Apple zu Spotifys Anschuldigungen: Vorteile mitnehmen, aber keinen Beitrag leisten

Spotify und Apple waren lange Zeit gute Partner: Der App Store eröffnete Spotify eine Menge neuer Möglichkeiten und Apple bewarb öfters den Dienst über die eigenen Werbekanäle. Die Einführung von Apple Music änderte allerdings für Spotify die Rahmenbedingungen deutlich: In den USA musste der beliebte Streamingdienst bereits einige Schläge hinnehmen, da Apple nun mehr als 50 Prozent des Marktes kontrolliert.


Die Vorwürfe von Spotify…
Gestern legte Spotify vor der Europäischen Kommission Beschwerde gegen Apple ein: Apple nutze seine Macht über das eigene Ökosystem gegen Konkurrenten aus. Konkret führt Spotify an, dass Apple die Zahlungsart im App Store vorschreibt: Alle Käufe müssen im App Store über In-App-Käufe abgewickelt werden – hier behält allerdings Apple im ersten Jahr 30 Prozent des Umsatzes ein. Ferner ist Spotify unzufrieden mit der Tatsache, dass Apple keine Kundendaten von Abonnenten an Dritthersteller herausgibt – so ist es Spotify nicht möglich, diese Kunden beispielsweise durch E-Mail-Kampagnen mit Werbung zu erreichen. Auch Restriktionen bei Siri, dem HomePod und der Apple Watch sind Spotify ein Dorn im Auge – hierüber verschaffe sich Apple einen Vorteil. Als letzten Punkt führt Spotify die Begutachtungsrichtlinien von Apple an, welche die Funktionalitäten der Spotify-App einschränke.

…und Apples Reaktion
Apple hat nun auf die Vorwürfe von Spotify reagiert und wirft dem Streaming-Anbieter vor, alle Vorteile des Apple-Ökosystems ausnutzen zu wollen ohne einen Beitrag zu leisten oder sich an die Regeln zu halten. Spotify wolle weiterhin hohe Umsätze im App Store erwirtschaften und von Apples Marketing profitieren, aber keinerlei Gegenleistung erbringen. Ohne Apple, den App Store und Apples Marketing-Anstrengungen wäre der Dienst niemals so groß geworden, so der Konzern aus Cupertino:

We believe that technology achieves its true potential when we infuse it with human creativity and ingenuity. From our earliest days, we've built our devices, software and services to help artists, musicians, creators and visionaries do what they do best.

Sixteen years ago, we launched the iTunes Store with the idea that there should be a trusted place where users discover and purchase great music and every creator is treated fairly. The result revolutionized the music industry, and our love of music and the people who make it are deeply engrained in Apple.

Eleven years ago, the App Store brought that same passion for creativity to mobile apps. In the decade since, the App Store has helped create many millions of jobs, generated more than $120 billion for developers and created new industries through businesses started and grown entirely in the App Store ecosystem.

At its core, the App Store is a safe, secure platform where users can have faith in the apps they discover and the transactions they make. And developers, from first-time engineers to larger companies, can rest assured that everyone is playing by the same set of rules.

That's how it should be. We want more app businesses to thrive — including the ones that compete with some aspect of our business, because they drive us to be better.

What Spotify is demanding is something very different. After using the App Store for years to dramatically grow their business, Spotify seeks to keep all the benefits of the App Store ecosystem — including the substantial revenue that they draw from the App Store's customers — without making any contributions to that marketplace. At the same time, they distribute the music you love while making ever-smaller contributions to the artists, musicians and songwriters who create it — even going so far as to take these creators to court.

Spotify has every right to determine their own business model, but we feel an obligation to respond when Spotify wraps its financial motivations in misleading rhetoric about who we are, what we've built and what we do to support independent developers, musicians, songwriters and creators of all stripes.

Spotify wouldn't be the business they are today without the App Store ecosystem, but now they're leveraging their scale to avoid contributing to maintaining that ecosystem for the next generation of app entrepreneurs. We think that's wrong.

Wie der Streit ausgeht, steht in den Sternen. Es ist nicht zu erwarten, dass Apple ohne Gegenwehr von der Umsatzbeteiligung abrückt. Ausgeschlossen dürfte sein, dass Apple die Datenschutzrichtlinien im App Store maßgeblich alteriert und Drittherstellern Zugriff auf die Kundendaten wie Telefonnummern oder E-Mail-Adressen gewährt.

