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Apple konkretisiert Aufräumaktion: Wann Apps aus dem App Store fliegen

Im Jahr 2016 kündigte Apple an, den App Store aufräumen zu wollen und ungepflegte Programme aus dem virtuellen Marktplatz zu tilgen. Doch es wurde recht schnell still um die Initiative und es hatte den Anschein, als ob Apple das Vorhaben nicht weiter verfolgen würde. Letzte Woche erhielten allerdings verschiedene Entwickler Benachrichtigungen von Apple, dass die App aus dem App Store entfernt wird, sollte der Anbieter die App nicht binnen 30 Tagen aktualisieren.


Bei einigen der betroffenen Entwicklern stieß die Aufforderung allerdings auf Unverständnis: Bei manchen der Apps handelte es sich um voll funktionsfähige Apps, welche eigentlich kein Update benötigen. Außerdem kritisierten die Entwickler die vermeintlich zufällige Auswahl von Apple: Manche Programme, welche seit fünf Jahren kein Update erhielten, wurden nicht von Apple "abgemahnt" – neuere Apps hingegen schon.

Apple konkretisiert Auswahl
Nun hat Apple über die Apple Developer Connection zwei Kriterien genannt, wie Apple ungepflegte Apps identifiziert: Das erste Kriterium ist der Zeitraum seit der letzten Aktualisierung. Sind seit dem letzten Update mehr als drei Jahre verstrichen, könnte der Entwickler eine entsprechende Aufforderung von Apple erhalten, die App zu aktualisieren. Das zweite Kriterium sind die Anzahl der Downloads: Apple betrachtet hier die Zahlen der letzten 12 Monate und sucht nach Apps, die gar nicht oder nur sehr vereinzelt heruntergeladen wurden. Treffen beide Kriterien zu, muss der Entwickler mit einer entsprechenden Mail von Apple rechnen und die App aktualisieren.

90 statt 30 Tage
Doch Apple macht auch ein Zugeständnis: Entwickler haben nun 90 statt 30 Tage Zeit, ein Update für die betreffende App im App Store einzureichen. Dies kommt Entwicklern sehr entgegen, da 30 Tage für notwendige Anpassungen an ein neueres Software Development Kit sehr knapp sein können – besonders, wenn die App umfangreich ist. Reicht der Entwickler in diesem Zeitraum aber kein Update ein, wird die App aus dem App Store entfernt. Bestehende Nutzer können die App allerdings normal weiterbenutzten.

Kommentare

Nebula
Nebula02.05.22 10:07
Damit fallen alle Nischen-Apps, die weiterhin perfekt arbeiten, durchs Raster. Zu prüfen, ob Apps noch funktionieren, schmälert wohl Apples Gewinne.
»Wir werden alle sterben« – Albert Einstein
+6
MikeMuc02.05.22 10:41
Ein Update können ja auch "nur Textkorrekturen" oder interne Optimierungen sein. Also ggr einfach 1x neu kompilieren und dann neu einreichen. So genau wird Apple das dann sicher auch nicht kontrollieren.
Schwieriger wird es sicher, wenn man ans "eingemachte" ran muß und Anpassung wegen neuer oder nicht abgekündigter APIs machen muß. Aber dann kann man "die Frist" auch erstmal mit dem ersten Schritt "verlängern".
Interessanter finde ich wie Apple mit "alten" APPs umgeht deren Entwickler garnicht mehr aktiv sind. Hat Apple da ein "Museum" für oder verschwinden die eh (nach einiger Zeit), wenn der Entwickleraccuont nicht mehr verlängert / gekündigt wurde.
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Nebula
Nebula02.05.22 11:38
Die werden verschwinden und sind es teilweise auch schon. Ich habe schon vernommen, dass einige Entwickler keinen Bock haben, für das Mini-Update neue Hardware zu kaufen und Apple 100 € für den Dev-Account in den Hals zu stecken. Ist ja nicht jeder Krösus oder durch seine Apps zu Krösus geworden.
»Wir werden alle sterben« – Albert Einstein
+1
Quack2702.05.22 13:56
MikeMuc

So einfach ist es leider nicht. Auch zum „einfach nur 1mal neu kompilieren“ braucht man ein aktuelles XCode, das wiederum nur auf einigermaßen aktueller Hardware läuft. Ganz zu schweigen vom evtl. notwendigen Änderungen, wenn nun APIs o.ä. fehlen sollten. Diese Probleme muss man nämlich erst alle beseitigen, bevor man die „ einfach mal neu einreichen“ kann.

Das alles kostet Zeit und Geld.
+4
Dunkelbier02.05.22 14:05
Nebula
Damit fallen alle Nischen-Apps, die weiterhin perfekt arbeiten, durchs Raster. Zu prüfen, ob Apps noch funktionieren, schmälert wohl Apples Gewinne.
Wenn Du sie bereits hast, wird sie weiterhin laufen. Falls man das dann noch so nennen kann.
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misc02.05.22 15:25
Nebula
Ich habe schon vernommen, dass einige Entwickler keinen Bock haben, für das Mini-Update neue Hardware zu kaufen und Apple 100 € für den Dev-Account in den Hals zu stecken.

Wenn Du nicht jährlich die 100 Euro zahlst, fliegen die Apps sowieso aus dem Store. Updates hin oder her.

Wer die aber zahlt und dann aber trotzdem weder Lust hat, seinen Code ausreichend wartungsfreundlich zu halten, noch ausreichende Hardware für ein aktuelles Xcode vorzuhalten hat IMHO grundsätzlich falsche Prioritäten. Auf Apps solcher Entwickler kann man vermutlich gut verzichten.
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