Google Maps Timeline: Wie die Polizei den Standortspeicher als Schleppnetz nutzt

Viele Smartphone-Besitzer mit Google-Account kennen das: Regelmäßig schickt ihnen der Suchmaschinen-Gigant die Google Maps Timeline. Darin sind alle Bewegungen eines Monats aufgeführt, alle besuchten Orte und sogar das benutzte Verkehrsmittel. Für diesen Datenschatz interessieren sich zunehmend auch die US-amerikanischen Sicherheitsbehörden.


Wer hielt sich am Tatort auf?
Immer dann nämlich, wenn ein Verbrechen aufzuklären ist, möchte die Polizei naturgemäß so schnell wie möglich wissen, wer sich zum Zeitpunkt der Tat in der Nähe aufhielt. Er könnte schließlich ein Zeuge sein, der Hinweise zum Geschehen geben kann, oder eben auch der oder einer der Täter. Wie die New York Times jetzt berichtet, soll Google in jüngster Zeit deshalb immer häufiger Auskunft darüber erteilen, welche Personen sich zum fraglichen Zeitpunkt am Ort des Verbrechens oder in der unmittelbaren Umgebung aufhielten.


Wertvoller Datenschatz: Der Standortverlauf von Google.

Unternehmen müssen Daten herausgeben
Google muss diesen Auskunftsersuchen der US-amerikanischen Strafverfolgungsbehörden nachkommen, ebenso wie jedes andere Unternehmen. Im Unterschied zu beispielsweise Apple oder Microsoft verfügt der Suchmaschinen-Konzern allerdings mit dem Standortverlauf über einen riesigen Datenschatz mit detaillierten Informationen über seine Millionen von Nutzern. Auf diesen greift die Polizei der New York Times zufolge bereits seit 2016 zu.

Unschuldiger in Untersuchungshaft
Nicht jeder, der sich in der Nähe eines Tatort aufhielt, ist für die Ermittler automatisch ein Verdächtiger. Allerdings hat es bereits Fälle gegeben, in denen Unschuldige lediglich wegen des Standortverlaufs ins Visier der Fahnder gerieten. Im Bundesstaat Arizona etwa verbrachte ein Mann eine Woche in Untersuchungshaft, weil er sich den von Google an die Behörden übermittelten Daten zufolge am Ort eines Mordes aufgehalten hatte und aus seinem Auto heraus Schüsse abgegeben worden waren. Erst nach sieben Tagen stellte sich heraus, dass er unschuldig war: Das Fahrzeug war zum Tatzeitpunkt vom ehemaligen Lebenspartner seiner Mutter benutzt wurden, dieser wurde verhaftet.

Handyortung auch anders möglich
Der Fall zeigt, dass die Nutzung der von Google gespeicherten Standortverläufe als eine Art "Schleppnetz" zum Auffinden von Zeugen und Tatverdächtigen durchaus Risiken für den Einzelnen bergen kann. Allerdings lässt sich diese Funktion vom Smartphone-Benutzer auch abschalten. Zudem sind die Strafverfolgungsbehörden nicht nur in den USA durchaus in der Lage, auf die Daten der Mobilfunk-Provider zurückgreifen - und tun dies auch in Deutschland regelmäßig, zuweilen sogar in erheblichem Ausmaß.

Kommentare

Stefan S.
Stefan S.15.04.19 14:04
Wo ein Trog ist kommen Säue.
Deswegen ist Datensparsamkeit so wichtig.
Manning, Snowden,Levison & sind Helden und Obama stinkt.
+3
weini15.04.19 14:20
Google ist scheiße in 3... 2... 1....

Braucht mactechnews wieder einen Aufregerartikel um clicks zu generieren? Ist wie bei der Bild. Erst ein riesen Artikel mit lauter angeblichen Ungeheurlichkeiten und im letzten Satz wird alles wieder relativiert.
Man kann das alles abschalten und der ganzen Standortverlauf lässt sich von staatlichen Stellen eh über die Mobilfunkmasten nachvollziehen. Aber Hauptsache einen Artikel rausgehauen.

Und jetzt gebt mir viele minus.
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Hot Mac
Hot Mac15.04.19 14:38
Wenn ich jemanden ermorden wollte, würde ich mir eine Pre­paid­kar­te oder das iPhone eines anderen, den ich nicht leiden kann, besorgen.
+5
uwe_aus_messel15.04.19 15:26
Hot Mac
Wenn ich jemanden ermorden wollte, würde ich mir eine Pre­paid­kar­te oder das iPhone eines anderen, den ich nicht leiden kann, besorgen.
Und nicht vergessen, dein Handy einem guten Freund in die Tasche stecken, damit es dir ein Alibi gibt
+1
Hot Mac
Hot Mac15.04.19 15:30
uwe_aus_messel
Und nicht vergessen, dein Handy einem guten Freund in die Tasche stecken, damit es dir ein Alibi gibt
Oh, das hätte ich vergessen.
Das »perfekte Verbrechen« ist echt nichts für Anfänger.
+2
DogsChief
DogsChief15.04.19 15:44
Jemanden zu erschiessen ist so einfallslos. Es gibt Methoden, die keine Spuren hinterlassen. DAS ist kreativ. Da liegt eine Leiche, ohne Gift in den Adern, ohne Loch im Korpus, kein Tropfen Blut verloren, soll die Kripo sich mal Gedanken machen
Es ist besser beim zweiten Mal zu scheitern, als es erst gar nicht versucht zu haben. ( Bear Heart )
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Mecki
Mecki15.04.19 15:50
DogsChief
Da liegt eine Leiche, ohne Gift in den Adern, ohne Loch im Korpus, kein Tropfen Blut verloren, soll die Kripo sich mal Gedanken machen
Keine Spuren zu hinterlassen ist erst recht verdächtig, denn wenn jemand an einer natürlichen Todesursache verstirbt, dann hinterlässt das in der Regel Spuren im Körper aus denen sich die Todesursache ableiten lässt. Um mit einen Mord davon zu kommen darf einfach niemand wissen, dass es einen Mord gab. Sobald jemand davon ausgeht, dass das keine natürlich Todesursache war, werden Ermittelung aufgenommen und hier ist die Todesursache irrelevant, denn bei einem Mord gibt es immer ein Motiv und die meisten Morde werden über das Motiv aufgeklärt und nicht über die Todesursache.
+1
Mecki
Mecki15.04.19 15:52
Regelmäßig schickt ihnen der Suchmaschinen-Gigant die Google Maps Timeline. Darin sind alle Bewegungen eines Monats aufgeführt, alle besuchten Orte und sogar das benutzte Verkehrsmittel.
Aha... und das brauche ich bitte wozu? So etwas mag praktisch für Menschen mit einer Gedächtnisstörung sein aber ansonsten erkenne ich da nicht wirklich den Mehrwert für mich
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morego15.04.19 15:58
Hi, macht Apple Maps so etwas auch?
+1
sierkb15.04.19 16:15
morego
Hi, macht Apple Maps so etwas auch?

Ja, iOS macht sowas auch.

ZDNet (11.03.2019): How to stop your iPhone from tracking and storing the locations of where you live, work, and visit
Did you know that your iPhone is keeping a detailed history of places you visit on a regular basis?

Medium (25.02.2019): Your iPhone Has a Hidden List of Every Location You’ve Been
It’s called the Significant Locations list, and you probably didn’t know it existed

Apple Support Dokument HT207056: Ortungsdienste & Datenschutz
Ortungsdienste sind dafür konzipiert, deine Informationen zu schützen und es dir zu ermöglichen auszuwählen, was du teilst.
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DogsChief
DogsChief15.04.19 17:24
Mecki
DogsChief
Da liegt eine Leiche, ohne Gift in den Adern, ohne Loch im Korpus, kein Tropfen Blut verloren, soll die Kripo sich mal Gedanken machen
Keine Spuren zu hinterlassen ist erst recht verdächtig, denn wenn jemand an einer natürlichen Todesursache verstirbt, dann hinterlässt das in der Regel Spuren im Körper aus denen sich die Todesursache ableiten lässt. Um mit einen Mord davon zu kommen darf einfach niemand wissen, dass es einen Mord gab. Sobald jemand davon ausgeht, dass das keine natürlich Todesursache war, werden Ermittelung aufgenommen und hier ist die Todesursache irrelevant, denn bei einem Mord gibt es immer ein Motiv und die meisten Morde werden über das Motiv aufgeklärt und nicht über die Todesursache.
Da liegt eine Leiche, ohne Gift in den Adern, ohne Loch im Korpus, kein Tropfen Blut verloren, soll die Kripo sich mal Gedanken machen Sieht aus wie ein Schlaganfall. Und den kann durchaus jeder bekommen.

