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Apple ändert grundlegend, wie man einen Mac kauft – keine vorkonfigurierten Modelle mehr

Am heutigen Abend hat Apple eine grundlegende Änderung im Apple Online Store vorgenommen, wie der Kauf eines Macs abläuft. Seit den Anfangstagen bot Apple hier einige vorkonfigurierte Modelle an – und über die Jahre kamen immer mehr Built-To-Order-Optionen hinzu, unter welchen der Kunde vor Kauf auswählen konnte. Doch nun krempelt der Konzern den gesamten Prozess um – und der Kauf ähnelt nun stark einem iPhone oder iPad.


Sah man sich zuvor beispielsweise ein MacBook Pro im Apple Online Store an, konnte man über ein Bedienelement zwischen 14" und 16" wählen – und darunter waren einige mögliche Konfigurationen aufgelistet, welche oftmals schneller lieferbar waren als komplett angepasste Geräte. Besonders bei der Einführung neuer Modellgenerationen fertige Apple die vorgeschlagenen Konfigurationen bereits vor, so dass diese mitunter Wochen früher lieferbar waren.

Keine vorausgewählten Modellkonfigurationen mehr
Schaut man nun in den Apple Store, fällt direkt auf, dass alle Macs nun genau so konfiguriert werden wie ein iPhone oder iPad: Es gibt keine vorausgewählten Konfigurationen mehr, sondern der Interessent wird durch diverse Auswahlschritte geführt, in welchen er RAM, SSD und weitere Optionen auswählen kann.

Nachfrage bei Änderungen
Nicht alle Konfigurationsoptionen lassen sich miteinander kombinieren, wie dies auch zuvor der Fall war. Beispielsweise ist es nicht möglich, einen M4 Pro mit 128 GB Speicher auszurüsten – dies geht nur beim M4 Max. Wählt man trotzdem diese Speicheroption aus, wird man nun gefragt, ob man den den M4 Pro durch einen M4 Max tauschen möchte:


Modelle in den Apple Stores?
Normalerweise hält Apple die vorkonfigurierten Modelle, welche es zuvor im Apple Online Store gab, auch in den Apple Retail Stores zum Kauf und direkter Mitnahme bereit. Noch ist unklar, wie dies in Zukunft abläuft. Wahrscheinlich wird der Konzern in den Ladengeschäften weiterhin beliebte Modellkonfigurationen zur direkten Mitnahme anbieten.

Vorbereitung auf das MacBook Pro mit M5 Pro & Max?
Glaubt man der Gerüchteküche, wird Apple in Kürze das MacBook Pro 14" und 16" mit M5 Pro und M5 Max ankündigen – und die Änderungen des heutigen Abends könnten ein Hinweis sein, dass die Einführung der schnelleren Modelle in der kommenden Woche bevorstehen.

Kommentare

sonorman
sonorman31.01.26 21:03
"Deine Auswahl erfordert eine Anpassung: Sitzheizung gibt es nur in Verbindung mit dem Multimediapaket und Winterreifen." 300€ > 4.800€

+70
jotha31.01.26 22:06
@ sorman : so isses
+1
MrWombat
MrWombat31.01.26 22:31
Also ich finde den neuen Ansatz intuitiver als den alten.
Dachte beim schnellen Lesen der Überschrift, es gäbe nur mehr wenige fixe Konfigurationsvarianten die man wählen kann.
+8
Huba31.01.26 22:59
Für Online-Käufe ein Segen, für die (kleinen) Apple-autorisierten Händler brechen dagegen schwierigere Zeiten an.
+3
t.stark
t.stark31.01.26 23:37
Ich bin ja ein großer Freund von Konsistenz. Also warum nicht die Mac-Auswahl einheitlich zur iPhone-Konfiguration machen? Machen wir den Test, jeweils nach dem Blick auf kaufen:
iPhone 17 pro Farbe Speicherplatz Eintausch Abdeckung Hinzufügen = 6 Schritte bis zum Warenkorb
mac mini SoC CPU/GPU Speicher Speicherplatz Ethernet Final Cut? Logic? Eintausch Weiter Studio Display? Hinzufügen = 12 Schritte bis zum Warenkorb
AppleCare, Tastatur und Maus kann man hier separat kaufen.

