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Apple: 300.000 neue US-Jobs durch den App Store, über zwei Millionen Arbeitsplätze ingesamt

Der App Store, gestartet vor mehr als 12 Jahren, gehört zu Apples größten Erfolgen: Weit über zwei Millionen Apps finden sich aktuell im App Store und Apple erhält bei vielen Transaktionsarten eine Umsatzbeteiligung von 30 Prozent. 2011 führte Apple den App Store auch für den Mac ein: Der Mac App Store ist der iOS-Variante nachempfunden – aber anders als auf dem iPhone und iPad ist der Vertrieb von Apps außerhalb des Mac App Store (noch) möglich.


In den letzten Monaten wird jedoch das Geschäftsmodell des App Stores infrage gestellt: Weltweit untersuchen Kartellwächter die Vertriebsmodalitäten. Für App- und Dienste-Hersteller ist es zunehmend schwerer, mit Apple zu konkurrieren. Beispielsweise ist es für den Streaming-Dienst Spotify nicht einfach, im Kampf mit Apple Music zu überleben – Apple kann aufgrund der Herrschaft über die eigenen Plattformen Apple Music tief ins Betriebssystem verankern. Spotify stehen diese Möglichkeiten nicht offen – und zusätzlich ist Spotify gezwungen, 30 Prozent der erwirtschafteten Umsätze an Apple abzuführen, wenn Spotify seinen Kunden die bequemen In-App-Käufe und Abos zum Bezahlen bieten will.

Zusätzlich zettelte vor Kurzem Epic einen Rechtsstreit mit Apple an: Der Spielehersteller schaltete eine eigene Bezahlfunktion in Fortnite frei – vorbei an Apples 30-prozentiger Umsatzbeteiligung. Da dies einen klaren Verstoß gegen die Richtlinien des App Stores bedeutete, nahm Apple das Spiel aus dem App Store. Binnen Stunden startete Epic daraufhin eine Medienkampagne und reichte eine bereits vorbereitete Klage gegen Apple ein – Ausgang ungewiss. Epic möchte erreichen, dass Apple von der "Apple Tax" abrückt.

2,1 Millionen Jobs vom App Store abhängig
Um nun auch mal wieder etwas Positives zum App Store in die Presse zu bringen, veröffentlichte Apple beeindruckende Zahlen zu der wirtschaftlichen Bedeutung des App Stores. Laut Apple ist das App-Store-Ökosystem für insgesamt 2,1 Millionen Jobs alleine in den Vereinigten Staaten verantwortlich. Nach den Berechnungen sind seit April 2019 fast 300.000 zusätzliche Jobs in den USA durch den App Store und das Apple-Ökosystem entstanden.


Besonders hebt Apple hervor, dass diese Jobs trotz der Corona-Krise meist sicher sind – und viele App-Anbieter während der Pandemie Umsatzsteigerungen verbuchen. Die Entwicklung und der Vertrieb von Apps sei gut aus dem Home-Office möglich, so Apple. Zählt man alle Angestellten von Apple, Zulieferer und die indirekt durch das Apple-Ökosystem entstandenen Arbeitsplätze in den USA zusammen, ist Apple für 2,7 Millionen Jobs in den Vereinigten Staaten verantwortlich. Direkt bei Apple angestellt sind 90.000 Mitarbeiter in den USA, in der Zuliefererbranche erhält der Konzern rund 450.000 Jobs.

Kommentare

deus-ex
deus-ex03.09.20 09:21
Auch wenn viel PR hinter solchen Zahlen steht, darf man nicht vergessen das Apple niemand gezwungen hat iOS für Entwickler zu öffnen. Es war Anfangs auch nie so gedacht.

Durch die Öffnung konnten gerade unabhängige Entwickler einfach und schnell Apps Entwickeln und im besten Fall tausende oder sogar Millionen damit verdienen.

Apple hätte die Plattform auch geschlossen lassen können. Nur so neben bei.