Ich weiss, ich bin böse Aber ich wäre NIE so bescheuert, irgendwen zu erschiessen. Das ist laut, setzt den Besitz einer Waffe voraus, verlangt ja nach Distanz ein gutes bis sehr gutes Zielvermögen ( auch unter Stress! ), hinterlässt in den meisten Fälle Schmauchspuren an den Händen, sorgt für den Stress die Waffe entsorgen zu können und und und. Das sind mir eindeutig zu viele Risiken.
Es ist besser beim zweiten Mal zu scheitern, als es erst gar nicht versucht zu haben. ( Bear Heart )
+1
Mecki
Mecki15.04.19 19:16
sierkb
Ja, iOS macht sowas auch.
Nur hast du vergessen zu erwähnen, dass beim iPhone die Liste lokal am iPhone gespeichert ist, nicht bei Apple auf den Servern, und somit auch verschlüsselt im Dateisystem liegt und geschützt ist, solange du dein iPhone nicht entsperrst.
Did you know that your iPhone is keeping a detailed history of places you visit on a regular basis?
Die Betonung liegt hier auf "your iPhone".

Allerdings hast du damit indirekt meine vorherige Frage beantwortet, denn Google versucht hier wohl die gleiche Funktionalität wie bei Apple nachzubilden, nur das bei Apple halt wo immer möglich Daten das Gerät nicht verlassen bzw. wenn irgendwie möglich nur in gesicherter Form, während bei Google halt alles am Ende nur ein Cloud Dienst ist. Ich frag mich warum Google überhaupt noch Apps bietet oder Android und nicht einfach nur einen Browser und statt Apps eben Webseiten mit WebApps lädt. Lustiger Weise war das ja der Weg, den Apple anfangs auch mit dem iPhone gehen wollte, wofür sie massiv dafür kritisiert wurden, dass sie keine nativen Apps zu lassen, so wie Blackberry, was ja "das Maß aller Dinge war" und der heutigen Generation nicht mal mehr etwas sagt.
-1
Pixelmeister15.04.19 19:19
sierkb
ZDNet (11.03.2019): How to stop your iPhone from tracking and storing the locations of where you live, work, and visit
Did you know that your iPhone is keeping a detailed history of places you visit on a regular basis?
Zitat: '"Significant Locations" are encrypted and cannot be read by Apple.' (also können sie diese Daten auch nicht an Sicherheitsbehörden ausliefern.)
sierkb
Medium (25.02.2019): Your iPhone Has a Hidden List of Every Location You’ve Been
It’s called the Significant Locations list, and you probably didn’t know it existed
Zitat: "Can I turn it off? If you’re uncomfortable with this list, you can simply move the Significant Locations switch to the off position."

Ich habe die Location Services eingeschaltet aber für die meisten Apps und System-Dienste deaktiviert. Keine einzige App darf im Hintergrund meine Position abfragen. "Significant Locations" war schon immer ausgeschaltet und in meinem Standort-Verlauf steht gar nichts.

Bei Google hingegen:
"Zu einzelnen Geräten gibt Google die verfügbaren Daten frei: Anschließend sendet die Polizei die interessanten IDs an Google und erhält im Gegenzug Daten wie den Namen oder die E-Mail-Adresse des Nutzers. Details über den dazwischen liegenden Prüfungsprozess und den exakten Informationsumfang gibt es nicht."

"Google Maps & Co: Google-Apps erfassen Positionsdaten trotz deaktiviertem Standortverlauf. Viele Nutzer senden über den Standortverlauf ständig ihre aktuelle Position an Google-Server [...] Wer das nicht möchte, kann dies jederzeit in den Einstellungen deaktivieren – aber das heißt nicht, dass Google nicht dennoch immer wieder Informationen über den Standort bekommt. [...] Die Nachrichtenagentur AP hat nun herausgefunden, dass Google trotz deaktiviertem Standortverlauf immer wieder den Standort des Nutzers abfragt und diesen auf den eigenen Servern speichert.

Wer tatsächlich dafür sorgen möchte, dass der eigene Standort vor Google komplett verborgen bleibt, muss die Option Web- und App-Aktivitäten deaktivieren – dann funktionieren allerdings auch einige andere Google-Dienste nicht mehr, sodass man ein beschnittenes Google-Konto bekommt."
+1
sierkb15.04.19 20:16
Mecki
sierkb
Ja, iOS macht sowas auch.
Nur hast du vergessen zu erwähnen, dass beim iPhone die Liste lokal am iPhone gespeichert ist, nicht bei Apple auf den Servern, und somit auch verschlüsselt im Dateisystem liegt und geschützt ist, solange du dein iPhone nicht entsperrst.

Warum habe ich wohl Apples Support Dokument dazu verlinkt? Weil da z.B. das hier drinsteht:
Apple Support Dokument HT207056
Die Ortungsdienste ermöglichen es Apple sowie Apps und Websites anderer Anbieter, anhand der aktuellen Position deines iPhone oder deiner Apple Watch Informationen zu sammeln und zu verwenden. Diese Informationen dienen dazu, dir eine Vielzahl ortsabhängiger Dienste anzubieten. Eine App kann beispielsweise anhand deiner Standortdaten und einer ortsabhängigen Suchanfrage Cafés oder Kinos in deiner Nähe finden. Darüber hinaus kann das Gerät die Zeitzone anhand deines aktuellen Standorts automatisch einstellen.
[…]
Sind die Ortungsdienste aktiviert, sendet dein iPhone in regelmäßigen Abständen die per Geotagging markierten Positionen von nahegelegenen WLAN-Hotspots und Mobilfunkmasten in anonymisierter und verschlüsselter Form an Apple, um die Crowdsourcing-Datenbank mit den WLAN-Hotspot- und Mobilfunkmastenpositionen zu erweitern.

Durch Aktivieren der Ortungsdienste werden u.a. auch folgende ortsabhängige Systemdienste aktiviert:
[…]
.
.
.
[…]


Durch Aktivieren der Ortungsdienste auf deinen Geräten erklärst du dein Einverständnis mit der Übertragung, Sammlung, Verwaltung, Verarbeitung und Verwendung deiner Standortdaten und Suchanfragen durch Apple sowie durch Partner und Lizenznehmer von Apple, um standort- und straßenverkehrsbasierte Produkte und Dienstleistungen bereitzustellen und zu verbessern.

Die von Apple erfassten Crowdsourcing-Daten werden in einer Form gesammelt, die keinerlei Rückschlüsse auf deine Person zulässt.

Die Ortungsdienste können jederzeit deaktiviert werden.
[…]
Mecki
Did you know that your iPhone is keeping a detailed history of places you visit on a regular basis?
Die Betonung liegt hier auf "your iPhone".

Von wegen. Schön wär's. Siehe Hinweis von grad' aus Apples entspr. Support-Dokument, der widerspricht Deiner Annahme/Behauptung. Nix mit "das bleibt nur auf dem iPhone". Das wird alles schön standardmäßig und regelmäßig zu Apple gesendet, dort gesammmelt und auch Drittanbietern und Geschäftspartnern zur Verfügung gestellt – natürlich immer alles im Namen der Service-Verbesserung und im Sinne des Nutzers (genau so formuliert es die Konkurrenz ebenso). Apple ist da diesbzgl. keinen Deut anders oder gar besser als die Konkurrenz. Und um es einzusehen und abzustellen, ist es auch schön tief im Menü verborgen, da muss man sich auch erstmal hinhangeln. Wie bei der Konkurrenz.
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sierkb15.04.19 20:46
<OT>

Apropos Tracking:

heise (05.04.2019): Safari 12.1: Klick-Protokollierung lässt sich nicht mehr unterbinden
Die ping-Funktion, die ein Link-Tracking ermöglicht, kann im Apple-Browser jetzt nicht mehr abgeschaltet werden.
heise
Die jüngste Version von Safari erlaubt es nicht mehr, eine Funktion zum Protokollieren von Klicks abzuschalten. Das sogenannte "Hyperlink Auditing" ließ sich bis hin zu Safari-Version 12.0.x über die Kommandozeile unterbinden, wie der Entwickler Jeff Johnson erklärt, nur klappe dies nach der Installation der aktuellen Safari-Version 12.1 nicht länger.

