Catalina auf älteren Macs installieren – Unterstützte Modelle und Anleitung

Überraschend erschien macOS Catalina am Montagabend – größere Probleme traten bei Kunden kaum auf. Aufgrund der langen Beta-Phase hat Apple wohl die meisten größeren Probleme schon in den Vorabversionen behoben. Anders als manche größeren macOS-Versionen strich Apple nur die Unterstützung des Mac Pro 2010 - 2012 (den letzten Tower-Modellen) – ansonsten lässt sich Catalina auf allen Macs installieren, welche auch macOS Mojave unterstützen. macOS 10.15 unterstützt alle iMacs ab 2012, Mac mini ab 2012, den iMac Pro, das MacBook ab 2015, das MacBook Air ab 2012 und das MacBook Pro ebenfalls ab 2012. Beim Mac Pro muss es offiziell das 2013er-Zylinder-Modell sein, um Catalina nutzen zu können.


Besitzt man noch einen älteren Mac, ist aber noch nicht alle Hoffnung verloren, ein aktuelles Betriebssystem nutzen zu können. Der sehr bekannte Hacker DosDude1 hat wie schon für El Capitan, Sierra, High Sierra und Mojave ein Patch für Catalina herausgebracht, mit dem sich macOS 10.15 auch auf älterer Hardware installieren lässt – mit einigem Aufwand und Kompromissen.

Unterstützung
Auf folgenden Modellen ist die Installation grundsätzlich möglich:

Mac Pro ab 2008: MacPro3,1, MacPro4,1, MacPro5,1
iMac ab 2008: iMac8,1, iMac9,1, iMac10,x, iMac11,x, iMac12,x
MacBook Pro ab 2008: MacBookPro4,1, MacBookPro5,x, MacBookPro6,x, MacBookPro7,x, MacBookPro8,x
MacBook Air ab Ende 2008:MacBookAir2,1, MacBookAir3,x, MacBookAir4,x, MacBook5,1
MacBook ab 2008: MacBook5,1, MacBook5,2, MacBook6,1, MacBook7,1
Mac mini ab Ende 2009: Macmini3,1, Macmini4,1, Macmini5,x

Explizit keine Unterstützung besteht für iMacs, Mac Pros, MacBook Pros und Mac minis aus 2006-2008. Auch die MacBooks aus 2006-2008 können auf keinen Fall mit Catalina genutzt werden.

Grafikkarten
Seit macOS Mojave hat Apple einige essentielle Systembestandteile auf das neue Grafik-Framework Metal migriert – daher ist eine Grafikkarte Pflicht, welche von Metal unterstützt wird. Bei Macs mit einer AMD/ATI Radeon HD 5xxx oder HD 6xxx sollte man die Grafikkarte gegen ein Metal-kompatibles Modell tauschen – dies ist beim Mac Pro und bei 2010-2011er iMacs möglich. Bei Modellen wie dem MacBook Pro, bei welchem die Grafikeinheit fest verlötet ist, hilft nur die Stilllegung der GPU mittels Software, so dass die integrierte Intel-HD-Grafiklogik genutzt wird statt der dedizierten GPU.

Boot-ROM
Unterstützt der Mac High Sierra, aber nicht Mojave, muss man vor der Installation auf jeden Fall das Boot-Rom aktualisieren, so dass von APFS-Volumes gebootet werden kann – Catalina schreibt das neue APFS-Dateisystem beim Installations-Volume zwingend vor.