Irgendwie ist das doch ein wenig zu viel des Guten. Ich denke dieser Prozess skaliert nicht endlos - Apple wird sehen, wie gut die Kunden das annehmen.
+2
don.redhorse31.01.26 23:50
klickt man sich ja schnell durch. Es ist auch sinnig, dass man automatisch von einem Pro auf Max ändern kann, wenn man eben 64 GB RAM haben will, statt nur 48 GB.
Das ist doch stimmig gemacht. Fand das vorher aber auch nicht schlecht. Wenn man eine solche Kiste konfiguriert guckt man sich die Zusammenfassung eh gut an, ist halt ***** viel Geld und macht man ja nun wirklich nicht jedes Jahr, ich zumindest nicht (vom M1 mini auf M4pro gewechselt, aber mein M2 MBA wird wohl erst ab dem M8 oder so gewechselt.
+4
evanbetter
evanbetter01.02.26 00:18
195.– Eintausch für ein MBP M1 Mid 2020 mit 16GB RAM und 1TB SSD in tadellosem Zustand finde ich jetzt schon recht mager.
Wer zuletzt lacht, hat's zuletzt geschnallt.
+20
don.redhorse01.02.26 00:33
Ich glaube der Eintausch lohnt sich nur für Firmen die den alten Kram dann los sind und sich nicht selbst um die Entsorgung kümmern müssen. Als Privatmensch bekommst du immer einen besseren Preis. Meinen M1 mini habe ich auch noch für über 400€ verkaufen können, der hätte bei Apple bei weitem nicht soviel gebracht.
+9
esc
esc01.02.26 03:01
Mich verwundert das man weiterhin Final Cut und Logic Lizenzen einfügen kann, obwohl diese ja ein Auslaufmodel sind.
-5
RAMses3005
RAMses300501.02.26 06:21
esc
Mich verwundert das man weiterhin Final Cut und Logic Lizenzen einfügen kann, obwohl diese ja ein Auslaufmodel sind.
Ich glaube nicht dass eine Kaufoption ein Auslaufmodell ist ... zumindest bei Pro-Software. Ein Abo bietet Vorteile für Leute die gerne hineinschnuppern oder nur mal ein Projekt umsetzen möchten. Vielleicht hat man schon ein teures Adobe Abo und will dann mal eine Alternative testen und möchte dann natürlich hohe Einmalkosten vermeiden.

Ich würde es mit Leasing beim PKW-Kauf vergleichen. Die meisten Leute leasen ihr neues Auto weil sie so viel Geld nicht mehr sparen können aber unbedingt ein neues Auto kaufen möchten. Gut in Zeiten von E-Autos würde ich auch kein Risiko für die E-Schrammel eingehen und nur so ein E-Auto betreiben.

Ich kaufe immer gebrauchte Daimler-Diesel PKW mit 5 Jahren/100.000 km und bezahle diese immer komplett. Der Restwert ist dann ok weil man ihn sich ansparen kann. Wird ein Auto gekauft wird sofort für den Nachfolger angespart, so viel wie eben geht. Dafür kann ich mir dann 10-12 Jahre Zeit lassen. Aber auch hier ist bei manchen Händlern ein Ratenkauf möglich.

Ich will sagen: deswegen gibt es bei Neuwagen beide Kaufmöglichkeiten: Leasing und Komplettkauf. So geht es bei Macs ja auch schon lange. Der Gesamtbetrag für einen Mac ist natürlich geringer als für einen PKW aber ihr versteht worauf ich hinauswill?

Ich kaufe Software die ich oft benutze lieber, andere würde ich mir aber über ein Abo zulegen. Beides hat seinen Charme. Das Microsoft Office-Abo kostet 100€ im Jahr und das würde ich auch als Abo bevorzugen weil Microsoft nicht so kulant wie Apple ist mit Updates.
-4
RAMses3005
RAMses300501.02.26 06:35
Ich kaufe meine Macs seit längerem schon nicht bei Apple direkt sondern bei großen Apple-Retailern. Dort gibt es Kombinationen die für mich besser gepasst haben in der Vergangenheit ... zu günstigeren Kosten wie bei Apple.

Wenn Apple jetzt die fertigen Kombis rausnimmt und die Kunden alles selber auswählen ist das im Prinzip kein Unterschied zu vorher im Online-Store, wo das ja auch möglich war. Aber wer schnell einen Mac haben möchte oder ins Ladengeschäft schlappt und einen Mac gleich mitnehmen möchte für den wird es schwieriger. Das verstehe ich nicht warum man diese Kunden aufgeben möchte.

