Google wegen "Location History" in den USA verklagt

Vor einer Woche wurde bekannt, dass Google Bewegungsprofile ermittelt und abspeichert, obwohl die entsprechende Option in den Einstellungen deaktiviert ist. Bei der Nutzung von beliebten Google-Apps wie zum Beispiel Google Maps speicherte der Konzern den Standort des Nutzers in einer Datenbank - obwohl die Einstellung "Location History" abgeschaltet war. Google erläuterte sogar in der Online-Hilfe, dass das Abschalten dieser Einstellung die fortwährende Erstellung eines Bewegungsprofils unterbinde. Kurz nach ersten Medienberichten änderte Google schnell die entsprechenden Seiten der Online-Hilfe.

Nun wurde Google in den Vereinigten Staaten wegen dieses Verhaltens verklagt - Napoleon Patacsil, wohnhaft in San Diego, reichte am vergangenen Freitag Klage ein. Die Klage ist als Sammelklage ausgelegt, da potentiell Millionen von Nutzern betroffen sein könnten. Ob die Klage als Sammelklage zugelassen wird, hängt davon ab, wie viele Betroffene Kunden sich in den USA melden - danach entscheidet ein Richter, ob die Voraussetzungen für eine Sammelklage gegeben sind.

Zeitgleich wurde die Federal Trade Commission (FTC) aufgerufen, Ermittlungen einzuleiten. 2011 verständigte sich die FTC mit Google, dass das Unternehmen Nutzer bezüglich des Datenschutzes ausführlich darüber aufklären muss, welche Daten gesammelt und ausgewertet werden. Das Verhalten der Google-Apps könnte die FTC als Bruch der Vereinbarung werten - und für Google empfindliche Strafen und Einschnitte nach sich ziehen.

Kommentare

Cupertimo21.08.18 11:07
Habe das Gefühl, dass es wieder teuer wird für Google
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muttkass21.08.18 13:16
Das ehrenwerte Unternehmen Google hat hier einen kleinen Flüchtigkeitsfehler gemacht. Kann ja mal passieren. Ein Verschwörungstheoretiker, der böse Absicht dahinter vermutet!
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joSchmiedel21.08.18 13:23
Wäre wirklich gut wenn sie für das eklatante Fehlverhalten ordentlich abgestraft würden.
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Kovu
Kovu21.08.18 14:53
Google, Facebook und Co. sind einfach nur abgrundtief böse und wringen ihre „Kunden“ bis auf den letzten Tropfen aus.
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truth
truth22.08.18 06:56
Ich halte solch eine Vorgehensweise auch für ungeheuerlich. Solche Dinge müssen rigoros bestraft werden. Es bleibt zu hoffen, dass die Klage ein Erfolg wird.
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