Datenschutz: Apple betont den Stellenwert – und steht im Visier der irischen Datenschützer

Unter dem Motto „That’s iPhone“ thematisiert Apple seit einigen Wochen unter anderem die Bedeutung von Sicherheit und Datenschutz. Neben kurzen Werbefilmen setzt das Unternehmen bei der Kampagne auch auf Großplakate. Gleichzeitig wird bekannt, dass die irische Datenschutzbehörde eine weiteres Verfahren eingeleitet hat. Sie will untersuchen, wie gut sich Apple an die Datenschutzgrundvorordnung hält.


Plakate ergänzen Werbespots
"Privacy is King" - dieser Slogan steht auf Plakatwänden zu lesen, mit denen Apple zurzeit unter anderem in der kanadischen Stadt Toronto wirbt. Ein anderes Billboard verkündet: "Unser Geschäft ist es, sich aus Ihrem herauszuhalten" ("We're in the business of staying out of yours". Mit den riesigen Postern will Apple offenbar die Werbespots ergänzen, die das Unternehmen bereits vor einger Zeit produziert und unter anderem auf YouTube veröffentlicht hat.


Foto: Josh McConnell

Drittes Verfahren in Irland
Parallel zu der neuen Plakatkampagne, aber völlig unabhängig davon, hat die irische Datenschutzbehörde ein weiteres Verfahren gegen Apple in die Wege geleitet. Das berichtet der irische Sender RTÉ. Untersucht werden soll, ob der kalifornische Konzern sich an die Datenschutzgrundverordnung hält. Im speziellen Fall geht es um die Frage, inwieweit das Unternehmen der darin festgeschriebenen Verpflichtung nachkommt, Kunden umfassend Auskunft hinsichtlich der über sie gespeicherten Daten zu erteilen. In zwei weiteren Untersuchungen befassen sich die irischen Datenschützer bereits seit vergangenem Jahr mit Apples Nutzung von persönlichen Daten zu Werbezwecken und der entsprechenden Datenschutzerklärung.

Kommentare

lautsprecher05.07.19 08:48
Schön, dass jemand überprüft, ob der Datenschutz eingehalten wird. In diesem Fall allerdings wittere ich reine Abzocke (Strafe bis 4% Jahresumsatz), sollte anlasslos solch ein Verfahren eingeleitet worden sein. Apple die Cash-Cow.
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MikeMuc05.07.19 09:39
Ich hätte gerne noch ein r für Totonto. Oder sind alle meine Karten falsch?
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Tirabo05.07.19 10:42
lautsprecher

Du gehst also auch davon aus, dass Apple die Datenschutzbestimmungen dort nicht einhält?

Man kann auch Radarkontrollen als Abzocke halten, man kann aber auch vorschriftsmäßig fahren, dann wird man auch nicht „abgezockt“.
Du hast immer noch die Wahl.
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Ely
Ely05.07.19 10:57
Ich habe bezüglich der von mir bei Apple gespeicherten Daten vor einiger Zeit eine Auskunft angefordert. Die kam auch sehr schnell und war vollständig und klar gegliedert.

Es stand nichts drin, was mich überrascht hätte, eher im Gegenteil, es war (ist) sogar weniger gespeichert, als ich gedacht habe. Im Prinzip nur die Informationen, um Käufe im Store abzuwickeln, die Kaufhistorie, die Gerätehistorie und solche Dinge. Also alles, was sowieso offensichtlich und im Konto einsehbar ist.

Ob Apple derartige Daten für Werbung nutzt, kann ich natürlich nicht sagen. Wenn die Daten für Werbung genutzt werden, dann für Apple-Zeug, denn die Informationen werden nicht an Dritte verkauft.
Wer gegen Datenschutz ist, weil er ja nichts zu verbergen habe, ist auch gegen Meinungsfreiheit, weil er ja nichts zu sagen habe.
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NONrelevant
NONrelevant05.07.19 11:59
Und genau da habe ich mein Problem mit Apple. Sie versprechen einerseits (und es mag auch so sein, dass bezweifle ich hier nicht!), dass sie meine Daten schützen. Aber anderseits kommen sie an all meine Daten ran, wenn sie wollen.
So lange Appel nicht End-to-End verschlüsselt, ist ein Restrisiko immer mit dabei, denn AGBs oder eine Firmenpolitik kann man ändern.
NONrelevant - Wer nicht selber denkt, für den wird gedacht.
+3
Dupondt05.07.19 14:27
MikeMuc
Ich hätte gerne noch ein r für Totonto.

Bitte sehr, bitte gleich: Tippfehler ist korrigiert. Und danke für den Hinweis.
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