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Forum>Hardware>Läuft das Studio Display XDR permanent mit 120 Hz?

Läuft das Studio Display XDR permanent mit 120 Hz?

Old Archibald Yates05.03.2617:15
In manchen Kommentaren zu den neuen Studio Displays heißt es, das Studio Display XDR habe ein ProMotion-Display. Stimmt das denn?

Ein ProMotion-Display haben das iPad Pro und viele iPhones (in der aktuellen Baureihe alle bis auf das 17e). Es sorgt dafür, dass bei Bewegungen wie z. B. Scrollen die Bildwiederholrate hochgeht (bis maximal 120 Hz), und beim Always-On-Bildschirm ganz runter. Ein – der? – Grund dafür ist, das Energie gespart werden soll.

Die Studio Displays hängen nun an einem Stromkabel und nicht an einem Akku. Und auf der Produktseite des Studio Displays XDR steht auch nichts von Pro Motion, sondern "120 Hz Bild­wieder­hol­rate und Adaptive Sync" Und Adaptive Sync ist doch etwas anderes als ProMotion. Also läuft das Studio Display XDR permanent mit 120 Hz?

Ich frage nicht nur aus einem technischem, sondern auch einem ganz praktischen Interesse: Ich interessiere mich für einen 120-Hz-Monitor primär wegen der Augenschonung durch die höhere Frequenz (kein auch nicht unbewusst wahrnehmbares Flimmern). Meine Haupttätigkeit an einem Computer besteht aus Schreiben. Und wenn tatsächlich die Frequenz nur bei Bewegung hochgefahren wird, dann wird das vermutlich beim Tippen nicht der Fall sein.

Mit anderen Worten: Dann bräuchte ich mich nicht zu ärgern, dass das Studio Display, dessen Preis ich *vielleicht* *so gerade eben noch* rechtfertigen könnte, keine 120 Hz hat, weil das für mich viel zu teure Studio Display XDR die 120 Hz genau dann nicht ausreizt, wenn es für mich am wichtigsten wäre. (Und von den lokalen Dimmzonen hat man bei Text auch nicht viel.)
+3

Kommentare

Gammarus_Pulex
Gammarus_Pulex05.03.2617:22
Apple erwähnt in keinem der Texte zum Studio Display XDR den Begriff Promotion. Es wird immer nur von 120 Hz gesprochen, nie aber von automatisch an den Bildinhalt angepasster Bildwiederholrate.
0
xcomma05.03.2618:03
Adaptive Sync ist genau das. Versteht man auch als VRR (variable refresh rate). Bei anderen Herstellern heisst es G-Sync (NVidia), FreeSync (AMD) oder auch generell V-Sync.

Das wird letztendlich von der Software gesteuert bzw. es kann von der Software gesteuert werden (also bspw. Anwendungssoftware > Grafikkarte (bzw. dessen Treiber)). Es hängt letztendlich davon ab, welche Einstellungsoptionen der Software Hersteller dem Benutzer zur Verfügung stellt. Im Gaming Umfeld insbesondere bei FPS-Shootern wird eher empfohlen V-Sync zu deaktivieren. Dann rennt auch der Monitor immer auf der maximalen Refresh Rate (um bei diesem Beispiel zu bleiben also stets 120 Hz), unabhängig davon was die GPU ausspuckt. Das muss nicht bei jedem Spiel sinnvoll sein.

Wie das nun bei anderer Software aussieht oder ob es gar eine zentral organisierte Einstellung im Betriebsystem gibt, weiss ich nicht. Mitunter lässt sich bei Monitoren aber auch diese Funktion direkt ausschalten im OSD (On Screen Display (Menü)). Ob Apple dieses bei seinen Produkten ermöglicht, wäre zu eruieren.
Apple
Adaptive Sync supports a continuously variable refresh rate between 47Hz to 120Hz


Nachtrag: sollte sich in Systemeinstellungen einstellen lassen (bzw. ausschalten):
+2
xcomma05.03.2618:43
Old Archibald Yates
Ein – der? – Grund dafür ist, das Energie gespart werden soll.
Ein. Insbesondere bei Laptops im Akkubetrieb macht es Sinn. In welchen Sphären sich Energieeinsparungen bei einem stationärem Setup realisieren lassen, müsste mal berechnet werden. Aber könnte sich in homöopatischem Bereich bewegen? Ich habe keine Ahnung.
Old Archibald Yates
[..] primär wegen der Augenschonung durch die höhere Frequenz (kein auch nicht unbewusst wahrnehmbares Flimmern). Meine Haupttätigkeit an einem Computer besteht aus Schreiben.
Hier noch ein informativer Artikel, auch zur Einordnung von V-Sync zu Adaptive Sync (war mir auch nicht ganz klar):