Installation
Grundsätzlich muss man zur Installation einen angepassten Catalina-Installer erstellen, welcher die Installation auf nicht-unterstützter Hardware erlaubt. Es ist kein externes Installationsmedium wie eine externe Festplatte oder ein USB-Stick erforderlich – allerdings empfiehlt der Entwickler diese Methode anstelle einer direkten Installation. Der Patch ist mit tiefen Eingriffen ins System verbunden – diverse Kernel-Extensions, Treiber und andere Systembestandteile wurden aus unterstützten Vorversionen übernommen. Am einfachsten gelingt die Installation, wenn man diesem Video folgt – hier wird erklärt, wie man den Catalina Patcher verwendet:


Warnung
Obwohl viele Nutzer Erfolg bei der Installation von Catalina auf älteren Macs vermelden, sollte man ein solches System niemals produktiv einsetzen – diverse Probleme, Abstürze und andere Unschönheiten sind zu erwarten. Beispielsweise funktioniert die Karten-App nicht (somit auch andere Apps, welche die Apple-Karten nutzen) und die Performance auf älterer Hardware lässt zu wünschen übrig (besonders die Geschwindigkeit der Grafikkarte).

Kommentare

el_duderino
el_duderino09.10.19 09:18
gerade auf alten geräten, auf denen noch alte software verwendet wird, macht catalina natürlich total viel sinn. oder so
-5
Mendel Kucharzeck
Mendel Kucharzeck09.10.19 09:23
el_duderino
Es gibt aber mit Sicherheit auch viele Nutzer mit älteren Macs, die gerne ein aktuelles System haben und nicht auf Legacy-Software angewiesen sind.
+9
Hot Mac
Hot Mac09.10.19 09:31
Mein Sohn hält – aus sentimentalen Gründen – Omis iMac (Early 2008) »künstlich« am Leben.

Catalina läuft auf dem betagten Mac mehr schlecht als recht.
Abstürze, Ruckeln und Zuckeln waren natürlich zu erwarten.
Die verbaute AirportCard wird auch nicht mehr unterstützt.

Man kann das, wenn man viel Zeit hat, ausprobieren.
Ich würd’s lassen.
+4
Mendel Kucharzeck
Mendel Kucharzeck09.10.19 09:32
Hot Mac
Man kann das, wenn man viel Zeit hat, ausprobieren.

Wie auch in der News erwähnt, ist halt ein Bastelprojekt.
+3
Maniacintosh
Maniacintosh09.10.19 09:34
Ich fände einen umgekehrten „Hack“ viel interessanter: High Sierra auf neueren Macs ohne Virtualisierung laufen lassen können.

Aber dieses Unterfangen wäre natürlich wesentlich aufwändiger und wird es daher wohl nie geben.
+2
Hot Mac
Hot Mac09.10.19 09:39
Mendel Kucharzeck
Hot Mac
Man kann das, wenn man viel Zeit hat, ausprobieren.

Wie auch in der News erwähnt, ist halt ein Bastelprojekt.
Ja nee, is klar.
Ich bin für solche Projekte grundsätzlich immer zu haben.
Ich find das gut.
Wenn die »alte Möhre« dann auch noch läuft, ist es umso besser.
+3
Florian Lehmann09.10.19 09:48
Maniacintosh

Bin voll bei dir. Gerade wenn man FileMaker einsetzt. Große Anschaffungskosten kurze Unterstützungszeit.
0
cab
cab09.10.19 10:02
Lese ich das richtig, die richtigen Grafikkarten werden nicht mehr unterstützt, die noch lahmere Chipsatzgrafik aber schon?
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Mendel Kucharzeck
Mendel Kucharzeck09.10.19 10:04
cab
Ja. Die Intel-Grafiklogiken können Metal unterstützen, die dedizierten GPUs aber nicht. Der Grund dahinter ist wahrscheinlich bei der Flexibilität der Shader-Einheiten zu suchen. Die verbauten GPUs der Radeon 5xxx- und 6xxx-Serien bieten offensichtlich manche Features nicht, die für Metal erforderlich sind.
+1
el_duderino
el_duderino09.10.19 10:04
Mendel Kucharzeck
el_duderino
Es gibt aber mit Sicherheit auch viele Nutzer mit älteren Macs, die gerne ein aktuelles System haben und nicht auf Legacy-Software angewiesen sind.

