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Bericht: iTunes und der Kauf von Musik noch überraschend beliebt

iTunes zählte einst zu den wichtigsten Apps auf dem iPhone. Inzwischen sieht die Lage anders aus: Etliche Inhalte sind in andere Apps abgewandert. Wer etwa Serien und Filme bei Apple kaufen möchte, muss dies in der TV-Anwendung tun. Allen Unkenrufen zum Trotz läutete das Musikstreaming jedoch nicht das Ende von iTunes ein: Nach wie vor scheint es viele traditionelle Käufer von Songs und Alben zu geben. Cupertino rückt zwar Apple Music in den Vordergrund, nimmt sich aber auch der iTunes-Nutzer an – wenngleich die App mittlerweile recht angestaubt wirkt.


Die Mehrheit der iTunes-Nutzer verzichtet auf Apple Music
Die iTunes-App auf dem iPhone stellt eine Reminiszenz an vergangene Tage dar: Die Aufmachung der Benutzeroberfläche hat sich in den vergangenen Jahren nicht mehr weiterentwickelt, von Liquid Glass und so manch abgerundeten Designelementen fehlt daher jede Spur. Apple behandelt die Software zwar recht stiefmütterlich, ist sich aber des Marktpotenzials von iTunes durchaus bewusst: Laut des von Ashley Carman veröffentlichten Soundbite-Newsletters auf Bloomberg ködert das Unternehmen nicht bloß Kunden für Apple Music mit kostenlosen Testphasen, sondern bewirbt auch iTunes bei seinen Branchenpartnern. Über 80 Prozent der iTunes-Nutzer hätten kein Abonnement für Apple Music abgeschlossen. Es handle sich daher um eine durchaus relevante Zielgruppe, die es zu erreichen gelte – vor allem in der ersten Woche nach der Veröffentlichung eines neuen Albums.

In die Jahre gekommen: iTunes Store auf dem iPhone

Käufer im iTunes Store auch an aktueller Musik interessiert
Ein Sprecher von Apple teilte Carman mit, dass die Hälfte der iTunes-Kunden erst in den letzten zehn Jahren damit begonnen habe, Songs auf der Plattform zu kaufen. Streaming scheint für diese Nutzer nicht unbedingt von Belang zu sein, zumindest nicht Apple Music: Der Marktstart der Streaming-Plattform erfolgte im Jahr 2015. Regen Zulauf finden nicht nur Klassiker der Musikgeschichte: Wie Apple bekanntgibt, sind fast 50 Prozent der 10.000 meistverkauften Alben in jedem Quartal Neuerscheinungen. Der iTunes Store ist übrigens auf dem Mac längst Geschichte, unter Windows kommt die App hingegen weiterhin zum Einsatz.

Kommentare

*web*wusel*03.02.26 12:13
Man kann den iTunes Store auf dem Mac immer noch verwenden. Einfach in der Musik App in die Einstellungen gehen und dort den Haken setzen.
+7
shooter364
shooter36403.02.26 12:18
Ich kaufe sowohl auf dem iPhone als auch auf dem Mac meine Musik in iTunes und verzichte gänzlich auf diese Abo‘s. Funktioniert noch alles.
+10
Frank Drebin
Frank Drebin03.02.26 12:24
Wieso kauft man sich die Musik noch? Ehrliche Frage? Ich habe gerade noch im Keller alle meine Musik CDs in einen Karton geworfen und so gedacht, was eine Geldverschwendung. So sieht es wohl auch aus mit meinen gekauften iTunes Musikstücken aus den frühen 2000ern… Apple Musik ist doch die beste Lösung, ich zahle 10Euro im Monat und kann Millionen von Musikstücken als meine Musiksammlung betrachten und so viel hören wie ich will…
-13
esc
esc03.02.26 12:29
Frank Drebin
Wieso kauft man sich die Musik noch? Ehrliche Frage? Ich habe gerade noch im Keller alle meine Musik CDs in einen Karton geworfen und so gedacht, was eine Geldverschwendung. So sieht es wohl auch aus mit meinen gekauften iTunes Musikstücken aus den frühen 2000ern… Apple Musik ist doch die beste Lösung, ich zahle 10Euro im Monat und kann Millionen von Musikstücken als meine Musiksammlung betrachten und so viel hören wie ich will…

