Apple stellt das "Apple Creator Studio" vor – alle Kreativ-Apps in einem Bundle, kostenpflichtige KI-Features


In einer Betaversion zur momentan aktuellen Systemversion war im November ein interessanter Fund zu machen. Apple verwendete in einem String nämlich das "Apple Creator Studio" – also eine Bezeichnung, die es offiziell gar nicht gab. Dies galt als ziemlich deutlicher Beleg für zukünftige Produktpläne, welche wohl in Form einer Medien-Suite erscheinen. Jene Vermutungen entsprachen den Tatsachen, denn Apple hat das Creator Studio für Mac und iPad heute offiziell
vorgestellt. Enthalten sind darin die Programme Final Cut Pro, Logic Pro, Pixelmator Pro, Motion, Compressor und MainStage. Außerdem spricht Apple von KI-Features und Premiuminhalten für Keynote, Pages und Numbers.
Per Abo alle Kreativ-Apps auf einen SchlagEine andere Prognose tritt ebenfalls ein, denn es handelt sich beim Creator Studio um ein "fantastisches Abo-Angebot", welches sich mit monatlichen oder jährlichen Gebühren beziehen lässt. Wenn das Kreativapp-Paket ab dem 28. Januar freigeschaltet wird, bezahlt man dafür entweder 12,99 Euro pro Monat oder 129 Euro pro Jahr. Ein kostenloser Testzugang soll ebenfalls zur Verfügung stehen. Vergünstigte Preise gibt es für Bildungseinrichtungen, denn für Schüler, Studenten und Lehrkräfte sind es nur 2,99 Euro bzw. 29 Euro beim Jahreszugang. Der Kauf eines neuen Macs oder eines qualifizierten iPads (A16 und neuer, 6 GB RAM) beinhaltet übrigens drei kostenlose Monate. Vergleicht man das mit den Konditionen, wie sie bei Adobes Creative Suite fällig werden, kann man durchaus von Kampfpreisen sprechen.
Neue KI-Features in den Medien-AppsFinal Cut Pro erhält Volltextsuche in automatisch erstellten Transkripten, um passende O-Töne in langen Projekten zu finden. Bestimmte Bildinhalte lassen sich gleichermaßen per Texteingabe aufstöbern. Logic Pro erkennt dank "Akkord ID" aus Audio- oder MIDI-Aufnahmen automatisch Akkordfolgen, erzeugt daraus dann eine Akkordspur. Zudem verspricht Apple eine neue Sound-Bibliothek sowie den "Synth Player", einen virtuellen Helfer für elektronische Musik als Erweiterung der bisherigen "KI Session Player". Noch eine wichtige Ankündigung gibt es übrigens: Pixelmator Pro findet den Weg auf das iPad.
Kostenpflichtige Templates und KI-Funktionen in iWorkDie erwähnten Premiuminhalte für die iWork-Programme umfassen hochwertige Fotos, Grafiken und Illustrationen sowie zusätzliche Vorlagen und Themes. Bildgenerierung/Bildbearbeitung per KI steht ebenfalls nur Abonnenten zur Verfügung, Apple setzt hierzu laut Beschreibung auf generative Modelle von OpenAI – auch hier schaffte man es offensichtlich nicht, die bestehenden Eigenentwicklungen auf den entsprechenden Stand zu bringen. Für das "Super Resolution"-Modell kommt indes On-Device-Berechnung zum Einsatz. In Keynote ist es mithilfe der kostenpflichtigen Funktionen möglich, Folien per Textbefehl zu erstellen, zudem kann man sich Notizen erzeugen lassen. In Numbers soll die Künstliche Intelligenz Tabellen automatisch ausfüllen und Formeln erstellen.
Kostenlose iWork-Apps und Kauf-Apps bleiben bestehenApple stellt die bisherigen Kaufangebote sowie die kostenlosen iWork-Downloads nicht ein, diese bestehen weiterhin. Allerdings sieht man vermutlich, wohin die Reise geht: Komplexere KI-Funktionen bedürfen eines Abos – und selbst wenn Apple Intelligence kein Plus-Angebot aufweist, so trifft das nicht auf Features in Programmen zu.