Studio Display XDR: Nicht für Intel-Macs – Einschränkungen für M1- bis M3-Macs


Ein neues Display kaufen und es dann einfach an jeden beliebigen Computer anschließen können? Was nach einer sehr selbstverständlichen Sache klingt, gilt zumindest für das gerade erst vorgestellte Studio Display XDR nicht. Ein Blick auf die Hardware-Voraussetzungen fördert nämlich einige Einschränkungen zutage. Beispielsweise werden Intel-Macs überhaupt nicht mehr unterstützt, das Display richtet sich nur an Macs aus der Apple-Silicon-Ära. Doch auch hier gibt es Abstriche, denn für den vollen Funktionsumfang muss es ein M4- oder M5-basiertes Gerät sein. Auf einem M1 (inkl. Pro, Max, Ultra), M2 (Basis) oder M3 (Basis) bleibt nämlich die Bildwiederholrate von 120 Hz deaktiviert. Das trifft übrigens gleichermaßen auf iPads zu, nur das iPad Pro M5 kann 120 Hz ausgeben.
Warum es diese Einschränkungen gibtEin Bildschirm wie das Studio Display ist weitaus mehr als nur ein Panel in einem Gehäuse. Stattdessen handelt es sich um ein Gerät mit sehr spezifischen Signal-, Bandbreiten- und Protokollanforderungen. Es werden mehrere anspruchsvolle Parameter miteinander kombiniert, darunter 5K-Auflösung bei 120 Hz, 10-Bit HDR, Adaptive Sync und Mini LED mit Local-Dimming. Die Rohbandbreite kann dadurch bei Werten liegen, die Thunderbolt 3/4 und DisplayPort 1.4 nur eingeschränkt ermöglichen. Dazu kommen Funktionen der jeweiligen M-Chips. Unterstützung für Adaptive Sync, bestimmte HDR-Modi, Steuerung des Local-Dimming sowie DSC-Streams sind hardwareseitig im SoC implementiert – selbst wenn die Bandbreite ausreichen würde, fehlen unter Umständen Features des Grafikchips.
Apple schließt die Intel-Ära immer deutlicher abWenn ältere Macs also aus dem Reigen herausfallen, ist dies weniger eine Marketing-Entscheidung, sondern eine Controllerfrage. Genau das hat wohl die Intel-basierten Geräte getroffen, obwohl es marktweit dennoch sehr unüblich ist, ein Display herzustellen, das Intel-Macs komplett ausschließt. Möglicherweise traf Apple die Entscheidung, dass es nicht ausreicht, einfach nur ein Bild anzeigen zu können – das zudem in Hinblick auf zukünftige Funktionen, die noch kommen könnten. Gleichzeitig handelt es sich um ein eindeutiges Signal, dass die Intel-Ära nun wirklich eine Sache aus der ferneren Vergangenheit ist.