Kommentare

rene204
rene20415.03.19 10:21
"Ausgeschlossen dürfte sein, dass Apple die Datenschutzrichtlinien im App Store maßgeblich alteriert und Drittherstellern Zugriff auf die Kundendaten wie Telefonnummern oder E-Mail-Adressen gewährt."...
Na, das ist doch wohl zu hoffen und zu erwarten, Anderes wäre nicht wünschenswert.
+21
Chargeback15.03.19 10:49
rene204

Ab und zu hätte ich schon gern den direkten Kontakt zum Anbieter, für dessen Leistung ich bezahle. Wenn ich wegen Apple schon mehr zahlen muss (30% nimmt sich Apple, glaube ich) und Spotify durch den Vertrag mit Apple auch außerhalb des AppStores den gleichen Preis nehmen muss, dann ist das bei einem Abo doch nur eine Cash-Cow für Apple, die bei mir in jedem Fall zu Mehrkosten führt. Einmal geklickt, immer den Apple Aufschlag zu zahlen. Einmalig bei Abo-Einrichtung würde ich ja noch verstehen... das ist in meinen Augen schon absolut wettbewerbsbeschränkend und zum Nachteil des Verbrauchers, was Apple da treibt.
-7
Cliff the DAU
Cliff the DAU15.03.19 11:02
Chargeback

Ganz meine Meinung. Apple bekommt den Rachen nicht voll. Apple ist der Gute und alle anderen die Bösen.

Anmerkung: ich habe weder den einen noch den anderen Musik-Streamingdienst . . .
„Es gibt keine Nationalstaaten mehr. Es gibt nur noch die Menschheit und ihre Kolonien im Weltraum.“
-7
R-Waves
R-Waves15.03.19 11:10
Chargeback
30% nimmt sich Apple, glaube ich

Im ersten Jahr sind es bei Abos 30%, danach 15%.
+9
pdr200215.03.19 11:19
Keiner ist gezwungen das Abo über den App-Store abzuschließen, das kann man auch außerhalb und günstiger erreichen. Man muss sich ja sowieso mit den Anmeldedaten des Herstellers anmelden und wenn man schon ein Abo hat, braucht man nichts weiter tun...
Wenn man, wie Spotify die App umsonst zum Download anbietet, brauchen die Apple gar nichts bezahlen...
+5
MLOS15.03.19 11:58
Ich bin froh, dass es das Ökosystem gibt. So schließe ich Abos einheitlich ab, als mich mit den unübersichtlichen und nicht barrierefreien zu zu quälen☺️
"Es ist ein unerwarteter Fehler aufgetreten" - Welche Fehler wurden denn erwartet?
+6
breaker
breaker15.03.19 12:06
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rene204Ab und zu hätte ich schon gern den direkten Kontakt zum Anbieter, für dessen Leistung ich bezahle.
Was hält dich davon ab, Spotify eine Email zu schreiben?
Es geht hier doch darum, dass Spotify Zugriff auf Kontaktdaten bekommen möchte, die über den AppStore ein Abo abgeschlossen haben.
+6
ratti15.03.19 12:49
Der Staat muss endlich exklusive AppStores verbieten. Ich will meine App vom Hersteller der App, nicht vom Hersteller des Geräts. Wer das unbedingt will, kann sich ja darauf beschränken.
-6
PaulMuadDib15.03.19 13:29
ratti
Der Staat muss endlich exklusive AppStores verbieten. Ich will meine App vom Hersteller der App, nicht vom Hersteller des Geräts. Wer das unbedingt will, kann sich ja darauf beschränken.
Damit auf jedem dieser Anbieter meine ganzen Daten hinterlassen muß? Bestimmt nicht. Durch den AppStore habe ich viel mehr Geld ausgeben, als ich getan hätte, wenn ich eine App direkt von einem Anbieter hätte holen müssen. Da überlege ich immer 3mal, bevor ich das wirklich mache.
+3
sierkb15.03.19 14:19
Golem (15.03.2019): Musikstreaming: Apple Music kommt auf weitere Geräte anderer Hersteller
Apples eigener Musikstreamingdienst ist künftig auf Amazons Fire-TV-Geräten nutzbar und Apple Music könnte bald auch für Google-Assistant-Lautsprecher erscheinen - erste Anzeichen gibt es bereits. Allerdings sind Nutzer in Deutschland davon ausgeschlossen.
Golem, 15.03.2019
Nach den Echo-Lautsprechern folgen Amazons Fire-TV-Geräte: Apple Music kann auf beiden genutzt werden. Das gilt vorerst nur für die USA. Seit drei Monaten steht Apple Music auf Echo-Lautsprechern zur Verfügung. Bisher hat Amazon keine Angaben dazu gemacht, ab wann Echo-Geräte in Deutschland ebenfalls auf Apple Music zugreifen können.