Für mich nehme ich mit: bei Bewegtbildern und insbesondere im Gaming scheint es effektiv zu sein.
Bei Textverarbeitung usw. - bin ich überfragt, ob das Deaktivieren von Adaptive Sync wirklich deinen gewünschten Effekt hat - oder nicht vielmehr sogar zu (etwas übertrieben ausgedrückt) Bildstörungen (Tearing) kommen kann - einfach weil das Textverarbeitungsprogramm z.B. nur 30FPS die GPU Einheit ausspucken lässt, diese aber dann auf einen 120 Hz-Monitor gejagt werden. Wäre sehr interessant zu lesen, ob das jemand auch mit bestehenden (meinetwegen Non-Apple-) Monitoren, aber mit Adaptive Sync, ausprobieren und berichten kann.

Aber da fehlen auch bei mir praktische Erfahrungen da ich solche Monitore noch nicht hatte (auf dem Tisch hier sind alles 60 Hz-iger, aber seit ich ein iPad Pro mit ProMotion 120Hz hatte, weiss ich definitiv, dass ein 120 Hz-Bild absolut klasse ist).
0
Old Archibald Yates05.03.2621:14
xcomma
seit ich ein iPad Pro mit ProMotion 120Hz hatte, weiss ich definitiv, dass ein 120 Hz-Bild absolut klasse ist).

Rate mal, welches Gerät mich auf den Geschmack gebracht hat. Wobei das iPad Pro eben "nur" ein Bis-zu-120-Hz-Display hat, und ich bin mir auch nicht sicher, ob es die hohe Bildwiederholrate oder das OLED-Display sind, die mich so begeistern. Oder die Kombi aus beidem.

Ansonsten danke für die Infos!
+1
Sindbad05.03.2622:40
Beim iPad Pro sind es vermutlich
- die hohe Auflösung (264 ppi) und
- der extrem hohe Kontrast des OLED-Displays,
die das Lesen so angenehm machen.

120 Hz Bildfrequenz:
Bei einem statischen Bild (Text) bringen mir die 120 Hz keinen Nutzen, denn die Pixel ändern sich ja nicht. Bei bewegten Bildern (auch beim Scrollen) wird mit 120 Bildern/Sekunde die Bewegung flüssiger - es werden mehr echte Zwischenbilder angezeigt.

"Response Time" des Monitors:
Zeitdauer, bis ein Pixel umschaltet. Die liegt bei OLED bei ca. 0,03 ms und bei IPS bei 1-4 ms.
Auch das ist nur für schnelle Bewegungen relevant - es treten weniger Unschärfen in der Bewegung auf.
Ein Pixel in einem statischen Text schaltet ja gar nicht um (solange man nicht scrollt).
+2
sonorman
sonorman05.03.2622:58
xcomma

Auf dem MacBook Pro M4 (internes Display) ist die Funktion vorhanden und die adaptive Variante nennt sich dort ProMotion, nicht Adaptive Sync. Seltsam. Wo ist der Unterschied? Allerdings ist hier nur ein Bereich zwischen 47,95 und 60 Hz in wenigen Schritten manuell wählbar.



In dem von Dir verlinkten Apple-Support-Dokument wird erwähnt, dass die Funktion außerhalb von Spielen und auf anderen Bildschirmen zu flackern führen kann. Ich dachte, vielleicht kann man mit der Funktion evtl. das in der Kontakte-App bei dem farbigen Hintergrund ständig auftretende Flackern wegbekommen. Ist aber leider nicht der Fall. (Leider auch so ein Bug, den Apple seit der ersten Tahoma-Version nicht beseitigt hat.)
+3
Sindbad05.03.2623:16
Nachtrag zum iPad Pro OLED:
Was beim Lesen am iPad Pro mit OLED-Display auch eine Rolle spielen dürfte:
Die fehlende Hintergrundbeleuchtung durch LEDs.
Beim OLED leuchtet jeder Pixel selbst.

OLED-Bildschirme gelten als augenschonender als herkömmliche LCD/LED-Displays, da sie deutlich weniger hochenergetisches blaues Licht abgeben (ca. 34 % statt bis zu 65 % bei LCD). Da OLEDs ohne Hintergrundbeleuchtung auskommen und Pixel selbst leuchten, ist die Blaulichtemission oft geringer, was sich positiv auf den Augenkomfort und den Schlaf auswirken kann.

