Apple-Auto: Was es können muss & wann es kommen könnte (laut Kuo und weiteren Experten)

In allen Diskussionen zu Apples angeblichen Plänen, in wenigen Jahren ein eigenes Auto auf die Straßen zu bringen, wird stets die Frage nach dem Sinn des gewaltigen Unterfangens aufgeworfen. Nicht nur in Foren, auch von Marktbeobachtern ist oft Zweifel zu hören, inwiefern Apple in dieser Branche überhaupt punkten und sich absetzen könnte. Der namhafte und üblicherweise sehr gut informierte Apple-Analyst Ming-Chi Kuo hat sich nun ebenfalls noch einmal zu besagter Thematik geäußert. Seiner Ansicht nach sei es ziemlich unwahrscheinlich, vor dem Jahr 2025 ein fertiges Produkt zu sehen – womit er mehreren kürzlich aufgekommenen Berichten widerspricht.


Kuo: Nicht vor 2025, vielleicht aber noch viel später
Auch wenn Apple laut Kuo tatsächlich an einem kompletten Auto arbeite, sei es für Anleger noch viel zu früh, um beispielsweise in mögliche Zulieferer zu investieren. Bis 2025 könne sich noch viel ändern – und noch nicht einmal besagte Zeitplanung sei in trockenen Tüchern. Niemand kenne bislang Apples konkrete Absichten, wie ein solches selbstfahrendes Auto konzipiert ist, welche Märkte es anspricht und wann die Massenfertigung anlaufen könnte. Die Branche entwickle sich sehr schnell weiter und sei im Umbruch, denn andere Hersteller forschen ebenfalls intensiv an Technologien für autonome Fahrzeuge.

"Würde der Verkaufsstart wegen Qualitätsbedenken auf 2028 verschoben, wären wir nicht überrascht", so Kuo. Generell sei der Markt stark umkämpft, aus diesem Grund könne Apple nur schwer mit Hardware punkten. Stattdessen müsse es gelingen, im Bereich der Künstlichen Intelligenz vorne zu liegen – allerdings habe Apple gerade hier bei bestehenden Produkten keine "signifikante Dominanz" bewiesen.


Apples Patentanträge zeigen, an wie vielen Themen geforscht wird

Womit soll ein Apple-Auto glänzen?
Goldman Sachs hatte hingegen gerade erst berichtet, Apple könne in klassischen Disziplinen eines elektrisch angetriebenen Autos glänzen. Demnach bereite Apple die Akku-Technologie der nächsten Generation vor (siehe diese Meldung – die Ankündigung solle im Jahr 2024 erfolgen. In einem Aspekt gibt es hingegen Einigkeit unter den Marktexperten: Apple-Produkte bestechen normalerweise durch die Integration von Hardware, Software sowie weiteren Diensten. Diese Kombination muss auch ein mögliches Apple Car bieten, wobei sich angesichts der hohen Investitionen (für Apple und für den Käufer) eine gänzlich andere Ausgangslage biete.


Apples Testfahrzeuge zur Sensor-Erprobung

Alle Kerntechnologien selbstentwickelt
Morgan Stanley befasst sich ebenfalls mit der Thematik und bringt noch einen weiteren Aspekt mit ein, nämlich das bekannte Konzept "Alles aus einer Hand". Das Apple Car sei als sehr langfristiges Projekt konzipiert und fokussiere sich darauf, fünf große Kerntechnologien selbst zu entwickeln: Chips, Akkus, Kameras, Sensoren und Displays. Dazu kommt natürlich noch die gesamte Steuerung bzw. Software des Fahrzeugs. Ein neues Fahrerlebnis soll erreicht werden, indem Apple so viele Aspekte wie möglich in Eigenregie umsetzt. Damit würde Apple fortsetzen, was auch in anderen Produktfamilien wie iPhone und Mac als Maxime gilt.

Kommentare

ruphi28.12.20 10:12
Wieso sollen die Displays eine von 5 großen Kerntechnologien mit erheblichem Entwicklungsaufwand sein, die KI aber nicht?

