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Apple Studio Display XDR: Apples High-End-Monitor im Test

Schon allein der Preis zeigt, dass es sich beim neuen Studio Display XDR ganz sicher nicht um ein Produkt handelt, das für den Großteil der Kunden gemacht ist. Wer 3500 Euro für einen externen Monitor ausgibt, erwartet deutlich mehr als nur die reine Wiedergabe des Desktop-Geschehens. Kurz noch einmal die Eckdaten: 5K-Auflösung, 120 Hz, Thunderbolt 5 (2x), Mini-LED-Hintergrundbeleuchtung mit rund 2300 Zonen, 1.000 Nits im SDR-Betrieb und bis zu 2.000 Nits Spitzenhelligkeit bei HDR-Inhalten sind wesentliche Eigenschaften des professionellen Displays. Einige Tester haben inzwischen ihre Meinung dazu kundgetan.


Ziemlich teuer – aber gute Leistung
Tom’s Guide fällt insgesamt ein sehr gutes Urteil. Im Fazit bezeichnet der Tester das Studio Display XDR als das Upgrade, auf das man beim Studio Display gewartet habe. In den Messungen erreichte das Display laut Test 516 Nits in SDR und 1.727 Nits in HDR; zudem nennt Tom’s Guide 121,3 Prozent sRGB, 89,5 Prozent DCI-P3 und einen Delta-E-Wert von 0,20, also sehr gute Farbgenauigkeit (Anmerkung: PetaPixel misst sogar noch bessere Werte). Die Pluspunkte seien vor allem Mini-LED, 120 Hz, Thunderbolt 5, die bessere Kamera samt Desk View und der nun mitgelieferte höhenverstellbare Standfuß. Der Aufpreis von 1700 Dollar im Vergleich zur Standardversion sei jedoch stattlich.


Einige Vergleichswerte von Tom's Guide

"Man erhält genau, wofür man bezahlt"
Bei PetaPixel werden die HDR-Darstellung und die insgesamt starke Kontrastleistung gelobt, auch wenn der Bildschirm laut PetaPixel nicht ganz an OLED-Monitore heranreicht. Sichtbar seien zudem in bestimmten Situationen Halo-Effekte beziehungsweise leichtes Blooming um helle Objekte auf dunklem Hintergrund. Außerdem kritisiert PetaPixel das Design mit relativ dicken Rändern und teils scharfen Kanten am Standfuß. Dennoch: Das Fazit ist eindeutig positiv. Zwar sei das Studio Display XDR hochpreisig, aber nicht überteuert. Apple halte, was versprochen werde. Lob erhält die Nanotextur-Option, welche sichtbare Reflexionen praktisch eliminiere. In einzelnen Aspekten (z.B. Adobe RGB, Schwarzwerte) gebe es bessere Displays als Apples High-End-Lösung – doch ein Gesamtpaket wie dieses biete sonst niemand.

Kommentare

Davek
Davek10.03.26 11:12
Na das hört sich gut an. Für mich persönlich wäre das eine nette Option. Und wenn, dann mit Nanotextur. Seit ich das bei meinen MBP M4 Pro habe, bin ich begeistert davon.
Keep the Beat
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Gammarus_Pulex
Gammarus_Pulex10.03.26 11:14
Ich werd mir das definitiv mal im Store anschauen.
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mark hollis
mark hollis10.03.26 11:22
Das ist wieder so ein typischer Apple-Move. Beim XDR-Display geht es nicht darum, Besitzer des alten XDR-Displays zu erreichen - die wenigsten werden den Schritt zurück von 32“ auf 27“ machen, sondern Besitzer des alten Studio-Displays sollen auf das XDR-Display updaten. Das XDR-Display ist das, was man sich von der neuen Version des Studio-Displays erhofft hatte. Jetzt kostet das Update eben 1700,-€ mehr. Es geht längst nicht mehr darum den Kunden das beste Produkt zu liefern sondern nur noch darum möglichst viel Geld zu verdienen. Es nervt nur noch.
+3
Skywalker0410.03.26 12:37
Sind 3.500€ viel Geld? Ja. Sind 3.500€ relativ gesehen viel für ein Display in dem Gesamtpaket und im konkreten Vergleich aller Paramter (Helligkeit, Ausstattung, Design und Materialqualität [Plastik vs. Glas und Alu],...) mit Displays und sogar TVs? Wie auch die Tester ausführen: Eher nein.