Familienabo kostet halt mehr als 10€ und die Preise steigen auch ständig.
+1
s-cope03.02.26 12:36
Und bei den Streamern gibt es immer wieder Musik, die nicht im Streaming enthalten sind.
+3
eiq
eiq03.02.26 12:38
Frank Drebin
Apple Musik ist doch die beste Lösung, ich zahle 10Euro im Monat und kann Millionen von Musikstücken als meine Musiksammlung betrachten und so viel hören wie ich will…
Und wenn du nicht mehr bezahlst? Dann hast du jahrelang viel Geld ausgegeben, aber keine Musik mehr.
+19
L-E03.02.26 12:42
Ich schaue immer seltener rein und überlege mir andere Wege des Musikkaufs.
Der Store ist nicht nur vernachlässigt, er ist nur noch chaotisch. Ich werde den Eindruck nicht los, dass sich da keiner mehr kümmert. Mal erscheint Musik eines Interpreten, einer Band unter "Alternative", mal unter "Rock" – obwohl der Musikstil zwischen den Alben des gleichen Interpreten der gleiche ist. Unter "Neuerscheinungen" in "Alternative" werden Alben prominent ganz oben angezeigt, die inzwischen vier Jahre alt sind, während von der gleichen Band das neue Album aus 2025 gar nicht angezeigt wird. Je nach Genre heißt es mal "Neuerscheinungen", mal "Neue Musik" oder "Neue Veröffentlichungen". Was da der Unterschied sein soll, erschließt sich nicht. Sucht man in "Metal" > "Vorbestellungen" herum und scrollt weit genug nach unten, erscheinen Bravo Hits und Karneval-Party-Musk. Wählt man dann so ein Album spaßeshalber aus und schaut ganz oben in die Menüstruktur, steht da "Musik" > "Schlager" > "Verschiedene Interpreten". Was also vorher unter Metal lief, ist jetzt Schlager. Getoppt wird dieser Irrsinn durch Bibi Blocksberg, die auch unter "Metal" > "Vorbestellungen" erscheint.

Die Liste an Ungereimtheiten und Schlampereien ist unvollständig.

So geht der Irrsinn also weiter. Von der bekloppten Idee, die Bedienelemente mit der Umstellung auf Glass von oben nach unten über die Titelanzeige zu setzen, mal ganz abgesehen. Apple interessiert sich offenbar nur noch einen Dreck um den iTunes Store. Und wenn ich das Gefühl habe, einen miesen Service vorgesetzt zu bekommen, neige ich halt dazu, mich woanders umzuschauen.

Ich überlege, ob ich nicht wieder Scheiben kaufe. Blöderweise habe ich aber nur noch in einem alten MacBook ein CD/DVD-Laufwerk. Die Musik dann auf meinen Hauptrechner zu bringen, wäre also bissel umständlich.
+8
Retrax03.02.26 12:43
s-cope
Und bei den Streamern gibt es immer wieder Musik, die nicht im Streaming enthalten sind.

DAS ist leider so.
Ich denke dass Apple Music Nutzer in den USA eine völlig andere (bessere) Nutzerfahrung haben als wir in Deutschland.

In den USA sind imho alle Künstler unter 2-3 Labels versammelt welche den Abschluss von Verträgen vereinfacht, während es in Deutschland eher einem Flickenteppich gleicht. Sehr viele autonome kleine Labels,...