Will Apple das Auto bewegen oder lieber die Welt drumherum simulieren?
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Lailaps
Lailaps28.12.20 10:14
So, Glaskugel an.
Was sehen wir? Total verschwommen, Nebelschwaden, irgendwo fliegt ein Apfel vorbei in das Dunkel.
Glaskugel wieder aus.
„Wat mutt, dat mutt - oder die spinnen die Römer“
+3
ruphi28.12.20 10:23
Lailaps
Total verschwommen, Nebelschwaden, irgendwo fliegt ein Apfel vorbei in das Dunkel.
Ohhhh er fliegt vorbei?! Können wir daraus bitte einen sensationellen Artikel über das kommende Apple AirCraft machen
+6
awk28.12.20 10:47
Man kann nur hoffen, dass Kuo recht hat. Mit einem Auto kann Apple nichts gewinnen. Direkt vergleichbar ist Tesla. Tesla macht mit seinen Autos nach wie vor keinen Gewinn, der kommt von den CO2 Zertifikaten. Die Teslas sind qualitativ auf einem eher bescheidenen Niveau, liegen jedoch im Preisbereich der Premiumhersteller. Ein Tesla S kostet so viel wie eine Mercedes S Klasse ohne auch nur annähernd das Niveau der S Klasse zu erreichen. Apple müsste vom Anspruch her mindestens mit der S-Klasse oder einem 7-er BMW mithalten können. Der Preis wäre exorbitant. Das schafft nicht mal Apple. Im Nischenmarkt von Rolls Royce oder Bentley wäre das denkbar. Hier sind die Stückzahlen so gering, dass der hohe Entwicklungsaufwand niemals erwirtschaftet werden kann.
Wollen wir hoffen, dass Apple niemals ein Auto baut.
+5
Legoman
Legoman28.12.20 11:28
Motor und so ist dann alles komplett verklebt, damit man nix mehr selbst reparieren kann.
Und wenn man die Leuchtmittel im Scheinwerfer tauscht, passt der Türschlüssel nicht mehr. Aus Sicherheitsgründen...

Hmmm, wird es dann eigentlich Wettrennen um das flachste und leichteste Auto geben?
+4
fliegerpaddy
fliegerpaddy28.12.20 11:36
Made my day Sind Inspektionen bei Apple Care Plus dann inklusive?
Legoman
Motor und so ist dann alles komplett verklebt, damit man nix mehr selbst reparieren kann.
Und wenn man die Leuchtmittel im Scheinwerfer tauscht, passt der Türschlüssel nicht mehr. Aus Sicherheitsgründen...

Hmmm, wird es dann eigentlich Wettrennen um das flachste und leichteste Auto geben?
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Metty
Metty28.12.20 11:39
Ich bleibe trotz aller Kritiken gespannt. Im Uhrenmarkt hätte auch niemand gedacht, dass Apple ein so großes Stück vom Kuchen bekommt und es hat funktioniert. Nun ja, eine Uhr ist ein anderes Investment als ein Auto, aber wenn ich mir anschaue wie schlecht die aktuellen "Media-Systeme" in den heutigen Autos integriert sind und wie mies das User Interface gestaltet ist, dann hat Apple bei einer Vollintegration von Auto und Elektronik gute Chancen.
Allerdings .... wenn Apple ein automatisches Fahren anbieten sollte und dabei Apple Maps benutzt lande ich bei mir vor der Haustür schnell im Graben.
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ssb
ssb28.12.20 11:54
Also besser als VW mit ihrem ID 3 wird Apple es allemal machen. Da fehlten bei Auslieferung einige Features die erst per Update nachgeliefert wurden - darunter das Feature Updates OTA zu installieren. Da musste also jeder nach einigen Wochen in die Werkstatt.
Daher kam ein ID3 einfach nicht in die engere Auswahl - da waren Leaf und Zoe und letztere ist es geworden. Die haben einfach 7 Jahre Erfahrung mit E-Mobilität, VW ist da am Anfang.