Das man mit der Öffnung selbst Milliarden verdient versteht sich m.M. nach von selbst.

Ist schon irgendwie ne Win/Win Situation. Neu, weitreichende Plattform auf der man seine Programme schnell und einfach verkaufen kann und Apple verdient auch noch was.
-2
pünktchen
pünktchen03.09.20 09:31
Also ich weiss ja nicht wie nützlich es in Kartellverfahren ist mit der Grösse der Marktmacht zu prahlen. Apple bettelt doch geradezu um Regulierung.
+2
awk03.09.20 09:34
Ohne die Öffnung des App-Stores kein Erfolg für das iPhone. Mit den paar Apps die Apple hatte und die teilweise noch sehr restriktiv waren, hätte Apple keinen Blumentopf gewonnen. Am Anfang gab es ja noch nicht mal eine Taschenlampe. Der Apple Wecker hat immer vibriert. Das hat mich tierisch genervt. Ein gescheiter Wecker und eine Taschenlampe waren die ersten beiden Apps die ich mir gekauft habe. Ohne Apps von anderen Entwicklern hätte ich mir kein weiteres iPhone gekauft.
+5
Duke9703.09.20 09:36
Apple rechnet Arbeitsplätze von Entwicklern von Apps als Arbeitsplätze "durch den App Store"?

Das ist ja als wenn Aldi alle Jobs in der Landwirtschaft den Discountern zurechnet, weil die den Käse verkaufen...

Wenn es den ios app store nicht gegeben hätte, wäre ios unter gegangen und die Entwickler würden für Androiden, Windows Phones und oder Nokias coden.
+5
Bitsurfer03.09.20 10:17
Duke97

Wenn es den ios app store nicht gegeben hätte, wäre ios unter gegangen und die Entwickler würden für Androiden, Windows Phones und oder Nokias coden.

Wen es den App store nicht gegeben hätte....... Hätte Google dann den Playstore?
Wenn ich mich nicht irre basierte Android bei Eröffnung des App Stores 2008 noch auf Tastentelefonen. Der Playstore kam erst vier Jahre später.
0
deus-ex
deus-ex03.09.20 11:04
Bitsurfer
Duke97

Wenn es den ios app store nicht gegeben hätte, wäre ios unter gegangen und die Entwickler würden für Androiden, Windows Phones und oder Nokias coden.

Wen es den App store nicht gegeben hätte....... Hätte Google dann den Playstore?
Wenn ich mich nicht irre basierte Android bei Eröffnung des App Stores 2008 noch auf Tastentelefonen. Der Playstore kam erst vier Jahre später.
Bei erschienen 2008.
0
deus-ex
deus-ex03.09.20 11:11
awk
Ohne die Öffnung des App-Stores kein Erfolg für das iPhone. Mit den paar Apps die Apple hatte und die teilweise noch sehr restriktiv waren, hätte Apple keinen Blumentopf gewonnen. Am Anfang gab es ja noch nicht mal eine Taschenlampe. Der Apple Wecker hat immer vibriert. Das hat mich tierisch genervt. Ein gescheiter Wecker und eine Taschenlampe waren die ersten beiden Apps die ich mir gekauft habe. Ohne Apps von anderen Entwicklern hätte ich mir kein weiteres iPhone gekauft.

Natürlich. Win/Win Situation für alle. Aber Fakt ist auch eins. NIEMAND kann jemanden zwingen seine Plattform zu öffnen und auch nicht zu welchen Bedingungen. Das ist m.M. nach nicht rechtens. Besonders dann nicht, wenn kein Monopol der Plattform vorliegt. Und iOS hat nun mal kein Monopol.

Und jetzt kommt nicht mit den Schwachsinnsvergleich das iOS ein Monopol bei iPhones hat. Mazda hat auch ein Monopol auf die Benzinsteuerung in seinen Autos.

Microsoft z.B. hat eine Monopol bei PC Betriebssystemen. Denn bei dieser Plattform stammen Hard- und Software von verschiedenen Unternehmen. Und es gabe (bis auf Apple) keine Alternativen. Wenn man den PC eines anderen kaufte war auch wieder Windows drauf.

