcher von Knight Rider eingeführt wurde und in Highscreen- und Vobis-PCs zum Einsatz kam. Finde die Idee sehr gut. Wenn man Power hat, soll man sie auch nutzen!
+5
PorterWagoner
PorterWagoner29.09.21 10:57
RoyJones Du hast das nicht verstanden. Es gibt keine verschiedenen Leistungskerne, diese sind alle gleich. Es gibt aber verschiedene "Aufgabenkerne" auf dem Chip, wie zum Beispiel Performance, Effizienz, Encoding, Neural Engine. Was du schreibst, stimmt aber gar nicht. Wenn es auch ohne mehr Wärme (= Energieverbrauch) geht, braucht man keinen High Power Mode.
+13
antipod
antipod29.09.21 11:04
Frank Drebin
Das erinnert mich an die Zeiten des Turbo Boost Mode, welcher von Knight Rider eingeführt wurde und in Highscreen- und Vobis-PCs zum Einsatz kam. Finde die Idee sehr gut. Wenn man Power hat, soll man sie auch nutzen!

dann soll der aber auch als einrastender Schalter implementiert werden.
+3
RoyJones29.09.21 11:07
PorterWagoner
RoyJones Du hast das nicht verstanden. Es gibt keine verschiedenen Leistungskerne, diese sind alle gleich. Es gibt aber verschiedene "Aufgabenkerne" auf dem Chip, wie zum Beispiel Performance, Effizienz, Encoding, Neural Engine. Was du schreibst, stimmt aber gar nicht. Wenn es auch ohne mehr Wärme (= Energieverbrauch) geht, braucht man keinen High Power Mode.
Ich denke, dass du meinen Ansatz nicht verstehst. Und was du über den M1 schreibst ist fachlich unvollständig.
Ein Anzug aus dem Leistungsheft.:"The M1 has four high-performance 'Firestorm' and four energy-efficient 'Icestorm' cores, providing a hybrid configuration similar to ARM DynamIQ and Intel's Lakefield and Alder Lake processors.[6] This combination allows power-use optimizations not possible with previous Apple–Intel architecture devices. Apple claims the energy-efficient cores use one-tenth the power of the high-performance ones.[7] The high-performance cores have an unusually large,[8] 192 KB of L1 instruction cache and 128 KB of L1 data cache and share a 12 MB L2 cache; the energy-efficient cores however, only have a 128 KB L1 instruction cache, 64 KB L1 data cache, and a shared 4 MB L2 cache."

Mehr dazu: https://en.wikipedia.org/wiki/Apple_M1
-13
PorterWagoner
PorterWagoner29.09.21 11:13
Dein Zitat zeigt: Du verstehst es also wirklich nicht. In deinem Zitat steht sogar, dass die Performancekerne gleich sind. Und es nicht wie von dir behauptet verschiedene Leistungskerne gibt.
+7
Quickmix
Quickmix29.09.21 11:29
RoyJones

+1
-5
flyingangel29.09.21 12:07
elBohu
Überdenkt doch mal die Überschriften. "Mehr Performance durch mehr Lüfterlärm" hat schon fast Bildzeitungsniveau

Naja, ganz falsch ist es ja nicht. Der Prozessor schaltet bei erhöhter Temperatur runter. Um das zu verhindern, muss man vorher mehr Wärme abführen - das geschieht mit Hilfe eines Lüfters. Also wird die Drehzahl des Lüfters erhöht, um ein langsamer werden des Prozessors zu vermeiden.
+6
maybeapreacher
maybeapreacher29.09.21 12:28
flyingangel
Also wird die Drehzahl des Lüfters erhöht, um ein langsamer werden des Prozessors zu vermeiden.

Aber das machen ja MacMini und MacBookPro ja heute schon. Air bauartbedingt nicht weil kein Lüfter vorhanden. Das MacBookPro kann den M1 genug kühlen um kein ThermalThrotteling zu aktivieren. Die Lüfter laufen bei Last, sind aber recht leise. Ein HighPowerMode wäre z.B. die TDP zu erhöhen von 15 auf 20/25 Watt. Damit wären höhere Takte bei gleichzeitig höherer Abwärme möglich. In diesem Fall könnten die Lüfter noch höher drehen um ein throtteling wieder abzuwenden. Dann dürften die Lüfter aber deutlich hörbar werden. (Vermute mal sie erreichen trotzdem nicht die Lautsstärke wie bei den 45Watt Monstern von Intel und AMD)
+1
Deichkind29.09.21 12:29
Die Einführung eines Pro-Mode oder High Power Mode bedeutet nicht zwingend, dass die maximale Leistung nun höher ist als ohne ihn. Sie (die Einführung) kann auch bloß bedeuten, dass der Benutzer zukünftig die Wahl hat zwischen "Schneller fertig" und "Hohe Effizienz". Denn "Schneller fertig" ist häufig mit spekulativer Codeausführung verbunden, was der Effizienz entgegenwirkt.
+1
cps29.09.21 13:42
maybeapreacher
Das MacBookPro kann den M1 genug kühlen um kein ThermalThrotteling zu aktivieren. Die Lüfter laufen bei Last, sind aber recht leise.