Er habe Apple schon Anfang des Jahres mit einem Bugreport auf das Problem hingewiesen, schreibt Johnson, da sich das Hyperlink Auditing seitdem in Vorabversionen des Browsers (Safari Technology Preview) nicht mehr unterbinden ließ. Eine Reaktion erfolgte bislang nicht.

[…]

Firefox blockiert das ping-Attribut seit vielen Jahren standardmäßig, eine manuelle Aktivierung ist möglich. In Chrome ist ping von Haus aus ebenso wie in Safari aktiviert, lässt sich in Googles Browser aber weiterhin abschalten.
[…]

lapcatsoftware.com, Jeff Johnson (03.04.2019): Safari link tracking can no longer be disabled
Jeff Johnson
[…]
Apple claims that Safari is supposed to protect your privacy and prevent cross-site tracking, but hyperlink auditing is a wide open door to cross-site tracking that still exists.
[…]

Apple rdar://49731607 bzw. OpenRadar 49731607: Allow option to disable Safari link auditing

naked security (09.04.2019): Chrome, Safari and Opera criticised for removing privacy setting
It’s a browser feature few users will have heard of, but forthcoming versions of Chrome, Safari and Opera are in the process of removing the ability to disable a long-ignored tracking feature called hyperlink auditing pings.

BleepingComputer (06.04.2019): Major Browsers to Prevent Disabling of Click Tracking Privacy Risk
Newer versions of Chrome, Safari, and Opera will no longer allow you to disable hyperlink auditing, which is a concern for those seeking maximum privacy. While some of these browsers previously allowed you to disable this feature, newer versions are going in the opposite direction.

</OT>
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Pixelmeister15.04.19 23:20
sierkb
<OT>
Unterlass doch bitte das OT-hate-Geposte und konzentriere dich auf das aktuelle Thema. Wir wissen ja, dass du alles Negative zu Apple sammelst und manchmal möchtest du es auch wohl wieder verbreiten – aber bitte warte doch, bis das Thema passt. Wir können das wirklich abwarten.
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Pixelmeister16.04.19 11:26
sierkb
<OT>
heise (05.04.2019): Safari 12.1: Klick-Protokollierung lässt sich nicht mehr unterbinden
</OT>
Und obwohl OT, werde ich auch hier die Meldung ergänzen, um das Bild zu vervollständigen und die einseitige Safari-Kritik in einen Kontext zu stellen:
Linux-Magazin:

Zitat:
"Hyperlink Auditing ist Teil der HTML-Spezifikation und erlaubt es, Ping-Attribute in Links zu integrieren. Klickt ein User auf einen Link, schickt das Attribut einen POST-Request an eine andere, im Link spezifizierte, URL. Diese sieht dann die eigentliche Adresse, auf die der Nutzer geklickt hat. [...] Wesentliches Ziel dieser Übung ist das Nutzertracking, was die Entwickler des Standards auch offen äußern. Dazu gebe es, so der Text zum Standard, auch andere Optionen. Der Vorteil von Hyperlink Auditing sei aber, dass die Nutzer die sie verfolgenden Links unverschleiert in dem Ping-Link erkennen.

Die Entwickler des Standards haben dabei auch Vorgaben gemacht, die den Einsatz des Ping-Features betreffen. So sollen die Anwender in der Lage sein, den User Agent so einzustellen, dass dieser das Ping-Feature komplett ignoriert. [...] Einige Browserhersteller machen nun [...] das von der WHATWG definierte Feature obligatorisch [...]

Berichtet hat davon zuerst ein Safari-Nutzer. Er bemerkte, dass ein entsprechendes Kommando, um Hyperlink-Auditing zu deaktivieren, in Safari Technology Preview Release 72 nicht mehr funktioniert. Auch in der Beta-Version von Google Chrome 74 und in Chrome 75 Canary fehlt die Möglichkeit, das Feature zu deaktivieren.

Dasselbe gilt für den Inside Build von Microsoft Edge und für Opera 61 Developer Build, das auf Chrome basiert. Auch hier entdeckte der Autor keine Möglichkeit, das Ping-Feature abzuschalten.

Lediglich Brave und Firefox würden das Feature demnach standardmäßig abschalten. [...]

Ob das Feature für die finalen Versionen der vier Browser zurückkehrt, muss sich zeigen. Viele Browser basieren inzwischen auf der Open-Source-Version von Chrome und übernehmen die dort verwendeten Feature-Sets automatisch."

(und trotzdem hat das alles mit der obigen MTN-Meldung nichts zu tun und sollte hier gar nicht Thema sein.)
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sierkb16.04.19 13:45
<OT>

Richtigstellung:
"Hyperlink Auditing ist Teil der HTML-Spezifikation

Nein, ist es nicht. Ist nicht und war auch nie. War dort mal in einer ganz früheren Entwurfs-Version drin (und dort dann versehen mit dem Hinweis, es an-/abschaltbar zu machen per vom Browser zur Verfügung gestellten UI/Schalter – eben jenem UI, das jetzt bei den in Rede stehenden Browsern incl. Safari wegfällt, während die Funktion dort standardmäßig aktiviert ist), weil von der informellen bzw. inoffiziellen WHATWG-Spezifikation so übernommen, im HTML Spec-Dokument der WHATWG steht's im betreffenden Absatz noch drin, in den offiziellen und normativen W3C-Spezifikationen von HTML5 (HTML 5.0 , HTML 5.1 , HTML 5.2 ) steht's nicht bzw. nicht drin, ist's rausgenommen bzw. hat's nie Einzug in die offiziell verabschiedete und normativ geltende W3C HTML5-Spezifikation erhalten.

Siehe dazu auch:

W3C Mailinglist [public-html], (05.12.2009: CHANGE PROPOSAL: Remove ping and hyperlink auditing (ISSUE-1 and ISSUE-2)

W3C HTML Working Group (03.11.2007): ISSUE-2: Practicability of UI requirements for hyperlink auditing
PINGUI – Practicability of UI requirements for hyperlink auditing

W3C HTML Working Group (02.11.2007): ISSUE-1: hyperlink auditing requires use of unsafe HTTP method
PINGPOST – hyperlink auditing requires use of unsafe HTTP method

U.a. aus eben genau den Gründen, warum sich jetzt erneut Protest regt, ist es in Firefox seit Firefox v3 dauerhaft deaktiviert statt aktiviert und dort auch kein UI zur Verfügung gestellt, um es wieder zu aktivieren – eben aus Bedenken wegen Privacy- bzw. Datenschutzgründen, die es schon damals gab und weshalb es dann nach einem ausführlichen und längeren Diskussionsprozess letztendlich nie Einzug in die offizielle W3C HTML5-Spezifikation erhalten hat, und darauf beruft sich letztlich auch Mozilla (dass es eben auch in der normativen W3C-Spezifikation nicht bzw. nicht mehr drinsteht), weshalb sie es nie wirklich unterstützt haben.

Und die WHATWG (deren Mitglied u.a. Mozilla, Opera, Google, Apple und andere sind) ist, im Gegensatz zum W3C (deren Mitglied u.a. Mozilla, Opera, Google, Apple, Microsoft, Adobe und andere sind), keine normative Organisation, obwohl beide Organisationen Hand in Hand arbeiten und parallel existieren und Mitglieder teilen, und das was unterm Label W3C normativ wird bzgl. HTML-Spezifikation, zuvor in der WHATWG entstanden ist und die W3C HTML Spezifikation nahezu eine 1:1-Kopie dessen ist und darauf aufbaut, was im Rahmen der WHATWG erarbeitet worden ist – aber eben nur nahezu, denn nicht alles, was im Rahmen der WHATWG formuliert wird, wird vom W3C bzw. in dessen Rahmen goutiert und für gut befunden und fließt dann auch so 1:1 in die normativ und als offizieller Standard verabschiedete W3C-Spezifikation ein, wie man u.a. an diesem Beispiel trefflich sehen kann.