muss ja jeder selbst wissen. aber software, die auf den alten kisten vernünftig läuft, wird im zweifel unter catalina gar nicht mehr funktionieren. da hat man dann ein top-aktuelles-betriebssystem aber kann seine alten programme nicht mehr verwenden bzw. muss neue software verwenden, die den rechner überfordert. ob das so ein guter plan ist?

ein aktuelles system ist übrigens auch 10.14. das bleibt dank sicherheitsupdates noch zwei jahre lang frisch.
+1
Mendel Kucharzeck
Mendel Kucharzeck09.10.19 10:13
el_duderino
Sorry, aber du kannst nicht so pauschal sagen, dass neuere Software IMMER leistungshungriger ist. Dies trifft in einigen Fällen zu – manchmal ist neuere Software aber auch effizienter.

Ich sag ja nicht: "Installiert alle Catalina auf alten Macs!" - es ist halt ein interessantes Bastelprojekt für einen Zweit-Mac, auf dem man gerne auch Catalina betreiben möchte. Wenn man die Zeit hat, ist es durchaus interessant, besonders wenn dann alle Macs im Haushalt das selbe System haben.
+2
Blechkopp09.10.19 10:31
Weiß jemand, wie man von der Version 10.15 Beta (19A582a) auf die offizielle Catalina-Version wechseln kann? Im Software-Update heißt es, diese Betaversion sei der neueste Stand. Irgendwann muss man aber doch auf die öffentliche Version kommen, oder ist das nicht vorgesehen?
0
rosss09.10.19 11:07
Gibt es eigentlich inzwischen eine nachvollziehbare Theorie, warum der Mac Pro 5,1 als einziges 2012er-Modell ausgeschlossen wird?

Meine Vermutung ist der (bald?) bevorstehende Verkaufsstart des Mac Pro 7,1.

Eine Stellungnahme von Apple zu erwarten wäre wohl vermessen…
0
mistamilla
mistamilla09.10.19 11:12
Am Einfachsten über den AppStore. Dort laden und drüberinstallieren. Klappt einwandfrei.
Blechkopp
Weiß jemand, wie man von der Version 10.15 Beta (19A582a) auf die offizielle Catalina-Version wechseln kann? Im Software-Update heißt es, diese Betaversion sei der neueste Stand. Irgendwann muss man aber doch auf die öffentliche Version kommen, oder ist das nicht vorgesehen?
ITZA GOOTZIE
+1
MacTaipan09.10.19 11:39
rosss
Gibt es eigentlich inzwischen eine nachvollziehbare Theorie, warum der Mac Pro 5,1 als einziges 2012er-Modell ausgeschlossen wird?

Ich vermute, dass es damit zusammenhängt, dass Intel für die verwendeten Prozessoren keine MicroCode-Updates mehr veröffentlicht und diese Geräte daher für die in letzter Zeit aufgetauchten Sicherheitslücken für immer verwundbar bleiben werden. Daher möchte man die lieber raus haben.
Ich bin zwar nicht sicher, ob das bei den CPUs aus anderen 2012er Modellreihen anders ist, da die Xeons aber immer eine Generation hinterherhinken, ist das gut möglich.
+2
LoCal
LoCal09.10.19 11:47
rosss
Gibt es eigentlich inzwischen eine nachvollziehbare Theorie, warum der Mac Pro 5,1 als einziges 2012er-Modell ausgeschlossen wird?

Wurde der MacPro 5,1 mit Metal-kompatiblen GPUs ausgeliefert? (Ja, ich weiss, damals gab es noch kein Metal, aber das ist nicht der Punkt!)
Wenn es also offiziell nie eine Käsereibe mit Metal- und damit Catalina-kompatiblen Grafikkarte zu kaufen gab, dann ist es durchaus verständlich, dass Apple hier sagt, dass Catalina nicht unterstützt wird.