Den deutschen Autobauern fehlt da einfach das Wissen um vernetzte Systeme, Integration, Usability... Kein Wunder, einen Verbrenner muss man auch nicht vernetzen, und Autofahrer sind da wirklich schlimmste Usability gewohnt, manche wünschen sich die sogar. (Allein der Wegfall des Schalt-Getriebes, keine Kupplung ist ein geniales Fahrerlebnis, die Zoe hat leider kein komplettes One-Pedal-Driving aber man bremst wirklich weniger.)
Apple hätte die, wenn auch nicht im Auto-Sektor. Dennoch ist ein Auto noch mal etwas, wo die notwendige Erfindungshöhe, mit der man sich von anderen Herstellern absetzen kann, sehr hoch liegt. Aber vielleicht wird daraus auch eher ein Service - Apple Car könnte auch ein Angriff auf Uber sein. Autonom fahrende Autos, die man bei Bedarf anfordern kann - für eine monatliche Flatrate - damit könnte man Mobilität wirklich, besonders in Ballungszentren, revolutionieren.
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Cupertimo28.12.20 12:23
ssb
Also besser als VW mit ihrem ID 3 wird Apple es allemal machen. Da fehlten bei Auslieferung einige Features die erst per Update nachgeliefert wurden - darunter das Feature Updates OTA zu installieren. Da musste also jeder nach einigen Wochen in die Werkstatt.

Genau. Weil Apple ja noch nie irgendwelche Features erst zu späterem Zeitpunkt nachgeliefert hat. 🤔
+3
Florian Lehmann28.12.20 12:28
Legoman
Motor und so ist dann alles komplett verklebt, damit man nix mehr selbst reparieren kann.
Und wenn man die Leuchtmittel im Scheinwerfer tauscht, passt der Türschlüssel nicht mehr. Aus Sicherheitsgründen...

Hmmm, wird es dann eigentlich Wettrennen um das flachste und leichteste Auto geben?

Eine e-Maschine überlebt sich selbst. Und LEDs gehen auch nicht kaputt. Wenn dann die Elektronik.
Da lehne ich mich schon bisschen aus dem Fenster 😅
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Tirabo28.12.20 12:31
awk
Man kann nur hoffen, dass Kuo recht hat. Mit einem Auto kann Apple nichts gewinnen. Direkt vergleichbar ist Tesla. Tesla macht mit seinen Autos nach wie vor keinen Gewinn, der kommt von den CO2 Zertifikaten. Die Teslas sind qualitativ auf einem eher bescheidenen Niveau, liegen jedoch im Preisbereich der Premiumhersteller. Ein Tesla S kostet so viel wie eine Mercedes S Klasse ohne auch nur annähernd das Niveau der S Klasse zu erreichen. Apple müsste vom Anspruch her mindestens mit der S-Klasse oder einem 7-er BMW mithalten können. Der Preis wäre exorbitant. Das schafft nicht mal Apple. Im Nischenmarkt von Rolls Royce oder Bentley wäre das denkbar. Hier sind die Stückzahlen so gering, dass der hohe Entwicklungsaufwand niemals erwirtschaftet werden kann.
Wollen wir hoffen, dass Apple niemals ein Auto baut.

Das ist die gleiche Art der Argumentation, die vor Einführung des iPhone in den Foren umherirrte.

"Platzhirsch Nokia", "Sony-Ericsson", Blackberry, jaja, alles Riesen und decken den Markt komplett ab, Apple wird scheitern und sollte lieber Computer bauen. usw.

S-Klasse, 7er sind Dinosaurier, alte verkrustete konservative Limousinen, die im nächsten Jahrzehnt aus Umweltgründen sicher gewaltige Probleme bekommen werden.

Die Individualmobilität ist eh bereits angezählt, die Autos werden immer größer und schwerer, die Verstopfung der Städte und der Autobahnen nehmen immer mehr zu. Es gibt in Städten kaum noch Raum für Menschen, nur noch für Autos.