Das Licht bei LCD-Monitoren stammt in der Regel von weißen LEDs, in deren Mitte eine blaue Diode sitzt. Das von diesen LCDs emittierte blaue Licht ist grell und kann ein Problem darstellen.

Blaulichtschaden am Auge durch Display ist möglicherweise ein Mythos...
+2
xcomma05.03.2623:30
sonorman
Auf dem MacBook Pro M4 (internes Display) ist die Funktion vorhanden und die adaptive Variante nennt sich dort ProMotion, nicht Adaptive Sync. Seltsam. Wo ist der Unterschied?
Sieht so aus als ob ProMotion analog Adaptive Sync ist, also einfach nur eine Apple (Marketing-)Terminologie darstellt.

Hier noch ein Supportdokument, das erklärt wie man es ausschaltet (in dem man eine konkrete Hz Zahl auswählt, bei einem 120 Hz müsste dort also ein 120 Hz Eintrag erscheinen):
Apple
Apple-Displays mit ProMotion passen sich ebenfalls der Bildrate des jeweiligen Inhalts an. Für diese Displays wird in "Bildschirmeinstellungen" "ProMotion" anstelle von "Variabel" angezeigt.
trustedreviews.com
Apple’s ProMotion technology is the brand’s term for a screen with a refresh rate of up to 120Hz.
-1
Weia
Weia06.03.2606:16
Old Archibald Yates
Ich frage nicht nur aus einem technischem, sondern auch einem ganz praktischen Interesse: Ich interessiere mich für einen 120-Hz-Monitor primär wegen der Augenschonung durch die höhere Frequenz (kein auch nicht unbewusst wahrnehmbares Flimmern).
unbewusst wahrnehmbar ist ein Oxymoron.

Solltest Du mit Kopfschmerzen oder Augenermüdung zu kämpfen haben: dafür sind weder unterirdische Wasseradern noch Chemtrails noch 60Hz-Displays ursächlich. 🙄
„„Meinung“ ist das Foren-Unwort des Jahrzehnts.“
-1
xcomma06.03.2607:51
Weia
[..] Kopfschmerzen [..] 60Hz-Displays
Eine Anmerkung meinerseits, wenn auch nicht Hz-bezogen, aber ein Monitor kann in der Tat Kopfschmerzen auslösen:
eine Zeit lang habe ich auf einem Monitor mit 1-2ms Response Zeit gespielt. Bin dann auf einen Monitor mit grösserer Fläche aber schlechterer Response Zeit (9ms) gewechselt - und dort habe ich - zumindest beim Spielen in der Tat Kopfschmerzen bekommen und mir ist nahezu speiübel geworden. Ich hab dann die Tage drauf im Handbuch gesehen, dass man an der Reponse Zeit ein bisschen was drehen kann durch Auswahl eines anderen Modus, welcher in einer Reduktion von 9 auf 6ms mündete. Das reichte aus um den erheblichen "Lag" zu reduzieren, dass es mir wieder möglich war angenehm(er) zu spielen. Mit Lag meine ich eine spürbare zeitliche Versetzung von meinen Tastatur- und Mauseingaben zu der bildlichen Darstellung bzw. Umsetzung im Spiel. Dieser zeitliche Versatz, wenn auch im Millisekunden Bereich, reichte bei mir aus Kopfschmerzen zu bekommen.
Für andere Tätigkeiten - sprich alles ausser Gaming - gab's keine Probleme (auf der 9ms-Einstellung)).
+1
KoGro06.03.2608:20
Da würde ich in diesem Fall widersprechen. Ein Oxymoron ist ein rhetorisches Stilmittel, bei dem die Gegensätzlichkeit bewusst eingesetzt ist, das ist hier - zumindest für mich - nicht erkennbar. Darüberhinaus gibt es „unbewusste Wahrnehmung“ durchaus als Fachbegriff in der Psychologie.

Warum Du also hier eine Antwort schreiben musstest, obwohl Du inhaltlich rein gar nichts beiträgst, und dann anscheinend noch versuchst, den Threadersteller lächerlich zu machen, indem du ihn in die Nähe zur Esoterik rückst ist mir schleierhaft. Weil du unbedingt zeigen wolltest, dass du ein Fremdwort kennst?? Bravo, gut gemacht!