</OT>
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Mecki
Mecki16.04.19 14:54
sierkb
Sind die Ortungsdienste aktiviert, sendet dein iPhone in regelmäßigen Abständen die per Geotagging markierten Positionen von nahegelegenen WLAN-Hotspots und Mobilfunkmasten in anonymisierter und verschlüsselter Form an Apple,
Nicht meine Standortdaten, die Standortdaten von nahegelegenen WLAN-Hotspots und Mobilfunkmasten und in anonymisierter Form, also nicht zu mir zurück verfolgbar. Du solltest vielleicht auch mal die Texte lesen, die du immer zitierst. Mit diesen Daten kann keine Strafverfolgungsbehörde der Welt meinen Standort zurück verfolgen, sie weiß nur dass irgendwer irgendwann in der Nähe dieser WLAN-Hotspots oder Mobilfunkmasten war und deren Standort gemeldet hat, was auch selten eine neue Erkenntnis ist, denn deren Standort dürfte auch schon vorher bekannt gewesen sein.

Die von Apple erfassten Crowdsourcing-Daten werden in einer Form gesammelt, die keinerlei Rückschlüsse auf deine Person zulässt.
Der interessante Teil war hier der, den du nicht blau eingefärbt hast. Auch diese Daten sind nicht zu mir zurüchverfolgbar und können daher nicht zu einer Standortbestimmung meiner Person genutzt werden, weder zu einer aktuellen, noch zu einer historischen.
+1
Pixelmeister16.04.19 15:24
sierkb
<OT>

Richtigstellung:
"Hyperlink Auditing ist Teil der HTML-Spezifikation
Nein, ist es nicht.
Dann eben nicht – darüber zu streiten lohnt sich nicht. Wichtig war nur, dass Hyperlink Auditing in ALLEN kommenden Browsern umgesetzt – und nur in Firefox und Verwandten serienmäßig ausgeschaltet ist. In Chrome, Safari, Edge und Opera (und allen anderen auf Chrome basierenden Browsern) ist es hingegen (zumindest in den Betas) eingeschaltet und kann z.Z. nicht ausgeschaltet werden.

In deinem von Heise verlinkten Textschnipsel war erstens nur von Safari die Rede (bei dir kein Wunder) und dann wurde auch noch so getan, als ginge es um die aktuell ausgelieferte Version (nicht um Betas, deren Funktionsumfang sich ja noch ändern kann und die prozentual gesehen kaum jemand verwendet).

Wir können das aber gerne weiter diskutieren, wenn das hier bei MTN mal Thema wird – du wirst die (jetzt schon veralteten) Links wahrscheinlich ja nochmal hier irgendwo unterbringen.

Es bleibt OT und kommt durch das Herumwinden auch nicht dem Thema näher.
+2
sierkb16.04.19 15:24
Mecki
die Standortdaten von nahegelegenen WLAN-Hotspots und Mobilfunkmasten und in anonymisierter Form, also nicht zu mir zurück verfolgbar.

Plus dem ganzen Beifang und den ganzen anderen Informationen, die Apple darüber hinaus da noch sammelt und mitschickt und in seinem Dokument aufgezählt hat und die ich mit Auslassungszeichen […]. . .[…] zitiert habe, weil die Liste so lang ist und ich sie nur wieder auf die Ohren bekomme, weil's sonst zuviel Text geworden wäre.

Und, entgegen Deiner Behauptung, landet das sehr wohl auf Apples Servern, bleibt also eben nicht auf dem iPhone. Und es wird geshared mit Apps und Drittanbietern. Es wird gesammelt bzw. sammelt sich an. Und es wird gesendet. Und es wird geteilt. Standardmäßig aktiviert. Und Apple hat es in seiner Datenschutzrichtlinie, die jüngst zum wiederholten Male richterlich als größtenteils rechtswidrig beschieden worden ist sogar explizit drinstehen, dass sie sowas und noch ganz andere Dinge damit machen, von denen wir dachten, sie täten es nicht. Face it. Da beißt die Maus keinen Faden ab.
-2
sierkb16.04.19 15:53
Pixelmeister
Dann eben nicht – darüber zu streiten lohnt sich nicht.

Insofern schon, weil sich die Frage erst recht stellt, warum es in Safari dann noch drin ist und nun sogar die einzige Möglichkeit, es abzustellen, dem Nutzer nun auch noch genommen worden ist.
Wichtig war nur, dass Hyperlink Auditing in ALLEN kommenden Browsern umgesetzt – und nur in Firefox und Verwandten serienmäßig ausgeschaltet ist.

Nein. NUR in Firefox und in Brendan Eich's Chromium-basierten Brave Browser ist es serienmäßig ausgeschaltet – eben aus Privacy-/Datenschutzgründen und eben weil noch nicht mal aus eben diesen Gründen (Privacy/Datenschutz/Schutz vor Tracking durch die Werbeindustrie) vom HTML-Standard gedeckt. Brendan Eich ist der Erfinder von JavaScript und war zuvor lange Jahre bei Netscape/Mozilla in leitender Position tätig, bevor er dort wegen einer PC-unkorrekten Äußerung seinen Hut nehmen musste und den Brave-Browser gründete, der weiß das auch und hat's dann wie zuvor bei Mozilla auch, dann korrekt in Brave umgesetzt – nämlich AUS bzw. deaktiviert – aus Datenschutzgründen und eben aus guten Gründen vom Standard nicht gedeckt.
Auch Apple weiß das alles, die waren damals dabei, als das innerhalb der HTML5-Arbeitsgruppe heiß diskutiert und verworfen wurde, u.a. in Gestalt von Safaris Mitverantwortlichem Maciej Stachowiak von Apple.

Warum hat's Apple trotz anderen Wissens spätestens seit 2007 dringelassen? Und warum entfernen sie jetzt den Schalter, um es abzuschalten, warum ist der Schalter standardmäßig auf "An"?
Wenn Google in Chrome das macht, ist es nachvollziehbar, das damit erzielte Tracking landet bei denen tatsächlich in der Such- und Werbe-Verarbeitung. Aber warum macht es Apple und macht es auch bzw. unterstützt es sogar? Warum lassen sie auf diese Weise Tracking zu, enablen es sogar standardmäßig und nehmen dem Nutzer nun auch noch die Möglichkeit, es abzuschalten? Obwohl Apple seit dem W3C-Beschluss ganz genau weiß, wozu diese Funktion ist und warum sie schon immer so umstritten war und ist und genau deshalb eben nicht in der W3C Spec gelandet ist?
Ich dachte, "Privacy first" bei Apple? Doch nicht? Oder nicht so ganz bzw. fürs eigene Tracking dann doch zwang-enabled – wider besseren Wissens?
In deinem von Heise verlinkten Textschnipsel war erstens nur von Safari die Rede (bei dir kein Wunder)

Hat mit mir null zu tun. Nein, Apple verhält sich hier widersprüchlich und gegen seine eigenen Werbeversprechen! Niemand lehnt sich bei dem Thema soweit lauthals aus dem Fenster und behauptet, besser, sicherer zu sein als die Konkurrenz. Also wird Apple auch an seinen eigenen lauten Worten gemessen – und patzt an genau dieser Front, an der sie sich so lautstark positionieren und behaupten, sie machten es besser als die Anderen und Privacy und Datenschutz würden bei ihnen so groß geschrieben. Bei der Nagelprobe und bei näherem Hinschauen patzen sie aber und machen genau das Gegenteil von dem, was sie versprechen bzw. suggerieren.
DAS ist es. DARUM geht's.
Ernsthaft umgesetztes Privacy/Datenschutz geht anders als Apple es da vorgibt zu tun, wenn es kein leeres Werbe-Versprechen, kein Lippenbekenntnis sein soll.
Es bleibt OT und kommt durch das Herumwinden auch nicht dem Thema näher.