Ich glaube, wenn Apple tatsächlich ein neues Auto neues einführt, wird eine Auto-romantisch konservative Bombe platzen.
Ich glaube, Apple hinterfragt dabei alles bestehende und denkt dabei mehr in die Zukunft als alle anderen Konzerne dieser Branche. Unsere deutschen Autobauer krallen sich mit Gewalt an der Vergangenheit fest und unternehmen alles, um bloß keine großen und revolutionären Änderungen für die Zukunft anzustellen.

Dafür wird Apple sorgen, glaubt es mir.
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nane
nane28.12.20 12:36
Es könnte ja sein, dass "nur" eine Plattform für E-Fahrtzeuge herstellt, die von etablierten Herstellern genutzt werden kann. Sensorik + ki-Software sind die grösste Herausforderung, abgesehen von der Ladetechnik samt Kühlung und Ladesteuerung. Ladetechnik kann man als Hersteller schon "einkaufen" samt Zellen und Steuerung dazu. Antriebsstränge mit e-Motoren ebenso. Fehlt also noch die Sonsorik und die ki-Software. Das könnte liefern. Und dazu die Fahrzeug-Hersteller verpflichten, Car-Play exklusiv bzw. primär anzubieten. Das könnte schon hinbekommen. Die Rechnerleistung (A-CPUs) die Sensortechnik und Software Grundbausteine (AR + AR-Kit) gibt es schon. Fehlt noch die ki Steuerung des Fahrzeugs. Das traue ich glatt noch zu.
Das Leben ist ein langer Traum an dessen Ende kein Wecker klingelt.
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dsieb28.12.20 12:37
Ich glaube auch nicht an das "Ich stelle mir ein Apple Auto in die Garage"-Konzept.
Sollte da etwas in dem Bereich kommen, wird es ein Sharing, Autonomes-Konzept oder Plattform-Konzept werden. Das gefällt Apple alleine auch schon besser, weil sie dort die Abogebühren wieder in die Höhe treiben können.
Aber auf jeden Fall interessant, dass der Bereich wohl doch noch nicht aufgegeben wurde.
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awk28.12.20 13:08
Tirabo

Die Individualmobilität ist eh bereits angezählt ...

Genau das Gegenteil wird kommen. Der Individualverkehr steht noch vor seiner wirklichen Blüte. Mit dem Aufkommen von autonomen Autos wird Individualmobilität auch für Leute zugänglich die seither nicht selbst fahren konnten. Mit Fahrdiensten wie Uber deren Entwicklung erst im Anfangsstadium ist, wird der öffentliche Verkehr endgültig untergehen.

Die Annahme, dass Menschen gegen das Auto sind ist grundfalsch. Das ist die Annahme einer lautstarken Minderheit. Der Fahrzeugbestand steigt weiter.
Alle neueren Angebote wie Car Sharing und Tretroller sind zulasten des ÖV gegangen, nicht zulasten der Autos.
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Tirabo28.12.20 14:10
awk
Tirabo

Die Individualmobilität ist eh bereits angezählt ...

Die Annahme, dass Menschen gegen das Auto sind ist grundfalsch. Das ist die Annahme einer lautstarken Minderheit. Der Fahrzeugbestand steigt weiter.
Alle neueren Angebote wie Car Sharing und Tretroller sind zulasten des ÖV gegangen, nicht zulasten der Autos.

Falsch ist deine Annahme, das Menschen gegen Autos seien. Es ist genau andersrum, Autos sind gegen Menschen. Der Mensch wird verdrängt. Rücksichtnahme hat immer der Schwächere zu nehmen. Ein Auto(bzw. der Mensch, der es fährt) nimmt sich das Recht, der Stärkere zu sein und fordert selbst auf einer Spielstraße oft Kapitulation vom Menschen.

