Apple vollzieht den Aktiensplit: Aus eins mach vier - großer Vorteil für Kleinanleger

Apples Aktie ist seit Jahren auf einem scheinbar nicht enden wollenden Höhenflug. Mit einem Börsenwert von mehr als zwei Billionen US-Dollar ist der kalifornische Konzern das wertvollste Unternehmen der Welt. Aber steigende Kurse führen im Lauf der Zeit dazu, dass das einzelne Wertpapier immer teurer wird, wodurch es vor allem bei Kleinanlegern an Attraktivität einbüßt. Apple hat daher während der mehr als vierzigjährigen Geschichte bereits einige Male einen Aktiensplit vorgenommen.


Vier neue Papiere für eine alte Aktie
Am 31. August 2020 war es wieder einmal soweit. Nachdem Apple Ende Juli im Rahmen der Bekanntgabe der Quartalszahlen den Aktiensplit angekündigt hatte, wurde die Transaktion heute vollzogen. Alle Anleger erhielten für jedes alte Apple-Papier, welches sie am 28. August im Depot hatten, vier neue Anteilsscheine. Da durch diesen Schritt statt bisher rund 12,6 Milliarden nunmehr über 50 Milliarden Apple-Aktien am Markt sind, sank der Wert des einzelnen Papiers naturgemäß auf ein Viertel des Kurses. Statt wie drei Tage zuvor etwa 500 US-Dollar kostete die einzelne Aktie lediglich noch rund 130 US-Dollar.

Börsenwert verändert sich durch den Split nicht
Der Börsenwert des Unternehmens verändert sich durch den Split nicht, denn dem um 75 Prozent gefallenen Kurs stehen viermal so viele Aktien gegenüber. Die Anleger haben daher naturgemäß kein Geld verloren. Da die Apple-Aktie am 31. August seit Handelsbeginn um den Split bereinigt knapp drei Prozent zulegte, steht derzeit sogar ein ansehnliches Plus in ihren Büchern. Das war zu erwarten, denn die Kurse von gesplitteten Aktien tendieren in aller Regel kurz nach der Transaktion zu Steigerungen, das belegen einige Studien.

Apple-Aktie wieder attraktiver für Kleinanleger
Einer der Gründe für den Kursanstieg der gesplitteten Apple-Aktie: Der niedrigere Wert des Papiers macht es insbesondere für Kleinanleger wieder attraktiver. Wer etwa regelmäßig vergleichsweise niedrige monatliche Beträge, zum Beispiel 200 Euro, in einen Aktiensparplan investiert, kommt bei einem Preis von 130 US-Dollar naturgemäß leichter an einen Anteilsschein des iPhone-Konzerns als beim alten Kurs von mehr als 500 US-Dollar. Insbesondere in den Vereinigten Staaten, wo Wertpapiere ein wesentlicher Bestandteil der Altersvorsorge sind, hat ein Aktiensplit daher üblicherweise signifikante Auswirkungen auf die Nachfrage.

Kommentare

BaciVE01.09.20 10:50
Dieser Artikel hat wenig Aussagekraft. Zum einen sind Aktiensparpläne auf Einzelaktien ungewöhnlich, zum anderen sind dabei dann auch Bruchstücke erlaubt (mit Ausnahmen). So kann es dem Kleinanleger ziemlich egal sein, ob er nun bei 150 EUR 1,2 Aktien zum Preis von 125 Euro bekommt oder 0,3 Aktien zum Preis von 500 Euro. Aktiensplits per se haben erstmal keinen Mehrwert.
+5
colouredwolf01.09.20 11:35
BaciVE
Dieser Artikel hat wenig Aussagekraft. Zum einen sind Aktiensparpläne auf Einzelaktien ungewöhnlich, zum anderen sind dabei dann auch Bruchstücke erlaubt (mit Ausnahmen). So kann es dem Kleinanleger ziemlich egal sein, ob er nun bei 150 EUR 1,2 Aktien zum Preis von 125 Euro bekommt oder 0,3 Aktien zum Preis von 500 Euro. Aktiensplits per se haben erstmal keinen Mehrwert.

