Flugverbot – MacBook Pro 2015 darf nicht mehr in Flugzeugen befördert werden

Ist man im Sommer 2016 geflogen, kennt man sicher noch die Durchsagen am Flughafen, dass Geräte des Typs "Samsung Galaxy Note 7" nicht in einem Flugzeug transportiert werden dürfen – weder im Handgepäck, noch im Koffer. Hintergrund war, dass Samsungs damaliges Smartphone ein erhöhtes Feuerrisiko aufgrund von Problemen mit dem Akku darstellte. Nun scheint es Apple ebenfalls getroffen zu haben: Das MacBook Pro "Mitte 2015" mit 15"-Bildschirm darf nicht mehr in Flugzeugen transportiert werden, wie die US-Flugsicherheitsbehörde soeben bekannt gab.


Fertigungsfehler beim Akku
Hintergrund: Apple rief im Juni 2019 ein freiwilliges Rückrufprogramm ins Leben – manche MacBook-Pro-Modelle des Typs "A1398" der Modellreihe "Mid 2015" könnten aufgrund von defekten Akkus Feuer fangen. Auf einer Webseite kann man anhand der Seriennummer kontrollieren, ob das eigene Modell betroffen ist. Ausgeliefert wurde das Gerät zwischen September 2015 und Februar 2017. Vorherige Modelle oder der Nachfolger des "Mid 2015" sind nicht betroffen.


Foto: Steve Gagne

FAA verbietet Mitnahme des MacBook Pro 2015
Gegenüber Bloomberg gab die US-Flugsicherheitsbehörde bekannt, dass man Airlines auf die erhöhte Brandgefahr hingewiesen habe und diese ab sofort den Transport der betroffenen Modelle verweigern sollen.

Besitzer eines betroffenen Gerätes sollten sich vor Antritt einer Flugreise um den Austausch des Akkus bemühen – ansonsten kann die Mitnahme des Laptops verweigert werden. Wer bereits seinen Akku ausgetauscht hat, sollte einen Beleg der Reparatur mitführen, damit es nicht zu Missverständnissen kommt. Im Zweifelsfall sollten Reisende die Airline kontaktieren, um zu erfahren, welche Dokumentation über die Reparatur des Akkus notwendig ist.


Foto: Steve Gagne

Auch EU-Flugsicherheitsbehörde reagiert – aber kein Verbot
Auch die europäische Flugsicherheitsbehörde EASA hat eine Warnung vor den betroffenen Laptops ausgesprochen – aber kein generelles Verbot. Der Richtlinie nach dürfen die MacBook-Modelle nur im ausgeschalteten Zustand transportiert und nicht während des Fluges verwendet werden. Anders als bei der US-Flugsicherheitsbehörde ist ein Transport aber weiterhin gestattet.

Kommentare

johnnytravels
johnnytravels14.08.19 09:17
Tauscht Apple dann nun alle Akkus oder weiterhin nur „betroffene Serien“?
‚Tim Cook ist kein Produkt-Mensch.‘ — Steve Jobs
-1
FlyingSloth14.08.19 09:26
Knaller!
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Mendel Kucharzeck
Mendel Kucharzeck14.08.19 09:32
johnnytravels
Du musst auf der oben verlinkten Seite deine Seriennummer eingeben – dort steht dann, ob es betroffen ist oder nicht. Alle Akkus werden nicht getauscht.
+8
Legoman
Legoman14.08.19 09:38
Inwiefern sind wir davon in Europa betroffen? Ich lese nur was von FAA und nicht von IATA.
Außerdem widerspricht sich der Beitrag. Es gibt einen erheblichen Unterschied zwischen sollen und dürfen. Ist es also nun ein Verbot oder nur eine Handlungsempfehlung?
+2
Schens
Schens14.08.19 09:47
FlyingSloth
Knaller!


Der Burner!
+1
sierkb14.08.19 09:52
heise (14.08.2019): FAA: Zurückgerufene MacBook Pro dürfen nicht mehr ins Flugzeug
Die amerikanische Flugsicherheitsbehörde hat Airlines verboten, bestimmte Apple-Notebooks an Bord zu nehmen. Diese befinden sich wegen Akkuproblemen im Recall.
heise, 14.08.2019
Die Federal Aviation Administration (FAA) hat Fluggesellschaften in ihrem Zuständigkeitsbereich angewiesen, bestimmte ältere MacBook-Pro-Modelle nicht mehr mitzunehmen. Betroffen sind Geräte, die Apple im Juni selbst freiwillig zurückgerufen hatte, weil es zu Akkuüberhitzungen und damit einer Brandgefahr kommen kann.