Eine sogenannte "städtische Wohnstraße" besteht hauptsächlich aus Autos. Solange die öffentliche Mobilität nicht gestärkt wird, bleibt das Auto ein Problem. In den weltweiten Städteplanunegn ist dieses Thema bereits angekommen und dort findet bereits ein Umdenken statt. Weg mit dem Auto, Belebung der (Radfahr-)Straßen und viele grüne beruhigte Zonen für Menschen. Das steigert die Lebensqualität einer Stadt enorm, nicht das Auto tut es, das ist ein Irrglaube. Ein Auto steht zu 80% nutzlos rum.

Das ist eine politische Frage. Solange es solche autolobbyfreundlichen und sonstige Looser wie unseren derzeitigen Verkehrsminister gibt, wird sich daran auch nichts ändern.

Aber es wird sich verändern, da bin ich mir sicher.
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beanchen28.12.20 16:10
@Tirabo
Auch wenn Autos das Problem sind widerspricht das noch lange nicht der These, der Individualverkehr sei noch lange nicht tot. 😉
+1
Duke97
Duke9728.12.20 16:33
Immer wieder dieses Geseier von der Autolobby, der der bösen Industrie und der Politik.
Die Autolobby sind das Volk!
4-spurige Straße mit Parkstreifen parallel in irgendeiner deutschen Großstadt und Lebensgefahr für die Radfahrer - überall.
Nimm den Parkstreifen weg und Du wirst nie wieder gewählt, davon geht jeder Politiker aus...

Und noch zwei Dinge:
1. Von einer KI für echtes Autonomes Fahren sind wir mehr als 5 Jahre entfernt.
2. Batterie-Elektrisches Fahren und Autonomes Fahren, passen ganz schlecht zusammen, der Energiebedarf für Autonomes Fahren ist immens.
+3
Thyl28.12.20 19:33
Duke97
Immer wieder dieses Geseier von der Autolobby, der der bösen Industrie und der Politik.
Die Autolobby sind das Volk!
4-spurige Straße mit Parkstreifen parallel in irgendeiner deutschen Großstadt und Lebensgefahr für die Radfahrer - überall.
Nimm den Parkstreifen weg und Du wirst nie wieder gewählt, davon geht jeder Politiker aus...

Und noch zwei Dinge:
1. Von einer KI für echtes Autonomes Fahren sind wir mehr als 5 Jahre entfernt.
2. Batterie-Elektrisches Fahren und Autonomes Fahren, passen ganz schlecht zusammen, der Energiebedarf für Autonomes Fahren ist immens.
gute Punkte, die Industrie baut letztlich, was die Kunden wollen. Dass autonomes Fahren viel energie kostet, war mir nicht bewusst, ist aber sehr interssant. Gibt es dazu Abschätzungen? Könnte sich allerdings mit einer Batterie mit dramatisch höherer Energiedichte auch erledigen.
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Thyl28.12.20 19:36
Wieso dauert das so lange?

Irgendwann muss man von einer Forschungs- zu einer Entwurfs- und dann einer Bauphase kommen. Die Entwicklungszeit ist jetzt schon für ein Auto viel zu lange, die Zahl der Mitarbeiter fast überdimensioniert für ein Modell (bei der langen Zeit), die Kosten scheinen gewaltig, und was autonome Systeme anbelangt, so sollte Apple da auch locker zu den Konkurrenten aufgeschlossen haben, oder überholt.

Welche Zutat fehlt noch?
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subjore28.12.20 19:37
Erscheint vielleicht in 8 Jahren klingt ja ziemlich definitiv für ein Technologieunternehmen.

