Face-ID-Zulieferer befindet sich im Aufwind – Apple kauft den Markt leer

Das Juni-Quartal von Lumentum Holdings fällt viel besser aus als erwartet: 1,25 Milliarden Dollar Umsatz entsprechen einer Steigerung von 25 Prozent. Das teilt der Apple-Zulieferer mit. Lumentum beliefert den Technologiekonzern mit Kernkomponenten für Face ID. Die Zahlen sollen noch steigen und das liegt vermutlich nicht zuletzt an einer Reihe von Geräten, die Apple wohl noch in diesem Jahr mit der Authentifizierungstechnik ausstattet.

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3D-Sensorik-Bauteile rar
Lumentum Holdings konstruiert oberflächenemittierende Laserkomponenten mit vertikalem Resonator (VCSEL). Sie machen aus der FaceTime-Kamera im iPhone eine Face-ID-Erfassungseinheit. Die Lasersensorik dient der Gesichtserkennung und macht auch die Animoji-Technologie möglich. Das Unternehmen führt die Liste der Zulieferer an, die VCSEL-Bauteile an Apple verkaufen. Auch in diesem Jahr soll Lumentum sich den größten Anteil an Aufträgen aus Cupertino gesichert haben. Andersrum stimmt der Satz ebenfalls, denn die Komponenten sind rar und Apple beansprucht bereits ein hohes Volumen bei Lumentum. Das macht es etwa Herstellern von Android-Smartphones schwer, in die Gesichtserkennung einzusteigen – es gibt schlicht nicht genügend Komponenten auf dem Markt. Beobachter gehen davon aus, dass Apple sich die Mehrheit der im Jahr 2018 produzierten VCSELs gesichert hat und seinen Vorsprung in Sachen Augmented Reality damit weiter ausbaut.


Auftragshoch durch neue Serien
Allerdings darf man nicht vergessen, dass Lumentum auch noch viele andere Laserprodukte im Portfolio hat, die ebenfalls gute Zahlen schreiben. Im Quartalsbericht etwa hebt das Unternehmen hervor, dass speziell Industrielaser zum Bearbeiten von Werkstoffen für den hohen Umsatz veranwortlich seien. Erwartungsgemäß bleibt unklar, wie hoch der Umsatzanteil an VCSEL-Teilen und somit an den Aufträgen aus Cupertino ausfällt. Allerdings könnte die angekündigte Wachstumsrate zum Jahresende schon etwas mit Apple zu tun haben: Er liegt nicht nur im umsatzstärksten Quartal des iPhone-Produzenten, sondern fällt auch mit der kolportierten Vorstellung von allerlei Apple-Geräten zum Weihnachtsgeschäft zusammen. Und schon seit Wochen tönt es aus dem Gerüchtewald, dass sowohl mindestens zwei der drei iPhone-Serien, die im Herbst herauskommen, als auch das iPad Pro 2018 mit Face ID ausgestattet sein sollen.

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