Gerade im Einsteigerbereich sollten sie hier ein Grundangebot fertig konfiguriert und im Regal liegend dahaben. Mein Papa ist mit mir damals zum Karstadt gegangen und wir haben da meinen ersten Computer mitgenommen. Es wurde ein ATARI ST weil er verfügbar war und wir ihn mitnehmen konnten. Mein Papa hatte keine Ahnung von Computern (geschrieben hat er auf der Adler Schreibmaschine) und ich als junger Schüler auch nicht. Erst beim 3. Computer bin ich dann auf den heiligen Gral gekommen ... den Mac. Gut ATARI war damals dann auch pleite aber den Mac habe ich schon früh als echt cool empfunden. Und DOS und Windows 3.11 war ja gegenüber ATARI immer noch ein Rückschritt.
+3
Johnny6501.02.26 08:36
Die für mich zentrale Frage ist, ob sich an der Angebotsstruktur von Mac-Hardware bei Cyberport, Galaxus, Mactrade, von mir aus auch Amazon sowie weiteren dadurch künftig etwas ändern wird. Wie RAMses3005 oben schon schreibt, ist es dort meist um einiges günstiger als bei Apple direkt. Im Online-Store von Apple würde ich Mac-Hardware nur konfigurieren und bestellen, wenn ich anschließend direkt über Apple leasen wollen würde (oder ich die gewünschte Konfiguration partout sonst nirgends bekommen würde). Aber auch Leasing ist bei den anderen Anbietern auf Basis geringerer Ausgangspreise meist deutlich günstiger (wenn es via Apple nicht gerade irgendeine Förderungsaktion wie 0% Zinsen o.ä. gibt, die die anderen nicht mitmachen).

Ich mache mir an sich aber keine allzu großen Sorgen, denn auch iPhone, iPad und Co. findet man bei den Retailern ja in diversen fertigen Konfigurationen. Es kann halt allenfalls mal passieren, dass die exakt gewünschte Konfiguration dort nicht angeboten wird. Btw, allein schon deshalb ist Amazon für Mac-Hardware bei mir raus, da dort immer nur die unteren SSD-Ausbaustufen gelistet sind.
+3
tranquillity
tranquillity01.02.26 09:00
Leasen und finanzieren ist nicht das gleiche.
0
hal5301.02.26 10:19
Aus Sicht der Finanzwirtschaft ist Leasing eine Form der Finanzierung
0
MacMann72
MacMann7201.02.26 10:36
Ich bin auch mal gespannt wie das dann bei den Online-Händlern aussieht. Dort sind die Preise zwar deutlich günstiger, sogar besser als die EDU-Preise von Apple, aber es gab meist nur die Einsteiger-Konfiguration. Meinen Mac mini M4 Pro musste ich direkt bei Apple kaufen, weil es ihn nirgendwo anders in meiner Wunsch-Konfiguration gab.
Vielleicht ändert sich das jetzt ja… aber so ganz kann ich nicht daran glauben.
0
matiu01.02.26 10:36
sonorman
"Deine Auswahl erfordert eine Anpassung: Sitzheizung gibt es nur in Verbindung mit dem Multimediapaket und Winterreifen." 300€ > 4.800€

Vor drei oder vier Jahren, habe ich mal im Mercedes Konfigurator rumgespielt, und mir den billigsten EQE zusammengestellt, also nur die Standardoptionen.
Als letzen Schritt wurde mir vorgeschlagen: "Zu deine Auswahl würden elektrisch anklappbare Aussenspiegel passen".
Da bin ich erstmal vom Hocker gefallen, dass die bei ca 60k€ nicht mit drin waren.
Habe dann spasseshalber "Ja" geklickt, und bekam als Antwort: "Prima, die sind im Paket XY für 4.500€, habe ich hinzugefügt".

Fühlte mich leicht veräppelt. (Pun intended)
+7
Johnny6501.02.26 11:37
tranquillity
Leasen und finanzieren ist nicht das gleiche.

Es gibt im Mac-Bereich auch 0%-Leasing-Angebote:


Die Frage ist nur (und wird in den Angeboten meist nicht verbindlich geklärt), wie die Konditionen zum Vertragsende aussehen, insbesondere wenn man das geleaste Gerät übernehmen will.

Wobei ich persönlich keine Macs mehr geleast habe, seit die Sofortabschreibung für IT-Equipment eingeführt wurde.
0
Tech Berater01.02.26 11:51
Apple verspricht sich davon einfach nur höhere Umsätze. Das ist alles.
0
L-E01.02.26 12:13
evanbetter
195.– Eintausch für ein MBP M1 Mid 2020 mit 16GB RAM und 1TB SSD in tadellosem Zustand finde ich jetzt schon recht mager.
Absolut. Und armselig. Da gibt es bei Verkauf an Privat ein Mehrfaches.
+1
Deppomat01.02.26 12:46
L-E
evanbetter
195.– Eintausch für ein MBP M1 Mid 2020 mit 16GB RAM und 1TB SSD in tadellosem Zustand finde ich jetzt schon recht mager.
Absolut. Und armselig. Da gibt es bei Verkauf an Privat ein Mehrfaches.
Das ist schon immer die Option gewesen für Leute, bei denen es aufs Geld nicht ankommt. Quasi der Concierge, der auf dich zukommt und fragt "darf ich Ihnen das abnehmen?"
+1

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