Einen Zusammenhang mit dem kommenden MacPro würde ich nicht sehen, da der 5,1 da leistungsmäßig um Welten hinterherhinkt.
Ich hab zwar keine Lösung, doch ich bewundere dein Problem
+1
drebaboe09.10.19 12:28
Ich besitze eine MacPro 2010 mit einer NVIDIA GTX 680 (unterstützt Metal auch wenn mangels NVIDIA-Treiber, da Apple diesen partout nicht zertifiziert, keine GPU-Unterstützung gegeben ist), der mit Mojave ohne Einschränkungen kompatibel ist. Selbst die Continuity-Funktionen funktionieren einwandfrei (Broadcom BCM43xx wurde nachgerüstet).

Eigentlich bin ich verärgert darüber, dass Apple nunmehr die 2010 und 2012er Pro's von Catalina ausgeschlossen hat, zumal ich einen einleuchtenden Grund hierfür dann nicht zu erkennen vermag, wenn die Mac unter Mojave laufen.

Ich habe also vorgestern den Catalina-Patcher eingesetzt und kam (bisher) zu keinen negativen Ergebnissen. Keine Abstürze (auch nicht bei der Karten oder Foto App; auch Continuity läuft weiterhin).

Die Nachfrage im Terminal: "csrutil status“ ergab aber folgende Rückmeldung:

"System Integrity Protection status: unknown (Custom Configuration).

Configuration:
Apple Internal: disabled
Kext Signing: disabled
Filesystem Protections: disabled
Debugging Restrictions: disabled
DTrace Restrictions: disabled
NVRAM Protections: disabled
BaseSystem Verification: disabled

This is an unsupported configuration, likely to break in the future and leave your machine in an unknown state.“

Ich habe daraufhin eine Mail an den Entwickler des Patches geschrieben und erhielt (quasi postwendend) folgende Antwort:
"SIP is disabled intentionally by the patcher, as it MUST remain disabled at all times when running a patched copy of macOS. It is not a security risk.“

Wie seht ihr die Risikolage?
0
Franz Audiowerk
Franz Audiowerk09.10.19 12:29
Auf meinem MacbookPro 2011 funktioniert Catalina einwandfrei, auch die Kartenapp. Natürlich habe ich eine zweite Partition für die alten Apps. Bin froh das es Menschen wie Dosdude gibt da das Book super in Schuss ist und eine vernünftige Tastatur hat
+2
Weia
Weia09.10.19 12:35
LoCal
rosss
Gibt es eigentlich inzwischen eine nachvollziehbare Theorie, warum der Mac Pro 5,1 als einziges 2012er-Modell ausgeschlossen wird?
Wurde der MacPro 5,1 mit Metal-kompatiblen GPUs ausgeliefert? (Ja, ich weiss, damals gab es noch kein Metal, aber das ist nicht der Punkt!)
Wenn es also offiziell nie eine Käsereibe mit Metal- und damit Catalina-kompatiblen Grafikkarte zu kaufen gab, dann ist es durchaus verständlich, dass Apple hier sagt, dass Catalina nicht unterstützt wird.
Nach dieser Logik hätte Mojave auch nicht auf dem Mac Pro 5,1 laufen dürfen. Tat es aber, Apple listete extra supportete Grafikkarten dafür auf und veröffentlichte mehrere Firmware-Updates für den Mac Pro 5,1 (APFS-Booten etc.).

Nach meiner Kenntnis ist einzig Intel mit dem fehlenden Microcode-Update der Grund. Alles, was Catalina am Laufen auf einem Mac Pro 5,1 hindert, ist der Eintrag in die Inkompatibilitätsliste. Es gibt keinen technischen Hinderungsgrund (der Treiber für das Bluetooth-Modul fehlt, aber der kann aus Mojave einfach übernommen werden). Wenn Du Catalina auf einem unterstützten Mac auf einer externen Festplatte installierst, die dann an den Mac Pro 5,1 anschließt und von dort bootest, läuft alles tadellos. (Man muss im NVRAM noch einen Eintrag setzen, dass die Kompatibilität nicht überprüft wird beim Startvorgang.)