Niemand weiß was in 8 Jahren ist.
Und ihre Batterie der nächsten Generation bringt ihnen auch nichts, da alle bis dahin die Batterie der nächsten Generation verwenden
Außerdem hat Apple das Problem, dass es sich nicht lohnt zum Markt Eintritt einen Riesen Vorsprung zu haben, da sie am Anfang nicht so viele Autos herstellen können.
Wenn sie jetzt eine Batterie haben, die 2 Jahren vor der Konkurrenz ist, könnten sie in den ersten zwei Jahren bestimmt mehrere hunderttausend Autos herstellen. Aber sie müssten ihren Vorsprung über 10 Jahre lang aufrecht erhalten um sehr groß zu werden.
Tesla ist jetzt bald in der Situation, in der sie einfach neue Fabriken überall aus dem Boden stampfen könnten. Aber Apple müsste erst einmal 5 Jahre lang solche Fabriken bauen um eine gute Muster Fabrik zu finden die sie überall hinsetzen könnten. Anders als Tesla muss Apple wenigstens nicht aufs Geld achten.
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Thyl28.12.20 19:48
subjore
Aber Apple müsste erst einmal 5 Jahre lang solche Fabriken bauen um eine gute Muster Fabrik zu finden die sie überall hinsetzen könnten. Anders als Tesla muss Apple wenigstens nicht aufs Geld achten.
oder sie lassen in Trollhätten bei Ex-Saab, Valmet oder Magma fertigen. Die können bestimmt ein paar Hundertausend Autos im Jahr kurzfristig liefern.
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Duke97
Duke9728.12.20 22:39
Ich habe keine Abschätzung wieviel Leistung ein autonom fahrendes Auto für Steuerung und Sensorik braucht, es gibt ja keine autonom fahrenden Autos.

Kilowatts selbst im Stand werden es auf jeden Fall sein.
Ein Akku mit deutlich höherer Energiedichte würde das natürlich lösen, aber den hat ja keiner.

Das Apple auf Augenhöhe mit anderen bei der KI ist, glaube ich nicht, Siri ist gruselig.
Aber - vor allen Dingen - Niemand kann in 5 Jahren ein autonom fahrendes Auto bauen.
Der Mensch wird so gerne unterschätzt, unglaublich was der kann.

Mal eine ganz simple Frage: Glaubt jemand, dass eine KI ein Auto durch eine Großstadt lenken kann, weniger als 5 Jahre nachdem der gesamte Schienenverkehr autonom ist?
+1
engel@maxx29.12.20 21:10
awk
Man kann nur hoffen, dass Kuo recht hat. Mit einem Auto kann Apple nichts gewinnen. Direkt vergleichbar ist Tesla. Tesla macht mit seinen Autos nach wie vor keinen Gewinn, der kommt von den CO2 Zertifikaten. Die Teslas sind qualitativ auf einem eher bescheidenen Niveau, liegen jedoch im Preisbereich der Premiumhersteller. Ein Tesla S kostet so viel wie eine Mercedes S Klasse ohne auch nur annähernd das Niveau der S Klasse zu erreichen. Apple müsste vom Anspruch her mindestens mit der S-Klasse oder einem 7-er BMW mithalten können. Der Preis wäre exorbitant. Das schafft nicht mal Apple. Im Nischenmarkt von Rolls Royce oder Bentley wäre das denkbar. Hier sind die Stückzahlen so gering, dass der hohe Entwicklungsaufwand niemals erwirtschaftet werden kann.
Wollen wir hoffen, dass Apple niemals ein Auto baut.

Hab in anderen Beiträgen sehr sinnvolle Kommentare von Dir gelesen, aber hier liegst Du meiner Meinung nach ziemlich weit daneben und gehst dem medialen Narrativ auf dem Leim. Tesla macht Gewinne. Punkt. Ja, sie nutzen dazu CO2-Zertifikate (warum auch nicht) anderer Hersteller wie z.B. FCA, die offensichtlich nicht willens oder nicht im Stande sind, E-Autos in nennenswerten Stückzahlen zu bauen. Was Du aber nicht siehst: sie könnten auch einfach die Investitionen in u.a. derzeit drei neue Werke weltweit auf die lange Bank legen und dafür einen weitaus höheren Nettogewinn ausweisen, da die Fahrzeuge sehr beachtliche, branchenweit führende Gewinnmargen erzielen. Da das selbsterklärte Ziel aber ist, den Wandel zu nachhaltiger Mobilität zu beschleunigen, nutzen sie dieses Momentum geschickt aus und wachsen von den Stückzahlen her momentan um rund 50% jährlich. Das ist in der momentanen Größenordnung KEINE Selbstverständlichkeit mehr und zeigt, wie weit Tesla den anderen Autoherstellern inzwischen davonfährt. Stichwort Qualität: ich fahre seit drei Wochen einen Model 3 (Made in China). Ich kann keine Schwächen ausmachen, sei es beim Fahrkomfort, der Geräuschentwicklung, der Passform oder Verarbeitung von Karosserie- und Innenraumteilen. Die lernen verdammt schnell und setzen den Erkenntnisgewinn noch schneller um (siehe Produktions-Rampup vom Model 3: es hat ein Jahr gedauert, bis in Fremont ein Ausstoß von 5.000 Einheiten pro Woche erzielt wurde, in Shanghai hat man, trotz Lockdown, dafür die Hälfte der Zeit benötigt.