Es gibt eine interessante Untersuchung, dass gerade bei den Big Caps ein Split zu einem extremen Wertzuwachs führt. Bei Apple waren’s bisher über 10% in den dem Split folgenden 12 Jahren - wobei Apple bei dem Split in 2001 Pech hatte. Bei den anderen Splits waren es im Durchschnitt über 15%. Wobei sie da noch weit entfernt sind von den besten, bei denen ein Split zu über 50% Wertzuwachs führte. Hier zeigt sich, dass die Börse nur Psyche ist.
+3
pünktchen
pünktchen01.09.20 12:03
Wie willst du bitte nachweisen dass der Wertzuwachs Folge des Aktiensplits war? Erst recht wenn es um gerade mal 10% in 12 Jahren geht, das geht bei Apples ca 1500% in dem Zeitrahmen doch im Rauschen der Daten unter.
+2
Kujkoooo01.09.20 13:49
In meinem Umfeld würden viele Leute gerne Aktien kaufen, möchten aber immer ganzeAktien (einzeln, ohne Aktienpakete, ETFs etc.) selber kaufen. Da kommt so ein Split ganz gelegen, da man nun eben problemlos Besitzer einer Aktie sein kann, und auch die Abstufungen bei eventuellen Verkäufen feiner sind.
Und 100 EUR sind eben mal leichter zu Investieren, als 2000 EUR.

Selbst beim Bitcoin wollen die Leute immer "einen" haben... 0,000079896 BTC sind weniger zu greifen und interessieren irgendwie niemanden.
+1
BaciVE01.09.20 15:17
Kujkoooo
In meinem Umfeld würden viele Leute gerne Aktien kaufen, möchten aber immer ganzeAktien (einzeln, ohne Aktienpakete, ETFs etc.) selber kaufen. Da kommt so ein Split ganz gelegen, da man nun eben problemlos Besitzer einer Aktie sein kann, und auch die Abstufungen bei eventuellen Verkäufen feiner sind.
Und 100 EUR sind eben mal leichter zu Investieren, als 2000 EUR

Im Artikel geht es um Sparpläne, die tangiert das nicht. Und Kleinsparer mit solchen kleinen Beträgen gehen im täglichen Handelsvolumen unter. Der Aktiensplit ist eher Kosmetik und man ist halt wieder im Gespräch, gratis Werbung sozusagen.
+1
Waldi
Waldi01.09.20 17:37
Darum kaufen auch viele, die an das Glück glauben, mindestens ein Viertel-Los bei der Lotterie. 😺
vanna laus amoris, pax drux bisgoris
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stefan01.09.20 22:02
Kujkoooo
Und 100 EUR sind eben mal leichter zu Investieren, als 2000 EUR.
Was hier keiner berücksichtigt, sind die Gebühren. Wenn pro Transaktion z.B. 8,50€ Grundgebühr anfallen, muss die Aktie für 100€ prozentual mehr Gewinn machen als die für 400€ oder 2000€. Das mag vielleicht momentan nicht so ins Gewicht fallen, aber es wird sicher auch mal wieder Zeiten geben, in denen man froh sein kann, wenn der Kurs übers Jahr überhaupt mal steigt. Und dann möchte ich wegen der Gebühren kein Minus machen.
Der psychologische Effekt beim Split ist für mich nicht, dass man für eine Aktie weniger zahlt, sondern, dass man fürs gleiche Geld mehr bekommt. 100 statt 25 im Depot macht optisch mehr her
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pünktchen
pünktchen01.09.20 22:22
Also ich habe Wertpapiere zwischen 9 € und 630 € in meinem Depot und da habe ich mir wirklich noch nie Gedanken drüber gemacht wieviele das nun sind. Gut wenn ich jetzt 2000€ investieren möchte komme ich da bei kleiner Stückelung genauer hin aber das war es auch schon. Ok der Restbetrag für den ich keine ganze Aktie mehr bekomme bleibt dann bei mir. Vielleicht ist dadurch der Kurs ein wenig niedriger und wer anders kann eine Aktie mehr kaufen, insgesamt sollte sich das ausgleichen.
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