Solltest Du andererseits die genauen physiologischen Begründungen für jede Form der von den Betroffenen als Kopfschmerz wahrgenommenen körperlichen Beeinträchtigung kennen und belegen können, dass 60Hz Bildschirme nicht dazu gehören, schreibe doch lieber einfach eine Publikation darüber, die würde ich dann tatsächlich gerne lesen.
Weia
unbewusst wahrnehmbar ist ein Oxymoron.

Solltest Du mit Kopfschmerzen oder Augenermüdung zu kämpfen haben: dafür sind weder unterirdische Wasseradern noch Chemtrails noch 60Hz-Displays ursächlich. 🙄
+5
Marcel Bresink06.03.2609:34
Old Archibald Yates
Ich interessiere mich für einen 120-Hz-Monitor primär wegen der Augenschonung durch die höhere Frequenz (kein auch nicht unbewusst wahrnehmbares Flimmern).

Kann es sein, dass Du die maximale Anzeigegeschwindigkeit von LED-Bildschirmen mit der Auffrischrate von Röhrenmonitoren verwechselst? Es wird zwar beides in Hz angegeben, hat aber technisch nicht wirklich etwas miteinander zu tun.

Seit dem Vormarsch von Flachbildschirmen in den 1990er-Jahren, die dann nach und nach die Röhrenmonitore (und eventuell Plasmabildschirme) ersetzt haben, gibt es kein Flimmern mehr. Das Bild muss nicht mehr durch einen Elektronenstrahl, der eine Leuchtschicht anregt, x-mal pro Sekunde neu gezeichnet werden, sondern kann komplett statisch bleiben. Es hat außerdem eine flimmerfreie Beleuchtung (zunächst über Kaltkathodenleuchtstofflampen, heute mit LEDs oder OLEDs).

Die Hz-Angabe bei modernen Bildschirmen gibt wirklich nur an, wie oft sich das Bild pro Sekunde ändern darf. Das wird neben den Eigenschaften des Bildschirms hauptsächlich durch die Software begrenzt. Ältere Versionen von macOS können grundsätzlich nicht mehr als 60 Hz erzeugen, weil das Betriebssystem mit Absicht verhindert, dass mehr Bilder pro Sekunde berechnet und "versendet" werden können. Das stellt sicher, dass keine unnötige Rechenzeit (und damit Energie) verschwendet wird. Diese Bremse wurde dann nach und nach abgeschaltet, zunächst nur für Safari, später für alle Programme.
Old Archibald Yates
Und wenn tatsächlich die Frequenz nur bei Bewegung hochgefahren wird,

Natürlich ist das so. Wenn der Bildschirm ein unverändertes Bild zeigt, liegt die Änderungsrate bei 0 Hz.
Wenn Du dann zwei Zeichen pro Sekunde eintippst, wird das Bild zweimal pro Sekunde geändert, also liegt die Frequenz bei 2 Hz.

Die ganze Software, die Du verwendest, wird eigentlich nur bei Computerspielen und beim Scrollen von Bildinhalten mehr als einen nennenswerte Anzahl von Bildänderungen pro Sekunde erzeugen. Und nur während dieser Vorgänge spielt eine hohe Frequenz eine Rolle.

Alles andere ist nur interessant, wenn Du Röhrenmonitore einsetzt. Diese Zeit sollte aber vorbei sein.
xcomma
dort habe ich - zumindest beim Spielen in der Tat Kopfschmerzen bekommen und mir ist nahezu speiübel geworden.

Ja, das gibt es. Das liegt an dem asynchronen Verhalten zwischen Steuerung und visueller Rückmeldung, wenn sich tatsächlich "viel im Bild bewegt". Aber das hat nichts mit "Flimmern" zu tun.
+2
sonorman
sonorman06.03.2609:47
Marcel Bresink

Ich kann Deinen Ausführungen weitestgehend zustimmen, aber bei diesem Teil…
Marcel Bresink
Natürlich ist das so. Wenn der Bildschirm ein unverändertes Bild zeigt, liegt die Änderungsrate bei 0 Hz.
Wenn Du dann zwei Zeichen pro Sekunde eintippst, wird das Bild zweimal pro Sekunde geändert, also liegt die Frequenz bei 2 Hz.

…bin ich mir nicht sicher, ob das so korrekt ist. Meines Wissens erfahren die meisten heutigen Bildschirme auch ohne Änderung des Bildschirminhalts häufiger einen Refresh. Lediglich bei den neuen iOS-Devices mit OLED und der Apple Watch kann die Bildwiederholrate bis auf minimal 1 Hz absinken. (Was u. a. bei neueren Watch-Modellen dazu führt, dass auch im Idle Mode die Sekunde angezeigt werden kann, was früher nicht ging.)