Gleiches gilt für die neu gestartete Integration von Apple Music auf Fire-TV-Geräten. Es ist nicht bekannt, ab wann diese Möglichkeit Nutzern in Deutschland anbeboten wird. Kunden in Großbritannien sollen Apple Music zumindest auf Echo-Lautsprechern in den kommenden Wochen erhalten. Weitere Angaben liegen dazu nicht vor. Die Apple-Music-Integration ist bisher auf Amazons eigene Echo-Lautsprecher beschränkt. Mit Alexa-Lautsprechern anderer Hersteller ist Apple Music weiterhin nicht auf Zuruf nutzbar.

[…]

Homepod weiterhin nur mit Apples eigenem Dienst nutzbar

In den kommenden Wochen dürfte Apple Music auch auf Google-Assistant-Lautsprechern erscheinen. Bereits Ende Februar 2019 tauchte ein entsprechender Eintrag in der Google-Home-App auf, die zur Konfiguration solcher Lautsprecher genutzt wird. Es war allerdings noch nicht möglich, Inhalte aus Apple Music per Sprachzuruf auf einem Google-Assistant-Lautsprecher abzuspielen. Google hat angegeben, dass der Eintrag in der Google-Home-App ein Fehler gewesen sei. Es ist davon auszugehen, dass an der Integration von Apple Music in das Google-Assistant-Ökosystem gearbeitet wird.

Umgekehrt verschließt sich Apple mit seinem eigenen smarten Lautsprecher weiterhin der Konkurrenz. Der Homepod ist nur mit Apple Music nutzbar, wenn Musik auf Zuruf abgespielt werden soll. Es gibt bisher keine Anzeichen dafür, dass sich das ändern wird. Dieses Vorgehen wurde von Spotify in dieser Woche kritisiert . Apple hat mittlerweile reagiert , geht aber in der Stellungnahme auf diesen Aspekt nicht ein.
-1
Urkman15.03.19 14:45
ratti
Der Staat muss endlich exklusive AppStores verbieten. Ich will meine App vom Hersteller der App, nicht vom Hersteller des Geräts. Wer das unbedingt will, kann sich ja darauf beschränken.

Kannst du mit deinem Android Gerät doch... Also alles gut...
+3
Chargeback15.03.19 14:58
R-Waves
Chargeback
30% nimmt sich Apple, glaube ich

Im ersten Jahr sind es bei Abos 30%, danach 15%.

Danke!
0
Chargeback15.03.19 15:07
breaker
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rene204Ab und zu hätte ich schon gern den direkten Kontakt zum Anbieter, für dessen Leistung ich bezahle.
Was hält dich davon ab, Spotify eine Email zu schreiben?
Es geht hier doch darum, dass Spotify Zugriff auf Kontaktdaten bekommen möchte, die über den AppStore ein Abo abgeschlossen haben.

Ich will ja nicht Apple Music abonnieren, sondern Spotify und daher kann Spotify auch meine Kontaktdaten haben, egal, ob ich direkt bei Spotify abonniere oder über den AppStore.

Ich mag keine Man-in-the-Middle oder Zwischenhändler mit hohen Margen, so wie Apple es praktiziert, das schafft Intransparenz und hält Preise unnötig hoch.
+3
breaker
breaker15.03.19 15:12
Chargeback
breaker
Chargeback
rene204Ab und zu hätte ich schon gern den direkten Kontakt zum Anbieter, für dessen Leistung ich bezahle.
Was hält dich davon ab, Spotify eine Email zu schreiben?
Es geht hier doch darum, dass Spotify Zugriff auf Kontaktdaten bekommen möchte, die über den AppStore ein Abo abgeschlossen haben.
Ich will ja nicht Apple Music abonnieren, sondern Spotify und daher kann Spotify auch meine Kontaktdaten haben, egal, ob ich direkt bei Spotify abonniere oder über den AppStore.

