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Apples Home-Office-Ära geht dem Ende entgegen

Recht schnell wurde im vergangenen Jahr aus Apples umtriebigem Bienenstock eine Geisterstadt. Als die Corona-Pandemie noch als "Epidemie" tituliert war, gab es Anfang März bereits die Empfehlung für Mitarbeiter, nach Möglichkeit von zu Hause aus zu arbeiten. Nur wenige Tage vergingen allerdings bis zur weitgehend kompletten Umstellung – Mitte März befand sich nur noch kritisches Personal vor Ort. Dies betraf sogar Entwicklungs-Abteilungen, was Apple angesichts der strikten Geheimhaltungspolitik vor diverse Probleme stellte. Wochenlang herrschte im Apple Park gähnende Leere, bis im Mai zumindest ein kleiner Teil des Personals zurückkehrte.


Montag, Dienstag, Donnerstag Büro
Selbst ein Jahr später hat sich an der Situation nicht viel verändert. Noch immer erfolgt die Tätigkeit der Mitarbeiter weitgehend im Home-Office, statt zu Besprechungen vor Ort lädt Apple meist zu Videokonferenzen. Wie es in einem Brief an alle Beschäftigten nun heißt, ist das Ende dieser Phase jedoch in Sichtweite. Im September will Apple nämlich wieder damit beginnen, die Büros des Apple Parks und anderer Einrichtungen zu besiedeln. Aus der Pflicht zum Home-Office wird die Möglichkeit, zwei Tage pro Woche im heimischen Büro zu arbeiten. Drei Tage pro Woche sollen demnach wieder in Apples Anlagen stattfinden – wenngleich es auch Bereiche gibt, in denen der Wert bei vier oder fünf Tagen liegt. Je essenzieller der regelmäßige persönliche Austausch und Zusammenarbeit in Gruppen ist, desto höher die Quote der Tätigkeit vor Ort.


Bilder, wie sie der Apple Park schon lange nicht mehr sah

Keine permanente Verlagerung ins Home-Office geplant
Ungeachtet dessen räumt Apple zudem zwei Wochen Remote-Arbeit ein, wenn man beispielsweise an einem anderen Ort sein müsse/wolle, zusätzliche Zeit mit der Familie benötige oder andere Gründe vortrage. Verglichen mit anderen großen Unternehmen des Silicon Valleys drängt Apple aber stärker darauf, möglichst viel Zeit wieder in den Firmenbereichen zu verbringen. Während einige Tech-Riesen bereits verkündeten, einen Teil der Mitarbeiter zukünftig nur noch aus dem Home-Office zu beschäftigen, gibt es diese Pläne bei Apple nicht.

"Freue mich, eure Gesichter wiederzusehen"
Wie Tim Cook in den Schlussworten angibt, freue er sich sehr darauf, endlich wieder alle Gesichter zu sehen. Nicht nur er vermisse die Energie, Kreativität und Zusammenarbeit der persönlichen Treffen und Besprechungen – und die Gemeinschaft, welche man aufgebaut habe.

Kommentare

FlyingSloth04.06.21 11:20
Bei uns in der Firma wird Home Office als Bereicherung gesehen und bleibt fuer alle als Option erhalten. Es wird sogar Personal in anderen Laendern recruited, die rein remote arbeiten.
+9
milk
milk04.06.21 11:26
Ihr habt aber vielleicht auch nicht gerade für 789 Trilliarden einen neuen Campus gebaut.
+2
frodo200704.06.21 12:25
FlyingSloth
Bei uns in der Firma wird Home Office als Bereicherung gesehen und bleibt fuer alle als Option erhalten. Es wird sogar Personal in anderen Laendern recruited, die rein remote arbeiten.

Darf man die Branche erfahren?
+1
milk
milk04.06.21 12:29
In der Softwareentwicklung des großen deutschen Industriekonzerns, in dem ich arbeite, wird Home Office auch als Bereicherung gesehen und bleibt für alle als Option erhalten. Die Alternative ist bei uns halt das Großraumbüro, und das ist für Softwareentwickler weiß Gott nicht produktivitätssteigernd.
+5
fliegerpaddy
fliegerpaddy04.06.21 12:39
Sollte das mit dem Klimaschutz auch nur ansatzweise ernst gemeint sein, gibt es keine Alternative zum Home Office. Gerade in Weiten Teilen der USA spielt der ÖPNV ja keine große Rolle. Auch hier sind die Autobahnen proppenvoll unter der Woche … da sieht man die CO2-Abgabe sekündlich in die Staatskasse fließen. Diese Verschwendung von Ressourcen und Lebenszeit kann doch nicht Sinn der Sache sein.

Bei uns klappt das mit dem Home Office im redaktionellen Umfeld übrigens super. Wir sind aber alle gespannt, welche Töne die Geschäftsführung demnächst anschlägt.
+5
FlyingSloth04.06.21 13:16
grosses visual effects und postproduktions studio
frodo2007
FlyingSloth
Bei uns in der Firma wird Home Office als Bereicherung gesehen und bleibt fuer alle als Option erhalten. Es wird sogar Personal in anderen Laendern recruited, die rein remote arbeiten.