Bei Monitoren wie dem (alten) Studio Display geht die Frequenz meines Wissens nicht bis 1 Hz und erst Recht nicht auf 0 Hz herunter. Ob das wie bei meinem Screenshot weiter unten im Falle des MacBook-Pro-Display minimal 47,95 Hz sind, oder ob sich das wiederum NUR auf Bewegtbild bezieht, weiß ich nicht. Kennst Du eine Dokumentation, die Belegt, dass normale LCDs und OLEDs tatsächlich bei statischem Bildinhalt gar keinen Refresh haben?
+1
Marcel Bresink06.03.2610:13
sonorman
Meines Wissens erfahren die meisten heutigen Bildschirme auch ohne Änderung des Bildschirminhalts häufiger einen Refresh.

Aus dem Zusammenhang geht hervor, dass ich zur Veranschaulichung von der effektiven Bildänderungsrate spreche. Das hat nichts mit der Hardware zu tun und ich spreche nicht von der physischen Datenübertragung auf dem DisplayPort- oder HDMI-Kabel.
+1
Sumsolin
Sumsolin06.03.2610:15
Endlich mal einer, der mit dem Mythos aufräumt, Displays würden flackern, weil die Bildwiederholrate zu niedrig sei. Danke, Marcel Bresink.

Ich selbst konnte 30Hz, 60Hz und 120Hz noch nie optisch unterscheiden, vielleicht scrolle ich zu langsam. Zu Zeiten der Röhrenmonitore war das natürlich etwas anderes.

Außer für Gamer, wo bei einigen Spielen aureichend Frames pro Sekunde geliefert werden, dürfte das Thema vollkommen uninteressant sein.

Alles andere ist Einbildung oder Featureritis. Hier versetzt der Glaube gelegentlich auch Berge.
+3
sonorman
sonorman06.03.2610:35
Marcel

Stimmt, sorry, da bin ich auch etwas "gestolpert".

Grundsätzlich finde ich diesen Hype und die Gier nach immer höheren Hz-Zahlen in den Datenblättern von Monitoren für die allermeisten Anwendungsfälle ziemlich absurd. Typischer Datenblatt-Fetischismus, der mit realem Nutzen meist wenig zu tun hat.

Aber die Ausgangsfrage finde ich insofern schon berechtigt, weil die Informationslage rund um Pro Motion, XXX Hz Bild­wieder­hol­rate und Adaptive Sync schon sehr verwirrend ist.
+2
xcomma06.03.2610:39
Marcel Bresink
Aber das hat nichts mit "Flimmern" zu tun.
Auf Flimmern bezog ich mich nicht. Das kann ich mir schon vorstellen ist seit Ende der Röhrenmonitore vorbei.
Ich wollte lediglich ein Beispiel bringen, dass man durchaus Kopfschmerzen verursacht durch Bildschirme bekommen kann - in meinem Fall durch das Lagging.
+1
xcomma06.03.2611:11
Sumsolin
Ich selbst konnte 30Hz, 60Hz und 120Hz noch nie optisch unterscheiden
Na ja, schliesse von dir aber nicht auf andere.
Der Unterschied von einem 60Hz iOS Gerät zu einem 120Hz iOS Gerät - war für mich zumindest - sehr klar erkennbar. Es würde mich schon etwas wundern, wenn z.B. in einem direkten Side-by-Side Vergleich du nicht auch einen Unterschied bemerken würdest. Und ganz besonders wenn man sogar 30 vs 120 vergleichen würde.
Sumsolin
Außer für Gamer
sonorman
[..] für die allermeisten Anwendungsfälle ziemlich absurd
Ein Büro würde ich auch weiterhin mit 60Hz Monitoren bestücken, da macht der Aufpreis zu höheren Hz wenig Sinn, in der Tat.

Wie schon angemerkt sind es insbesondere Spiele, und auch da nicht jedes (vorzugsweise FPS Shooter). Jeder - auch Casual Gamer - werden den Sprung von 60 zu 120 (gemeint sind FPS und die optimalerweise mit einem korellierenden 120 Hz-fähigem Display kombiniert) merken. Der Sweetspot für ambitionierte Gamer liegt bei 240. Wenn man ein Gaming Setup jetzt neu aufbauen würde, dann würde ich gleich auf 240 gehen und 120 links liegen lassen. Die nächste Stufe von 360 ist dann definitiv diskussionswürdig, wo selbst Pro Gamer sicherlich ihre Mühen haben werden sehr klare Vorteil daraus zu ziehen. Den Mehrpreis über 240er Setups hinausgehend kann man sich sicherlich sparen.
0
Marcel Bresink06.03.2611:28
xcomma
Auf Flimmern bezog ich mich nicht.