Ich mag keine Man-in-the-Middle oder Zwischenhändler mit hohen Margen, so wie Apple es praktiziert, das schafft Intransparenz und hält Preise unnötig hoch.
Wo hab ich was von Apple Music geschrieben?

Wenn du deine Kontaktdaten an Spotify geben möchtest, hat dich noch nie jemand davon abgehalten, dich direkt bei denen anzumelden.
+2
sierkb15.03.19 16:13
heise (14.03.2019): Spotify vs. Apple: Die Vorwürfe im Faktencheck
Spotify läuft Sturm gegen Apples 30-Prozent-Provision und beklagt unfairen Wettbewerb. Was ist dran an den Vorwürfen?



Spiegel Online (14.03.2019): Nach Spotify-Beschwerde: EU-Kommission will Apple auf marktbeherrschende Stellung prüfen
Der Streamingdienst Spotify sieht sich in Apples App Store benachteiligt. Das ruft die EU-Kommission auf den Plan: Die Wettbewerbskommissarin will die Sache prüfen und droht mit Strafen.
Der Spiegel, 14.03.2019
EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager will prüfen, ob Apple eine marktbeherrschende Stellung zugeschrieben werden kann. Anlass ist eine Beschwerde des Musikstreamingdiensts Spotify. "Wir müssen in diesem Zusammenhang die Rolle von Apple und von Apples App Store untersuchen", sagte Vestager dem "Tagesspiegel".

Spotify prangerte unter anderem an, dass es bei Abo-Abschlüssen auf dem iPhone - wie auch bei anderen In-App-Käufen auf der Plattform - üblicherweise 70 Prozent der Erlöse an Apple abgeben muss. Apple habe dadurch einen Vorteil bei der Preisbildung seines eigenen Musikstreamingangebots Apple Music.

"Falls wir zu der Auffassung kommen, dass sie eine marktbeherrschende Stellung haben, wäre der Fall vergleichbar mit unserem Verfahren gegen Google", sagte Vestager. Für Google stellte die Kommission eine marktbeherrschende Stellung fest, weil der Konzern in Europa einen Anteil von rund 90 Prozent bei der Internetsuche hat - und sein Smartphone-Betriebssystem Android in etwa 80 Prozent der verkauften Telefone läuft.

Im Fall von Apple ist die Situation anders: Die iPhones etwa haben nur einen Anteil von rund 15 Prozent am Smartphone-Absatz. Allerdings lässt Apple Apps nur aus seiner hauseigenen Plattform auf die Geräte herunterladen - und kontrolliert damit nach Auslegungen einiger Experten den Markt für iPhone-Apps.

"Wir haben eine Plattform, die Kunden zu verschiedenen Anbietern leitet, und dann beginnt die Plattform, solche Geschäfte selbst zu machen, also selbst zum Anbieter zu werden", sagte Vestager. Das sei ein Muster, "das wir schon kennen". "Und es betrifft eine Kernfrage des Wettbewerbsrechts, nämlich: Wie geht man mit Internetplattformen um?"

Die EU-Kommission hatte 2017 ein Bußgeld von 2,42 Milliarden Euro gegen Google verhängt, weil Google aus Sicht der Wettbewerbshüter Preissuchmaschinen benachteiligt hatte - zum Vorteil seiner eigenen Shoppingsuche.

Der Tagesspiegel (14.03.2019): Unfairer Wettbewerb? Spotify wehrt sich gegen Apples hohe Gebühren
Der Streaming-Anbieter kritisiert, dass er bei Abo-Abschlüssen auf dem iPhone einen Teil der Erlöse abgeben soll. Jetzt schaltet Spotify die EU ein.
Der Tagesspiegel, 14.03.2019
„Wir nehmen die Beschwerde von Spotify sehr ernst“, sagte die EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager dem Tagesspiegel. „Das ist ja keine Sache, die ein Unternehmen, in diesem Fall Spotify, einfach so macht. Aber Spotify sagt, sie hatten keine andere Chance, und für sie sei das eine ernste Sache. Wir prüfen jetzt, ob das ein Fall für uns, die europäische Wettbewerbsaufsicht, ist.“
[…]
Die EU-Kommission hat diese Doppelrolle von Firmen schon länger im Fokus.
„Wir haben eine Plattform, die Kunden zu verschiedenen Anbietern leitet, und dann beginnt die Plattform, solche Geschäfte selbst zu machen, also selbst zum Anbieter zu werden. So wie es Google bei seinem Preisvergleichsdienst getan hat“, sagte Vestager. „Man stellt Unternehmen Kapazitäten zur Verfügung, und dann macht man selbst Wettbewerb gegen sie. Das ist ein Muster, das wir schon kennen, und es betrifft eine Kernfrage des Wettbewerbsrechts, nämlich wie geht man mit Internetplattformen um?“