Die beiden Themen haben mehr miteinander gemein als Dir lieb ist.
Beide Themen werfen ein Licht auf Schein und Sein, auf Reden und Tun, auf Werbeversprechen und gelebte Praxis bei Apple, da gibt es offenbar eine Diskrepanz. Und offenbar unterscheiden sie sich da so gar nicht von der Konkurrenz, von der sie sich eigentlich positiv abheben wollen – da sie sich selbst anders darstellen und verkaufen eher noch negativer, weil ihren eigenen Worten nach nicht die dazu passenden Taten folgen, wenn man mal einen genaueren Blick draufwirft.
-2
Pixelmeister16.04.19 17:02
sierkb
weil sich die Frage erst recht stellt, warum es in Safari dann noch drin ist
Weil die Funktion in allen Browsern drin ist.
sierkb
und nun sogar die einzige Möglichkeit, es abzustellen, dem Nutzer nun auch noch genommen worden ist.
In einer Beta. Und analog zu Edge, Opera und Chrome. Von der Browser-Statistik her bringt es auf jeden Fall mehr, Google deswegen anzugreifen, weil das einfach viel mehr User trifft als beim kleinen Safari-Anteil.
sierkb
Wenn Google in Chrome das macht, ist es nachvollziehbar, das damit erzielte Tracking landet bei denen tatsächlich in der Such- und Werbe-Verarbeitung. Aber warum macht es Apple und macht es auch bzw. unterstützt es sogar?
Das wissen wir nicht. Wir können nur spekulieren – was du anscheinend gerne tust.
sierkb
Ich dachte, "Privacy first" bei Apple? Doch nicht? Oder nicht so ganz bzw. fürs eigene Tracking dann doch zwang-enabled – wider besseren Wissens?
Die Funktion dient ALLEN (Werbetreibenden) zum Tracken. Wichtig ist, wohin der Pink des Buttons geht. Nur weil auch Apple es in den Browser einbaut, müssen sie noch lange nicht Nutznießer sein – die Funktion ist öffentlich zugänglich. Genutzt wird sie vor allem von Unternehmen, die den User seitenübergreifend tracken wollen – und da ist nach wie vor Google "Marktführer". D. h. vor allem Google profitiert davon, wenn die Funktion aktiv ist, unabhängig vom jeweiligen Browser-Hersteller. Wenn es Apple selbst um das Abgreifen von Pings ginge, würde sie ihre Anstrengungen darauf lenken, die eingeschaltete Funktion im Marktführer-Browser Chrome für sich selbst zu nutzen, statt Safari anzupassen.

Und die hohen Ansprüche, die du an Apple anlegst, willst doch nur deshalb anlegen, damit Apple sie gar nicht erfüllen kann. Niemand außer dir erwartet, dass Apple perfekt ist und als einziger seine Werbeversprechen erfüllt. Mir reicht es z.B., wenn Apple der Einäugige unter den Blinden ist – und das sind sie momentan.
sierkb
Hat mit mir null zu tun.
Doch. Von 100 Postings aus deiner Feder sind ca. 100 gegen Apple gerichtet. Könntest du nicht einfach zum Schein mal so tun, als wärest du neutral? Was du mit deiner einseitigen Darstellungsweise betreibst, ist keine Information, sondern das Gegenteil: Desinformation.
sierkb
Apple verhält sich hier widersprüchlich und gegen seine eigenen Werbeversprechen!
Echt? Und du bist so naiv, dass du meinst, Apple solle als einzige Firma zu seinen Werbeversprechen stehen? Was ist mit Googles "don't be evil"? Das glaubt doch auch niemand! Und wenn doch, so müsste man das Google doch mindestens so vorhalten, wie Apple.

Wir können die Diskussion noch tausend Posts weiter führen und kämen doch zu keinem Ergebnis. Ich würde mich freuen, wenn du unsere Diskussion zum Anlass nehmen würdest, in Zukunft deine Links weniger einseitig zusammenzusuchen und somit weniger Desinformation/Propaganda betreiben würdest. Damit wäre allen Lesern geholfen. Ach ja, die Anzahl der Links, die den gleichen Sachverhalt immer nur anders formuliert wiederholen, könntest du auch reduzieren. Auch das wäre im Sinne aller Leser.
+2
JoMac
JoMac16.04.19 17:24
Pixelmeister
Echt? Und du bist so naiv, dass du meinst, Apple solle als einzige Firma zu seinen Werbeversprechen stehen? Was ist mit Googles "don't be evil"? Das glaubt doch auch niemand! Und wenn doch, so müsste man das Google doch mindestens so vorhalten, wie Apple.
Bzgl. Google hast Du recht. Aber da bezahlt man ja auch nix außer seinen Daten. Da sollte es doch recht offensichtlich sein?!

Einerseits sind die Linksammlungen schon einseitig gegen Apple - aber dieses Thema interessiert mich Apple betreffend SEHR.
Was sierkb meint, ist die "Scheinheiligkeit" seitens Apple, die PRIVACY schreien - obwohl sie (ggf.?) etwas anderes tun. Und da Apple selbst die Latte so hoch hängt, müssen sie das gefälligst auch halten. Denn deswegen kaufe ich Apple Produkte. DAS ist der Grund. Und genau DESWEGEN sollen die gefälligst ihre selbst hochgelegte Latte auch erfüllen.
(ok, eine Latte kann man nicht erfüllen )

Nicht wir legen diese Latte, sondern Apple. Sollen die ihr Versprechen halten.

Ich verfolge Diskussionen mit großen Interesse, die sich um die Frage dreht, ob und wie ehrlich Apple in dieser Frage nun wirklich ist.
Wenn jemand "einseitig" hier Links verteilt (auch gegen Apple) ist mir das egal - natürlich nur, wenn es auch nachvollziehbar wahr ist.
-2
sierkb16.04.19 18:34
Pixelmeister
sierkb
weil sich die Frage erst recht stellt, warum es in Safari dann noch drin ist

Weil die Funktion in allen Browsern drin ist. In

Aber Apple hat sich so groß "Privacy" ans Revers geheftet und will da Vorreiter sein. Warum haben sie es nicht als Erste rausgeschmissen? Oder wenigstens deaktiviert?
Und warum lassen sie es aktiviert und nehmen dem Nutzer dann auch noch den Schalter weg, um es zu deaktivieren, obwohl von der Spec anempfohlen, dass, wenn es denn im Browser implementiert und aktiviert ist, dass es wenigstens ein UI/Schalter geben sollte, damit der Nutzer es nach seinem guste aktivieren/deaktivieren kann? Warum also sogar diese Kontrollmöglichkeit auch noch nun dem Nutzer weggenommen und standardmäßig aktiviert, also in zweierlei Hinsicht sogar verstoßen und gegen beide Specs?
Pixelmeister
sierkb
und nun sogar die einzige Möglichkeit, es abzustellen, dem Nutzer nun auch noch genommen worden ist.
In einer Beta.

Nein, Du irrst bzw. verwechsest es. Dann lies nochmal genau.
Die aktuelle, jüngst überall aufgespielte stabile Release Version 12.1 ist es, keine Beta, keine Developer Preview, in einer der vorangegangenen Developer Previews ist es nur bereits bemerkt worden und Apple hat's dann jüngst trotzdem so an uns User verteilt:
heise
Die jüngste Version von Safari erlaubt es nicht mehr, eine Funktion zum Protokollieren von Klicks abzuschalten. Das sogenannte "Hyperlink Auditing" ließ sich bis hin zu Safari-Version 12.0.x über die Kommandozeile unterbinden, wie der Entwickler Jeff Johnson erklärt, nur klappe dies nach der Installation der aktuellen Safari-Version 12.1 nicht länger.

Er habe Apple schon Anfang des Jahres mit einem Bugreport auf das Problem hingewiesen, schreibt Johnson, da sich das Hyperlink Auditing seitdem in Vorabversionen des Browsers (Safari Technology Preview) nicht mehr unterbinden ließ. Eine Reaktion erfolgte bislang nicht.