Ja, das weiß ich. Ich habe das nur noch einmal hervorgehoben.
0
xcomma06.03.2611:31
Marcel Bresink
p.s. nein, der Daumen kommt nicht von mir Jetzt fühle ich mich erstmals genötigt so etwas zu "neutralisieren" durch einen Thumbs Up, weil irgendein Spasst meint es so darstellen zu müssen als käme der von mir.
-1
Weia
Weia06.03.2611:42
xcomma
Weia
[..] Kopfschmerzen [..] 60Hz-Displays
Eine Anmerkung meinerseits, wenn auch nicht Hz-bezogen, aber ein Monitor kann in der Tat Kopfschmerzen auslösen:
eine Zeit lang habe ich auf einem Monitor mit 1-2ms Response Zeit gespielt. Bin dann auf einen Monitor mit grösserer Fläche aber schlechterer Response Zeit (9ms) gewechselt - und dort habe ich - zumindest beim Spielen in der Tat Kopfschmerzen bekommen und mir ist nahezu speiübel geworden. […] Für andere Tätigkeiten - sprich alles ausser Gaming - gab's keine Probleme (auf der 9ms-Einstellung)).
Ja, bei Gaming ist das möglich, da das (jenseits von Spezialanwendungen) die einzige Videoquelle (im Gegensatz zu Filmen und Videos aller Art) mit potentiell einer Bildwiederholfrequenz > 60 Hz entspricht < 16 ms ist.

Wenn ich über Computer rede, rede ich aber nur über ernsthafte Anwendungen, da mir persönlich schon beim bloßen Gedanken an Gaming speiübel wird.
„„Meinung“ ist das Foren-Unwort des Jahrzehnts.“
-3
mazun
mazun06.03.2612:30
@Old Archibald Yates

Könnte es sein, dass deine Beschwerden ggf. auch von einer PWM-Empfindlichkeit herrühren?
Da geht es dann eher um die Technologie der Helligkeitssteuerung und das tritt meines Wissens hauptsächlich bei OLED- und wohl auch XDR-Displays auf. Zumindest gibt es daher auch Menschen die z.B. ein MacBook Air angenehmer als ein Pro empfinden. Oder lange Zeit den Wechsel von einem LCD Smartphone hin zu einem mit OLED hinauszögern, aber das scheint immer schwerer zu werden, da sich OLED ja überall immer weiter durchsetzt. Ich vermute auch, dass es dann egal sein könnte ob das Display Pro-Motion hat oder nicht.
0
Weia
Weia06.03.2613:00
KoGro
Da würde ich in diesem Fall widersprechen. Ein Oxymoron ist ein rhetorisches Stilmittel, bei dem die Gegensätzlichkeit bewusst eingesetzt ist, das ist hier - zumindest für mich - nicht erkennbar.
Man kann Oxymoron auch in dem weiteren Sinne von in sich widersprüchlich verwenden; das habe ich hier getan.
Darüberhinaus gibt es „unbewusste Wahrnehmung“ durchaus als Fachbegriff in der Psychologie.
Der Einwand ist berechtigt; da habe ich gedanklich zu sehr abgekürzt.