Spotify soll die Situation in Apples App-Store schon länger angeprangert haben. Mit der förmlichen Beschwerde bekommt das Thema jetzt eine neue Dynamik.
[…]

Der Tagesspiegel (14.03.2019): Spotify gegen Apple: Spotify wehrt sich - zu Recht
Apple hat große Macht. Die EU-Kommission hat mit dem Fall Spotify nun die Chance, weniger starke Anbieter zu schützen. Ein Kommentar. Kurt Sagatz
-4
Bitsurfer15.03.19 16:58
Spotify kost hier CHF 12.95 direkt bei Spotify.
Im AppStore InApp kostet es CHF 16.-
Das sind 23% mehr.

Also verdient Spotify bei InApp ab dem 2ten Jahr mehr als wie wenn es direkt gebucht ist.

Oder hab ich einen Rechenfehler gemacht?
+3
flyingangel15.03.19 18:32
sierkb
Der Tagesspiegel (14.03.2019): Spotify gegen Apple: Spotify wehrt sich - zu Recht
Apple hat große Macht. Die EU-Kommission hat mit dem Fall Spotify nun die Chance, weniger starke Anbieter zu schützen. Ein Kommentar. Kurt Sagatz

Also gerade Spotify als klein und weniger stark hinzustellen ist der Joke des Tages!
Ich werde Spotify in mein Abendgebet aufnehmen ...
0
ratti15.03.19 19:54
Bitsurfer
Spotify kost hier CHF 12.95 direkt bei Spotify.
Im AppStore InApp kostet es CHF 16.-
Das sind 23% mehr.

Also verdient Spotify bei InApp ab dem 2ten Jahr mehr als wie wenn es direkt gebucht ist.

Oder hab ich einen Rechenfehler gemacht?
Ja, hast Du. Die 3,05 Euro, die Apple durch seinen Pflichtstore einstreicht, müssen auch von den 12,95-Euro-Kunden gegenfinanziert werden. Würden alle ihre App auf Spotify downloaden, würde es für alle 11,50 kosten. Von Anfang an.
-2
Bitsurfer15.03.19 20:36
ratti
Bitsurfer
Spotify kost hier CHF 12.95 direkt bei Spotify.
Im AppStore InApp kostet es CHF 16.-
Das sind 23% mehr.

Also verdient Spotify bei InApp ab dem 2ten Jahr mehr als wie wenn es direkt gebucht ist.

Oder hab ich einen Rechenfehler gemacht?
Ja, hast Du. Die 3,05 Euro, die Apple durch seinen Pflichtstore einstreicht, müssen auch von den 12,95-Euro-Kunden gegenfinanziert werden. Würden alle ihre App auf Spotify downloaden, würde es für alle 11,50 kosten. Von Anfang an.
Ja ne. Das was Apple einstreicht rechnet Spotify im Appstore oben drauf. 16 kostet es da - 15% = 13.40. Ergo erhält Spotify von Apple ab dem 2ten Jahr 13.40. Bei direktbuchung bei Spotify sind es 12.95 also 0,45 weniger.
Der KUNDE bezahlt die 15%, nicht Spotify.
+4
KoA15.03.19 21:39
ratti
Der Staat muss endlich exklusive AppStores verbieten.