Im Smartphone Sektor hat man alternativen. Passt mir iOS und AppStore nicht kann ich mir auch ein Gerät eines anderen Herstellers kaufen und bin raus.

Man kann im Umkehrschluss aber MS nicht vorhalten dass Windows ein Monopol bei Surface Produkten hat.
-2
pünktchen
pünktchen03.09.20 11:19
deus-ex
NIEMAND kann jemanden zwingen seine Plattform zu öffnen und auch nicht zu welchen Bedingungen. Das ist m.M. nach nicht rechtens.

Warum soll das nicht rechtens sein? Wegen deinem Bauchgefühl? Natürlich kann man das durch Gesetz vorgeben.
+2
awk03.09.20 11:51
deus-ex
Natürlich. Win/Win Situation für alle. Aber Fakt ist auch eins. NIEMAND kann jemanden zwingen seine Plattform zu öffnen und auch nicht zu welchen Bedingungen. Das ist m.M. nach nicht rechtens. Besonders dann nicht, wenn kein Monopol der Plattform vorliegt. Und iOS hat nun mal kein Monopol.

Es gibt nur zwei nennenswerte App Stores, von Google und Apple. Zwei Drittel aller Apps die Umsatz generieren werden im Apple App Store verkauft.

Das ist eine wettbewerbskritische Marktsituation die hinterfragt werden muss. Nicht nur im Interesse der Anbieter, sondern auch im Interesse der Kunden.

Niemand kann ernstlich bezweifeln, dass Apple ein Anteil der Einnahmen zusteht, aber ich bezweifele sehr, dass die 30 Prozent angemessen sind.

Entweder muss es alternative App Stores geben oder Apple muss seine Preisgestaltung ändern. Ich könnte mir vorstellen, dass man die Pauschale aufgibt und tatsächliche Kosten plus einer angemessenen Marge ansetzt.
+2
Bitsurfer03.09.20 13:04
awk
deus-ex
Natürlich. Win/Win Situation für alle. Aber Fakt ist auch eins. NIEMAND kann jemanden zwingen seine Plattform zu öffnen und auch nicht zu welchen Bedingungen. Das ist m.M. nach nicht rechtens. Besonders dann nicht, wenn kein Monopol der Plattform vorliegt. Und iOS hat nun mal kein Monopol.

Es gibt nur zwei nennenswerte App Stores, von Google und Apple. Zwei Drittel aller Apps die Umsatz generieren werden im Apple App Store verkauft.

Das ist eine wettbewerbskritische Marktsituation die hinterfragt werden muss. Nicht nur im Interesse der Anbieter, sondern auch im Interesse der Kunden.

Niemand kann ernstlich bezweifeln, dass Apple ein Anteil der Einnahmen zusteht, aber ich bezweifele sehr, dass die 30 Prozent angemessen sind.

Entweder muss es alternative App Stores geben oder Apple muss seine Preisgestaltung ändern. Ich könnte mir vorstellen, dass man die Pauschale aufgibt und tatsächliche Kosten plus einer angemessenen Marge ansetzt.
Wenn man mit 25% Marktanteil 66% des Gesamtumsatzes generiert, ist dann Apple daran Schuld?

Das nächste wird dann wohl sein dass Apple verklagt wird mit seinen 25% Marktanteil 90% des gesamten Gewinns der Smartphonehersteller einzufahren.
So hätte ja Apple ein Monopol auf den Gewinn. Geht ja gar nicht.

Und die angemessene Marge: Du weisst dass alle Hersteller, Apple, Google, Microsoft usw. 30% Marge nehmen.
Das hat dann null vorteile für den Kunden. Weil der Hersteller gibt das nicht an die Kunden weiter. Was vorher 10 Euro mit 30% Marge kostet, wird auch bei 10% Marge 10 Euro kosten.
-1
awk03.09.20 13:22
Bitsurfer
Wenn man mit 25% Marktanteil 66% des Gesamtumsatzes generiert, ist dann Apple daran Schuld?

