HomePod mini: Reparatur fast ausgeschlossen – ein Blick auf das Innenleben

Bei günstigeren Elektronik-Produkten gilt häufiger, dass Reparaturen sich kaum lohnen – vor allem dann, wenn der Zeitaufwand in keiner Relation zum Kaufpreis des Gerätes steht. Ein Blick auf Apples eigene Preisangaben zur Reparaturpauschale spricht eine deutliche Sprache. Diese liegt bei 90,60 Euro und somit nur 6 Euro unterhalb des Neupreises (AppleCare+: 15 Euro Pauschale). Angesichts der kompakten Bauweise ist die Anzahl der Einzelkomponenten, welche sich überhaupt austauschen ließen, ohnehin übersichtlich. Ein bebilderter Bericht zeigt nun, was einen erwartet, rückt man dem Innenleben des HomePod mini mit Werkzeug zu Leibe. Übrigens eine Tätigkeit, die für normale Anwender nicht vorgesehen ist, da die Sound-Kugel keinesfalls "User serviceable" konstruiert wurde.


Die Komponenten im Inneren
Sobald das designgebende Netz entfernt ist, erwartet einen das eigentliche Lautsprechersystem. Zu erkennen sind die LEDs, welche für die farbenfrohe Beleuchtung an der Oberseite sorgen. Auf dem Mainboard befindet sich der S5, Apples Systemchip und Gehirn des HomePod mini. Dieser thront auf einem eigenen Board, welches wiederum mit der Hauptplatine verlötet ist. Damit ist der Bilder-Rundgang allerdings auch schon weitgehend beendet, denn viel mehr gibt es im Gehäuseinneren auch nicht zu sehen. Die Konstruktionsweise zeigt, warum "Reparatur" weitgehend mit "Boardtausch" gleichzusetzen ist. Sofern eine der wichtigen Komponenten wie Speicher oder Chip den Geist aufgeben, ist der Großteil des Innenlebens zu tauschen. Die komplette Galerie mit weiteren Fotos gibt es im Forum von MacRumors.


Positives Feedback
Insgesamt fielen die Rückmeldungen zum kompakten Soundsystem bislang recht positiv aus. Zwar merkte die Fachpresse an, Apple könne sich mit dem HomePod mini nicht groß vom Marktumfeld absetzen, die generelle Qualität des Produkts wird aber gelobt. Auch von Kunden war weitgehend wohlwollendes Feedback zu hören – wenngleich mehrere Nutzer anmerkten, der Bass sei zu schwach.

HomePod mini: Erste Eindrücke von Kunden
Erste Testberichte zum HomePod mini – Wie gut ist die kleine Kugel?

Kommentare

Retrax19.11.20 11:26
Was soll bei der Knutschkugel auch groß kaputt gehen?
+4
thomas b.
thomas b.19.11.20 11:48
Retrax
Was soll bei der Knutschkugel auch groß kaputt gehen?

"Soll" - nichts, aber auf der Platine "kann" im Prinzip alles kaputt gehen aber ausser den Elkos kann wohl nichts ersetzt werden, daher ist im Fall des Falles ein Platinentausch letztlich die einzige Option. So eine SMD-Platine kann man nicht wirtschaftlich reparierbar machen.
+4
Tommy198019.11.20 11:48
Wenig überraschend. Gut reparierbar ist bei Apple doch inzwischen leider gar nicht mehr.
0
evanbetter
evanbetter19.11.20 11:53
thomas b.
Retrax
Was soll bei der Knutschkugel auch groß kaputt gehen?