Wenn man es also als viel zu teuer empfindet, sagt es dann nicht mehr über den eigenen, nicht vorhandenen Use Case aus als über das Produkt? Ich glaube ja.

Wer dagegen ein ausgezeichnetes Display mit Langlebigkeit und hochwertigem Design in Punkto Material, Handhabung und Gestaltung sucht, der wird vermutlich sehr viel eher bereit sein, den Preis zu zahlen.
+4
macfreakz10.03.26 13:05
In einzelnen Aspekten (z.B. Adobe RGB, Schwarzwerte) gebe es bessere Displays als Apples High-End-Lösung – doch ein Gesamtpaket wie dieses biete sonst niemand.

Das sagt alles. Ich verstehe die anderen Hersteller gar nicht, warum sie keinen solchen, ähnlichen Monitor bauen wollen.
+1
Mestio10.03.26 13:07
Leider zu klein
+1
Rittersmann10.03.26 13:58
Mestio
Leider zu klein
nimm 2
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fronk
fronk10.03.26 14:05
Wie bekommt man denn mehr als 100 % eines Farb-Standards hin und wie misst man das dann?
„Love had surely made us all and hate would surely make us fall.“ Elvis Presley
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Gammarus_Pulex
Gammarus_Pulex10.03.26 14:11
Kein Standard, sondern ein Farbraum. Und natürlich kann ein Display durchaus auch mehr als diesen Farbraum darstellen.
+1
Roony10.03.26 14:41
Nein, da muss ich frank Recht geben. Der Monitor kann auch nur 100 Prozent des sRGB Farbraum zeigen. Ansonsten ist es ein anderer Farbraum als der sRGB Raum ! Der sRBG Farbraum ist nämlich genau "100 Prozent" groß.
-1
Gammarus_Pulex
Gammarus_Pulex10.03.26 15:21
Dennoch ist es gängig, einen sRGB Farbraum von über 100% bei Bildschirmen zu bewerben.
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desko7510.03.26 15:30
@Gammarus_Pulex

Genau, die Übererfüllung der im sRGB-Farbraum darstellbaren Farben wird meist mit Marketingbegriffen wie z.B. "Wide Color Garmut" beschreiben und findet häufig statt. Ohne eine gute Kalibrierung kann die Farbgenauigkeit leiden. Farben werden generell gesättigter dargestellt, was vielen Nutzern aber scheinbar auch gefällt.
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Weia
Weia12.03.26 05:02
Roony
Nein, da muss ich frank Recht geben. Der Monitor kann auch nur 100 Prozent des sRGB Farbraum zeigen. Ansonsten ist es ein anderer Farbraum als der sRGB Raum ! Der sRBG Farbraum ist nämlich genau "100 Prozent" groß.
Nein, das stimmt nicht. Mathematisch betrachtet ist ein Farbraum nämlich einfach ein dreidimensionales Koordinatensystem, das – um beim Beispiel sRGB zu bleiben – so skaliert ist, dass R = G = B = 1,0 gerade den intensivsten auf einem guten damaligen Display darstellbaren Rot-, Grün- und Blautönen entsprach. Das hatte bei der Einführung von sRGB den rein pragmatisch-technischen Grund, dass die extrem knappen 8 Bit = 256 Abstufungen pro Farbkanal, die damalige Grafikkarten höchstens bewältigen konnten, voll ausgenutzt werden konnten und nicht teilweise für Werte vergeudet wurden, die auf dem Display gar nicht hätten dargestellt werden können. Also 256 Stufen à 1/256, die allesamt technisch auf dem Display darstellbar waren.