Ändert natürlich nichts daran, dass das Ganze offiziell nicht supported ist und man keine automatischen Updates machen kann. :'(
Einen Zusammenhang mit dem kommenden MacPro würde ich nicht sehen, da der 5,1 da leistungsmäßig um Welten hinterherhinkt.
Du hast schon einen?
Kohle ist kein Grund zum Anbaggern
+2
rosss09.10.19 12:42
MacTaipan
Ich vermute, dass es damit zusammenhängt, dass Intel für die verwendeten Prozessoren keine MicroCode-Updates mehr veröffentlicht und diese Geräte daher für die in letzter Zeit aufgetauchten Sicherheitslücken für immer verwundbar bleiben werden. Daher möchte man die lieber raus haben.

Naja, das galt schon genau so für Mojave. Ist also Subjektiv.
LoCal
Wurde der MacPro 5,1 mit Metal-kompatiblen GPUs ausgeliefert?

Nein, darum hat Apple für Mojave extra Karten empfohlen. Damals hätte der Hinweis geholfen: „Aber nächstes Jahr bekommt ihr trotzdem kein Update mehr, bätsch!“

Und was den 7,1 angeht – nicht jeder braucht die Leistung, aber mancher die Erweiterbarkeit.
+1
Weia
Weia09.10.19 12:50
rosss
MacTaipan
Ich vermute, dass es damit zusammenhängt, dass Intel für die verwendeten Prozessoren keine MicroCode-Updates mehr veröffentlicht und diese Geräte daher für die in letzter Zeit aufgetauchten Sicherheitslücken für immer verwundbar bleiben werden. Daher möchte man die lieber raus haben.
Naja, das galt schon genau so für Mojave.
Nein, das stimmt nicht. Die zur Zeit der Veröffentlichung von Mojave bekannten Sicherheitslücken wurden im Firmware-Update des Mac Pro für Mojave (144.0.0.0.0) gefixt.

Im letzten Jahr tauchten aber neue Sicherheitslücken auf. Für die veröffentlicht Intel keine Microcode-Updates mehr für die Xeons im Mac Pro 5,1. Daraufhin hat Apple den 5,1, für den Catalina eigentlich vorgesehen war, in die Inkompatibilitätsliste eingetragen.

Apple hätte natürlich auch den Kunden die Entscheidung überlassen könne, ob sie das Risiko tragen wollen oder nicht. Aber würde dann etwas Übles passieren, müsste natürlich in der Öffentlichkeit dennoch Apple mit seinem Namen dafür geradestehen.
Damals hätte der Hinweis geholfen: „Aber nächstes Jahr bekommt ihr trotzdem kein Update mehr, bätsch!“
Apple konnte ja nicht in die Zukunft sehen, was den neuen Bug und Intels diesbezügliches Verhalten betraf.
Kohle ist kein Grund zum Anbaggern
+1
rosss09.10.19 13:18
Weia
Apple hätte natürlich auch den Kunden die Entscheidung überlassen könne, ob sie das Risiko tragen wollen oder nicht. Aber würde dann etwas Übles passieren, müsste natürlich in der Öffentlichkeit dennoch Apple mit seinem Namen dafür geradestehen.

Stattdessen unterlässt es Apple, die Kunden über das Risiko zu unterrichten. Wenn nun etwas Übles passiert, betrifft es die noch supporteten Systeme 10.13 und 10.14, obwohl es gar nicht an den Systemen liegt. Oder steht Apple ab sofort nur noch für Catalina gerade?

