Apple rudert zurück: 500 Dollar Gutschrift bei DTK-Rückgabe

Im Sommer 2020 ließ Apple die Bombe platzen: Macs sollen in Zukunft nicht mehr Intel-Prozessoren einsetzen, sondern Apple-eigene Chips. Bereits Jahre zuvor gab es Gerüchte, dass Apple einen solchen Schritt plant, doch viele Pressevertreter und Kunden waren skeptisch, ob die als "Handy-Prozessoren" verschrienen Apple-Chips mit dem Angebot von Intel mithalten können. Seit der Vorstellung der M1-Macs sind diese Stimmen allerdings verstummt: Die Leistung, Akkulaufzeit und Energieeffizenz der ersten M1-Macs liegt weit über dem, was vergleichbare Intel-Macs oder PCs bieten. Der Mac mini, das MacBook Pro 13" und das MacBook Air gehören nun mit Abstand zu den besten Angeboten im gesamten PC-Markt – selbst das Preis/Leistungs-Verhältnis ist überragend.


Apple bei Intel-Umstieg spendabler
Damit Entwickler im Sommer 2020 möglichst schnell mit der Portierung der Apps auf die neuen Prozessoren beginnen konnten, stellte Apple das Developer Transition Kit (kurz: DTK) vor. Hierbei handelte es sich um ein Gehäuse des Mac mini, in welchem aber kein Intel-Chip werkelte, sondern ein Apple A12Z aus dem iPad Pro. Eingetragene Apple-Entwickler konnten sich um ein solches Gerät bewerben und gegen eine Leihgebühr von 500 Dollar das DTK ordern. Es handelte sich allerdings um keinen Kauf, sondern um eine Leihgabe – am Ende des Zeitraums ist das Gerät zurückzugeben. Apple benachrichtigte letzte Woche die Entwickler mit der Bitte, das DTK zurückzuschicken.

200 Dollar Gutschrift
Doch die Entwicklergemeinde zeigte sich enttäuscht: Apple bot lediglich an, Entwicklern beim Kauf eines M1-Macs eine Gutschrift von 200 Dollar zu gewähren. Das Angebot kann allerdings nur bis Ende Mai eingelöst werden und verfällt ansonsten. Beim Intel-Umstieg vor 15 Jahren zeigte sich Apple noch deutlich kulanter: Dort zahlten Entwickler 999 Dollar für die Leihgabe eines Transition Kits mit Intel-Chip und am Ende der Leihdauer tauschte Apple dieses Kit gegen einen 999 Dollar teuren iMac um.

Nun mehr Gutschrift und längerer Zeitraum
Apple verschickte über das Wochenende nun eine E-Mail und bessert das Angebot nach: Statt 200 Dollar erhalten Teilnehmer nun 500 Dollar Gutschrift beim Kauf eines M1-Macs. Zusätzlich muss das Angebot nicht bis Ende Mai eingelöst werden, sondern ist bis Ende des Jahres gültig. Hat man bereits vor dem Angebot ein M1-Mac gekauft, kann man die 500 Dollar Gutschrift frei im Apple Store ausgeben.

Da viele Entwickler auf die Vorstellung eines iMacs oder MacBook Pro 16" mit M1-Chip warten, wäre es für Teilnehmer doppelt ärgerlich gewesen: Ob Apple bis Mai weitere M1-Macs vorstellt, ist bislang nicht sicher und somit wäre die Gutschrift für viele verfallen.

Kommentare

Beckmesser08.02.21 08:37
Niemand rudert zurück. Man ist nur noch spendabler als zunächst angekündigt...
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Gedankenschweif08.02.21 08:40
Das ursprüngliche „Angebot“ war ja nun auch wirklich peinlich.
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mikeboss
mikeboss08.02.21 08:55
1) entwickler, welche bereits einen M1 gekauft haben, duerfen die $500 frei verprassen und sind nicht gezwungen das guthaben fuer einen M1 einzusetzen.

2) es werden sicher keine iMacs oder MacBooks mit M1 (T8103) vorgestellt. Apple silicon ja, jedoch nicht M1. die weiteren modelle sind bereits bekannt (T8110 und T8112). wie der marketing-name lauten wird bleibt aktuell noch Apples geheimnis.

ich war auch eher angenervt von dem $200 angebot. mit den neuen konditionen kann ich wirklich gut leben (warte natuerlich auf den neuen iMac).
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Mendel Kucharzeck
Mendel Kucharzeck08.02.21 09:26
mikeboss
1) Ergänzt, danke.
2) Unsicher, wie genau Apple das handhabt. Es ist möglich, dass die 1 bei der Bezeichnung die Generation ist und beim iMac und MacBook Pro 16" einfach auch "M1" oder "M1X" heißt und nicht "M2". Würde man es M2 nennen, sähen Mac mini etc gleich nach alter Generation aus.
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aMacUser
aMacUser08.02.21 09:35
Mendel Kucharzeck
2) Unsicher, wie genau Apple das handhabt. Es ist möglich, dass die 1 bei der Bezeichnung die Generation ist und beim iMac und MacBook Pro 16" einfach auch "M1" oder "M1X" heißt und nicht "M2". Würde man es M2 nennen, sähen Mac mini etc gleich nach alter Generation aus.
M1X wäre gar nicht mal so unwahrscheinlich. So ist es ja auch bei den mobilen Prozessoren. A12 für iPhone und der leistungsfähigerer A12X fürs iPad.
+2
mikeboss
mikeboss08.02.21 09:55
stimmt, das koennte so hinkommen mit M1X und/oder M1Z. man rechnet ja mit einer 12-core CPU: wieder 4 efficiency cores und neu anstelle 4 dann mit 8 performance cores. vielleicht eine budget-variante mit nur 6 performance cores. so wuerde auch die benamsung mit T8110 und T8112 sinn ergeben.
Mendel Kucharzeck
2) Unsicher, wie genau Apple das handhabt. Es ist möglich, dass die 1 bei der Bezeichnung die Generation ist und beim iMac und MacBook Pro 16" einfach auch "M1" oder "M1X" heißt und nicht "M2". Würde man es M2 nennen, sähen Mac mini etc gleich nach alter Generation aus.
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ERNIE08.02.21 12:26
Bin mir nicht ganz sicher, aber ein "x" würde wohl nur bedeuten, dass dieser M1 mehr Grafikkerne hätte.
Oder haben die iPads mit den "x" im Prozessornamen auch mehr CPU-Cores?
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germansnowman08.02.21 15:22
ERNIE
Bin mir nicht ganz sicher, aber ein "x" würde wohl nur bedeuten, dass dieser M1 mehr Grafikkerne hätte.
Oder haben die iPads mit den "x" im Prozessornamen auch mehr CPU-Cores?

Vortex = High Performance
Tempest = Low Energy

A12: zwei Vortex, vier Tempest
A12X: vier Vortex, vier Tempest
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Mecki
Mecki08.02.21 17:45
Da sieht man's mal wieder:
Man sollte grundsätzlich nie das erstbeste Angebot annehmen
+1
Dicone
Dicone09.02.21 03:32
Arme Entwickler. Tun mir sehr leid, um Haaresbreite wären es nur 200$ geworden nochmal Glück gehabt.
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