Für ein solches Verbot, gibt es derzeit gar keine rechtliche Grundlage.
-1
Cupertimo15.03.19 22:39
ratti
Ich will meine App vom Hersteller der App, nicht vom Hersteller des Geräts.
Kriegst Du doch. Die Spotify-App ist doch nicht von Apple...
0
sierkb16.03.19 02:45
Charged (15.03.2018): Apple responds to Spotify with words, but no real answers
0
sierkb16.03.19 03:26
VentureBeat (15.03.2019): Analysis: Apple’s response to Spotify’s antitrust complaint ignores the elephant in the room: Apple Music
Shortly after Spotify revealed it was filing an antitrust complaint against Apple in Europe, the Cupertino company responded with a point-by-point rebuttal.
But a look at Apple’s carefully crafted counterarguments reveals that it diligently ignored one of Spotify’s key areas of concern: Apple Music.
0
KoA16.03.19 08:49
sierkb
Charged (15.03.2018): Apple responds to Spotify with words, but no real answers

Du unterbreitest und verlinkst hier fortwährend Aussagen und Artikel, die in der Hauptsache, neben Darlegung der mittlerweile bekannten Anklagepunkte Spotifys gegen Apple, lediglich Meinungsäußerungen abbilden und vereinzelt sogar wertende, somit nicht ansatzweise neutrale Meldungsinhalte (Tagesspiegel), oder von bloßen Vorurteilen behaftete Vermutungen zur betreffenden Thematik wiedergeben, anstatt diesbezüglich ausschließlich relevante Fakten herauszustellen.

Normalerweise würde ich an dieser Stelle danach fragen, was genau du damit bezweckst. Aber ich denke, die offensichtlichen Tendenzen deiner Beiträge sind bereits Antwort genug und bedürfen keiner weiteren Erklärung.
+3
Chargeback17.03.19 11:12
breaker
Chargeback
breaker
Chargeback
rene204Ab und zu hätte ich schon gern den direkten Kontakt zum Anbieter, für dessen Leistung ich bezahle.
Was hält dich davon ab, Spotify eine Email zu schreiben?
Es geht hier doch darum, dass Spotify Zugriff auf Kontaktdaten bekommen möchte, die über den AppStore ein Abo abgeschlossen haben.
Ich will ja nicht Apple Music abonnieren, sondern Spotify und daher kann Spotify auch meine Kontaktdaten haben, egal, ob ich direkt bei Spotify abonniere oder über den AppStore.

Ich mag keine Man-in-the-Middle oder Zwischenhändler mit hohen Margen, so wie Apple es praktiziert, das schafft Intransparenz und hält Preise unnötig hoch.
Wo hab ich was von Apple Music geschrieben?

Wenn du deine Kontaktdaten an Spotify geben möchtest, hat dich noch nie jemand davon abgehalten, dich direkt bei denen anzumelden.

Ich habe einen Vergleich gezogen zwischen Apple als AppStore Anbieter und Apple als Apple Music Anbieter im AppStore gegenüber Spotify. Das war einfach und verständlich, weil es eine übliche Art der Verwendung der Sprache als Mittel der Verständigung ist. Deine Antwort blendet das hingegen aus und stellt eine Behauptung in den Raum, die keine Grundlage hat. Warum Du das machst, kannst nur Du beantworten, um das ursprüngliche Thema geht es ja nicht mehr. .
-1
sierkb17.03.19 11:58
Weitere Stimmen zu dem Ganzen, Michael Tsai hat mal ein paar gesammelt (er macht solche Zusammenstellungen regelmäßig immer mal wieder und nicht nur in diesem Fall):

Michael Tsai (15.03.2019): Apple Responds to Spotify
0
KoA17.03.19 14:30
Zitat: „Konkret führt Spotify an, dass Apple die Zahlungsart im App Store vorschreibt“

Mal ernsthaft... Es ist doch wohl ganz normal und Apples gutes Recht, in ihrem eigenem App-Store, auf der von ihnen geschaffenen Plattform selbst zu entscheiden, welche Zahlungsart sie ihrerseits akzeptieren und welche nicht. Das macht jeder andere Anbieter bzw. Shop-Betreiber nicht anders!

Zitat: „Alle Käufe müssen im App Store über In-App-Käufe abgewickelt werden“

Selbstverständlich müssen alle dort zustande gekommenen Einkäufe auch direkt im Store bezahlt werden! Was denn sonst? Das ist eigentlich gängige Praxis, in jedem mir bekannten Shop.

