Apples intelligente Etiketten: Eigene Habseligkeiten mittels ARKit finden

Schon die allererste Vorabversion von iOS 13 beinhaltete ein Bild, auf dem ein intelligentes Etikett von Apple in stilisierter Form zu sehen ist – ein ziemlich sicherer Hinweis, dass Apple an einem solchen Produkt arbeitet. Zwar ist dies natürlich keine hundertprozentige Bestätigung, dass in Kürze mit einem solchen Produkt aus dem Hause Apple zu rechnen ist – die Wahrscheinlichkeit ist aber sehr hoch.


iOS 13 und macOS Catalina bringen eine neue Technologie mit, über die selbst Geräte geortet werden können, wenn keine aktive Internetverbindung besteht – andere Apple-Geräte reichen den Standort dieser Geräte dann an den Besitzer weiter. Genau diese Technologie soll auch für die intelligenten Etiketten zum Einsatz kommen.


An die Leine gelegt
MacRumors.com hat Zeichenketten in der aktuellen iOS-13-Entwicklerbeta ausgemacht, welche darauf schließen lassen, dass sich die intelligenten Etiketten an eine virtuelle Leine legen lassen. Verlässt der Nutzer die Reichweite des Etiketts, wird er sofort benachrichtigt, dass der markierte Gegenstand vergessen wurde. Sehr praktisch für die eigene Geldbörse, Schlüssel oder medizinisch notwendige Utensilien.


ARKit-Integration?
Ebenfalls in der aktuellen Beta von iOS 13 ist ein Bild in der neuen "Find My"-App hinterlegt, welches auf einen Augmented-Reality-Modus hinweist. Momentan ist es nicht möglich, das Bild in der laufenden App zu finden – nur in den Ressourcen findet sich die Datei wieder. Es könnte sich hierbei um einen Hinweis handeln, dass die intelligenten Etiketten sich im eigenen Haus mittels ARKit lokalisieren lassen – eine große Hilfe, wenn mal wieder der Haus- oder Autoschlüssel abhandengekommen ist.

Kommentare

Tekl
Tekl29.08.19 09:54
Ein weiterer Schritt in die Technikabhängigkeit. Hat man dann zum Beispiel sein Hausaufgaben nicht dabei, weil der Alarm aus unerfindlichen Gründen ausblieb, ist man nicht mehr selbst schuld, sondern einfach die verdammte Technik. Schon heute stehlen sich ja nicht wenige aus der Eigenverantwortung, weil irgendwas nicht funktionierte. Immerhin setzt sich ja langsam die Erkenntnis durch: Kein Backup, kein Mitleid.
(hier könnte eine hippe, attributreiche Selbstdarstellung stehen)
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dan@mac
dan@mac29.08.19 10:11
Das wäre wie gemacht für mich. Was ich schon alles liegen lassen habe. Manchmal hat’s dann jemand anderes gefunden und ich ich habe es nie wieder gesehen.

Wäre noch interessant zu wissen wie groß sowas ist und ob man es auch unauffällig an kleine Gegenstände befestigen kann.
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Roby Toby
Roby Toby29.08.19 10:21
So etwas gibt es schon sehr lange, gemeinhin nennt man dies „Kopf“. Nur wurde dieser in den letzten Jahren immer mehr „An die Leine gelegt“.
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achimneedsjesus29.08.19 10:26
Roby Toby

Wennz aber den Kopf verlegst, wird’s schwierig.
Immer druff! Das Leben ist kurz genug. Lieber mit Risiko was erleben, als das Gegenteil.
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Mendel Kucharzeck
Mendel Kucharzeck29.08.19 10:33
Tekl
Deine Argumentation nach dürfte man keinerlei Technologie nutzen. "Firma XYZ stellt den weltersten Herd vor" Nutze ich nicht, sonst verlerne ich wie man Feuer macht.
+1
pcbastler29.08.19 10:41
Mendel Kucharzeck
Deine Argumentation nach dürfte man keinerlei Technologie nutzen. "Firma XYZ stellt den weltersten Herd vor" Nutze ich nicht, sonst verlerne ich wie man Feuer macht.

Ich denke, dass er meinte, dass die Menschen das vernünftige Maß verlieren und sich zu sehr auf die Technik verlassen... um in deinem Beispiel zu bleiben: Wir alle nützen heute Herde... und wieviele Menschen könnten heute noch ein Feuer machen, wenn es denn nötig wäre?
Oder eine einfachere, realistischere Variante: Wer kann heute noch an der Supermarktkasse einen überschlagenen Betrag nennen, was sein Einkauf kostet?
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Oceanbeat
Oceanbeat29.08.19 14:11
Ich habe mein iPhone nach langer Suche auch schon mal im Kühlschrank wiedergefunden...
Was ich sagen will: Man ist ja nicht ständig und hundertprozentig konzentriert bei der Sache oder hat den Kopf voller Gedanken und wird dann plötzlich abgelenkt und schwups, ist es passiert. Vielleicht kriegt 🍎 das besser hin als mit diesen ollen Bluetooth Buttons - ich würde es nutzen.
Wenn der Herbst seine morbide Pellerine über die Vorgärten wirft...
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Termi
Termi29.08.19 14:28
Das wäre für mich DAS Killerprodukt der nächsten Produktvorstellung.
In unserem Haushalt ist alles veräppelt. Auch sonst ist die Dichte an Apple Devices im Freundes- und Kollegenkreis sehr hoch. Apple nutzt somit dieses Potential für die Ortung der kleinen Beacons.

Mir wurde mein Portemonnaie am ersten Tag einer 5-wöchigen Rundreise geklaut, was einigen Aufwand verursachte. Danach habe ich mich damit beschäftigt und mir eine Lösung von Orbit gekauft. Grundsätzlich alles durchdacht, aber mehrmals am Tag Fehlalarme. Zudem wenige Nutzer und somit kaum Nutzen der Crowd Search Funktion.

Somit entwickelt Apple hier mal wieder nichts völlig Neues. Ich erwarte von Apple aber eine ausgereifte Lösung und werde wohl so einige der Tags kaufen.
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Steph@n
Steph@n29.08.19 21:18
Ich habe mal einen im Laden gesehen der jeden Artikel in seiner Apple Watch abgehakt hat, parallel dazu über AirPods mit dem Auftraggeber (vermutlich die Frau) die Waschmittel Preise und andere Sachen lautstark ausdiskutiert hat.

Was ich damit sagen will:
Kann man so machen, muss man aber nicht.

Und so ist es auch mit den Etiketten finde ich.
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MOTIVHIMMEL
MOTIVHIMMEL29.08.19 21:19
Ich freu mich schon auf den Preis der Etiketten. 5 Stück für 49,99€.
+1
Termi
Termi29.08.19 23:11
50€ kostet bereits ein tracker bei anderen Anbietern. Somit wäre das ein Schnäppchen für Apple.
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