Mac-Malware: Deutlicher Anstieg im Jahr 2019?

Apple-Rechner sind mehr und mehr von Malware bedroht – das geht zumindest aus einer Studie von Malwarebytes hervor. Das Unternehmen bietet Anti-Malware-Software für Macs und Windows-PCs an. Für die Analyse hat Malwarebytes untersucht, welche Bedrohungen es im Jahr 2019 für PCs, Macs und Android-Geräte gab. Unter den Top 25 der am häufigsten aufgespürten Schädlinge sind sechs Mac-spezifische Anwendungen. 16 Prozent aller Malware-Entdeckungen des Unternehmens stammen von Mac-Rechnern, so Malwarebytes. Selbst wenn die wesentlich größere Verbreitung von Windows-PCs berücksichtigt werde, sei der Wert für Macs außerordentlich hoch.


Macs häufiger von Malware betroffen als PCs?
Eine kuriose Statistik ergibt sich bezüglich der Anzahl an Malware-Erkennungen pro Gerät. Während es bei PCs pro Maschine im Durchschnitt 4,2 Malware-Warnungen waren, liegt der Wert bei Macs mit 9,8 Erkennungen mehr als doppelt so hoch. Auf den ersten Blick sind Apple-Computer demnach wesentlich öfter von Schädlingen betroffen als die wesentlich verbreiteteren Windows-Pendants. Malwarebytes weist jedoch selbst daraufhin, dass die Statistik keine hundertprozentige Aussagekraft besitzt.

Das Unternehmen ermittelt Daten ausschließlich über Rechner, auf denen die hauseigene Software installiert ist. Da sich Mac-Nutzer in der Regel weniger Gedanken um Virus- oder Malware-Befall machen als Windows-Anwender, dürften viele Apple-Kunden Malwarebytes erst auf ihren Macs installiert haben, als es schon einen Schädlingsbefall gab – entsprechend hoch fällt die Erkennungsquote bezüglich des Schädlingsbefalls aus. Auf der Windowsseite hingegen ist es üblich, Anti-Malware-Software zu installieren, selbst wenn keine akute Gefahr durch einen eventuell bereits eingenisteten Schädling besteht.

Zudem ist Malwarebytes wegen des Geschäftsmodells naturgemäß daran interessiert, dass möglichst viele Mac-Nutzer den Malware-Scanner des Unternehmens einsetzen. Daher eignen sich entsprechende Studien, um Angst bei Anwendern zu schüren.

Mac-Malware unter den Top 5 aller Schädlinge
Zum ersten Mal sind Mac-Gefährdungen in den Top 5 der meisterkannten Malware-Schädlingen vertreten. Mac-Malware belegt den zweiten und fünften Platz in der Rangliste. Bei der zweitplatzierten Adware handelt es sich um NewTab. Die Schadsoftware nutzt Browser-Erweiterungen beispielsweise in Google Chrome, um den Inhalt von Internetseiten zu verändern. Da Apple bei Safari 12 die Sicherheitsschranken deutlich anhob, sind Macs mit der installierten Safari-Version nicht mehr von der Gefahr betroffen, da sie ältere Safari-Extensions nicht mehr zulassen. Trotzdem kann es NewTab auch innerhalb von Apps wie etwa Flighttrackern weiterhin auf den Apple-Rechner schaffen.

Kommentare

piik
piik17.12.19 16:32
Meiner Meinung nach pures Marketing und unseriös.
(Glaube keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast)

Ich hatte den letzten Mac-Virus 1989 - auf den Disketten gekaufter Software.
Seit es Internet gibt nicht mal einen unter Windows.

Bekannte haben das unter Windows locker geschafft, weil sie überall draufklicken, auch auf Mail-Attachements etc.
+2
ExMacRabbitPro17.12.19 17:51
Auf der Windowsseite hingegen ist es üblich, Anti-Malware-Software zu installieren, selbst wenn keine akute Gefahr durch einen eventuell bereits eingenisteten Schädling besteht.