Der Punkt ist, dass Wahrnehmung immer Wahrnehmung von etwas ist, d.h., einen Informationsgehalt hat, der in der Tat nicht zwingend bewusst werden muss (man denke an die berühmten subliminalen Werbebotschaften). Eine technische Imperfektion wie Flimmern hat aber keinen Informationsgehalt außer sich selbst, also eben dem, dass es flimmert – wenn das nun annahmegemäß nicht wahrgenommen wird, gibt es schlicht keine Information, die unbewusst verarbeitet werden könnte.
Warum Du also hier eine Antwort schreiben musstest, obwohl Du inhaltlich rein gar nichts beiträgst, und dann anscheinend noch versuchst, den Threadersteller lächerlich zu machen, indem du ihn in die Nähe zur Esoterik rückst ist mir schleierhaft.
Ich muss einräumen, dass die um sich greifende Irrationalität mich emotional nicht kalt läßt. Als ob die HiFi-Freaks, die darauf bestehen, den Unterschied zwischen verschiedenen Netzkabeln zu hören, nicht schlimm genug wären, kommen jetzt offenbar auch noch die Video-Freaks, denen es wichtig ist, dass ihr LCD nicht „flimmert“, alles immer im Namen der Empfindsamkeit. Das ist pseudowissenschaftliche Esoterik.
Solltest Du andererseits die genauen physiologischen Begründungen für jede Form der von den Betroffenen als Kopfschmerz wahrgenommenen körperlichen Beeinträchtigung kennen und belegen können, dass 60Hz Bildschirme nicht dazu gehören, schreibe doch lieber einfach eine Publikation darüber, die würde ich dann tatsächlich gerne lesen.
Da bedarf es keiner extra Publikation, dass hat Marcel Bresink gerade schon wunderbar in 3 kurzen Absätzen erläutert. LCDs flimmern nicht. Überhaupt nicht. Null. 🙄
„„Meinung“ ist das Foren-Unwort des Jahrzehnts.“
-3
xcomma06.03.2613:17
Weia
bloßen Gedanken an Gaming speiübel wird.
0
sonorman
sonorman06.03.2613:32
Weia
LCDs flimmern nicht. Überhaupt nicht. Null. 🙄
Die LCDs selbst nicht, aber deren Hintergrundbeleuchtung kann flimmern, wenn PWM-Dimmung (Pulsweitenmodulation) eingesetzt wird, was oft bei LCDs der Fall ist. Bei niedrigen Helligkeitseinstellungen kann dies durchaus zu wahrnehmbarem Flimmern führen.

Ist mir bei modernen LCDs zwar lange nicht mehr aufgefallen, aber ich reagiere darauf auch nicht so empfindlich wie andere.
+2
Weia
Weia06.03.2613:40
sonorman
Die LCDs selbst nicht, aber deren Hintergrundbeleuchtung kann flimmern, wenn PWM-Dimmung (Pulsweitenmodulation) eingesetzt wird, was oft bei LCDs der Fall ist.
Was dann aber wiederum nichts mit der Bildwiederholfrequenz zu tun hat.
Ist mir bei modernen LCDs zwar lange nicht mehr aufgefallen, aber ich reagiere darauf auch nicht so empfindlich wie andere.
Bei LEDs zu Beleuchtungszwecken ist für die Helligkeitsregelung mittlerweile eine Frequenz um die 20 kHz gebräuchlich; das sieht kein Mensch. Ich gehe mal davon aus, dass das bei LEDs für LCD-Hintergrundbeleuchtung nicht anders ist.
„„Meinung“ ist das Foren-Unwort des Jahrzehnts.“
-1
sonorman
sonorman06.03.2613:45
Weia
sonorman
Die LCDs selbst nicht, aber deren Hintergrundbeleuchtung kann flimmern, wenn PWM-Dimmung (Pulsweitenmodulation) eingesetzt wird, was oft bei LCDs der Fall ist.
Was dann aber wiederum nichts mit der Bildwiederholfrequenz zu tun hat.
Was ich auch nicht behauptet habe.
+2
leunam06.03.2613:47
Während die PWM-Dimmung ja bei sehr hohen und unsichtbaren Frequenzen stattfinden sollte, möchte ich anmerken, dass LCDs und OLEDs auch deutlich langsamer (mit der Bildwiederhol-Frequenz) flimmern können!

Sinn davon ist wohl, dass das Display noch reaktionsschneller wirken soll. Das läuft dann unter den Namen "Blinking Backlight", "Black Frame Insertion" ("BLI") oder "Strobing Backlight". Asus schreibt dazu:
0
Weia
Weia06.03.2614:11
sonorman
Weia
sonorman
Die LCDs selbst nicht, aber deren Hintergrundbeleuchtung kann flimmern, wenn PWM-Dimmung (Pulsweitenmodulation) eingesetzt wird, was oft bei LCDs der Fall ist.
Was dann aber wiederum nichts mit der Bildwiederholfrequenz zu tun hat.
Was ich auch nicht behauptet habe.
Ich habe auch nicht behauptet, dass Du das behauptet hättest.
„„Meinung“ ist das Foren-Unwort des Jahrzehnts.“
-4
DP_7006.03.2614:22
Ich weiß nicht, warum manche hier immer so oberlehrerhaft auftreten müssen? Ist das einfach ein Hang zur Besserwisserei oder hat das andere Gründe? Muss man tatsächlich darauf hinweisen, wenn jemand eine widersprüchliche Formulierung macht (natürlich mit einem Fremdwort, das nicht wirklich gängig ist), nur um zu zeigen, dass man es intellektuell drauf hat? Einfach nur unangenehm dieses Verhalten.
+3
Weia
Weia06.03.2614:40
DP_70
Ich weiß nicht, warum manche hier immer so oberlehrerhaft auftreten müssen? Ist das einfach ein Hang zur Besserwisserei oder hat das andere Gründe?
Das hat andere Gründe, die ich in meinem Beitrag heute um 13 Uhr bereits geschildert habe.