Safari 12.1 ist fester Bestandteil von macOS 10.14.4 Mojave und steht für ältere Versionen von macOS als eigenständiges Update zum Download bereit. Da die jüngste Version wichtigen Sicherheitsfixes bringt, sollte von einer Installation nicht abgesehen werden.
Jeff Johnson
Prior to Safari 12.1, you could disable hyperlink auditing with a hidden preference:

defaults write com.apple.Safari com.apple.Safari.ContentPageGroupIdentifier.WebKit2Hyperlink AuditingEnabled -bool false

Unfortunately, this no longer works in Safari 12.1. I actually discovered the issue in Safari Technology Preview 72, and I filed a Radar on January 2, 2019 as rdar://problem/47000341. Despite several months notice from me, Apple shipped Safari 12.1 last week to the public with no way to disable hyperlink auditing. I hope to raise awareness about this issue, with the ultimate goal of getting hyperlink auditing disabled by default in Safari. Apple claims that Safari is supposed to protect your privacy and prevent cross-site tracking, but hyperlink auditing is a wide open door to cross-site tracking that still exists.
Und analog zu Edge, Opera und Chrome. Von der Browser-Statistik her bringt es auf jeden Fall mehr, Google deswegen anzugreifen, weil das einfach viel mehr User trifft als beim kleinen Safari-Anteil.

Scheiß drauf, was andere da grad' auch falsch machen, die hängen sich aber alle nicht so weit aus dem Fenster wie Apple an der Front Privacy und Datenschutz! Apple hat sich dieses Thema auf die Fahnen geschrieben und lässt keine Gelegenheit aus, mit dem Finger auf andere zu zeigen, was die an der Front angeblich alle nicht tun würden, Apple aber angeblich schon. Da beißt sich was in puncto Glaubwürdigkeit bei Apple. Das ist es.
Pixelmeister
sierkb
Wenn Google in Chrome das macht, ist es nachvollziehbar, das damit erzielte Tracking landet bei denen tatsächlich in der Such- und Werbe-Verarbeitung. Aber warum macht es Apple und macht es auch bzw. unterstützt es sogar?
Das wissen wir nicht. Wir können nur spekulieren – was du anscheinend gerne tust.

Hättest Du obige Links gelesen, dann wüsstest Du es und müsstest mir jetzt nicht widersprechen und mich der Spekulation bezichtigen, da steht's nämlich drin, u.a. hier inkl. Screenshot :
bleepingcomputer.com
More commonly used than originally thought

When we first published the article, some of the comments were that this feature is not used that often compared to other tracking methods such as JS and redirects.

It turns out that Google uses hyperlink auditing in their search result pages. Every time you click on a search result link, your browser will also send HTTPS POST request back to a Google url in order to track the click.
[…]
Pixelmeister
sierkb
Ich dachte, "Privacy first" bei Apple? Doch nicht? Oder nicht so ganz bzw. fürs eigene Tracking dann doch zwang-enabled – wider besseren Wissens?

Die Funktion dient ALLEN (Werbetreibenden) zum Tracken.

Und genau deswegen ist sie auch nie in der W3C HTML5-Spezifikation gelandet bzw. aus dem Draft rausgeflogen! 2007 bzw. 2009. Weil man sowas nicht in einem solchen Standard drinstehen haben möchte bzw. sowas nicht auch noch per Standard adeln und unterstützen möchte!
Wichtig ist, wohin der Pink des Buttons geht. Nur weil auch Apple es in den Browser einbaut, müssen sie noch lange nicht Nutznießer sein


Für wen lassen sie es denn drin – entgegen der offiziellen HTML-Spezifikation und schmeißen nun auch noch den Schalter zum Deaktivieren weg, entgegen beider Spezifikationen? Für Google? Um Google ein Geschenk zu machen? Für Werbetreibende? Um denen ein Geschenk zu machen? Oder gar für sich selber, um sich selber ein Geschenk zu machen? Schließlich steigt auch Apple immer mehr ins Werbegeschäft ein und verdient damit und spielt Werbung aus bzw. weitet es immer weiter aus? Für wen machen sie's? Und warum? Ich dachte, von diesem Thema wollten sie sich ganz scharf abgrenzen und es eben nicht tun und auch nur alles Erdenkliche unternehmen, um es gar nicht erst zu ermöglichen oder wenigstens zu erschweren?
Pixelmeister
Wenn es Apple selbst um das Abgreifen von Pings ginge, würde sie ihre Anstrengungen darauf lenken, die eingeschaltete Funktion im Marktführer-Browser Chrome für sich selbst zu nutzen, statt Safari anzupassen.

Safari ist ihr Baby, ihr Verantwortungsbereich, Chrome der von Google. Warum machen sie grad' sowas bzgl. Safari und öffnen ihn weiter für Tracking bzw. unterbinden nun sogar das Abstellen dieser sowieso aus eben diesen Gründen nicht-standardkonformen Funktion?
Pixelmeister
Und die hohen Ansprüche, die du an Apple anlegst, willst doch nur deshalb anlegen, damit Apple sie gar nicht erfüllen kann.

Nö. Ich nehme Apple nur beim Wort und messe sie an ihren eigenen Worten. Und andere tun es auch. Und merken: da ist eine Diskrepanz zwischen Reden und Tun, Schein und Sein, Illusion und Wirklichkeit, und das immer wieder und an mittlerweile so vielen Stellen, gerade, was diese Themen angeht, wo Apple sich lautstark als der angebliche Vorreiter in puncto Privacy, Datenschutz, Datensammlung, Sicherheit geriert. Dadurch zieht Apple sämtlliche Aufmerksamkeit auf sich, und wird natürlich scharf beäugt, ob sie halten, was sie versprechen.
Pixelmeister
Niemand außer dir erwartet, dass Apple perfekt ist und als einziger seine Werbeversprechen erfüllt. Mir reicht es z.B., wenn Apple der Einäugige unter den Blinden ist – und das sind sie momentan.

Ich bin ja nicht alleine mit meiner Haltung. Apple bläst bei diesen Themen dick die Backen auf, tritt arrogant und großmäulig auf – und patzt auf dem von ihnen selbst auserkorenen zentralen Feld, sie scheitern an ihren eigenen von ihnen selbst so hochgehängten Maßstäben und tun bei genauerer Betrachtung eben leider nicht das, was sie versprechen, tun still und heimlich entweder genauso wie andere oder noch schlimmer (schlimmer, weil sie es anders suggerieren und verkaufen)
sierkb
Hat mit mir null zu tun.
Doch. Von 100 Postings aus deiner Feder sind ca. 100 gegen Apple gerichtet. [/quote]

Weil es hier sonst kein anderer tut, Du erst recht nicht! Ich sehe mich sozusagen als das ausgleichende Element. Leider bin ich da weitestgehend alleine damit.
Wenn Apple ehrlicher wäre und so eine Scheiße nicht bauen würde, wie sie eben zuweilen bauen, wäre ja alles schön und gut.
Ich kann nix dafür, wenn es da eine Diskrepanz zwischen deren Werbeversprechen, eigenem Anspruch und dem tatsächlichen Tun und Abliefern gibt, mache bitte nicht mich für Fehlverhalten von Apple verantwortlich, nur weil ich drauf hinweise oder es laut auspreche. Ärgere Dich lieber über Apple, dass sie sich solche Patzer leisten! Schönreden und Drüberhinweggehen hilft Apple am allerwenigsten! Aber mit ihnen hart ins Gericht gehen und sie fordern, das hilft, genau das fordert auch ein Tim Cook von uns ein und zwar explizit. Schulterklopfen und hören, wie toll Apple sei, will er nicht, er will Kritik, harte Kritik – bis es ihnen wehtut, das hat er sogar öffentlich so eingefordert und darum gebeten, denn nur dann kann und wird Apple weiter gut sein und bleiben und nicht bei Streicheleinheiten und Lobhudelei, die bringen Apple keinen Schritt voran, eher im Gegenteil: sie wiegen Apple in falscher und trügerischer Sicherheit, sie täten alles richtig.
Könntest du nicht einfach zum Schein mal so tun, als wärest du neutral?