Das führt leider dazu, dass so mancher Künstler bei uns im Katalog fehlt.
+3
CJuser03.02.26 12:56
Ich würde mir ja wünschen, dass man bei Apple auch Musik in Lossless bzw. HighRes kaufen könnte. Für mich lohnt sich Apple Music (bisher) nur zum Teil und abonniere es deswegen nicht durchgängig.
+3
MacSquint
MacSquint03.02.26 13:23
Ich kaufe nach wie vor in iTunes und verzichte auf Streaming. Ein einziger Kauf bringt einem Künstler so viel mehr Einkommen als Streaming. Allein das finde ich schon besser und vor allem geht mein Geld wirklich an diesen Künstler und nicht wie bei Streaming in einen Topf, wo dann per Quote das Geld verteilt wird und kleine Acts in der Regel faktisch nix kriegen…
+12
Nebula03.02.26 13:30
esc
Wieso kauft man sich die Musik noch?

Nachdem mir mehrere getestete Streamingdienstleister immer wieder in den Playlists rumgefuhrwerkt haben, bin ich zum Kaufen zurückgekehrt. Das ist echt nervig, dass man nicht mitbekommt, wenn ein Album entfernt wird, und dann allenfalls unter neuer ID erscheint. Dann fehlen die Songs plötzlich in meiner Playlist. Dafür gibt's ja viele Gründe, wie ausgelaufene oder geänderte Lizenzen.

Das ist ja auch alles nachvollziehbar. Mich stört's halt. Bei den meisten Diensten kann ich auch nicht benutzerdefinierte Tags hinterlegen und meine Musik nach selbst vergebenen (bzw. korrigierten) Genres sortieren. Mit Playllists kann man das zwar simulieren, aber da gibt's wieder das schleichende Verlustproblem.

Störend ist zudem, dass oft alte Alben fehlen (etwa Blues Project von Kid Loco). Früher fehlten sogar ganze Interpreten. Derzeit nutze ich Tidal, um Musik vor dem Kauf durchhören zu können. Da stört mich, dass gleichnamige Interpreten manchmal gemischt werden. So tauchte jüngst bei der Band Muse so ein Ballermann-Album Namens Lumina auf. WTF?

Mit der vorgefertigten Listen oder dem Autoplay kann auch selten was anfangen. Ich nutze das zwar, um Neuigkeiten zu entdecken, muss dann aber auch viel skippen. Von Apple bin ich weg, weil ich da keine Interpreten ausblenden konnte oder mir Alben vorgeschlagen wurden, die bereits in meiner Mediathek sind. Ob das besser geworden ist, weiß ich nicht.

Und schließlich ist das noch der Aspekt der Wertschätzung. Gerade kleiner Künstler verdienen beim Streaming so gut wie nichts. Deshalb bevorzuge ich auch Bandcamp, wenn ein Künstler dort vertreten ist. Leider wohne ich in einer Gegend, wo Konzerte rar gesät sind. Als ich noch in einer Großstadt lebte, habe ich viele Konzerte besucht.
+7
Liebestöter03.02.26 13:35
Frank Drebin
Wieso kauft man sich die Musik noch? Ehrliche Frage? Ich habe gerade noch im Keller alle meine Musik CDs in einen Karton geworfen und so gedacht, was eine Geldverschwendung. So sieht es wohl auch aus mit meinen gekauften iTunes Musikstücken aus den frühen 2000ern… Apple Musik ist doch die beste Lösung, ich zahle 10Euro im Monat und kann Millionen von Musikstücken als meine Musiksammlung betrachten und so viel hören wie ich will…
Meine Bestands CDs sind zusammen mit den DVDs im Regal, zumindest die DVD/BR werden auch wieder mehr.
Vieles von dem was ich auf CD habe gibt es im Streaming gar nicht. Gleiches gilt für Filme und Serien. Dort kommt hinzu das ich nicht jeden Streamer abonnieren will und damit selbst nicht immer an das rankomme was es als Stream gäbe, dann kommen wieder physikalische Datenträger ins Spiel.