Ihr solltet mal euer Windows KnowHow auf den aktuellen Stand bringen. Der in Windows 10 intergierte Virus und Malware Schutz "Defender" ersetzt heutzutage externe Virus-Software problemlos. Es ist nich mehr notwendig (sogar nicht empfohlen), auf Drittanbietersoftware auszuweichen.
Defender erhält seit längerem beste beurteilungen bei Tests von Sicherheitssoftware.
+3
flyingangel17.12.19 18:04
Ich könnte jetzt ganz böse sein und behaupten der Scanner ist selbst Malware, da er scheinbar nach Hause telefoniert und (zumindest) die Statistik nach Hause schickt.
+3
aMacUser
aMacUser17.12.19 18:46
flyingangel
Ich könnte jetzt ganz böse sein und behaupten der Scanner ist selbst Malware, da er scheinbar nach Hause telefoniert und (zumindest) die Statistik nach Hause schickt.
Das macht wahrscheinlich jede Anti-Viren-Software.
0
madddiin17.12.19 20:56
piik
Bekannte haben das unter Windows locker geschafft, weil sie überall draufklicken, auch auf Mail-Attachements etc.

Das machen viele in der Apple Welt auch. Hier halt mit weniger Auswirkungen. Outlook und Co. sind wahre Unterstützer für Schädlinge (gewesen). Ich bin da etwas raus. Seit 2008 nie ein Problem in dieser Richtung gehabt. Achte halt auch drauf was auf meinem Rechner installiert wird. Gehe nicht auf jede Seite drauf. Auch beim Mac hat mein Standard User keine Administrationsrechte. Habe gescheite Passwörter...

Ich selbst halte MacOS immer noch für das stabilere und sichere System im Vergleich zu Windows.
0
Peter Longhorn17.12.19 21:44
piik
Meiner Meinung nach pures Marketing und unseriös.
(Glaube keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast)

Ich hatte den letzten Mac-Virus 1989 - auf den Disketten gekaufter Software.
Seit es Internet gibt nicht mal einen unter Windows.

Bekannte haben das unter Windows locker geschafft, weil sie überall draufklicken, auch auf Mail-Attachements etc.
Was aber genau gar nichts über das System aussagt, denn wenn man überall draufklickt hat man auch überall die Möglichkeit so ziemlich alles drauf zu bekommen... unabhängig ob das Linux, macOS oder Windows ist.
Der Unterschied ist nur, dass Windows in absoluten Zahlen von viel mehr DAUs eingesetzt wird.
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Ritchey
Ritchey17.12.19 23:10
Ich habe kürzlich auf dem Mac meiner Eltern die Safari-Erweiterung TapuFind gefunden.
Nach einer Recherche, wie man die los wird, habe ich den Prozess erst mit der Aktivitätsanzeige beendet und dann die zugehörige Datei gelöscht.
Leider installiert sie sich nach einem Neustart wieder von selbst. Dazu konnte ich keine Lösung finden. Weiß zufällig hier jemand, wie man den Schrott dauerhaft beseitigt? Danke!
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Papierlos18.12.19 00:14
MacTechNews
Während es bei PCs pro Maschine im Durchschnitt 4,2 Malware-Warnungen waren, liegt der Wert bei Macs mit 9,8 Erkennungen mehr als doppelt so hoch.
Ich vermute, die hohe Zahl von 9,8 liegt an einer Malware namens Adobe, die sich kaum vollständig deinstallieren lässt.
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Mediatas18.12.19 09:59
Ritchey

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Pandah18.12.19 11:55
Ich kann aus der Praxis sagen, dass sich die Zahl der betroffenen Geräte bei uns in den vergangenen Jahren deutlich verringert hat.
Nach wie vor finden wir aber auf fast jedem Mac mit Malware Programme (oder deren Überreste) wie "MacKeeper", "CleanMyMac", "Dr. Cleaner" und wie sie alle heißen. Malware wie "Genieo" sind da im Installationspaket praktisch gratis dabei. Und wieder: ohne der bewussten Installation und Eingabe des Administrator-Kennworts kommt die Malware nicht auf den Rechner, die Schuld liegt einzig beim Anwender.
Gefühlt 90% der Malware die wir finden ist Adware, in Form von Plug-Ins die Werbeanzeigen verändern, mehr Werbung platzieren, Surf-Verhalten tracken, die Startseite ändern (Advert-Manipulierte "Yahoo"Suchmaschinen) etc. und einige davon hängen zusammen.

Und nicht zu vergessen: Avira, Norton, Kaspersky, TotalAV, Bitdefender und co
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