Darf man die Branche erfahren?
+1
iPatrick04.06.21 14:29
FlyingSloth
Bei uns in der Firma wird Home Office als Bereicherung gesehen und bleibt fuer alle als Option erhalten. Es wird sogar Personal in anderen Laendern recruited, die rein remote arbeiten.

Genau so wird es bei uns auch gehandhabt, inklusive Rekrutierung in Regionen und Ländern in denen wir kein Büro haben (IT-Bereich, Digitalagentur.)
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iPatrick04.06.21 14:31
milk
Ihr habt aber vielleicht auch nicht gerade für 789 Trilliarden einen neuen Campus gebaut.

Erstens das, und zweitens arbeiten die wenigsten hier wohl für ein Unternehmen dass so einen hohen Grad an Geheimhaltung um die Entwicklung von Soft- und Hardware pflegt wie Apple. Den neuen Prototypen eines iPhone kann man eben schlecht man per Post an den Mitarbeiter im Home-Office schicken, damit er das mal durchtesten kann.
+3
b4iT04.06.21 21:01
Das ließt sich so als ob das auch für Apple in München gilt…
Etwas unflexibel wenn man nur maximal zwei tage pro Woche von zuhause arbeiten darf. Ich denke zwar auch, dass bei uns bald wieder mehr Präsenz verlangt wird, nach dem man teilweise über Wochen gar nicht im Büro war, aber ob es so starr wird, dass maximal 2 Tage erlaubt sind, bin mir nicht sicher
Ich hatte immer wieder mal mit dem Gedanken gespielt ob Apple in München eine Option wäre. Arbeitet hier jemand dort?
0
FlyingSloth04.06.21 21:25
wir haben u.a. apple als kunden und in unserer industrie ist geheimhaltung oberstes gebot, wenn es um die projekte geht. work from home ist dennoch kein problem. man nimmt ja keine daten zu sich nach hause mit.
iPatrick
milk
Ihr habt aber vielleicht auch nicht gerade für 789 Trilliarden einen neuen Campus gebaut.

Erstens das, und zweitens arbeiten die wenigsten hier wohl für ein Unternehmen dass so einen hohen Grad an Geheimhaltung um die Entwicklung von Soft- und Hardware pflegt wie Apple. Den neuen Prototypen eines iPhone kann man eben schlecht man per Post an den Mitarbeiter im Home-Office schicken, damit er das mal durchtesten kann.
+1
Kujkoooo06.06.21 18:38
Meine Firma, ein Automobilhersteller, setzt nach aktueller Lage auf eine teambasierte Übergangslösung, d.h. das Team organisiert sich selber und bestimmt die Tage vor Ort.
Auf absehbare Zeit werden es bei uns erst mal 2 Tage pro Woche im Büro sein.
Und ich garantiere: es werden die beiden unproduktivsten Tage in der Woche sein.
(ich arbeite seit Februar 2020 non stop von daheim, und es funktioniert…)
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buffi
buffi07.06.21 12:03
Home Office hin oder her......es kommt auch sehr auf den Angestellten an. Home Office passt da nicht bei jedem. Ich bin das beste Beispiel. Zusammen war ich auch fast ein halbes Jahr im Home Office und ich selber war wesentlich unproduktiver. Ich lasse mich einfach von vielen Dingen zu Hause zu sehr ablenken. Kann mir nicht vorstellen das ich da alleine bin. Das wird aber nicht jeder so zugeben wie ich. Bei dem einen wird Home Office passen, bei dem anderen nicht. Schwieriges Thema. Natürlich rede ich hier nur von Berufen wo Home Office überhaupt möglich ist.
Can’t innovate anymore? My ass!
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b4iT07.06.21 14:35
Vor allem ist auch wichtig, dass man ein Büro zuhause hat, sonst macht das keinen Sinn. Sinnvoller Arbeitstisch mit Monitor, Bürostuhl und was sonst dazu gehört. Alles andere ist Unfug.
Aber klar kann man die Zeit zuhause auch anderweitig nutzen, nebenbei Hausarbeit erledigen usw., allerdings ist zumindest bei uns dafür das Thema Überstunde etwas schwieriger, das gleicht sich dann wieder aus. Man ist auch eher mal dazu bereit noch später kurz in die Mails zu schauen usw.
Arbeitsweg und der Stress sowie Kosten fallen weg. Wenn man erst eine stunde im Stau steht, dann ist man auch nicht unbedingt produktiv. Lieber zuhause in kurzer Hose als im Büro bei übler hitze in den Schuhen und langer Hose. Das ist leider in vielen Unternehmen so. Kaffee trinken, bla blub, klar der Austausch mit den Kollegen, da geht einiges verlohren, aber nicht alles ist wirklich wichtig für die Arbeit.
Ich bin dafür, zwei Tage die Woche HomeOffice wären mir aktuell zu wenig.
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