Ich habe zu, Musik-CDs habe ich seit Jahren nicht mehr gekauft. Gerade aber erst eine Doku auf CD bei der Bundeszentrale für politische Bildung, die gibt's nur als CD.
0
99problems03.02.26 13:38
Eine Vinyl Sammlung (oder CDs / Tapes) lässt sich nicht mit Streaming vergleichen.
Streaming hat Vorteile, die physische Tonträger so nicht haben können. Klar.
Umgekehrt aber genauso!
Und diese Vorteile sind mir persönlich viel wichtiger, da ich mich mit einem Album auf Vinyl viel mehr beschäftige und somit die Musik auch viel mehr schätze. Von Cover Art, Haptik, Unabhängigkeit und Offline-sein mal ganz abgesehen.
Das lässt sich mit digitalen Käufen noch am ehesten realisieren, wenn man keinen Bock auf Tonträger hat.
Die endlose Verfügbarkeit von allem und das jederzeit ist eines der grundlegenden Probleme unserer Zeit.
Aber es gibt Hoffnung! Ich finde es immer wieder toll, wenn ich 20 Jährige sehe, die plötzlich Platten oder Tapes für sich entdecken. Warum wohl ?! 😉
+4
Nebula03.02.26 13:54
99problems
Aber es gibt Hoffnung! Ich finde es immer wieder toll, wenn ich 20 Jährige sehe, die plötzlich Platten oder Tapes für sich entdecken. Warum wohl ?! 😉
Vermutlich sind es nicht dieselben Gründe, sondern es hat auch viel mit Dazugehörigkeit und Trend zu tun. Wenn ein TikTok-Star auf Tapes abfährt, machen die Follower es evtl. einfach nur nach, um sich {cool}* zu fühlen. Auch Entschleunigung ist ein Trend, dem Leute ohne direkte intrinsische Motivation nacheifern.

* hier ein gleichbedeutendes Wort der jeweiligen Generation einsetzen
+1
MLOS03.02.26 14:00
Ich streame jetzt seit 2015 bei Apple Music. Aber immer häufiger spiele ich auch mit dem Gedanken, meine Lieblingstitel zu kaufen, um unabhängig von einem Hersteller, Diensteanbieter oder Ökosystem zu sein.
Gerade im Hinblick auf die politische Weltlage ist Unabhängigkeit wichtiger denn je.
+3
DP_7003.02.26 14:26
Ich glaube die Frage, ob man sich Musik kauf oder mietet ist eine sehr individuelle Vorliebe. Was bringt es mir zu wissen, dass ich Zugriff auf Millionen von Titeln habe? Ja, was höre ich denn von den Millionen Titeln als erstes? Das ist genau so ein Überangebot wie ein All-you-can-Eat-Riesenbuffet im Hotel. Man kann dann eben doch nur so viel essen bis man satt ist. Wenn man alles vorgesetzt bekommt, ist das doch irgendwie sehr erdrückend.

Es ist außerdem für mich ein Unterschied, ob ich ein Album besitze, das Cover betrachten und durchlesen kann, das Medium auf- oder einlege. Das hat alles viel Ruhe und man hört intensiver als sich durch Playlisten zu klicken und das überladene Interface von Apple Music zu durchforsten, wo mir an jeder Ecke angepriesen wird was ich doch noch alles Tolles hören kann, weil ich dies oder jenes gut finde. Völliger Overkill! Ich möchte mich bewusst für ein Album entscheiden, es dann bewusst kaufen und genießen und nicht einfach Zugriff darauf haben in irgendeiner Version (Stichwort Remastering / Loudness War).

Aber ich nutze auch Streaming zum Entdecken und Reinhören, im Auto, in der Küche usw. - tolle Sache. Und ich kann verstehen, dass das manchen Leuten auch reicht. Spart ne Menge Platz. Aber für mich ersetzt es niemals das Gefühl eine neue Schallplatte oder CD auszupacken und mit allen Eindrücken zu genießen. Und dazu gehört auch, dass ich sie mir ausgesucht, nicht einfach nur angeklickt habe
+5
Dunnikin
Dunnikin03.02.26 14:26
Musikstreaming habe ich noch nie genutzt und werde das auch nie tun. Video-Streaming nutze ich indes durchaus. Filme/Serien sind mir auch nicht so wichtig.

