Bericht zu Health+: Apple mit ehrgeizigen Plänen – die aktuell noch zu unausgereift sind


Apple bietet eine ganze Reihe von Diensten an, welche ein Abonnement voraussetzen: Hierzu zählen etwa iCloud+ und die Streamingservices Apple Music und Apple TV. Neuerdings gesellt sich auch das Creator Studio hinzu: Das Abo schaltet verschiedene KI-Features für Pages, Numbers sowie Keynote frei und erlaubt den Zugriff auf Software wie Logic Pro und Final Cut Pro. Dem gut informierten Journalisten Mark Gurman zufolge prüft das Unternehmen weitere Dienste, welche sich als Einnahmequelle eignen könnten (siehe
hier). Eines der nächsten Projekte sollte wohl Health+ sein, allerdings muss Apple laut einem neuen Bericht von Bloomberg zurückrudern.
Health+ als ambitioniertes Projekt …Bloomberg machte bereits im vergangenen Jahr auf „Project Mulberry“ aufmerksam: Hierbei handelt es sich um ein Konzept, welches einen KI-gestützten Gesundheitscoach vorsieht. Apple arbeite an einer generalüberholten Health-App, um den Dienst dort zu integrieren und Videos bereitzustellen. Die KI bündele die Gesundheitsdaten des Nutzers und verknüpfe diese mit der Expertise von Ärzten, welche Cupertino engagiert – darunter Schlafmediziner, Physiotherapeuten, Ernährungswissenschaftler und Kardiologen. Apple habe hierfür sogar einen bekannten Arzt als Moderator für ein im kalifornischen Oakland eingerichtetes Studio gesucht. Der Konzern scheint aber nicht allzu große Fortschritte gemacht zu haben: Laut Bloomberg äußerte sich nun Dienste-Chef Eddy Cue zu Health+ und stellt dem Projekt zum aktuellen Zeitpunkt kein gutes Zeugnis aus.
… das zum aktuellen Zeitpunkt nicht mit der Konkurrenz mithalten kannCue habe seinen Kollegen mitgeteilt, dass Apple im Gesundheitsbereich schneller agieren und wettbewerbsfähiger werden müsse. Konkurrenten wie Oura Health und Whoop würden vor allem mit ihren iPhone-Apps mit „überzeugenderen und nützlicheren Funktionen“ aufwarten. Health+ erfülle die Anforderungen an einen Gesundheitsdienst noch nicht. Bloomberg zufolge plant Apple nun die schrittweise Einführung einzelner Gesundheitsfeatures in der Health-App. Diese soll etwa künftig über die iPhone-Kamera das Gangbild des Nutzers auswerten. Ferner sei ein Chatbot geplant, welcher sich Fragen zum Wohlbefinden des Anwenders annimmt. Mit iOS 27 soll Siri zudem so weit sein, um erweiterte gesundheitsbezogene Anfragen bearbeiten zu können.