Definiere: neutral. Und: für was soll ich Apple loben, wenn sie gleichzeitig Scheiße bauen? Wem nutzt das, wenn ich es täte?
Und: siehe grad' Gesagtes mit Hinweis auf Tim Cook und was er von uns Nutzern explizit eingefordert hat. Außerdem: so einseitig wie das hier alles meist geartet ist und auch Du drauf bist, stelle ich ja erst eine ausgleichende Gegenposition her, sodass in puncto Gesamtbilanz sowas wie Neutralität überhaupt entsteht, ohne diese Gegenpositionen von mir und anderen wäre hier gar keine Neutralität vorhanden, Gott sei Dank hat es sich ja ein wenig gebessert, ich bin ja Gott sei Dank nicht mehr ganz alleine auf weiter Flur damit, nur so mancher traut sich nicht, öffentlich den Mund aufzmachen, weil er sonst Gefahr läuft, Klassenkloppe zu kriegen und gemobbt zu werden.
Was du mit deiner einseitigen Darstellungsweise betreibst, ist keine Information, sondern das Gegenteil: Desinformation.

Das Aussprechen und Hinweisen auf Unangenehmes, auf Scheiße, die Apple baut, ist also Desinformation? Du meinst also, nur Good News, Filter-Blase, Fake-News, Sich selber was vormachen und in die eigene Tasche lügen und bloß keine abweichende Meinung als die eigene zulassen, Reality Distortion Field wäre besser? Und das würde Apple helfen, weiterhin gute bzw. bessere Produkte zu machen? Aha. Soso. Nun denn. Tim Cook fordert von uns was Anderes ein – Apple will harte Kritik, bis es sie schmerzt (O-Ton Tim Cook). Und nur bei öffentlichem Druck bewegen sie sich überhaupt, denn nichts hasst dieser Konzern mehr als bad press.
Pixelmeister
sierkb
Apple verhält sich hier widersprüchlich und gegen seine eigenen Werbeversprechen!
Echt? Und du bist so naiv, dass du meinst, Apple solle als einzige Firma zu seinen Werbeversprechen stehen? Was ist mit Google?

Whataboutism?

Google lehnt sich nicht so lautstark aus dem Fenster wie Apple. Und macht so ein paar Dinge eher still besser als Apple, ohne groß Worte drüber zu verlieren – während Apple drüber redet und das groß für sich abfeiert, hat es Google schon längst still umgesetzt – an so mancher Front früher und besser als Apple – und das weiß auch Apple und nutzt deshalb vertrauensvoll deren Know-How, Expertise, Erfahrung, Services, Personal.


Pixelmeister
Ich würde mich freuen, wenn du unsere Diskussion zum Anlass nehmen würdest, in Zukunft deine Links weniger einseitig zusammenzusuchen

Abgemacht, wenn Du und Andere weniger einseitig und verblendet und fanatisch seid. Dann müsste ich nicht für einen Ausgleich sorgen. Zumal ihr schon gar nicht mehr erkennt in eurem fanatischen Abwehrkampf gegen mich, wenn ich mal was Positives über Apple oder eben total Unverfängliches geschrieben habe.
Pixelmeister
und somit weniger Desinformation/Propaganda betreiben würdest.

Nochmal: würde manches hier unwidersprochen so stehenbleiben was so mancher inkl. Dir absondert, das wäre Desinformation.
Nur weil man Dir unbequemerweise widerspricht und eine andere, Dir nicht genehme Meinung/Sichtweise hat als Du selbst bzw. Unangenehmes auf den Tisch des Hauses legt, das hier das rosarote traute Heim stört bzw. Bashing- und Läster-Orgien stört und was sagt/schreibt, das Dir und Dir Gleichgesinnten nicht in den Kram passt und ein am liebsten abgefeiertes Heile-Welt stört, ist das noch lange keine Desinformation.

Pixelmeister
Damit wäre allen Lesern geholfen.
Du meinst, alle Leser wie manche Menschen in unserem Land reklamieren "Wir sind das Volk" und irrigerweise annehmen, sie repräsentierten das ganze Volk oder eine Mehrheit statt eine Minderheit?
In diesem Sinne sprichst Du nun für alle Leser hier? Soso, das ist ja interessant.
Ach ja, die Anzahl der Links, die den gleichen Sachverhalt immer nur anders formuliert wiederholen, könntest du auch reduzieren. Auch das wäre im Sinne aller Leser.

Ach weißt Du, wünschen kann man sich viel...
Wie hätten's denn gerne? Wie wäre ich denn genehm? Indem ich beim Lästern gegen Andere mitmache? Indem ich beim Schulhof- und Kneipen-Gekloppe mitmache und mich einreihe? Indem ich Dir und Anderen hier nach dem Mund rede? Und dann? Wärst Du dann zufrieden? Oder was gäb's dann noch an mir auszusetzen?
Komm' Du findest doch immer was. Und wenn es die Textlänge ist (Weia schreibt zuweilen viel viel längere Texte als ich, Mecki auch, andere auch, auf denen wird nicht rumgekloppt, da wird nix gesagt, da ist die Textlänge auf einmal OK).

Schreibe ich in ganzen Sätzen, ist es zu lang. Schreibe ich in kurzen Sätzen, ist es zu kurz, lege ich nur Links auf den Tisch, weil mein Text eh nur zerrissen und niedergebrüllt wird und ich eine möglichst geringe Angriffsfläche bieten will für euer Schulhofgekloppe und Zerfleddern, ist es auch nicht recht. Auf die Ohren kriege ich so und so von den Die-Hard-Fanatikern (Fan leitet sich von fanatic ab, von fanatisch) hier. Also halte ich mich so kurz wie möglich, und dann gibt es halt nur Links. Traurig, aber das habt ihr euch in 10 Jahren hart bei mir erarbeitet bzw. das ist die bittere Folge davon, mir bleibt ja leider nix Anderes mehr übrig als es so zu machen, ihr habt mich in genau diese Ecke getrieben durch euer Mobbing, nun leb' damit.
-2
Pixelmeister16.04.19 19:37
Ich schenke es mir mal, auf den letzten, ewig langen, Text von sierkb zu antworten (oder ihn zu lesen). Eigentlich müsste alles (mehrfach) gesagt sein. Er glaubt halt weiterhin, er müsse als weißer Ritter gegen das böse Apple kämpfen, weil wir anderen ja verblendet sind und einfach nicht erkennen, wie wir ausgenommen und geknechtet werden – während woanders blühende Landschaften locken.
JoMac
Wenn jemand "einseitig" hier Links verteilt (auch gegen Apple) ist mir das egal - natürlich nur, wenn es auch nachvollziehbar wahr ist.
Und damit hapert es eben. Wenn man den Links folgt, kann man dort die relativierte Darstellung oft finden, die sierkb vermissen lässt. Nur muss man dafür den ganzen Kram erst lesen. Dann merkt man, wie sehr er sich hier die Sachen zurechtlegt. Ich habe aber weder Lust noch Zeit, das JEDESMAL zu machen. Aber immer, wenn ich mir das gebe, stelle ich fest, wie sehr er die ursprünglichen Quellen verdreht, bis sie ihm passen. Fast immer sind die Links Luftnummern, was die Untermauerung seiner Aussagen angeht. Die Gegendarstellung liefert er eigentlich im "5. Link, ganz am Ende", schon mit.

Aus "Google, Microsoft und Apple haben was böses getan" wird bei sierkb meistens "Apple hat was böses getan". Aus "Google hat was böses getan" wird "Apple ist wahrscheinlich auch nicht besser". Weglassen ist aber verfälschen. Wenn man ihn darauf anspricht, kommt oft das Argument mit Apples angeblich höherem Anspruch. Aber welcher Anspruch ist höher als "don't be evil"?

Das zweite Schein-Argument ist dann: "hier geht es aber um Apple, deswegen darf ich den Rest verschweigen". Nur in dieser Meldung geht es z.B. um Google – aber auch hier kein böses Wort zu Google (obwohl es da genug zu sagen gäbe), nur wieder zu Apple, um Googles Tun in besserem Licht erscheinen zu lassen. Selbst vor dem Öffnen themenferner Fässer wird nicht halt gemacht – Hauptsache von Googles Taten ablenken.