Wenn ich was nicht mag, ist es Abhängigkeit. Gekaufte Musik habe ich offline stets vollumfänglich zur Verfügung und kann mir das Zeug auf und mit dem Gerät meiner Wahl anhören, unabhängig vom Ort, also auch da, wo es kein Netz gibt. Und das kommt bei mir öfter vor (im Norden Kanadas gibt‘s kein Netz).

Generell merke ich, daß ich immer weniger Bock auf heutiges Zeug habe. Ich löse mich durchaus davon. Und gehe wieder hier und da zurück zu altem Geraffel. Letzte Woche stellte ich meinen alten C64 wieder auf. Nach 42 Jahren funktioniert der noch. Wie herrlich entspannt das alte Ding ist. Frei von Abo-Wahnsinn, Update-Orgien und Bug-Zirkus. Ich höre wieder öfter Kassette und Platte. Gucke Linear-TV. Das ging langsam, schleichend, aber stetig. Und es ist toll.
+2
Wh03.02.26 14:29
Ich bin auch in diesem Jahr wieder bei CDs eingestiegen, neuen Player gekauft und empfinde dies absolut als einen Gewinn. Einerseits verändert es das eigene Verhalten, ständig weiter zu skippen wird weniger, andererseits gehört mir die Musik. Ich habe auch in iTunes gekauft, da die Musik nur im AppleUniversum funktioniert, wahlweise erst auf Cd gebrannt werden muss, schaue ich mir jetzt Qubouz an. Da sind die Files nicht systembedingt codiert.
0
Kaji03.02.26 14:37
Guck dir mal die Entwicklung bei den Streaminganbietern für Serien und Filme an. Vor 10 Jahren konnte man für 7,99 Euro Netflix abonnieren und hatte sehr viele Inhalte von Disney etc. ohne Werbung. Das gleiche ohne die Disney Inhalte würde heute 13,99 Euro kosten nur für Netflix und heute braucht man 2 oder mehr Abos wie Disney+ dazu (und es werden immer mehr - siehe HBO Max, deren Inhalte vorher günstiger in WOW mit drin waren) um die beliebtesten Inhalte abzudecken und in den Basis-Abos wird man auch noch mit Werbung belästigt. Bei der Musik ist es noch nicht fragmentiert und Werbung im Bezahlmodell auch noch nicht etabliert, aber mit 10 Euro im Monat wirst du nicht den Rest deines Lebens hinkommen. Wenn die Masse sich dran gewöhnt hat und denkt, dass es alternativlos ist, dann wird die Preisschraube nach oben drehen und vielleicht kommt man dann auch auf die Idee von Werbung in Bezahlabos um die Investoren glücklich zu machen.
Frank Drebin
Wieso kauft man sich die Musik noch? Ehrliche Frage? Ich habe gerade noch im Keller alle meine Musik CDs in einen Karton geworfen und so gedacht, was eine Geldverschwendung. So sieht es wohl auch aus mit meinen gekauften iTunes Musikstücken aus den frühen 2000ern… Apple Musik ist doch die beste Lösung, ich zahle 10Euro im Monat und kann Millionen von Musikstücken als meine Musiksammlung betrachten und so viel hören wie ich will…
+1
desko7503.02.26 14:47
Einen Song am iPhone oder am Mac zu hören, ist im Grunde nur klicken. So wie wir tausend (unwichtige) Sachen jeden Tag (beiläufig) anklicken.
Eine Song auf Vinyl zu hören ist nicht bloßes klicken.
Es ist: Platte im Regal suchen, vorsichtig herausnehmen, nebenbei riechen wie die Platte riecht, vorsichtig auflegen, Tonarm auflegen, hinsetzen, Cover anschauen und genießen.

