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Mac-Tipp: Siri und Spotlight in macOS Tahoe ausschalten (so gut es geht)

Spotlight und Siri weisen einige Überschneidungen in ihrer Entstehungsgeschichte auf: Beide begannen als herausgestelltes Funktionsmerkmal einer neuen Version von macOS, sind tief im System verwurzelt und gewannen über die Jahre stetig weitere Funktionen hinzu. Beide zeichnen sich zudem durch einen vergleichsweise hohen Ressourcenhunger aus: Spotlights diverse Indizierungs- und Identifizierungsdienste analysieren im Hintergrund Dokumente und Medien, Siri erkennt Spracheingaben, gibt Antworten und möchte präemptiv Nutzeraktionen vorschlagen. Wie erfolgreich die beiden dabei sind, bewertet jeder Nutzer anders – und ob dieser Aufwand auf dem eigenen Mac gerechtfertigt ist. Howard Oakley ist der Frage nachgegangen, ob sich die beiden Multifunktionsdienste abschalten lassen – und wenn ja, wie.


Eine komplette Abschaltung sowohl von Siri als auch von Spotlight ist nach Oakleys Erkenntnissen nicht möglich. Doch mit ein paar Tricks lassen sich sowohl Siri als auch Spotlight weitgehend deaktivieren und somit deren Leistungsanforderung auf ein Minimum reduzieren. Beim Sprachassistenten Siri falle dies noch relativ leicht: Für diesen Zweck müsse man lediglich die Einstellungen-App öffnen und unter „Apple Intelligence & Siri“ (oder „Siri“ auf Intel-Macs) den Schiebeschalter bei Siri-Anfragen nach links schieben. Komplett ausgeschaltet sei die Funktion damit nicht, denn Dienste wie „siriactionsd“ und „siriknowledged“ erschienen weiterhin in Systemprotokollen und in der Aktivitätsanzeige – wenngleich deutlich seltener.

Siri lässt sich noch recht komfortabel in den Systemeinstellungen deaktivieren.

Spotlight ist schwieriger
Die systemweite Suche mit Komplettindex ist deutlich älter als Siri; ein einfaches Deaktivieren hat Apple deshalb gar nicht vorgesehen. Wer jedoch einen alternativen Launcher verwendet, etwa LaunchBar oder Alfred, hat möglicherweise kaum Verwendung für Spotlights Funktionsumfang. Im Spotlight-Eintrag in den Systemeinstellungen können Anwender zwar „zugehörige Inhalte“ sowie die Inhalte einzelner Apps von der Suche ausklammern. Trotzdem bleibt die rechenintensive Medienanalyse aktiv, welche einen Volltextindex sämtlicher Dateien des Macs anlegt – inklusive Text- und Motiverkennung in PDFs, Bildern und Videos.

Spotlight findet vieles – das kostet Rechenpower.

Ausschalten per Kommandozeile
Laut Oakley gibt es einen Kommandozeilenbefehl, welcher die systemweite Suche maximal in die Schranken weist. Dazu öffnen Sie das Dienstprogramm „Terminal“ und geben folgenden Befehl ein:

sudo mdutil -a -d

Diesen Befehl bestätigen Sie mit der Eingabetaste. Auf diese Weise würden sowohl Spotlight-Suchen als auch die Indizierung von Inhalten deaktiviert. Seinen Beobachtungen nach sind im System Dienste wie „mediaanalysisd“, „mds“ und „spotlightknowledged“ weiterhin vorhanden und auch gelegentlich aktiv, wenn auch seltener. Um Spotlight erneut zu aktivieren, nutzt man ebenfalls das Terminal – der folgende Befehl stellt die gewohnte Funktionsweise wieder her:

sudo mdutil -a -i on

Kommentare

Nebula
Nebula16.01.26 16:48
Wenn man auf den Spotlight-Index verzichtet, kastriert man auch Alfred. Die Suche fußt auf Spotlight, weshalb ich das auch gerne als alternative Interface nutze. Die ersten Suchtreffer zeigt es nämlich viel schnelle als die Systemfunktion.
»Wir sind hier, um eine Delle im Universum zu hinterlassen.« – Steve Jobs
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