Es geht mir nicht um eine sprachlich unglückliche Äußerung, sondern um die dahinter verborgene Irrationalität.
nur um zu zeigen, dass man es intellektuell drauf hat
Wenn Dir ein Allerwelts-Fremdwort schon als Indiz für Intellektualität ausreicht, dann bist Du ja leicht zufriedenzustellen.

Augenblicklich scheint die Fremdwort-Aversion hier aus dem Boden zu schießen – färbt Donald Trumps Babysprache so ab?
„„Meinung“ ist das Foren-Unwort des Jahrzehnts.“
-5
macfreakz06.03.2621:31
Apple hat technische Dokumentation zum Studio Display XDR zur Verfügung gestellt: https://www.apple.com/studio-display-xdr/pdf/Studio_Display_XDR_Technology...

Viel Freude beim Studieren und eine gute Kaufentscheidung.
+3
sonorman
sonorman06.03.2621:59
Macfreakz
Danke für den Link.

Auszug:
With a 120Hz refresh rate, content in motion is smooth and responsive, and Adaptive Sync precisely matches varying framerates for full-screen content like games.

Womit die Ausgangsfrage geklärt wäre.
+1
Gammarus_Pulex
Gammarus_Pulex07.03.2609:07
Also doch nicht so ganz wie bei Promotion:

0
mazun
mazun07.03.2610:38
Ist Adaptiv Sync nicht genau das was man bislang eigentlich schon immer bei quasi jedem Apple Gerät, also iPhone, iPad, MacBook automatisch hatte ohne es zu merken? Also das unabhängig ob es ein 60 oder 100Hz Display ist, man sich keine Gedanken darüber machen muss, welche Framerate das Ausgangsmaterial hat (50/60/24/25Hz usw.) es immer ruckelfrei abgespielt wird.
Wie das ist wenn man das nicht hat, habe ich eigentlich bislang nur am Apple TV in Verbindung mit meinem TV gemerkt, da musste ich erst etwas in den Einstellungen ändern, sodass die Wiedergabe immer automatisch passt und es keine Mikroruckler mehr gab.
0
Marcel Bresink07.03.2612:04
mazun
Ist Adaptiv Sync nicht genau das was man bislang eigentlich schon immer bei quasi jedem Apple Gerät, also iPhone, iPad, MacBook automatisch hatte ohne es zu merken? Also das unabhängig ob es ein 60 oder 100Hz Display ist, man sich keine Gedanken darüber machen muss, welche Framerate das Ausgangsmaterial hat (50/60/24/25Hz usw.) es immer ruckelfrei abgespielt wird.

Naja, nicht ganz. Insbesondere ist "ruckelfrei" ein weiter Begriff, der auf verschiedenen technischen Effekten beruhen kann.

Nochmal ganz kurz zusammengefasst:
ProMotion ist ein Apple-Begriff, der besagt, dass sich Betriebssystem und Monitor bei der maximalen Bildrate variabel auf dasjenige Programm einstellen können, das gerade die meisten Änderungen des Bildes pro Sekunde auf der Bildanzeige erzeugt. Allgemein heißt das VRR (Variable Refresh Rate).

Adaptive Sync ist ein VESA-Industriestandard, der dafür sorgt, dass alle Programme und der Monitor ihre Bilder nicht nur mit der gleichen Frequenz verarbeiten, sondern dass auch noch alle Bilder im exakt gleichen Moment bereitstehen. Wenn beispielsweise ein europäisches Video jede 25-tel Sekunde, also nach immer 0,04 Sekunden ein neues Bild darstellen muss, und der Monitor zufällig gerade zur vollen Sekunde begonnen hat, ein neues Bild anzuzeigen (also bei 0 / 0,04 / 0,08 / 0,12…), dann wird sichergestellt, dass die Bilder auch in diesem Takt synchron ankommen und nicht etwa daneben (z.B. bei 0,005 / 0,045 / 0,085 / 0,125…). Würden die Bilder neben diesen Zeiten ankommen, besteht die Gefahr des optischen Bildabrisses, dass also in der oberen Hälfte schon das aktuelle Bild zu sehen ist und in der unteren Hälfte noch das vorige.
+2

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