Es hat einen Grund, warum sich diese Art des Musikkonsums satter, befriedigender und wertvoller anfühlt, als einen Click auf eine Musikdatei zu machen. Es geht um die Handlung und die Beteiligung mehrerer Sinne, am Musikgenuss als Ganzes.
+2
Kehrblech03.02.26 14:49
Ich habe überhaupt nichts gegen elektronische Speicherung von Musik und kaufe sie mir. Warum? Streaming mag für Vielhörer interessant sein. Bei mir findet der Konsum aber eher spärlich und punktuell statt. Da rechnet sich ein Stream einfach nicht. Außerdem möchte ich persönlich über das verfügen können, was ich kaufe. Jederzeit und überall. Und die (trotzdem mickrige) Entlohnung der Künstler ist wenigstens ein wenig besser.
+1
Peanuts
Peanuts03.02.26 15:24
Wir haben zwar eine Apple Music Abo für die Familie, aber das ist mehr für die Kinder (Hörspiele) und meine Frau.

Ich höre vor allem aus meiner über die letzten zwei Jahrzehnte aufgebauten Musik-Bibliothek. Das meiste ist bei iTunes gekauft, manches von gekauften CDs übertragen. Irgendwie fühle ich mich wohler mit einer mir bekannten Auswahl und gut organisierten Musik-Bibliothek.
+2
Raziel103.02.26 15:26
eiq
Frank Drebin
Apple Musik ist doch die beste Lösung, ich zahle 10Euro im Monat und kann Millionen von Musikstücken als meine Musiksammlung betrachten und so viel hören wie ich will…
Und wenn du nicht mehr bezahlst? Dann hast du jahrelang viel Geld ausgegeben, aber keine Musik mehr.

Nur das dir die gekaufte Musik deutlich teurer gekommen ist und du eingeschränkt bist auf eben nur das, was du spezifisch gekauft hast. Für weniger Geld kannst du aber beim Streaming hören was du willst und wie du willst.

Was passiert wenn du nicht mehr zahlst? Dann kannst du nichts hören, bis du später wieder Interesse hast und es wieder tust, so einfach. Es macht halt tatsächlich keinerlei Sinn mehr mehr Geld für weniger auszugeben. Der kauf einer CD oder eines digitalen Albums kostet dich halt mehr als ein Monatsabo unendlicher Musik. Sofern du nicht nur die eine CD/Album das ganze Jahr hörst, bist du mit Streaming einfach immer besser dran.

Wenn die ganze Familie dann noch involviert ist umso mehr. So viel Geschmäcker kannst du wirtschaftlich durch Musik Kauf garnicht mehr irgendwie abdecken, wenn jeder was anderes hören will.

Die Zeiten meiner CD Sammlung oder auch erster Apple Musik Käufe will ich jedenfalls nicht mehr zurück haben. Zumal ja noch unendlich Flexibilität beim Streaming das dazu kommt. Gerade einen möglicherweise interessanten Song irgendwo gehört? Kein Problem: Direkt anhören. Die Menge an Musik oder auch neuer Stilrichtungen die ich dadruch in den letzten Jahren entdeckt habe... Mit klassischem Kauf wäre das so nie passiert.

Ist zwar ein anderes Thema, aber aktuell kommt sowieso wieder die nächste Stufe nach dem Streaming: Individuell KI generierte Musik. Werden natürlich viele jetzt die Nase rümpfen (und ich spiele selbst auch) aber ist etwas das gerade kommt und wieder für reichlich Umschwung sorgen wird.
+1
Huba03.02.26 15:46
Ich nutze zum Streamen und Musikentdecken Qobuz. Wenn mir ein Album gefällt und ich es x-mal gehört habe, kaufe ich es mir dort als Download in hervorragender Qualität.
Die Künstler profitieren davon — und ich habe musikalisches Futter für die Zeiten nach dem Abo.
Apple Musik hatte ich auch mal für einige Zeit abonniert, habe dort aber nur genau ein Album im iTunes Store gekauft (das war, bevor ich Qobuz entdeckt habe). Die Klassik-App von Apple finde ich von der redaktionellen Aufarbeitung sehr gut. Hintergrundinformationen und begleitende Texte gibt es aber auch auf Qobuz.
Ich schweife aber ab: Musik kaufen und besitzen finde ich auch im Streaming-Zeitalter enorm wichtig!
+1
Dunnikin
Dunnikin03.02.26 15:47
Wh
Ich habe auch in iTunes gekauft, da die Musik nur im AppleUniversum funktioniert, wahlweise erst auf Cd gebrannt werden muss, schaue ich mir jetzt Qubouz an. Da sind die Files nicht systembedingt codiert.

