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Mac-Tipp: Herausfinden, ob ein Apple-Silicon-Mac im DFU-Modus ist oder einen Hardware-Defekt aufweist

Es ist ein Zustand, vor dem es jeden Computer-Nutzer graut: Das Display bleibt dunkel, Tastatur und Trackpad reagieren nicht. In diesem Zustand ist eine Fehlerdiagnose schwierig, denn der Rechner kann dem Anwender keinen Hinweis auf bestehende Probleme liefern. Für Apple-Rechner vom MacBook über iMac bis zum Mac Studio und Pro empfiehlt das Blog „The Eclectic Light Company“ eine Vorgehensweise, um die Ursache des Rechner-Komas zu bestimmen.


Tragbare Macs signalisieren ihr generelles Funktionieren gut sichtbar über eine LED im MagSafe-Ladekabel. Eine wichtige, aber oftmals übersehene Fehlerquelle stellt die Stromversorgung dar: Überprüfen Sie zunächst, ob durch einen Wechsel der Stromversorgung die Energieversorgung wiederhergestellt werden kann. Stecken Sie zunächst den Stecker in eine andere Dose, bevorzugt eine direkt in der Wand. Ein USB-C-Ladeadapter mit mindestens 65 W Maximalleistung hilft, diese Fehlerursache bei Apple-Laptops auszuräumen. Ähnliches gilt für Desktop-Modelle wie Mac mini, Mac Studio sowie (bedingt) für iMacs: Dass ein Stromkabel kaputtgeht, ist zwar selten, aber nicht unmöglich. Dank der C7-Buchse von Mac mini und Mac Studio gibt es günstigen Ersatz; das Netzkabel des iMac lässt sich mit einem handelsüblichen Typ-F-Kabel ersetzen.

Hilfreiche Statusleuchte
Die nächste große Herausforderung besteht darin, herauszufinden, ob der Mac ein Hardwareproblem aufweist oder im DFU-Modus verweilt. Apples Desktop-Geräte ohne eigenen Monitor verfügen über ein integriertes Lämpchen, welches eine Diagnose merklich erleichtert: die Statusleuchte (engl. Status Indicator Light, kurz SIL). Wenn der Mac ein Firmware-Problem aufweist, leuchtet dieses Lämpchen an der Vorderseite nicht weiß, sondern orange, oder blinkt orange. Blinkt sie weiß, handelt es sich um ein Problem mit der Hardware.

Die Statusleuchte des Mac mini/Studio erleichtert die Fehlerdiagnose. (Quelle: Apple Support)

Mac im DFU-Modus wiederherstellen
Leider fehlt portablen Macs dieses Lämpchen, was die Diagnose erschwert: Bei einem MacBook im DFU-Modus leuchtet nicht einmal die LED im MagSafe-Kabel. In diesem Fall gehen Sie am besten davon aus, dass Ihr MacBook (Air oder Pro) im DFU-Modus feststeckt. Um diesen zu beheben, benötigen Sie einen zweiten Mac sowie ein USB-C-Datenkabel. Wichtig: Dieses darf nicht Thunderbolt-kompatibel sein, denn sonst funktioniert es nicht. Dieses stecken Sie in den DFU-Anschluss des nicht reagierenden Macs und verbinden es mit einem USB-C-Anschluss des anderen Macs. Anschließend können Sie die Firmware des defekten Mac am funktionierenden Rechner zurücksetzen.

Position des DFU-Anschlusses

Gerät Geräteseite Position
iMac hinten rechts
Mac Studio hinten rechts
Mac Pro oben rechts
Mac mini hinten T2: rechts; M1-M2: links; M4: Mitte
MacBook Air links T2: rechts; M1-M3: links, M4: rechts
MacBook Pro links T2, M4, M5: rechts; M1-M3, M4 Pro & Max: links

Andere Probleme
Eine weiß blinkende Statusleuchte oder ein weiterhin nicht ansprechbares MacBook bedeutet meistens einen Hardware-Defekt, den man als Anwender selbst nicht beheben (oder auch nur diagnostizieren) kann. In einem solchen Fall empfiehlt Howard Oakley, eine von Apple autorisierte Support-Werkstatt aufzusuchen – wenn ein normaler Neustart scheitere, sei es unwahrscheinlich, dass der Mac im Wiederherstellungsmodus hochfahre.

Kommentare

tranquillity
tranquillity09.02.26 17:52
Ich hatte Ende November einen Mac Mini M4 mit 2TB SSD bei Kaufland.de Marketplace recht günstig gekauft ("Black week"). Leider stellte sich nach kurzer Zeit folgendes Bild ein: Ich kam nach der Arbeit an den Rechner und die LED blinkte weiß. Ich dachte zuerst, das wäre das Zeichen, dass der Mac schläft ... (die älteren werden sich erinnern!).
Leider war dem nicht so. Es lies sich gar nichts mehr machen, Ein-/ausschalten, vom Strom trennen nix half. Hab dann irgendwann aufgehört und einige Zeit später ging es wieder ...
Es traten dann aber noch andere merkwürdige Dinge auf ("macOS muss neu installiert werden"), so dass ich mal tiefer nachforschte. Und tatsächlich: Der Verkäufer hatte an dem Mini rumgefummelt (obwohl er wirklich originalverpackt rüberkam) und hatte so eine Nachbau-SSD einbebaut. Über die Teile-Nummer konnte ich feststellen, dass das Gerät eigentlich ein MacMini mit 256 GB SSD war (Z1CF0005V stand auf der Verpackung und in den Systeminfos). Angepriesen hatte der Mann das Gerät aber als Z1Cf-In08 (das ist ein Mac Mini mit 2 TB SSD). Über die Bezeichnung der SSD konnte man das nicht direkt erkennen, dass hier nachträglich manipuliert wurde. Der Typ meinte dann noch, als ich vom Kauf innerhalb der 14 Tage zurückgetreten bin (erstmal ohne Nennung von Gründen), dass bei Aktivierung des Geräts nicht der volle Preis erstattet werden könnte 😅 Leute gibts ... Als ich ihm dann mal seinen Betrug geschildert habe ging's auf einmal doch problemlos... (übrigens auch sonst stellt die Aktivierung keinen Grund für eine Reduzierung der Erstattung dar).

Also, um zum Thema zu kommen: Wenn bei eurem MacMini die LED blinkt, könnte es an der SSD liegen, die nicht original ist.
+3

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