Eine "nackte" S-Klasse kostet 104.000 Euro, das sind über 20.000 Euro mehr als das Model S mit deutlich besserer Beschleunigung - wobei sich diese Autos schlecht vergleichen lassen, zumal das Model S vor einer umfassenden Modellpflege steht. Interessanter ist da der Vergleich Model 3 vs. Mercedes C-Klasse. Das Model 3 SR+ kriegt man derzeit günstigstenfalls für 43.000 Euro, eine vergleichbar ausgestattete C-Klasse liegt - mit vergleichsweise schwächlicher 200er Motorisierung - bei 56.500 Euro - dafür erhält man bei Tesla bereits das Longe Range Model 3 mit Allradantrieb und drastisch besserer Fahrleistung - ein C300 in obiger Ausstattung läge dann bereits bei 62.000 Euro - ohne die Aussicht auf vollautonomes Fahren wie beim Tesla. Nicht berücksichtigt ist außerdem die Umweltprämie und die Tatsache, dass viele Leute einfach keinen Verbrennungsantrieb mehr möchten - PHEV und BEV lagen im November bei jeweils 10% Marktanteil bei den Neuzulassungen in Deutschland.
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ilig
ilig30.12.20 14:25
Longe Range Model 3 mit Allradantrieb (324 kW/440 PS, 0-100 km/h: 4,6 s, Spitzengeschwindigkeit: 233 km/h). Wieso unterstützt der Staat den Kauf eines solchen Autos mit Steuergeldern und nennt das dann auch noch »Umweltprämie«?
+1
Michael Lang31.12.20 16:14
ilig
Longe Range Model 3 mit Allradantrieb (324 kW/440 PS, 0-100 km/h: 4,6 s, Spitzengeschwindigkeit: 233 km/h). Wieso unterstützt der Staat den Kauf eines solchen Autos mit Steuergeldern und nennt das dann auch noch »Umweltprämie«?

Was ist an einem solchen Elektroauto falsch?
Nur weil es viel Leistung hat?

Stimmt, braucht man nicht. Aber wenn der Verbrauch paßt (bei entsprechender Fahrweise), dann ist ein solches Fahrzeug doch trotzdem genauso unterstützenswert wie jedes andere E-Auto.
Und ausserdem geht der Politik nur um den Umstieg von Verbrennern auf E-Autos, egal welches.
ein E-auto gilt per se als Umweltfreundlich....
- Das größte Maul und das kleinste Hirn,wohnen meist unter derselben Stirn. - Hermann Oscar Arno Alfred Holz, (1863 - 1929), deutscher Schriftsteller
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engel@maxx12.01.21 21:08
ilig
Longe Range Model 3 mit Allradantrieb (324 kW/440 PS, 0-100 km/h: 4,6 s, Spitzengeschwindigkeit: 233 km/h). Wieso unterstützt der Staat den Kauf eines solchen Autos mit Steuergeldern und nennt das dann auch noch »Umweltprämie«?

Weil es geil ist!

Wenn Elektroautos sich fahren würden wie Golfcaddies, würde sie keiner haben wollen.
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