Die Musik aus iTunes ist nicht systemanhängig. Es sind einfach AAC-Dateien, die du auf jedem Gerät spielen kannst, das AAC kann, also ganz ohne ein Apple-Gerät nutzen zu müssen. Also geht das auf den meisten Playern, die nicht uralt sind.
0
Raziel103.02.26 16:53
Huba
Ich nutze zum Streamen und Musikentdecken Qobuz. Wenn mir ein Album gefällt und ich es x-mal gehört habe, kaufe ich es mir dort als Download in hervorragender Qualität.
Die Künstler profitieren davon — und ich habe musikalisches Futter für die Zeiten nach dem Abo.
Apple Musik hatte ich auch mal für einige Zeit abonniert, habe dort aber nur genau ein Album im iTunes Store gekauft (das war, bevor ich Qobuz entdeckt habe). Die Klassik-App von Apple finde ich von der redaktionellen Aufarbeitung sehr gut. Hintergrundinformationen und begleitende Texte gibt es aber auch auf Qobuz.
Ich schweife aber ab: Musik kaufen und besitzen finde ich auch im Streaming-Zeitalter enorm wichtig!

Du besitzt sie jedoch nie. Du hast maximal limitierte Abspielrechte (war im Grunde schon zur CD Zeit nicht anders). Was genau findest du denn am diesem "Besitz" wichtig und warum? Im Grund hast du ja nur mehr für weniger bezahlt bzw, wenn du ja gleichzeitig das Abo sowieso hast, eigentlich für nichts.
0
MacDauerwelle
MacDauerwelle03.02.26 16:54
Ich bin ein absoluter Analogfan und es gibt nix schöneres als eine Schallplatte zu kaufen, auszupacken, Artwork zu bewundern und dann die Scheibe auf den Plattenspieler zu legen. Das ist einfach sexy, mir gehört die Platte und ich geniesse sie wann ich will. CDs sind zumindest was das Thema Artwork anbetrifft auch noch ok und bei iTunes tut sich da zumindest ein bisschen was mit den Animationen aber man kann eben nix mehr anfassen. Trotzdem hat man das Gefühl, dass man was erworben hat, dass einem dann auch gehört. Beim Streamen ist das alles weg, häufig wird man von ekelhaften Gedudel belästigt und die Musiker haben auch weniger davon. Na gut, ich bin alt, kann mir auch einen edlen Plattenspieler leisten und bin einfach anders aufgewachsen. Aber ich habe es versucht und werde mit diesen Streamingdiensten einfach nicht warm.
+1
dennyone
dennyone03.02.26 18:49
Musikstreaming ist genial, zum entdecken von Musik. Doch nach der Entdeckung sammle ich lieber D.h. was mir gefällt, wird gekauft. Entweder über Bandcamp oder Qobuz oder direkt über die jeweiligen Band-Webshops.

Über den iTunes Store kaufe ich schon seit etlichen Jahren nicht mehr. Würde es dort Musik in CD-Qualität (oder besser) geben, wäre ich evtl. wieder dabei. Doch das Chaos und Durcheinander im iTunes Store geht überhaupt nicht. Da steckt absolut keine Liebe zur Musik drinnen. Das schreckt mich wirklich ab.