Mir fehlt der Hinweis: Achtung! Ihr Prozessor hat eine entdeckte Lücke, kann man nix machen. Kaufen Sie einen neuen Rechner ohne entdeckte Lücke oder leben Sie mit dem Risiko. Wir haben Sie gewarnt! Und Catalina soll sauber bleiben!
+1
Mendel Kucharzeck
Mendel Kucharzeck09.10.19 13:19
drebaboe
SIP ist eine wichtige Komponente, die einen zusätzlichen Schutz vor Modifikationen am System durch Viren oder irre gelaufene Apps unterbindet. Daher kann man sagen: Ja, die Sicherheit ist beeinträchtigt.
-1
Weia
Weia09.10.19 13:32
Mendel Kucharzeck
SIP ist eine wichtige Komponente, die einen zusätzlichen Schutz vor Modifikationen am System durch Viren oder irre gelaufene Apps
… oder den Nutzer, der sein System für seine Bedürfnisse selbst optimal anpassen will …
unterbindet. Daher kann man sagen: Ja, die Sicherheit ist beeinträchtigt.
Naja, „man“ kann das nicht sagen. Leute, die auch einen Fahrradhelm benutzen würden, können das vielleicht sagen.

SIP ist das erste, was ich auf einem neuen Mac ausschalte. Das sind meine Rechner, ich will die Hoheitsgewalt darüber haben. Geschadet hat mir das nie, genutzt schon oft.

Aber ich falle natürlich auch nicht auf Phishing-Emails herein. Ist eine Know-How- und Mentalitätsfrage. Ich bevorzuge Autonomie, manch andere Pampers.
Kohle ist kein Grund zum Anbaggern
0
Retrax09.10.19 13:44
Apple Support: Startfähiges Installationsprogramm für macOS erstellen



Ich nehme hierfür immer einen USB Stick mit 12GB oder 16GB
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LoCal
LoCal09.10.19 13:50
Weia
SIP ist das erste, was ich auf einem neuen Mac ausschalte. Das sind meine Rechner, ich will die Hoheitsgewalt darüber haben. Geschadet hat mir das nie, genutzt schon oft.

Entschuldigung, aber das klingt genauso wie "Ich arbeite grundsätzlich als root, weil ich will die Hoheitsgewalt darüber haben".

SIP hat durchaus seine Berechtigung und sofern man nicht dadurch eingeschränkt wird, sollte man das auch aktiviert lassen.
Wenn man in eine Einschränkung läuft (mir fällt da adhoc nicht mal eine ein), dann sollte man für den Fall SIP ausschalten und danach auch wieder aktivieren.

Dinge wie die googles "varsectomy" können eben nur bei nicht vorhandenem SIP passieren.
Ich hab zwar keine Lösung, doch ich bewundere dein Problem
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Weia
Weia09.10.19 14:25
LoCal
Entschuldigung, aber das klingt genauso wie "Ich arbeite grundsätzlich als root, weil ich will die Hoheitsgewalt darüber haben".
Tue ich bei der Administration des Rechners doch auch …
SIP hat durchaus seine Berechtigung und sofern man nicht dadurch eingeschränkt wird, sollte man das auch aktiviert lassen.
Der Satz ist tautologisch. Mein Punkt ist doch, dass ich laufend eingeschränkt werde.
Wenn man in eine Einschränkung läuft (mir fällt da adhoc nicht mal eine ein), dann sollte man für den Fall SIP ausschalten und danach auch wieder aktivieren.
Yep, und da man das nur in der Recovery-Partition kann, heißt das, ich müsste unentwegt meinen Mac rebooten. Nein danke.
Kohle ist kein Grund zum Anbaggern
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LoCal
LoCal09.10.19 14:40
Weia
LoCal
Entschuldigung, aber das klingt genauso wie "Ich arbeite grundsätzlich als root, weil ich will die Hoheitsgewalt darüber haben".
Tue ich bei der Administration des Rechners doch auch …

Genau … bei der Administration … und jetzt willst Du mir erzählen, dass Du während deiner Arbeitszeit nichts anderes machst?
Weia
SIP hat durchaus seine Berechtigung und sofern man nicht dadurch eingeschränkt wird, sollte man das auch aktiviert lassen.
Der Satz ist tautologisch. Mein Punkt ist doch, dass ich laufend eingeschränkt werde.
Wenn man in eine Einschränkung läuft (mir fällt da adhoc nicht mal eine ein), dann sollte man für den Fall SIP ausschalten und danach auch wieder aktivieren.
Yep, und da man das nur in der Recovery-Partition kann, heißt das, ich müsste unentwegt meinen Mac rebooten. Nein danke.