Die amerikanische Flugsicherheitsbehörde sprach ein Verbot aus und erinnerte die Airlines an Sicherheitsmaßnahmen im Zusammenhang mit zurückgerufenen Akkus. Diese dürften weder als Aufgabegepäck noch in der Kabine mitgenommen werden.

Auch die EASA reagiert

Auch in Europa wurde vor den Apple-Geräten gewarnt. Die EU-Flugsicherheitsbehörde EASA veröffentlichte im August ebenfalls ein entsprechendes Advisory an die Fluggesellschaften , schrieb allerdings nur, dass Hardware mit diesen Akkus beim Flug ausgeschaltet bleiben muss und nicht verwendet werden darf. Auch ein Aufladen ist verboten; Crews sollten Passagiere entsprechend aufklären.

Apple hatte Mitte Juni mitgeteilt , dass ein "freiwilliges Rückruf- und Austauschprogramm" für verschiedene Geräte aus der MacBook-Pro-Baureihe gestartet worden sei. Die Aktion betrifft 15-Zoll-Modelle, die "überwiegend" zwischen 2015 und 2017 verkauft worden waren. Ob der eigene Rechner zu Apple muss, lässt sich feststellen, indem die Seriennummer auf Apple.com eingetippt wird. Dies sollte man unbedingt tun. Erkennen kann man betroffene Modelle auch an der Bezeichnung "MacBook Pro (Retina, 15", Mitte 2015)", die im "Über diesen Mac"-Dialog erscheint.

Viele Geräte betroffen

Betroffene sollten einen Termin bei Apple ausmachen oder einen offiziellen Servicepartner (Apple Authorized Service Provider, ASP) beauftragen. Allerdings ist damit zu rechnen, dass der Akkuwechsel mehrere Wochen Zeit in Anspruch nimmt – die Nachfrage ist groß.

Es soll bei der Baureihe bislang zu 26 Fällen von Überhitzung gekommen sein, wie es in Berichten hieß – allein in den Vereinigten Staaten. Gut eine halbe Million Geräte sind offenbar mindestens betroffen.

European Union Aviation Safety Agency (EASA) (01.08.2019): Safety precautions regarding the transport by air of recalled portable electronic devices
older generation 15-inch MacBook Pro units supplied by Apple Inc
+3
johnnytravels
johnnytravels14.08.19 10:00
Mendel Kucharzeck
johnnytravels
Du musst auf der oben verlinkten Seite deine Seriennummer eingeben – dort steht dann, ob es betroffen ist oder nicht. Alle Akkus werden nicht getauscht.

Bekannt, aber wie kann ich ein laut Apple nicht betroffenes MBP 2015 15 dann an Bord eines Flugzeugs nehmen? Überprüfen die auch die Seriennummer? Oder habe ich Pech gehabt?
‚Tim Cook ist kein Produkt-Mensch.‘ — Steve Jobs
+5
sierkb14.08.19 10:03
johnnytravels:

Da steht was zu Deiner Frage:

The Verge (13.08.2019): The FAA has banned recalled MacBook Pros from all flights — like any other bad battery
Not like they can easily tell the MacBooks apart, anyhow
+1
logo14.08.19 10:07
johnnytravels
Mendel Kucharzeck
johnnytravels
Du musst auf der oben verlinkten Seite deine Seriennummer eingeben – dort steht dann, ob es betroffen ist oder nicht. Alle Akkus werden nicht getauscht.

Bekannt, aber wie kann ich ein laut Apple nicht betroffenes MBP 2015 15 dann an Bord eines Flugzeugs nehmen? Überprüfen die auch die Seriennummer? Oder habe ich Pech gehabt?

Me too. Spannend.
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My2Cent14.08.19 10:13
johnnytravels
Bekannt, aber wie kann ich ein laut Apple nicht betroffenes MBP 2015 15 dann an Bord eines Flugzeugs nehmen? Überprüfen die auch die Seriennummer? Oder habe ich Pech gehabt?

Offensichtlich gar nicht. Es wäre ja auch ein erheblicher Zeit-Aufwand, wenn das Personal beim Check In noch zusätzlich die Seriennummern abgleichen müsste.
+1
sierkb14.08.19 10:26
Bloomberg (14.08.2019): FAA Bans Recalled MacBook Pros From Flights :
Bloomberg, 14.08.2019
[...]
In a statement, the U.S. Federal Aviation Administration said it was “aware of the recalled batteries that are used in some Apple MacBook Pro laptops” and stated that it alerted major U.S. airlines about the recall.