Das nächste wird dann wohl sein dass Apple verklagt wird mit seinen 25% Marktanteil 90% des gesamten Gewinns der Smartphonehersteller einzufahren.
So hätte ja Apple ein Monopol auf den Gewinn. Geht ja gar nicht.

Und die angemessene Marge: Du weisst dass alle Hersteller, Apple, Google, Microsoft usw. 30% Marge nehmen.
Das hat dann null vorteile für den Kunden. Weil der Hersteller gibt das nicht an die Kunden weiter. Was vorher 10 Euro mit 30% Marge kostet, wird auch bei 10% Marge 10 Euro kosten.

Es geht nicht um Schuld. Man kann sagen, Apple ist Opfer seines eigenen Erfolges. Der Kapitalismus tendiert zur Bildung von Monopolen. Das hat schon Karl Marx analysiert. Monopole sind für die anderen Marktteilnehmer schlecht, am Ende auch für die Monopolisten selbst, weil die Innovationskraft gegen Null geht. Als warnendes Beispiel sei hier IBM genannt, lange Zeit das Synonym für IT schlechthin. Heute ein Schatten seiner selbst in einer Spirale die immer weiter nach unten geht.
Apple hat den Bogen überspannt, aber statt zurückzustecken versucht man in seiner Hybris immer weiter zu machen.
Dass andere in der Folge von Apple dieselben Prozente nehmen zeigt allenfalls, dass man sich an schlechten Beispielen orientiert.
Hätte Apple in der Diskussion einfach etwas nachgegeben, wäre sie vermutlich schon längst verstummt. So wie sich Apple gerade verhält, wird das in einem Fiasko enden.
+2
deus-ex
deus-ex03.09.20 15:03
awk
Es geht nicht um Schuld. Man kann sagen, Apple ist Opfer seines eigenen Erfolges. Der Kapitalismus tendiert zur Bildung von Monopolen. Das hat schon Karl Marx analysiert. Monopole sind für die anderen Marktteilnehmer schlecht, am Ende auch für die Monopolisten selbst, weil die Innovationskraft gegen Null geht. Als warnendes Beispiel sei hier IBM genannt, lange Zeit das Synonym für IT schlechthin. Heute ein Schatten seiner selbst in einer Spirale die immer weiter nach unten geht.
Apple hat den Bogen überspannt, aber statt zurückzustecken versucht man in seiner Hybris immer weiter zu machen.
Dass andere in der Folge von Apple dieselben Prozente nehmen zeigt allenfalls, dass man sich an schlechten Beispielen orientiert.
Hätte Apple in der Diskussion einfach etwas nachgegeben, wäre sie vermutlich schon längst verstummt. So wie sich Apple gerade verhält, wird das in einem Fiasko enden.
Was ein Blödsinn. Apple verhindert noch erschwert es dass Kunden/Verbraucher die Plattform wechseln. 80% Alles Smartphone auf dieser Welt sind NICHT von Apple. Und das ist es was interessiert. Es gibt kein Apple Monopol und es wird auch nie eines geben.
Was kann bitte Apple dafür dass die anderen ne geringer Marge haben?
-3
awk03.09.20 17:55
deus-ex
Was ein Blödsinn. Apple verhindert noch erschwert es dass Kunden/Verbraucher die Plattform wechseln. 80% Alles Smartphone auf dieser Welt sind NICHT von Apple. Und das ist es was interessiert. Es gibt kein Apple Monopol und es wird auch nie eines geben.
Was kann bitte Apple dafür dass die anderen ne geringer Marge haben?

Man kann eben nicht so einfach vom Apple in das Android Lager wechseln. Wenn ich heute von Apple weg gehe, verliere ich alle meine Rechte an den gekauften Filmen und der Musik.

Aber bitte, wer zahlen möchte, soll zahlen.
+1

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