Gib mir doch bitte mal Beispiele was Du machst … meine Vorstellungskraft langt gerade weiter nicht aus und ich mich interessiert das schon ernsthaft, was Du machst.
Ich hab zwar keine Lösung, doch ich bewundere dein Problem
+1
Weia
Weia09.10.19 15:06
LoCal
Genau … bei der Administration … und jetzt willst Du mir erzählen, dass Du während deiner Arbeitszeit nichts anderes machst?
Nein, natürlich nicht. Und wenn ich normal arbeite, arbeite ich in einem Standardaccount ohne Admin-Rechte, klar. Aber ich bin Mitglied der Gruppe wheel, kann also jederzeit ein su machen, wenn ich will (root-Nutzer ist immer aktiviert bei mir). Und ich habe eine modifizierte Version von TextEdit, die mit root-Rechten läuft, so dass ich problemlos jede Art von Konfigdateien editieren kann, wenn ich will. Für alles weitere wechsle ich in den GUI-admin- oder GUI-root-Account. Aber das kann ich eben alles rasch mit minimalem Aufwand zwischendurch, und jedenfalls ohne Neustart.
Gib mir doch bitte mal Beispiele was Du machst … meine Vorstellungskraft langt gerade weiter nicht aus und ich mich interessiert das schon ernsthaft, was Du machst.
Das fängt mit so simplen Dingen an wie dem, dass es mir nicht passt, dass alle macOS-Apps direkt in /Applications/ liegen. Ich sortiere die in Unterordner, sonst verliere ich den Überblick. Das ginge bereits nicht mit SIP. Dann muss natürlich auch ein Dämon im Hintergrund laufen, der immer, wenn macOS einzelne dieser Apps updatet (und dabei zu blöd ist zu bemerken, dass die verschoben wurden) die upgedateten Bestandteile mit den Apps an ihrem neuen Ort kombiniert. Auch das wäre mit SIP nicht möglich.

Dann ändere ich diverse Konfigurationsdateien, die Apple mit SIP gesperrt hat, z.B. um den Postfix-Mailserver nach meinem Gusto laufen zu lassen, das zweistündliche Aufwachen des Macs zu unterbinden usw.

Ein Mac-Leben mit aktiviertem SIP wäre für mich von daher pragmatisch unvorstellbar. Aber es ist auch eine Mentalitätsfrage; mir geht der Zeitgeist, unter großem Aufwand und teils erheblichen Einschränkungen gegen alles und jedes 200% abgesichert sein zu wollen, gehörig auf den Senkel, ob das nun DSGVO & Cookie-Nachfragen sind oder SIP, Sandbox und App-Berechtigungen.
Kohle ist kein Grund zum Anbaggern
+1
Franz Audiowerk
Franz Audiowerk09.10.19 15:41
Einfach gesagt ist die Installation und die Verwendung des gepatchten Systemes nichts für User die bei jedem Fenster welches sich öffnet die Entertaste betädigen. Grundsätzlich glaube ich aber das Apple den richtigen Weg geht da die meisten ohnehin keine Ahnung von den Zusammenhängen haben und vielleicht auch gar nicht haben wollen. Mir hat es geholfen, mein MBP 13 2011 hat nun eine aktuelle Partition welche völlig klaglos funktioniert und Probleme mit Schadsoftware hatte ich zuletzt unter OS 9 ( ja gab es ), daraus habe ich gelernt.
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