The watchdog also reminded airlines to follow 2016 safety instructions for goods with recalled batteries, which means that the affected Apple laptops should not be taken on flights as cargo or in carry-on baggage by passengers.
[...]
This week, four airlines with cargo operations managed by Total Cargo Expertise -- TUI Group Airlines, Thomas Cook Airlines, Air Italy, and Air Transat -- implemented a ban, barring the laptops from being brought onto the carriers’ planes as cargo, according to an internal notice obtained by Bloomberg News.

“Please note that the 15-inch Apple MacBook Pro laptop, sold between mid-2015 to February-2017 is prohibited on board any of our mandate carriers,” a TCE operations coordinator wrote to employees.

A spokesperson for TUI Group Airlines said airport staff and flight attendants will start making announcements about these MacBook Pros at the gate and before takeoff. Laptops that have replaced batteries won’t be impacted, the spokesperson said. The company also posted a notice on its website banning the recalled computers on board, in both cargo and passenger areas of its planes. It’s unclear what efforts will, if any, be made at U.S. airports.
[..]
-1
Mendel Kucharzeck
Mendel Kucharzeck14.08.19 11:11
sierkb
Das ist doch EXAKT der Artikel den wir verlinkt haben?!
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Gu Wen Lang14.08.19 11:18
johnnytravels
Bekannt, aber wie kann ich ein laut Apple nicht betroffenes MBP 2015 15 dann an Bord eines Flugzeugs nehmen? Überprüfen die auch die Seriennummer? Oder habe ich Pech gehabt?
Man könnte höchstens einen Screenshot der Webseite ausdrucken, auf der das Ergebnis der Überprüfung steht. Ob das im konkreten Fall hilft, sei dahingestellt...
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ocrho14.08.19 12:48
Preisfrage: Welches Personal am Flughafen kann ein MacBook Retina 2015 zu den visuell gleichaussehenden Serien danach unterscheiden? Haben jetzt alle Besitzer eines MacBook Retina zukünftig Ärger am Flughafen, weil die Mitarbeiter bei diese Feinunterscheidung der verschiedenen Serien überfordert sein werden?
+2
Mendel Kucharzeck
Mendel Kucharzeck14.08.19 12:55
ocrho
Das haben wir uns auch gefragt, wie das praktisch umgesetzt wird...
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johnnytravels
johnnytravels14.08.19 12:58
ocrho
Preisfrage: Welches Personal am Flughafen kann ein MacBook Retina 2015 zu den visuell gleichaussehenden Serien danach unterscheiden? Haben jetzt alle Besitzer eines MacBook Retina zukünftig Ärger am Flughafen, weil die Mitarbeiter bei diese Feinunterscheidung der verschiedenen Serien überfordert sein werden?

Möglich, solange Apple nicht anbietet und kommuniziert, restlos alle betroffenen Akkus aus dem Verkehr zu ziehen. Schätze, hier wäre Mitwirkung des Verantwortlichen nötig. Ist ja auch eine Imagefrage, ob man der Hersteller sein will, dessen Notebooks bei Problemen nicht mehr auf Flügen zugelassen werden, weil man zu geizig ist, alle Akkus ausfindig zu machen und anwenderverträglich (sprich: sofort und nicht mit einer Wartezeit von mehreren Tagen oder Wochen) auszutauschen.
Im Prinzip hätte sich das Ganze erledigt dadurch, dass man wieder vom Nutzer austauschbare Akkus verbaut. Aber klar, dünn und so...
‚Tim Cook ist kein Produkt-Mensch.‘ — Steve Jobs
+2
johnnytravels
johnnytravels14.08.19 12:59
Mendel Kucharzeck
ocrho
Das haben wir uns auch gefragt, wie das praktisch umgesetzt wird...

Als Journalisten könntet ihr dem ja mal auf die Spur gehen!
Oder ihr fragt euch halt weiter und veröffentlich ein bisschen Clickbait dazu...
‚Tim Cook ist kein Produkt-Mensch.‘ — Steve Jobs
-2
BigLebowski
BigLebowski14.08.19 13:23
Eigentlich ist jedes Gerät das einen Akku besitzt eine potentielle Gefahr für den Flug.

Alle Airlines müssten Spezialbehälter an Bord bekommen, um solche Geräte dann sicher einzuschließen. Das wäre das einfachste.

Die meisten Leute werden doch solche Meldungen nie erreichen das ihr Gerät nicht fliegen darf.🤷🏻‍♂️
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sierkb14.08.19 13:25
Mendel Kucharzeck
ocrho
Das haben wir uns auch gefragt, wie das praktisch umgesetzt wird...

