
iOS-Zwischenablage: Warnmeldungen beim automatischen Einsetzen ausschalten


Apple nahm sich in den vergangenen Jahren immer wieder die Zwischenablage vor. macOS Tahoe erlaubt Nutzern sogar den Zugriff auf deren Daten über die Spotlight-Suche und speichert diese auf Wunsch bis zu sieben Tage lang (siehe
hier). Auf dem iPhone dient die Zwischenablage zumeist ebenfalls dem raschen Kopieren und Einfügen von Text. Das geschieht aber nicht immer manuell: In manchen Fällen bedient sich eine App der Zwischenablage, um Text automatisch einzufügen – etwa im Falle von Übersetzer-Software. Damit diese Funktion nicht missbräuchlich verwendet wird, ploppt in derartigen Fällen ein Auswahldialog von iOS auf. Nutzer können sich dessen entledigen, müssen hierfür aber gezielt vorgehen.
Warnhinweise beim automatischen Einfügen aus dem ClipboardWer Text auf dem iPhone markiert und anschließend kopiert oder ausschneidet, um ihn in einer anderen App einzufügen, kann das in aller Regel ohne Zwischenschritt tun. Anders gestaltet sich die Lage, sofern eine Applikation von sich aus auf das Clipboard zugreift: Seit iOS 16.1 informiert das Betriebssystem über diese Praxis und fragt den Anwender, ob er der Aktion seinen Segen erteilt. Google Maps sucht etwa nach Adressen in der Zwischenablage: Wird eine solche gefunden, möchte die App diese direkt in das Suchfeld einfügen.
Das mag in vielen Fällen durchaus komfortabel sein, birgt aber auch Risiken: Apps könnten auf diese Weise sensible Daten abgreifen. Die Warnmeldung mit der Nachfrage ist daher durchaus sinnvoll. Bei Apps, denen Nutzer vollends vertrauen, kann sich diese Sicherheitsmaßnahme jedoch als störend erweisen. Apple erlaubt es daher, den Hinweis auszuschalten, wenngleich es hierfür keine globale Konfiguration gibt.
Hinweis lässt sich in den Einstellungen für jede App ausschaltenAnwender müssen stattdessen die Einstellungen bemühen, den Punkt „Apps“ aufrufen und die gewünschte Option für jede einzelne Applikation getrennt vornehmen:
Die Einstellung heißt „Aus anderen Apps einsetzen“ und taucht lediglich bei Software auf, welche bereits Zugriff auf die Zwischenablage eingefordert hat. Nutzer haben die Wahl zwischen drei Möglichkeiten:
Standardmäßig ist „Fragen“ eingeschaltet. „Ablehnen“ unterbindet das ungefragte Abgreifen von Daten aus der Zwischenablage und „Erlauben“ eliminiert den Auswahldialog. Letztere Option sollte natürlich mit Bedacht gewählt werden.