Nein, weder konnte mein MBP den Takt in CB R23 stabil halten noch war es dabei leise.
0
antipod
antipod29.09.21 14:04
cps
maybeapreacher
Das MacBookPro kann den M1 genug kühlen um kein ThermalThrotteling zu aktivieren. Die Lüfter laufen bei Last, sind aber recht leise.

Nein, weder konnte mein MBP den Takt in CB R23 stabil halten noch war es dabei leise.

und inwiefern ist benchmarking in cinebench aussagekräftig, was den alltäglichen Gebrauch angeht?
Ich höre den Lüfter meines MBP M1 so gut wie nie. Und das Throtelling stellt für mich ebenfalls kein Problem dar. Ganz im Gegenteilt. Ich würde lieber auf ein MBA wechseln.

Ist das Throttelling in diesem nun Fall eine Folge der Hitze oder der Leistungszufuhr?
0
sahnehering29.09.21 14:39
Ich hoffe die Mx Architektur ist nicht schon am Ende und wir brauchen so was um eine akzeptable Leistungssteigerung bieten zu können. Wäre ja nicht das erste mal (man schaue sich die monströsen Kühlkonzepte der PPC Ära an. Vor allem bei den G5 Notebooks )
Oder schlägt da der allgemeine Chip Mangel zu, und Apple muss die vorhandene Die-Fläche besser nutzen?

Prinzipiell aber durchaus ein interessanter Weg: Wenn man genug Strom hat, und einem der Lärm egal ist (bin Kaffee trinken während der rendert), dann könnte man da schon mehr Watt durch den Prozessor jagen. Man könnte ja bei lange andauernder CPU-Last mit der Kamera schauen, ob überhaupt jemand da ist. Falls nicht darf auch lauter werden.
Kein Backup, kein Mitleid
+3
Reiner Damisch
Reiner Damisch29.09.21 16:52
Mein Eindruck auf MacBook Pro 16" ist "leiser aber immer noch schnell genug".
Lüfter bleibt im unteren Drehzahl Bereich, auch beim Anschluss eines HDMI Monitors.
Performance mit Logic ist ähnlich.
Bezogen auf "Stromsparmodus".
0
Tai29.09.21 17:32
Ist denn schon April?
-1
Tai29.09.21 17:35
sahnehering
(man schaue sich die monströsen Kühlkonzepte der PPC Ära an. Vor allem bei den G5 Notebooks )

hast du jemals eines in freier Wildbahn gesehen? Oder ironisiert der Smiley den Satz?
0
sahnehering29.09.21 18:37
Das war Ironie! Deshalb (behaupte ich jetzt einfach mal) gab es die nie. Viel zu viel Energieverbrauch und Abwärme für ein mobiles Gerät.
Kein Backup, kein Mitleid
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cps29.09.21 21:13
antipod
Ist das Throttelling in diesem nun Fall eine Folge der Hitze oder der Leistungszufuhr?

Die Performance-Kerne waren jenseits der 90°C.
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antipod
antipod30.09.21 09:24
cps
antipod
Ist das Throttelling in diesem nun Fall eine Folge der Hitze oder der Leistungszufuhr?

Die Performance-Kerne waren jenseits der 90°C.

danke für die Antwort. Ich bleibe aber dabei, dass cinebench für mich immer mehr an Aussagekraft verliert. Auf meinem Laptop führe ich keine Aufgaben aus, die meine Rechenkerne derart auslasten. Natürlich zeigt es gewisse Grenzen auf. Allerdings sind die für mich einfach total irrelevant. Cinebench war auch der Grund weshalb ich von MBA M1 zu MBP M1 gewechselt bin - im Nachhinein war der Aufpreis es meines Erachtens nicht wert.
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seahood
seahood30.09.21 16:53
Ich habe jetzt nicht herausgefunden WO diese aufgetaucht sind?
Think different! 
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