Ich habe überhaupt nichts gegen kritische Bemerkungen zu Apple, meinetwegen auch garniert mit Link-Wüsten – ich kritisiere hier Apple selbst oft genug. Nur fallen mir halt auch kritische Bemerkungen zur Konkurrenz ein und ich kann auch mal loben, wenn eine Firma etwas gut umsetzt. Bei sierks Aussagen müsste man meinen, dass die Konkurrenz in irgend einer Weise besser sei und man sich evtl. mit einem System-Wechsel besser stellen würde – das Gegenteil ist aber leider der Fall (OK, man spart Geld). Und da nützt es einem gar nichts, wenn man gesagt bekommt, bei Google wäre es ja nun mal "normal", dass sie die Daten abschnorcheln und letztendlich zur Handlungs-Manipulation (Werbung ist ja nur die harmlose Spitze des Eisberges) ihrer Nutzer verwerten.

Deswegen würde ich mir wünschen, er würde etwas fairer bewerten und nicht so einseitig anti-Apple und damit automatisch pro-Google/MS/whatever. Durch die einseitige Blindheit geht das Ganze schon stark in Richtung Trolling. Man muss sich schon fragen, welche Kräfte da im Hintergrund wirken.

Wie gesagt, ich möchte sierkb auf keinen Fall den Mund verbieten (kann und will ich nicht) – ich wünschte mir nur etwas mehr Objektivität. Das wäre auch für mich angenehmer, denn solche Antwort/Antwort/Antwort-Spielchen kann ich mir zeitlich nicht alle paar Tage leisten. Und sonst macht es ja kaum jemand (fundiert).
0
sierkb16.04.19 20:14
Pixelmeister:

War's das? Oder hast Du auch echte überzeugende Sachargumente?
Warum reibst Du Dich eigentlich schon wieder nur an mir als Person? Brauchst Du das? Musst Du Dich an mir abreagieren? Bitte such' Dir dafür einen Box-Sack oder sowas, und lasse von mir ab.

Zurück auf Anfang: Angefangen, wo ich mich eingeschaltet habe, hatte es mit der Frage, ob Apple auch sowas tut wie es Gegenstand der Newsmeldung ist. Und das habe ich bejaht und gesagt: "Ja, Apple macht das auch" und begründet und mit entsprechenden Dokumenten und weiterfürenden Links zu belegen versucht. Und habe aktuelle Patzer an der Front, die grad' in den letzten Tagen und auch heute (heute kam wieder was dazu) Thema sind, beigefügt, um zu unterstreichen: Apple patzt an der Front leider und wird seinem selbst gesteckten Anspruch leider nicht gerecht. Und ab da wurde mir widersprochen, und ich habe eure Widersprüche widerlegt und habe nachgelegt und erneut begründet.
Und von Dir kommt nur noch belegloses Gestammel. Nix Sachliches. Nur noch unsachliches und weinerliches Herumhgekloppe auf meiner Person und haltlose Behauptungen, die unwahr sind.

Was soll das? Und nur, weil ich Sachen laut auspreche, die Dir nicht in den Kram passen. Du und neutral und ausgewogen? Du und Apple kritisieren? Wo denn? Wann denn? Nicht wirklich. Never ever.
Was soll das, Pixelmeister, was soll das? Du weißt ganz genau, dass Du im Unrecht bist und auch sachlich unrichtige Aussagen getätigt hast. Warum tust Du es trotzdem?
Bitte lasse von mir ab. Ich habe keinen Bock auf diese kindische, unreife, Schulhof-Klopperei-Scheiße.
Muss das immer so enden? Jedes Mal, wenn ich mich hier zu Wort melde, kommt ein Kläffer wie Du und meint, mich persönlich desavouieren und Apple bis aufs Blut verteidigen zu müssen. Warum verteidigst Du Apple so sehr bis aufs Blut, wenn so klar ist, dass sie einfach was machen, das nicht in Ordnung ist? Die brauchen niemanden, der sie in Schutz nimmt, Dich am Allerwenigsten. Du hilfst denen damit kein Stück, eher im Gegenteil.

Nochmal: eigentliches Thema ist Google gewesen, deren Standortverlaufs-Speicher und Bewegungs-Daten-Timeline. Und ja, Apple hat und macht das u.a. auch, und ja, es landet alles auch bei Apple auf Apples Servern (räumt Apple selber ein, was Anderes würde ihnen wahrscheinlich auch gar nicht erlaubt werden), und ja, auch da hätte die Polizei im Zweifel Zugriff drauf. Selbstverständlich haben und hätten sie es. Wie bei Google.
Das ist das Eigentliche, die eigentliche News-Meldung, um die es hier ursprünglich ging und geht.
Und jetzt lasse bitte von mir ab. Danke, ich wünsche Dir einen schönen Abend.
-3
sierkb16.04.19 20:27
Ich komme mir hier echt schon wieder vor wie bei einer fundamentalreligiösen Sekte, wo einer mit Steinen beworfen wird, nur weil er "Jehova" gesagt hat bzw. gesagt hat "Der Kaiser ist ja nackt!"

Kindergarten. Nee, schlimmer.
-3
Pixelmeister16.04.19 23:37
Niedlich, wie er jetzt auf einmal das Opfer mimt. Mimimimimi ...
sierkb
eigentliches Thema ist Google gewesen, deren Standortverlaufs-Speicher und Bewegungs-Daten-Timeline.
Endlich hast du den Bogen gekriegt. Man musste dich zwar ein halbes dutzend mal darauf hinweisen, dass du ohne Not komplett themenfremd (Hyperlink Auditing) herumgeflamed hast – aber anscheinend hast du doch nochmal den Thread-Titel wiederentdeckt. Sehr schön.
sierkb
Apple hat und macht das u.a. auch, und ja, es landet alles auch bei Apple auf Apples Servern (räumt Apple selber ein, was Anderes würde ihnen wahrscheinlich auch gar nicht erlaubt werden), und ja, auch da hätte die Polizei im Zweifel Zugriff drauf.
Apple sagt dazu in deinem Link: '"Significant Locations" [Apples Pendant zum "Standort-Verlauf"] are encrypted and cannot be read by Apple.' Punkt. Apple hat also nicht den Schlüssel für den privaten Standort-Verlauf, also können sie diese Daten auch nicht klartextlich an Sicherheitsbehörden ausliefern, wie Google es immer häufiger tut. (Das sagt allerdings nichts zu anderen Daten – die hier aber nun mal nicht Thema sind). Wenn du Apple bzgl. "Significant Locations" der Lüge überführen kannst, dann bitte, wie üblich, mit Quellen-Angaben. Ansonsten müssen wir der Beteuerung wohl erstmal Glauben schenken.

Zudem kann man bei Apple, wie ich dir erklärt habe, die Funktion sehr einfach ausschalten, ohne weitere Einschränkungen bei andern Funktionen (hat bei mir gut funktioniert). Bei Google geht das nicht. Und die Gründe dafür kennen wir doch wohl alle.
sierkb
... es landet alles auch bei Apple auf Apples Servern [...] Wie bei Google. Das ist das Eigentliche, die eigentliche News-Meldung, um die es hier ursprünglich ging und geht.
Nein, die News hier besagt lediglich, dass Google sowas tut. Dass Apple das angeblich auch tut, hast du hier erst behauptet, weil es dir anscheinend gegen den Strich geht, dass Google hier alleine schlecht wegkommt. In deinem Link stand allerdings das Gegenteil, nämlich, dass Apple an die Daten nicht herankommt.
sierkb
Und jetzt lasse bitte von mir ab.
Das hoffe ich im Gegenzug auch. Meistens musst du ja das letzte Wort haben und meistens lasse ich es dir. Mal gucken, ob das auch diesmal so läuft oder ob du es mal verknusen kannst, wenn jemand anderes die Konversation beendet (mein erster Versuch dahingehend scheiterte ja leider kläglich).
+2
sierkb16.04.19 23:51
Pixelmeister:

Du hast Recht und ich Kretin Unrecht. In allem und bis ins kleinste Detail (sogar im Beitrag von 16.04.19 13:45 Uhr, da bist Du von uns beiden ja Arbeitsgruppen-Mitglied und nicht ich, und Dein Name steht natürlich unter der HTML Spec und nicht meiner, sorry, ich vergaß). Wie konnte ich Dir nur widersprechen? Und natürlich hast Du das letzte Wort, ich schenke es Dir gerne, mach' was draus. Habeas. Ich wünsche Dir eine gute Nacht.
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