Nebenbei:
jetzt, wo ich nach vielen Jahre wieder Musik mache, stelle ich fest, es ist trotz oder wegen Streaming bald unmöglich etwas bekannt zu werden. Echt irre! KI-generierte "Musik" wird empfohlen, gepushed, gehyped, getiktoked und in Playlisten eingespüllt. Doch Musik von Menschen die sich hinstellen, Instrumente kaufen, das gekaufte Teil dann lernen und spielen und ihrer Kreativität und ihren Gefühlen freien lauf lassen, geht in dieser gewaltigen Masse an "Hits" unter.
Mir macht diese Entwicklung wirklich Sorgen. Wenn alles per Prompt quasi aus dem Nichts erzeugt werden kann, was machen wir Menschen denn dann? Wer braucht uns noch? Wenn selbst die Kunst künstlich ist? Okay, auch ich habe schon Bilder mit KI erstellt. Als Coverbild für ein paar Songs. Ich sehe das als Ergänzung zum Lied und nicht als eigenständiges Werk. Lieber wäre mir aber, es hätte ein Mensch gestaltet.

Hier: selbst Punkrock "kann" Ki schon. https://rocki.bandcamp.com/album/kein-k-nstler (das ist alles KI, inkl. Gesang. Nur die Texte sind noch menschlich - im doppelten Sinne )
... darauf brauch ich jetzt ein Bier
Love Music Hate Fascism
+5
wi36803.02.26 19:35
Das ist die beste Nachricht des Tages "Bericht: iTunes und der Kauf von Musik noch überraschend beliebt". Nach all den Jahren endlich mal eine Nachricht die dies aufgezeigt. Ich selber Kaufe nur digitale Medien aus den gleichen Gründen wie Nebula.
0
esc
esc03.02.26 19:35
Ich habe das nicht gesagt
Nebula
esc
Wieso kauft man sich die Musik noch?

Nachdem mir mehrere getestete Streamingdienstleister immer wieder in den Playlists rumgefuhrwerkt haben, bin ich zum Kaufen zurückgekehrt. Das ist echt nervig, dass man nicht mitbekommt, wenn ein Album entfernt wird, und dann allenfalls unter neuer ID erscheint. Dann fehlen die Songs plötzlich in meiner Playlist. Dafür gibt's ja viele Gründe, wie ausgelaufene oder geänderte Lizenzen.

Das ist ja auch alles nachvollziehbar. Mich stört's halt. Bei den meisten Diensten kann ich auch nicht benutzerdefinierte Tags hinterlegen und meine Musik nach selbst vergebenen (bzw. korrigierten) Genres sortieren. Mit Playllists kann man das zwar simulieren, aber da gibt's wieder das schleichende Verlustproblem.

Störend ist zudem, dass oft alte Alben fehlen (etwa Blues Project von Kid Loco). Früher fehlten sogar ganze Interpreten. Derzeit nutze ich Tidal, um Musik vor dem Kauf durchhören zu können. Da stört mich, dass gleichnamige Interpreten manchmal gemischt werden. So tauchte jüngst bei der Band Muse so ein Ballermann-Album Namens Lumina auf. WTF?

Mit der vorgefertigten Listen oder dem Autoplay kann auch selten was anfangen. Ich nutze das zwar, um Neuigkeiten zu entdecken, muss dann aber auch viel skippen. Von Apple bin ich weg, weil ich da keine Interpreten ausblenden konnte oder mir Alben vorgeschlagen wurden, die bereits in meiner Mediathek sind. Ob das besser geworden ist, weiß ich nicht.

Und schließlich ist das noch der Aspekt der Wertschätzung. Gerade kleiner Künstler verdienen beim Streaming so gut wie nichts. Deshalb bevorzuge ich auch Bandcamp, wenn ein Künstler dort vertreten ist. Leider wohne ich in einer Gegend, wo Konzerte rar gesät sind. Als ich noch in einer Großstadt lebte, habe ich viele Konzerte besucht.
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