Zitat: „Ferner ist Spotify unzufrieden mit der Tatsache, dass Apple keine Kundendaten von Abonnenten an Dritthersteller herausgibt [...]“

Dieser Umstand ist ja nun keineswegs neu, sondern war von Beginn an ganz allgemein und offiziell bekannt. Und ich als Kunde bitte sogar explizit darum, dass Apple entsprechende Daten und Informationen NICHT an betreffende Drittanbieter/-Verkäufer herausgibt. Genau deswegen bin ich ja Kunde von Apple!

Zitat: „[...] – so ist es Spotify nicht möglich, diese Kunden beispielsweise durch E-Mail-Kampagnen mit Werbung zu erreichen.“

Wenn ich oder sonst wer das wirklich wollte, bestehen durchaus Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme. Z.B. das meinerseits direkte Abonnieren von Newslettern. Will ich aber nicht! Es reicht schon, wenn ich täglich ungefragt von Massen an Spam-Mails und Werbung in meinen Postfächern überflutet werde, deren Aussortierung mir täglich unnötig viel Zeit raubt.
Ich gehe selbst auf die entsprechenden Händler zu, wenn ich denke, wirklich etwas zu brauchen. Alles Andere ist und bleibt eine unerfreuliche Belästigung! Punkt.
Ein weiterer Grund, warum ich bevorzugt Kunde bei Apple bin und andere Anbieter, die es nicht in ähnlicher Weise handhaben, weitestgehend meide.

Zitat: „Kritik an Apples Umsatzbeteiligung
Da Apple sowohl sowohl iOS als auch den App Store kontrolliere, habe das Unternehmen Verfügungsgewalt über das Angebot aller dort vertreten Drittanbieter. Grundsätzlich stelle die Situation zwar kein Problem dar, doch Apple nutze die eigene Marktmacht mit über einer Milliarde iOS-Nutzern aus und verschaffe sich einen unfairen Wettbewerbsvorteil. Konkret geht es Ek um die Abgaben, die Software-Anbieter an Apple für Abos oder verkaufte Anwendungen leisten müssen. 30 Prozent der Einnahmen von Verkäufen und Abo-Diensten im ersten Jahr (ab dem zweiten Jahr 15 Prozent) abzugeben, empfindet Ek als deutlich zu hoch – zumal Apple mit dem eigenen Streamingdienst Apple Music einen Spotify-Konkurrenten im Programm habe, der naturgemäß nicht von den Store-Gebühren betroffen sei.“
https://www.mactechnews.de/news/article/Unfairer-Wettbewerb- Spotify-beschwert-sich-ueber-Apple-bei-EU-Kommission-171869. html

Nochmals... Apple ist u.a. Eigentümer und Betreiber der betreffenden Plattform und des Stores. Somit hat Apple selbstverständlich auch das Recht, diesbezüglich geltende Regelungen zu treffen. Wem diese nicht passen, hat jederzeit die Möglichkeit, Abstand von all dem zu nehmen und auf die Nutzung der von Apple bereitgestellten System- und Verkaufsplattform und der jeweils damit verbundenen Vor- und Nachteile zu verzichten. Es ist ja nicht so, als gäbe es keinerlei Alternative dazu.

Was Spotify hier argumentativ aus dem Hut zu zaubern versucht, ist insgesammt als äußerst lächerlich zu bezeichnen!
Vergleichbar könnte man sich auch darüber beklagen, dass der Erbauer, Eigentümer und Betreiber eines großen Mietshauses, der selbst einen Teil des Hauses nutzt und bewohnt, sich selbst keine entsprechende Miete dafür zahlt, während er diese von den anderen Bewohnern/Mietern abverlangt.
Wie gestört muss ein Unternehmen sein, um derart fragwürdige und wiedersinnige Argumentationspunkte gegen einen Konkurrenten anzuführen?

Ich würde mich doch extrem wundern, wenn Spotify mit seiner fragwürdigen Argumentationskette wirklich durchkäme und Erfolg hätte. Von wegen... „fairer Wettbewerb“!

Was ist wirklich fair daran, dass Spotify versucht, sämtliche Vorteile aus der Nutzung von Apples Plattform- und Storesystem zu ziehen, ohne Apple dafür fairerweise an den dadurch erzielten Einnahmen zu beteiligen?
Für mich ist jedenfalls weitestgehend klar, welche Partei in dieser Angelegenheit hier wirklich ein unfaires Spiel zu betreiben versucht.
-1

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