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Apple kauft KI-Startup: Zweitteuerste Übernahme der Unternehmensgeschichte

Während andere Großkonzerne aus dem Techsektor gerne einmal höhere zweistellige Milliardenbeträge für den Kauf anderer Unternehmen aufbringen, ist Apple hier sehr vorsichtig. Nur selten überschreitet man den Wert von mehr als einer halben Milliarde Dollar. Für Dialog Semiconductor gab Apple 600 Millionen aus (2018), für Intels Modemsparte eine Milliarde, den Rekord markiert Beats für drei Milliarden Dollar. Der Financial Times zufolge fand nun die bis dato zweitteuerste Übernahme statt, denn Apple machte je nach Quelle zwischen 1,6 und 2 Milliarden Dollar für ein Startup namens Q.ai locker. Der Gründer ist ein alter Bekannter von Apple, denn CEO Aviad Maizels hatte vor 13 Jahren PrimeSense ins Leben gerufen und für 360 Millionen an Apple verkauft – um die Grundlagen von Face ID zu liefern.


Bekannte Informationen zu Q.ai
Der Financial Times zufolge hat Q.ai keine Produkte, wohl aber interessante Technologien und Patente. So beschäftigte sich das Unternehmen mit der Analyse von Gesichtsausdrücken, um "stille Sprache" zu verstehen. Durch exakte Erfassung der Gesichtsmuskulatur sei "Kommunikation ohne zu sprechen" möglich – was beispielsweise als zusätzlicher Faktor in Unterhaltungen mit Siri eingehen könnte. Als Hauptprojekt galt jedoch, Flüstern zu verstehen, auch in Umgebungen mit vielen Störgeräuschen. Das Gründerteam von Q.ai wechselt übrigens komplett zu Apple, Aviad Maizels, Yonatan Wexler und Avi Barliya sollen fortan im Dienste Cupertinos stehen. Selbiges trifft auf die rund 100 Mitarbeiter zu.

Apples Stellungnahme
Apple bestätigte die Berichte, ohne sich jedoch zum genauen Kaufpreis zu äußern. Johny Srouji, Chef der Chipentwicklung, kommentierte gegenüber Reuters folgendermaßen: Q.ai sei ein bemerkenswertes Unternehmen, welches Pionierleistung in den Bereichen Bildverarbeitung und Machine Learning zeige. Man sei begeistert, "Q.ai mit Aviad am Steuer" gekauft zu haben – und über all das, was noch kommen werde. Weitere Details zu den Hintergründen und konkreten Produktplänen wollte er verständlicherweise nicht preisgeben.

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