Fragt man sich auch hier und gibt den einen oder anderen Tipp an MBP-Besitzer:

Golem (14.08.2019): FAA-Warnung: Macbook-Pro-15-Nutzer sollten vor dem Fliegen aufpassen
Wer ein Macbook Pro mit 15-Zoll-Display aus dem Modelljahr 2015 hat, sollte sich vor einem Flug genau informieren: Die Fluggesellschaften sind vor defekten Akkus dieser Notebooks gewarnt worden und müssen handeln. Auch wer ein nicht betroffenes Notebook gleichen Aussehens hat, sollte sich vorbereiten.
+1
Mendel Kucharzeck
Mendel Kucharzeck14.08.19 13:33
sierkb
Das hatten wir hier auch schon diskutiert ob das hilfreich ist – ich vermute sehr stark, dass das extrem davon abhängt, an wen man am Flughafen gerät. Manchen Security-Mitarbeitern wird das reichen, andere werden sagen: "Da hast du dir aber was tolles ausgedruckt. Woher soll ich wissen ob das echt ist?"...Schaden kann es aber absolut nicht, so etwas mitzunehmen.

Wenn man ein anderes Apple-Laptop hat, welches zwar ähnlich aussieht, aber von der Modellreihe nicht betroffen ist, kann vielleicht auch die Rechnung hilfreich sein. Dort ist ja die Modellnummer vermerkt.
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Legoman
Legoman14.08.19 13:52
BigLebowski
Die meisten Leute werden doch solche Meldungen nie erreichen das ihr Gerät nicht fliegen darf.🤷🏻‍♂️
Bei jeder Flugbuchung kriegst du die Sicherheitsbestimmungen und Gefahrgutvorschriften zu lesen und musst das auch bestätigen.
+1
jan6814.08.19 13:52
Fliegen ist eh scheiße
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JoMac
JoMac14.08.19 14:07
jan68
Fliegen ist eh scheiße

Und Stromverbrauch Deine Gerätes auch - Am besten schnell Dein Mac/iPhone/xDevice ausschalten
-2
BigLebowski
BigLebowski14.08.19 14:28
jan68
Fliegen ist eh scheiße

Geboren werden noch schlimmer
Und sich vermehren ist die größte aller Umweltsünden.

Wir sollten jedem impotenten Mann und jeder Frau ohne funktionierenden "Backofen" die Hand schütteln und ein Bio fairtrade ☕ ausgeben
-3
Hot Mac
Hot Mac14.08.19 14:48
jan68
Fliegen ist eh scheiße
Das stimmt!
Wenn man zwei Wochen Zeit hat, kann man, wie Greta, auf Pierre Casiraghis Yacht nach New York reisen.
+6
dermanndernichtsweiss14.08.19 19:04
Es geht hier rein um Schadensersatz.Wenn dein MBP 2015 im Flugzeug jetzt hoch geht, dann musst du in voller hoehe den Schaden zahlen.
+1
Vermeer
Vermeer15.08.19 08:33
BigLebowski
jan68
Fliegen ist eh scheiße

Geboren werden noch schlimmer
Und sich vermehren ist die größte aller Umweltsünden.

Wir sollten jedem impotenten Mann und jeder Frau ohne funktionierenden "Backofen" die Hand schütteln und ein Bio fairtrade ☕ ausgeben

Deine Quote an Posts, die weder geistreich sind, noch etwas zur Sache beitragen ist einfach zu hoch. Man muss nicht alles veröffentlichen, was einem gerade in den Sinn kommt.

all: bitte jetzt nicht eine Grundsatzdiskussion über's Fliegen anfangen. Das gehört hier wirklich nicht hin.
-2
Legoman
Legoman15.08.19 11:14
Vermeer
BigLebowski
jan68
Fliegen ist eh scheiße

Geboren werden noch schlimmer
Und sich vermehren ist die größte aller Umweltsünden.

Wir sollten jedem impotenten Mann und jeder Frau ohne funktionierenden "Backofen" die Hand schütteln und ein Bio fairtrade ☕ ausgeben

Deine Quote an Posts, die weder geistreich sind, noch etwas zur Sache beitragen ist einfach zu hoch. Man muss nicht alles veröffentlichen, was einem gerade in den Sinn kommt.
Oh, ich finde diesen Kommentar durchaus äußerst geistreich und auf eine sehr bitterböse Art hat er durchaus pointiert alle menschgemachten Probleme konsequent bis zur Spitze getrieben betrachtet..

Dass er in diesem Fall genauso wenig hilfreich ist wie der, auf den er sich bezieht, steht dabei vermutlich auf einem anderen Blatt.
-1

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