Aber mathematisch gibt es natürlich keinerlei Grund, bei 1 aufzuhören. Koordinatenachsen sind ja prinzipiell beliebig lang. Entsprechend ist es problemlos möglich, einen Rotton, der intensiver ist, als ein Display mit sRGB-Farbumfang ihn darstellen kann, z.B. als RGB = 1,3-0-0 zu beschreiben.

Beispielsweise verwendet Apple für Core Image (das Cocoa-Framework für Bildmanipulation in macOS und iOS) das sRGB-Koordinatensystem, um – da das am häufigsten vorkommt – nicht mehrfach hin- und herkonvertieren zu müssen, aber Core Image ist natürlich nicht auf Bilddaten mit sRGB-Farbumfang beschränkt. Das funktioniert deshalb, weil Core Image nicht mit 8 Bit, sondern mit 32 Bit pro Kanal rechnet und dadurch alle Farben der Welt und mehr in sRGB-Koordinaten ausdrücken kann.

Was Du meinst, ist genau besehen nicht der Farbraum, sondern der Farbumfang eines Displays; der ist bei jedem Display von endlicher Größe. Aber die Begriffe Farbraum und Farbumfang werden (fälschlicherweise) oft synonym verwendet und das führt dann zu der Verwirrung, der Du erlegen bist.

Das ist wie mit der Höchstgeschwindigkeit von Autos. Die kannst Du in km/h, mph oder auch Ångström/Jahr ausdrücken (entspricht einem Farbraum), aber ein bestimmtes Auto hat, egal in welcher Skala ausgedrückt, eine bestimmte Maximalgeschwindigkeit (entspricht dem Farbumfang eines Displays). Wenn man aber nur Tachos bauen kann, deren Anzeige in 256 Stufen von 0 bis 1 geht, dann würde z.B. VW in einen Golf eben einen Tacho mit einer Geschwindigkeitsskala einbauen, bei der 1 Golf die Höchstgeschwindigkeit eines Golfs darstellt. Trotzdem könnte man dann die Höchstgeschwindigkeit eines Porsches als z.B. 2,5 Golf angeben.
„Meinung“ ist das Foren-Unwort des Jahrzehnts.
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Jobs13.03.26 00:15
Das Wichtigste an der Schnittstelle Computer/ Mensch ist die visuelle Schnittstelle Monitor/ Auge, Deshalb sollte man an einem Monitor nie sparen. Die "Hochleistung- in einem Notebook Leute" verstehe ich nicht. Wer arbeitet freiwillig an einem Notebook?

Fast alle meine Bekannten haben nur noch ein Notebook, weil es früher nur Heizlüfter mit Röhrenmonitor gab, was eh keiner bezahlen konnte. Die absolute Überlegenheit stationärer Monitore erleben Profis, die fast alle Arbeitsstunden am PC sind. Photo-, Video sowieso. Redaktionen, Banker, Verwaltungen, Juristen schon weniger.

Ich arbeite seit 2012 mit zwei Cinema Displays. Als reiner "Textverfasser/Leser" reicht mir das. Sie sehen auch an meinem M4 pro gut aus. Der ist Luxus, weil auch sein Vorgänger i7 bei meiner Partnerin immer noch einen super guten Job (im Normalbetrieb ohne Rendering usw.) abgibt.

Tipp: Ein Cinema Display fiel plötzlich aus. Apple konnte/ wollte nicht helfen. Ein mir auf den ersten Blick suspekter Computerladen wechselte innert eines Tages die Hintergrund Beleuchtungslampe für ca. 100 €. Nach 14 Jahren besehen ist das alles recht simple Technik. Ob es Sinn macht, so alte Technik am Leben zu erhalten?
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