"Soll" - nichts, aber auf der Platine "kann" im Prinzip alles kaputt gehen aber ausser den Elkos kann nichts ersetzt werden, daher ist im Fall des Falles ein Paltinentausch letztlich die einzige Option. So eine SMD-Platine kann man nicht wirtschaftlich reparierbar machen.
ohne smd wäre das ganze noch weniger ökologisch. ich denke, sie haben richtig gewählt.
Wer zuletzt lacht, hat's zuletzt geschnallt.
0
colouredwolf19.11.20 11:54
bin überrascht, wie sehr Apple überrascht wurde, von dem Erfolg! Lieferzeiten von 6 bis 8 Wochen. Für Weihnachten gibt es keine Geräte mehr. Und dies, obwohl maximal 2 HomePod mini pro Apple ID gekauft werden durften. Gut, Profis haben mehrere Apple IDs. Aber erstaunlich, wie gut sie weggingen.
Und die diversen Tests zeigen ja auch, warum.
+1
maculi
maculi19.11.20 11:58
Immer diese eigenartigen Fragen was denn kaputt gehen kann. Alles was funktioniert kann kaputt gehen (und wird es irgendwann auch, ist nur eine Frage der Zeit). Ob es zwei Jahre hält oder zwanzig macht selbstverständlich einen enormen Unterschied. Für die Ewigkeit ist nichts gebaut.
+4
harakiri
harakiri19.11.20 12:03
colouredwolf
... Und dies, obwohl maximal 2 HomePod mini pro Apple ID gekauft werden durften. Gut, Profis haben mehrere Apple IDs. ...
Es gingen 2 HomePod mini pro Bestellung. Ich konnte mit meiner Apple ID 8 bestellen (4x2). Hat sich auf jeden Fall gelohnt. Drücke die Daumen, dass sie bald wieder verfügbar sind.
0
gegy
gegy19.11.20 12:13
Tommy1980
Wenig überraschend. Gut reparierbar ist bei Apple doch inzwischen leider gar nicht mehr.
Nicht nur bei Apple.
+1
Klappermaus
Klappermaus19.11.20 12:14
Retrax
Was soll bei der Knutschkugel auch groß kaputt gehen?
Fragte ich mich auch bei den HomePods - HiFi Equipment ist ja "rudimentäre Technik". Bei einem großen Auktionshaus finden sich jedoch überraschend viele defekte Geräte.
0
Solaris
Solaris19.11.20 13:10
"Reparierbarkeit" bei solch kompakten Geräten ist eh so eine Sache. Hochkompakt, zahlreiche Ebenen auf der Platine, Schaltgruppen teilweise huckepack..

Wie willst Du zB das mehrschichtige Board eines – irgendeines – aktuellen Trendgerätes reparieren, wenn Du nicht einmal genau erkennen kannst, was das für Bauteile sind? Ich habe dazu eine LED-beleuchtete Lupe kaufen müssen, und selbst darunter kann ich bei bestimmten SMD Elementen nicht lesen, was drauf steht (wenn was steht). Aber gut ich bin auch nicht mehr 20

Insofern ist das sehr relativ. Auf der Platine vom hier behandelten Produkt sind ein paar Leistungskomponenten und Elkos, die theoretisch kaputt gehen könnten. Insgesamt ist das Gerät aber aufs Stromsparen getrimmt und dürfte somit eher wenig Abwärme produzieren.

Anmerkung: Bei Smartphones finde ich auch, dass Akkus, die kaum zu Tauschen sind, ein no-go sind, handelt es sich dabei doch eindeutig um Verschleissartikel, die auch umwelttechnisch mehr als bedenklich sind.
+5
ricoh19.11.20 17:15
Retrax
Was soll bei der Knutschkugel auch groß kaputt gehen?

Mehr gibt es dazu auch nicht zu sagen.
0
mr.-antimagnetic20.11.20 13:17
zu mindestens das Kabel hätte abnehmbar / austauschbar gestaltet werden müssen . Sorry Apple , aber ist für mich gewollte Obsoleszenz und das Gegenteil von diesem vorgeschobenen Umweltschutz Geseiere
-2
MOTIVHIMMEL
MOTIVHIMMEL21.11.20 20:19
Ich bin beeindruckt das es tatsächlich Kunden gibt, die einen schwachen Bass monieren. Was hat man denn bei so einer winzigen Kugel erwartet?
Ich bin wirklich beeindruckt, was für ein Klang aus dem kleinen Zwerg kommt, ohne das es scheppert oder schlecht klingt... Wer mehr Bass will, soll sich nen Subwoover kaufen.
0

Kommentieren

Sie müssen sich einloggen, um die News kommentieren zu können.